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BLOG vom 12.01.2006


Kurioses von 2005 (II): Vogel rettet Leben, Hund geheiratet
Autor: Heinz Scholz
 
Der 2. Teil meiner Betrachtung über kuriose und ungewöhnliche Meldungen in der Presse und im Internet aus dem Jahr 2005 befasst sich mit den tierischen Schlagzeilen und was dahinter steckte. Auch hier gab es schier unwahrscheinliche Ereignisse, die auch bei mir den Eindruck von Unglaubwürdigkeit und ein Erstaunen hervorriefen.
 
Zähes Katzenleben
Immer wieder hört man den Spruch, Katzen hätten 7 Leben. Tatsächlich können diese Vierbeiner einiges aushalten. So überlebte beispielsweise eine Katze einen Vollwaschgang. Sie war unbemerkt in die Trommel einer Waschmaschine gekrabbelt.
 
Auch unsere Stubenkatze ist unternehmungslustig und sucht sich oft die unmöglichsten Verstecke aus. Hier und da kriecht sie in den Trockner oder in die Waschmaschine. Meine Frau muss jedes Mal vor der Beladung mit Wäsche die Geräte nach dem Vierbeiner absuchen. Erst dann kann sie beruhigt die Wäsche waschen oder trocknen. Wenn sie jedoch einmal die Katze sucht, während die Waschmaschine oder der Trockner in Betrieb ist und sie findet das Tier nicht gleich, dann ist Panik angesagt. Grosses Aufatmen allerseits, wenn die Katze später gefunden wird.
 
Eine andere Katze überstand eine 3-wöchige Schiffsreise über den Atlantik in einem Papiercontainer aus den USA. Die Besitzerin des blinden Passagiers wurde an Hand des Halsbandes ausfindig gemacht. Nun durfte die Katze in der Business-Class in ihre Heimat zurückreisen.
 
Diese Nachricht war gar nicht lustig: Eine 34-jährige dreifache Mutter warf ihre Katze in die Waschmaschine, wo sie qualvoll verendete. Die Frau erhielt eine Gefängnisstrafe von 6 Wochen; ausserdem darf sie keine Tiere mehr halten, berichtete die „Daily Mail“. Die Mutter hatte die Katze vor den Augen ihrer Kinder in die Trommel geworfen, nur weil sie vom Tier gekratzt wurde. Diesen Vorgang erzählte sie ihrem Ex-Mann, der dann eine Anzeige folgen liess.
Quellen: dpa, AFP, „Badische Zeitung“ vom 20. Oktober 2005 und vom 29. Dezember 2005.
 
Affe als Maler und Kettenraucher
Die Werke, die der Schimpanse Congo „malte“, wurden von so genannten Kunstsachverständigen als künstlerisch wertvoll eingestuft. Die Kunstwelt stand damals Kopf. Der Affe wurde als „Cézanne der Affenwelt“ gefeiert. Nach dem Tod des Affen wurden im Juni 2005 3 der abstrakten Bilder für 21 600 Euro in London versteigert.
 
Die Schimpansendame Ai Ai im Qinling-Safari-Park in der nördlichen Provinz Shaanxi hatte ein affiges Laster: Sie rauchte wie ein Schlot. Die Kettenraucherin wurde jetzt auf Entzug gesetzt.
 
Ungehöriger Papagei
Der Papagei Barney, der in einem Tierheim in Mittelengland mit obszönen Sprüchen um sich warf, wurde in einen hinteren Teil des Geheges verbannt. Als nämlich eine Bürgermeisterin und eine Vikarin das Tierheim besuchten, rief der Papagei „Fuck off“ („Verpiss dich“). Da hatten die zartbesaiteten Besucherinnen die Nase voll und beschwerten sich.
 
Das Repertoire des Papageis war noch lange nicht erschöpft. Anscheinend hatte er etwas gegen Uniformen. Als 2 Polizisten auftauchten, rief er: „Und ihr könnt euch auch verpissen, ihr beiden Wichser.“ Nun soll der Papagei Manieren lernen. Vielleicht sollte man auch dem Zweibeiner Manieren beibringen, der ihm das eingetrichtert hat.
Quelle: AFP, „Badische Zeitung“ vom 29. Dezember 2005.
 
