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BLOG vom 31.07.2005


Das süsse Milliardengeschäft mit den Zuckerkranken

Autor: Walter Hess

„Diabetiker verursachten in Deutschland im Jahr 2001 schätzungsweise 60 Milliarden Euro an Kosten. Davon entfiel rund die Hälfte auf Ausgaben für Medikamente, die Behandlung von Folgeerkrankungen oder Pflegeleistungen (direkte Kosten). Die andere Hälfte wurde hingegen aufgrund von Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung ausgegeben (indirekte Kosten). „Diabetes ist heute die teuerste chronische Erkrankung", sagte Prof. Dr. Hans Hauner, der an der (Diabetes-)Studie mitgearbeitet hat, bei der Vorstellung am 28. Juli in Berlin.“

Das las ich im „Deutschen Ärzteblatt“ vom 28. Juli 2005. Unter dem Titel „Diabetes-Studie: Teuer sind vor allem die Folgen der Krankheit“ wurden dazu folgende Präzisierungen verbreitet: „Hauner ist Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. Statt über die Preise für Insulin oder Diabetes-Teststreifen zu diskutieren, solle man lieber die Folgen der Erkrankung in den Blick nehmen: ‚Wesentlich mehr wird für die Kosten der Komplikationen ausgegeben.’

Die Hochrechnung resultiert aus der Auswertung einer Stichprobe, für die die AOK Hessen sowie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen anonymisierte Daten von rund 350 000 AOK-Versicherten bereitstellten. Die Auswertung übernahmen Mitarbeiter der ‚PVM forschungsgruppe’ an der Universität zu Köln. Für die Berechnungen wurden die Aufwendungen für einen Diabetiker in krankheitsabhängige und krankheitsunabhängige Kosten unterteilt. Die Ausgaben wurden mit denen für Versicherte gleichen Geschlechts und Alters verglichen, die jedoch nicht an Diabetes litten.

Ergebnis: Diabetiker kamen im Durchschnitt auf zwölf Arztkontakte mehr. Die AOK Hessen gab 2001 doppelt so viel Geld für die Behandlung eines Diabetikers aus wie für einen Versicherten der Kontrollgruppe. Die mittleren jährlichen Kosten lagen für Zuckerkranke um rund 3 800 Euro höher. Dabei beliefen sich die direkten Kosten der Grunderkrankung im Schnitt lediglich auf 542 Euro, wovon 251 Euro für Insulin oder andere Medikamente ausgegeben wurden und 124 Euro für ärztliche Leistungen. Knapp 2000 Euro musste die AOK jedoch für die Behandlung von Begleiterkrankungen und Komplikationen aufwenden. Hinzu kamen je Diabetiker noch indirekte Kosten von 1328 Euro.

Nach Ansicht von Hauner sind die Studienergebnisse repräsentativ. Er wies jedoch darauf hin, dass schätzungsweise zwei bis drei Millionen Menschen in Deutschland unerkannt mit Diabetes leben. Inwiefern sich eine solche Dunkelziffer auch auf die Kontrollgruppe der Studie ausgewirkt habe, lässt sich nicht sagen: ‚Das ist sicher eine Schwäche.’

Gleichwohl belegen die Daten für Hauner, wie sinnvoll die Reduzierung von Folgekosten des Diabetes wäre. Alle solchen Ausgaben durch eine optimale Behandlung zu vermeiden sei sicher unrealistisch, aber: ‚Wir könnten sicher heute schon die Komplikationen um die Hälfte reduzieren.’

Link zum Thema: http://www.pmvforschungsgruppe.de

Soweit die Botschaften aus dem Ärzteblatt, auf die ich Dr. Johann Georg Schnitzer aufmerksam machte, der vor wenigen Monaten sein Buch „Diabetes heilen“ herausgebracht hat und darin aufzeigt, wie mit verhältnismässig einfachen Ernährungsumstellungen die Zuckerkrankheit geheilt (und nicht einfach endlos behandelt) werden kann; bitte beachten Sie dazu auch das Blog PFAARä: Wie man Diabetes-2 wirklich heilen könnte vom 13. Mai 2005 (Rubrik: „Alle Blogs“).

