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     18. November 2017, 09:29 Uhr
 


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"Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch"

Eine Zitatensammlung, zusammengestellt von Lislott Pfaff

Arthur Schopenhauer (1788-1860):
"Ein anderer, nicht wegzuerklärender und seine heillosen Folgen täglich manifestierender Grundfehler des Christentums ist, dass es widernatürlicherweise den Menschen losgerissen hat von der Tierwelt, welcher er doch wesentlich angehört, und ihn nur ganz allein gelten lassen will, die Tiere geradezu als Sachen betrachtend. Die bedeutende Rolle, welche im Brahmanismus und Buddhismus durchweg die Tiere spielen, verglichen mit der totalen Nullität im Christentum, bricht über diesem letzteren den Stab, so sehr man auch an solche Absurdität in Europa gewöhnt sein mag."

"Die Welt ist kein Machwerk, und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig."

Karlheinz Deschner, Kirchenkritiker, Buchautor (u.a. "Die Kriminalgeschichte des Christentums"):
"Da die Krone der Schöpfung der Mensch, die Krone des Menschen der Pfaffe ist, lässt sich von ihm für das Tier am wenigsten erhoffen. Auch befiehlt, auf der ersten Bibelseite, Gott selber seinen Ebenbildern" (...) "Und dann noch einmal: 'Furcht und Schrecken vor euch über alle Tiere... in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, sei euch Speise' - zwar ein 'Kulturbefehl' angeblich, 'ein Imperativ der Freude und Fröhlichkeit', tatsächlich das umfassendste Unterjochungs- und Todesverdikt der Geschichte, infernalischer Auftakt der Deformierung eines Sterns zum Schlachthaus."

"Die Speisekarte – das blutigste Blatt, das wir schreiben."

"Gegenüber dem Tier ist der Mensch Gewohnheitsverbrecher."

"Moralische Bedenken gegen Kalbsbraten? Von seiten der Erzieher nicht. Von seiten der Jurisprudenz nicht. Von seiten der Moraltheologie nicht. Von tausend anderen moralischen Seiten nicht. Von seiten des Kalbes vielleicht?"

Nelly Moia, luxemburgische Schriftstellerin:
"Heute, da Tierschutz zusehends 'in' ist, heute springen sie nach altbewährter Manier auf den fahrenden Zug, die kirchlichen Propagandisten. Mit dem nunmehr hochgespielten St. Franziskus will die Kirche die Tierliebe sozusagen erfunden haben – und hat doch die armen Tiere 2000 Jahre lang verraten, ihre Ausbeutung gerechtfertigt, ihre Leiden für null und nichtig erachtet."

"Noch heute haben Tiere laut der offiziellen Lehre der katholischen Kirche keinerlei Rechte, die Menschen keinerlei Pflichten ihnen gegenüber. Moral und Sünde, das spielt sich exklusiv zwischen Gott und Mensch, Mensch und Mensch ab; was mit den Tieren passiert, ist belanglos."

Jean Paul, Schriftsteller, Satiriker (17631825):
"Gerechter Gott! Aus wie vielen Marterstunden der Tiere lötet der Mensch eine einzige Festminute für seine Zunge zusammen!"

Wilhelm Busch (1832 –1908):
"Bis auf weiteres das Messer blitzt,
die Schweine schrein,
man muss sie halt benutzen.
Denn jeder denkt: Wozu das Schwein,
wenn wir es nicht verputzen?
Und jeder schmunzelt, jeder nagt
nach Art der Kannibalen,
bis man dereinst 'Pfui Teufel!' sagt
zum Schinken aus Westfalen."

Plutarch (45–125):
"Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grund sich Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erste Mal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich dann erlaubt hat, die Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt und geschrien, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen. Es handelt sich gewiss nicht um Löwen und Wölfe, die wir zum Selbstschutz essen – im Gegenteil, diesen Tieren schenken wir gar keine Beachtung; vielmehr schlachten wir harmlose, zahme Geschöpfe ohne Stacheln und Zähne, die uns ohnehin nichts anhaben könnten. Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer, die ihnen von Geburt an zustehen. Wenn ihr nun behaupten wollt, dass die Natur solche Nahrung für euch vorgesehen hätte, dann tötet selbst, was ihr zu essen gedenkt – jedoch mit euren naturgegebenen Mitteln, nicht mit Hilfe eines Schlachtmessers, einer Keule oder eines Beils."