Tiere als Lebensretter
Eine Hündin entdeckte in einem Wald südlich von Nairobi in Kenia einen ausgesetzten etwa 2 Wochen alten Säugling. Sie schnappte sich den in Stoff eingehüllten Säugling und trug ihn nach Hause. Dann legte sie das Kind neben ihre Welpen.
 
In Steibis im Allgäu wurde ein Kanarienvogel als Lebensretter von 7 Menschen gefeiert. Als alle schliefen, brach im Wohnzimmer eines Hauses ein Brand aus. Der Vogel veranstaltete einen solchen Krach, dass die ganze Familie aus dem Schlaf aufschreckte. Alle brachten sich in Sicherheit. Der Schaden am Haus war jedoch beträchtlich. Er wurde auf 100 000 Euro geschätzt.
 
In einem anderen Fall rettete eine Katze eine Familie vor den Flammen. Sie hatte durch Kratzen an der Schlafzimmertür und ein lautes Miauen Familienangehörige alarmiert. Diese konnten sich rechtzeitig aus dem brennenden Haus retten. Diese und viele andere Tiergeschichten sind in meinem „Glanzpunkte“-Artikel „Tierisch klug“ nachzulesen.
 
Lislott Pfaff, unsere Bloggerin und Lyrikerin aus Liestal (Schweiz), teilte mir zu diesem Thema folgende bemerkenswerte Geschichte mit:
 
„Eine Begebenheit, über die mir eine Kollegin aus Thalwil am Zürichsee berichtet hat: Mitten in der Nacht sprang ihr Kater Smoky auf ihr Bett und schrie und trampelte auf ihrem Bauch herum, bis sie erwachte. Da er so etwas noch nie getan habe, sei sie aufgestanden und stellte bald fest, dass es in ihrer Elektrokammer brenzlig roch: Ein Fehlkontakt an ihrem Elektroscooter, den sie dort an einer Steckdose angeschlossen hatte, um die Batterien aufzuladen, hätte fast einen Wohnungsbrand verursacht. Dank ihrer Katze konnte sie die Katastrophe verhindern. Smoky bekam am nächsten Tag als Belohnung ein ganzes Wienerli.“
 
Quellen: „Spiegel online“ und „Badische Zeitung“, jeweils vom 29. Dezember 2005; www.planet-wissen.de
 
263 Hunde im Haus
Missverstandene Tierliebe führte dazu, dass eine Frau meist verhaltensgestörte Hunde einfing und in ihrem Einfamilienhaus unterbrachte. Am Ende hatte sie 263 Untermieter, obwohl ihr die Behörde nur das Halten von 34 Tieren erlaubt hatte. Als sich Nachbarn beschwerten, wurde eine Razzia angeordnet. Das Haus und das Grundstück waren unglaublich verschmutzt. Die Hunde sollen jedoch in einem guten medizinischen Zustand gewesen sein. Nach der Untersuchung wurden neue Betreuer für die Tiere gesucht.
 
Vor Jahren wurde über einen ähnlichen Fall in Wehr (8 km von meinem Wohnort Schopfheim entfernt) berichtet. Dort hauste eine Villenbesitzerin mit ihren über 100 Katzen in den verdreckten Wohnräumen. Auch hier schritt das Ordnungsamt ein und brachte die Katzen in Sicherheit.
 
Quellen: dpa, „Badische Zeitung“ vom 25. November 2005.
 
Menstruierende Frauen raus in den Stall
Früher sollten Frauen während der Menstruation bei uns nicht baden. Aber in Nepal gab es bis vor kurzem eine ganz andere Massnahme. Menstruierende Frauen wurden dort in die Kuhställe verbannt. Die Regierung hat jetzt ein Verbot des Brauches erlassen.
 