Eine merkwürdige Forschungsgruppe

Da war das Material gerade an der richtigen Adresse gelandet: „Das ist eine eigenartige Studie einer merkwürdigen PMV forschungsgruppe, auf die Sie mich in Ihrer Mail hinweisen“, schrieb Schnitzer zurück. Er habe einige Mühe aufgewendet, um herauszufinden, was „PMV“ bedeuten soll. Er ging der Sache wirklich auf den Grund:

Die Website der „PMV forschungsgruppe“ bleibe eine Erklärung des Kürzels schuldig. Im Impressum heisst es: „Die PMV forschungsgruppe ist angegliedert an die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Universität zu Köln. Die Universität zu Köln ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Zuständige Aufsichtsbehörde: Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.“

http://www.pmvforschungsgruppe.de/content/b_impressum/b_impressum.htm

Dazu Schnitzer: Ist das ein ‚Schmücken mit fremden Federn’? Jedenfalls ist die PMV forschungsgruppe selbst keine Körperschaft des Öffentlichen Rechts, und sie gehört auch nicht zur Universität Köln, sondern ist deren Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendzeitalters der Universität ‚angegliedert’.

Mit im Boot der PMV forschungsgruppe sind jedenfalls ein Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes-Gesellschaft e.V. Das klingt vornehm, staatlich, kompetent; es ist indessen ein eingetragener Verein mit der Kompetenz, den Titel ‚Diabetologe’ zu vergeben. Diese Deutsche Diabetes-Gesellschaft e.V. (Düsseldorf) betreibt fast ausschliesslich von der Pharma-Industrie gesponserte Forschung, siehe: http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/?inhalt=/redaktion/wirueberuns/impressum.html).

Unter ‚Aktivitäten’ der PMV forschungsgruppe findet sich - nur! - dieses:

‚Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft, Regionalgruppe Rheinland, Untergruppe Köln (DPhG)

Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft für Pharmazeuten, in der Apotheker aus Wissenschaft und Praxis Mitglied sind.

Die DPhG - eine der ältesten wissenschaftlichen Fachgesellschaften Deutschlands - fördert auf vielfältige Weise die pharmazeutischen Wissenschaften, berät Gesetzgeber und Behörden und nimmt Stellung zu pharmazeutischen Fragen, die von öffentlichem Interesse sind.

Einen Schwerpunkt stellen Kongresse sowie abendliche Fortbildungsveranstaltungen dar, die u. a. durch Regional- und Untergruppen organisiert werden. Eine Terminübersicht über die Fortbildungsveranstaltungen der Untergruppe Köln finden Sie unter Termine, DPhG/Untergruppe Köln.

Präsidentin der DPhG: Frau Professor Dr. Ulrike Holzgrabe

Leiterin der Untergruppe Köln (zugehörig zur Regionalgruppe Rheinland):

Frau Dr. Ingrid Schubert.’

Die Frau Dr. Ingrid Schubert ist unter ‚Mitarbeiter’ auch als Leitung der PMV-Forschungsgruppe genannt (also einer Untergruppe der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft e. V.), und interessant sind auch die Themen ihrer wichtigsten Publikationen, die dort aufgeführt sind:

http://www.pmvforschungsgruppe.de/content/01_ueber_uns/01_b_mitarbeiter_isi.htm

Die Studie selbst scheint zu untersuchen, welcher Prozentsatz an Diabetesfällen in welchen Altersgruppen bei Männlein und Weiblein zu erwarten oder anzutreffen sind:

http://www.pmvforschungsgruppe.de/content/02_forschung/02_c_versichertensp_2.htm

Marktstudie zur Absatzförderung

Mein Gesamteindruck: Hier geht es nach meiner Meinung um eine Marktstudie, welcher Absatz an Diabetesmedikation und -zubehör in welchen Altersgruppen zu erzielen ist und künftig zu erzielen sein wird, und wie die Wachstumsraten sind:

’Im vierjährigen Beobachtungszeitraum stieg die Prävalenzrate von AOK-Versicherten mit bekannter Diabetesdiagnose von 7,2 % im Jahr 1998 auf 8,8 % im Jahr 2001 an. Nach Standardisierung auf die Alters- und Geschlechtsstruktur der deutschen Bevölkerung entsprach dies einer Behandlungsprävalenz von 6,0 % im Jahr 1998 bzw. 6,9 % im Jahr 2001.

(‚Prävalenzrate’ nach Pschyrembel, Medizinisches Wörterbuch: ‚Anzahl der Erkrankten bzw. Häufigkeit des Merkmals im Verhältnis zur Anzahl der untersuchten Personen.’)

Obwohl sich die Qualität der ambulanten medizinischen Betreuung von Menschen mit Diabetes in den letzten Jahren verbessert hat, entspricht diese in wesentlichen Punkten nicht den heutigen Empfehlungen für ein optimales Diabetes-Management.’

Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (siehe deren genannten Schwerpunkt) sorgt dann ‚durch Kongresse und abendliche Schulungen, die in Regional- und Untergruppen organisiert werden’, für die Maximierung der Umsetzung dieses noch nicht voll genutzten Marktpotenzials in maximalen Umsatz und Gewinn.

Dabei ist man auch darum bemüht, von den unverschämt hohen Preisen der Diabetesmedikation und des ‚Diabetes-Zubehörs’ (z.B. die überteuerten Blutzucker-Teststreifen) nach der Methode ‚Haltet den Dieb’ abzulenken:

Prof. Dr. Hans Hauner, Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes-Gesellschaft: ‚Statt über die Preise für Insulin oder Diabetes-Teststreifen zu diskutieren, sollte man lieber die Folgen der Erkrankung in den Blick nehmen: Wesentlich mehr wird für die Kosten der Komplikationen ausgegeben.’

Das ist tatsächlich ‚To make money’ in Reinkultur.

Die Heilbarkeit wird verschwiegen

Hier wird der Mega-Krake sichtbar, der - wie Krebs mit Metastasen im ‚Volkskörper’ − mit seinen zahlreichen Fangarmen und zahllosen Saugnäpfen der Bevölkerung das Blut aus den Adern saugt, indem die Heilbarkeit chronischer Krankheiten vollständig verschwiegen und die nicht heilende Dauerbehandlung ‚gewinnmaximiert’ wird. Dass dabei der ‚Volkskörper’ ebenso wie dessen ‚Volkswirtschaft’ vor die Hunde geht und damit auch der Nährboden für diesen ‚Krebs’ selbst versiegt, kümmert diese Leute eben so wenig wie die Verantwortlichen in der Politik, die ich bereits 1964 auf diesen ‚Krebs im Volkskörper’ hingewiesen habe:

Krebs im Volkskörper

http://www.dr-schnitzer.de/agdb001.htm

Damals (am 9. Januar 1964) schrieb ich an den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags (und sandte Kopien an alle damaligen 1800 deutschen Politiker und Regierenden) unter anderem:

‚Um zu einer Diagnose der heutigen Situation zu kommen, müssen wir uns darüber im klaren sein, dass auch der Volkskörper als Ganzes einen lebenden Organismus darstellt, dessen Gesundheit vom einwandfreien Funktionieren aller Organe (Berufsgruppen, Verwaltung, Regierung, Parlament, Wirtschaftsgruppen und Verbände) und der einzelnen Zellen (Familien und die einzelnen Bürger) abhängt. Wir wissen aus der Geschichte, dass auch Völker ihre Jugend, ihre Blütezeit, ihr Alter und schließlich ihren Tod erfahren.