"Für ein kleines Stückchen Fleisch nehmen wir den Tieren die Seele sowie Sonnenlicht und Lebenszeit, wozu sie doch entstanden und von Natur aus da sind."

Thomas Alva Edison (1847–1931):
"Ich bin sowohl Vegetarier als auch leidenschaftlicher Antialkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann."

Leo Tolstoi ( 1828–1910):
Aber weil die Mehrzahl noch am Fleischgenuss hängt, so halten ihn die Menschen für gerechtfertigt und sagen lachend; 'Ein Stück Beefsteak ist aber doch eine schöne Sache, und ich werde es heute mit Vergnügen zu Mittag essen.' "

Ralph W. Emerson, US-Schriftsteller (1803–1882):
"Sie haben soeben zu Mittag gegessen; und wie sorgfältig auch immer das Schlachthaus in einer taktvollen Entfernung von einigen oder vielen Kilometern verborgen sein mag: Sie sind mitschuldig."

Mahatma Gandhi (1869–1948)
"Ich fühle zutiefst, dass geistiges Wachstum in einem gewissen Stadium uns gebietet, damit aufzuhören, unsere Mitgeschöpfe zur Befriedigung unserer leiblichen Bedürfnisse zu schlachten."

"Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll als das Leben eines Menschen. Und ich würde niemals um des menschlichen Körpers willen einem Lamm das Leben nehmen wollen. Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto grösser ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit."

Alexander von Humboldt, Naturforscher, Forschungsreisender (1769–1859):
"Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren."

"Können wir uns wundern, dass diese sogenannten Kulturvölker immer mehr einem furchtbaren Weg des Abstieges entgegengehen?"

Friedrich Nietzsche (1844–1900):
"Alle antike Philosophie war auf Simplizität des Lebens gerichtet und lehrte eine gewisse Bedürfnislosigkeit. In diesem Betracht haben die wenigen philosophischen Vegetarier mehr für die Menschen geleistet als alle neuen Philosophen, und solange die Philosophen nicht den Mut gewinnen, eine ganz veränderte Lebensweise zu suchen und durch ihr Beispiel aufzuzeigen, ist es nichts mit ihnen."

Volker Elis Pilgrim, deutscher Schriftsteller (*1949):
"Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens 2 bis 5 Tage alter Leichnam."

Luise Rinser, deutsche Schriftstellerin (*1911, 1944/45 von den Nazis inhaftiert):
"Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns taub macht für ihre Schreie."

"Heute sehen wir nichts mehr vom qualvollen Leben und Sterben des Schlachtviehs. Das geht automatisch vor sich. Eben noch ein Tier, im nächsten Augenblick schon zerteiltes Fleisch..."

Isaac Bashevis Singer, jüdisch-amerikanischer Schriftsteller (1904–1991):
"Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi... Für die Tiere ist jeder Tag Treblinka."

"Fische, die noch vor wenigen Stunden durchs Wasser geschwommen waren, lagen mit glasigen Augen, verletzten Mäulern und blutbefleckten Schuppen auf den Bootsdecks." (...) "Jedesmal, wenn Hermann Zeuge gewesen war, wie Tiere umgebracht wurden, hatte er denselben Gedanken gehabt: In ihrem Verhalten der Kreatur gegenüber waren alle Menschen Nazis."

"Es wird oft gesagt, dass die Menschen schon immer Fleisch gegessen hätten, als ob dies eine Rechtfertigung wäre, dies weiterhin zu tun. Gemäss dieser Logik dürften wir nicht versuchen, Menschen daran zu hindern, andere Menschen umzubringen, da dies auch schon seit jeher getan wurde."

"Er hatte jetzt seit einiger Zeit daran gedacht, Vegetarier zu werden. Bei jeder Gelegenheit wies er darauf hin, dass das, was die Nazis mit den Juden gemacht hatten, dasselbe sei, was die Menschen mit den Tieren machten."

O.W. Fischer, deutscher Schauspieler (*1915):
"Warum ich nicht Brüder esse - einfach aus Familiensinn, das ist alles. Irgendwo muss Scham beginnen."

Prof. Hubertus Mynarek, deutscher Kirchenkritiker, Buchautor:
"Die Metzelei an den Tieren, dieses KZ, das durch die Jahrhunderte geht, ist wesentlich verursacht durch die 'Mutter Kirche'."

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