.Dieser deutsche Volkskörper aber ist krank. Seine Krankheit ist nicht eine vorübergehende Unpässlichkeit, sondern sie ist chronisch-konstitutionell, und sie begann schon vor Jahren und Jahrzehnten. In letzter Zeit treten nun Degenerationserscheinungen in den Vordergrund. Wenn wir den Befund überprüfen und mit den möglichen Erkrankungsformen des Einzelorganismus vergleichen, kommen wir zu der Diagnose: Krebs im Stadium der Kachexie (Kräfteverfall).

.Eine solche Diagnose mag überraschen. Nach den Gesetzen der Biologie ist jedoch ein Organismus nur dann lebensfähig, wenn sich seine einzelnen Organe und Zellverbände den lebensnotwendigen Interessen des Ganzen harmonisch einfügen. Beginnen einzelne Zellverbände ohne Rücksicht auf das Ganze ein selbständiges Wachstum (= Krebs), so ist der Zeitpunkt des Todes des Gesamtorganismus in berechenbare Nähe gerückt. Diese selbständig wuchernden Zellverbände beginnen bald, giftige Stoffwechselprodukte in den Kreislauf abzuscheiden, welche schliesslich zum Kräfteverfall (Krebskachexie) und zum Tode führen.

.Diese ohne Rücksicht auf das Gesamtwohl wuchernden Zellverbände stellen im Organismus des Volkskörpers einen Teil der so genannten Interessengruppen dar. Unser Bundeskanzler Professor Erhard hat schon als Wirtschaftsminister die Gefahr erkannt und ausgerufen: ‚Retten Sie mich vor den Interessenhaufen!’. Ein Teil dieser ohne Berücksichtigung des Gemeinwohls in der Art maligner Tumoren wachsenden Gruppen produzieren Stoffe, welche die Gesundheit des einzelnen Bürgers und im Gefolge die des Staates zunichte machen.

Die Prognose ist, werden keine neuen und durchgreifenden Massnahmen getroffen, infaust (ungünstig). Bis zum heutigen Tage wurde keine aussichtsreiche Therapie in Anwendung gebracht.

.Trotzdem bestehen Möglichkeiten, entscheidende Massnahmen zu treffen:

Eine Wiederherstellung des gesamten biologischen Kreislaufs vom Ackerboden zu Tier und Mensch und von dort zurück zum Ackerboden.

Eine Wiederherstellung der Ernährungsweise, welche die Versorgung der Bevölkerung und des Einzelorganismus mit allen lebensnotwendigen Aufbau-, Austausch- und Energiestoffen garantiert. Hierzu ist eine entsprechende Aufklärung der Bevölkerung einerseits und eine entsprechende Bereitstellung der erforderlichen vollwertigen Lebensmittel andererseits notwendig.

Eine Befreiung der Lebenssphäre von giftigen Substanzen.’

Dass die bundesdeutschen Politiker und Regierenden meine Warnung und Therapieempfehlung in den Wind geschlagen haben, belegen die nachfolgenden 4 Jahrzehnte Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Eine Zwischenbilanz der deutschen Gesundheitspolitik habe ich 2004 gezogen:

Gesundheitspolitik 2004 in Deutschland: Seit 40 Jahren ‚das Thema verfehlt’

http://www.dr-schnitzer.de/agdb003.htm

Zurück zur PMV forschungsgruppe. Was könnte PMV heissen? Am ehesten denke ich dieses: ‚Pharmakologisch-Medizinische Versorgung (der Bevölkerung)’, also das schamhaft verschwiegene Ziel der Forschungsgruppe, die Bevölkerung bis zum Anschlag des ‚mehr geht nicht’ mit Arzneimitteln zu ‚versorgen’ (vollzupumpen). Der ‚Versorgungs’-Begriff findet sich auf deren Website an wichtiger Stelle:

http://www.pmvforschungsgruppe.de/content/e_versorgungsepi/e_versorgungsepi.htm

Versorgungsepidemiologie

Besondere Kompetenzen weist die PMV forschungsgruppe in der Durchführung versorgungsepidemiologischer Untersuchungen auf der Basis von Daten der Gesetzlichen Krankenkasse auf. Im Zentrum der Studien stehen folgende Themen:

Krankheitshäufigkeiten und deren zeitliche Entwicklung; Art, Umfang und Qualität der Versorgung; Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen durch die Versicherten; Art und Umfang ärztlich verordneter Arzneimittel und Analyse von Krankheitskosten.

Eine Kopie meiner Mail sende ich an Dr. Kurt Gruber, mit welchem zusammen ich erst kürzlich die Auswertungen der auf meiner Website laufenden Bluthochdruck-Studie durchgeführt habe (bei welcher es - im Gegensatz zur üblichen einträglichen Dauerbehandlung - um Heilung der Krankheit geht):

http://www.dr-schnitzer.de/bluthochdruckstudie02-auswertungen.html

Die grundsätzliche Schieflage in der ‚Versorgung’ der Bevölkerung mit Behandlung und Medikamenten anstelle von Gesundheit wird aus einer E-Mail deutlich, die ich am 29. 7. 2005, von Martin Eitel erhielt:

‚Sie weisen auf Ihrer Gesundheitsseite (http://www.dr-schnitzer.de) völlig zu recht darauf hin, dass die moderne Medizin den Bluthochdruck nicht heilt, er wird ja ganz überwiegend als essentiell angesehen, sondern nur ‚behandelt’, und zwar letztlich mit katastrophalen Ergebnissen für die Betroffenen trotz horrender Ausgaben für zahlreiche Pillen.

In diesem Zusammenhang erscheint Folgendes sehr interessant, weil damit ein Vertreter der modernen Medizin selbst letztlich die Richtigkeit Ihrer grundsätzlichen Kritik einräumt:

Der Geschäftsführer Dr. Stefan J. Oschmann von der Firma MSD Sharp und Dohme, Haar, und Vice President Europe der Muttergesellschaft Merck (USA), hat sich in einem Interview, in dem er über die Behinderungen der Pharma-Industrie auf dem deutschen Pharma-Markt jammert und die Vorzüge des amerikanischen Pharma-Marktes hervorhebt, eingeräumt, dass − als medizinischer Laie glaubt man das kaum − tatsächlich 94 % (!) aller Krankheitsbilder nur symptomatisch und nicht kausal behandelt werden können. Fundstelle:

http://www.msd.de/aktuelles/interview_oschmann.html

Dr. S. Oschmann: 'Zweck des Unternehmens MSD ist die Forschung und Entwicklung neuer, innovativer Arzneimittel, die den Patienten neue, erfolgversprechendere und bessere Therapien bringen. Darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen, dass 94 % aller Krankheitsbilder heute nur symptomatisch und nicht kausal behandelt werden können. Deshalb ist es umso wichtiger, dass es Unternehmen wie uns gibt, die neue Substanzklassen entwickeln und neue Wirkmechanismen erforschen. Wir glauben nicht, dass wir mit einem Generika-Geschäft glücklich würden.'

Ich denke, dass man mit dieser eigenen Aussage eines Vertreters der modernen Medizin die Kritik an der Arbeitsweise der modernen Medizin, nämlich dass sie Krankheiten nicht effektiv heilt, sondern − jedenfalls bei fast 95 % aller Krankheitsbilder − nur an Symptomen herumkuriert, offensiv begründen kann."

Hier stehen wir also, nicht nur mit dem Diabetes, sondern mit den ganzen chronischen Krankheiten, die von der ‚modernen Medizin und Pharma’ nicht geheilt werden, obwohl dieses in den meisten Fällen möglich wäre.

Heilung als Wirtschaftskatastrophe

Heilung wäre vielmehr die grösste wirtschaftliche Katastrophe, welche diese Lobbys treffen könnte, deren wichtigstes Ziel aller Handlungen und Unterlassungen dieses ist: ‚To make money’.

Das Ganze funktioniert aber nur so lange, als der Grossteil der Bevölkerung von diesen Machenschaften keine Ahnung hat und weiterhin ihre Gesundheit der ‚modernen Medizin und Pharma’ anvertraut, deren wirtschaftliches Interesse im genauen Gegenteil liegt, nämlich in den Krankheiten der Bevölkerung, von welchen die chronischen die lukrativsten sind.

So bald die Informierten in der Bevölkerung eine kritische Masse erreicht haben werden − ich schätze, wenn die Informierten von den heutigen 10−15 % auf 20 % angewachsen sein werden − wird die ‚Götterdämmerung’ für dieses arrogante Gebilde einsetzen. Anfangen wird es damit, dass die schon jetzt angesichts zahlreicher Pharma-Skandale nervös gewordenen Anleger (viel verkaufte Arzneimittel mit teils tödlichen ‚Nebenwirkungen’, die dann plötzlich vom Markt genommen werden) aus den bislang meist hoch lukrativen Pharma-Aktien vermehrt aussteigen, und diese Aktien dadurch eine sich selbst beschleunigende dauerhafte Talfahrt erleben werden.

Deshalb kommt es auf jeden Einzelnen an, der von diesen Zuständen erfährt, dieses Wissen an seinen ganzen Bekanntenkreis weiter zu geben.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Johann Georg Schnitzer

Epilog

Soweit der eindrückliche, reich dokumentierte Brief aus Friedrichshafen, dessen Inhalt selbstverständlich 1:1 auch auf den schulmedizinischen Betrieb in anderen zivilisierten Ländern übertragen werden kann. Dass das endlose Behandeln (Therapieren), welches das Heilen, wie es noch zu Zeiten der Naturheilkunde üblich war, abgelöst hat, ist einer der gewaltigen, folgenschweren Auswüchse der freien Marktwirtschaft. Diese Vorgänge werden durch die mit der Globalisierung verbandelten neoliberalen Tendenzen zurzeit noch betont, auf die Spitze getrieben.

Das Wirtschaftsgeschehen der letzten Jahre, zu dem als Kollateral-Ereignisse auch Ausbeutungskriege gehörten, schuf nicht nur Arbeitslosenheere, sondern ging förmlich über Leichen. Machthaber lassen mit Pulver wild herumschiessen, das sie nicht erfunden haben. Es muss nur ein schneller Gewinn eingefahren werden können. In meinem Buch „Kontrapunkte zur Einheitswelt. Wie man sich vor der Globalisierung retten kann“ habe ich ausführlich auf solche Zusammenhänge hingewiesen, um mich als Publizist nicht durch Schweigen zum Komplizen solcher Vorgänge zu machen.

Die Opfer dieses rein pekuniär motivierten Geschehens, herausgewachsen aus kurzfristigem und kurzsichtigem Denken, sind unermesslich und betreffen nicht allein das Krankheitsgewerbe. Die wesentlichsten Resultate im Überblick: Gesundheitsschäden und damit verminderte Qualität des künstlich verlängerten Lebens, Klimazerstörung, beschleunigte Vernichtung der ökologischen Gleichgewichte, Gen- und Elektrosmogverseuchung.

Es ist tatsächlich noch viel Aufklärung nötig, um möglichst viele Menschen zum kritischen Hinterfragen der über sie hereinbrechenden Desinformationen nach Schnitzer-Vorbild zu veranlassen. Wer sich nicht zum willenlosen Vermarktungspotenzial degradieren und ausbeuten lassen will, muss sein Schicksal selber in die Hand nehmen − statt sich so lange untersuchen zu lassen, bis der Arzt etwas findet.

Wird die Krankheitspolitik nicht endlich in eine Gesundheitspolitik umfunktioniert, werden in wenigen Jahrzehnten die rasant wachsenden Krankheitskosten unser gesamtes Einkommen wegfressen – hoffentlich auch jenes derjenigen Personen, welche das Krankheitsgeschäft statt die Gesundheitserhaltung aktiv fördern. Doch werden sich die schönrednerischen Profiteure schon zu helfen wissen.

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