Ein Jordanier sass vor dem Fernseher und sah sich einen Schönheitswettbewerb an. Als er sich über die Grazien in lobenden Worten äusserte, wurde seine Frau rasend vor Eifersucht. Sie biss ihrem Mann ein Ohr ab. Dann forderte sie ungerührt ihren Sohn auf, ihren Mann zum Tierarzt zu bringen, um die Lauschmuschel wieder annähen zu lassen.
 
Die Moral von der Geschichte (dies wird sich der Gebissene hinter seine Ohren schreiben): Äussere Dich nicht lobend über andere Frauen in Gegenwart der eigenen.
 
Schnecken im Flug
Ein Franzose wurde in Roscoff Weltmeister im Schnecken-Weit-Spucken. Er beförderte eine Strandschnecke oder kleine Meerschnecke am bretonischen Strand 10,11 Meter weit. Insgesamt traten 230 Burschen aus vielen Ländern zu diesem sonderbaren Wettkampf an. Es wurde darauf geachtet, dass die Schnecken lebend in den Mund genommen wurden. Die Schnecken wurden nach dem Wettkampf in die Freiheit entlassen, obwohl sie an diesem Küstenstrich gern verspeist werden. Vielleicht wollte kein Bretone Schnecken essen, die schon andere im Mund hatten.
Quellen: dpa, „Badische Zeitung“ vom 9. August, 22. August und 17. September 2005.
 
Männer von Hundetrainerin dressiert
In vielen Orten des Südschwarzwalds und sicherlich auch anderswo gibt es Hundesportvereine. Fachleute trainieren dort Hunde, damit sie alle möglichen Kunststücke vollführen können. In diesen Vereinen gibt es auch Hundetrainer, die unruhige und ungezogene Hunde beruhigen bzw. erziehen, damit sie wohlgesittet mit Frauchen oder Herrchen spazieren gehen können.
 
Kürzlich kam der britische Fernsehsender BBC auf eine aussergewöhnliche Idee. In der feministischen Sendung „Bring Your Husband to Heel“ sollte eine Hundetrainerin bequeme Ehemänner auf Trab bringen. In humorvoller Weise sollten Computersüchtige (keine Blogger!) und Männer mit einem mangelnden Engagement im Haushalt „umgepolt“ werden. Warum kamen die Verantwortlichen auf eine solche Idee? Ganz einfach, die DNA von Männern ist mit Hunden zu 85 % identisch.
 
Nachdem Zuschauer die Sendung als sexistisch, beleidigend und degradierend empfanden, hat sich der Sender inzwischen entschuldigt.
Quellen: epd, „Badische Zeitung“ vom 3. September 2005.
 
Der Mann, der bellte
Als eine indische Frau ihren Säugling stillte, verspürte sie eines Tages einen stechenden Schmerz. Nach einer Untersuchung des Gaumens wurde ein einzelner Schneidezahn gesichtet, der bald darauf immer mehr herauswuchs. Alle Familienmitglieder waren überzeugt, Shati habe das Böse hereingelassen. Ein schwarzer Dämon sei in das Kind eingedrungen. Am 6. Juni 2005 wurde in Anwesenheit von 200 Gästen Hochzeit gefeiert. Das 6 Monate alte Kind wurde nicht mit einem ausgesuchten zweibeinigen Bräutigam, sondern mit einem Hund getraut. Der Glaube besagt, dass dann der Dämon in den Hund hineinfahre und das Mädchen von nun an Ruhe habe. Der Dämon sei nämlich dumm und könne nicht Mensch und Hund unterscheiden. Nach der Hochzeit wurde der Hund davongejagt. Nun muss der arme Hund sich mit dem Dämon alleine rumschlagen.
 
Ursula Platzer, Professorin und Direktorin der Hamburger Poliklinik für Zahnmedizin betonte, dass bei 1 bis 1½ Prozent aller Säuglinge das Phänomen des Dentes praecox (oder im vorgeburtlichen Fall Dentes praenatales) auftritt und keinesfalls besorgniserregend sei.
Quelle: „Der Spiegel“ (2005-48).
 
Kein Stau auf Ameisenstrassen
Die Ameisen sind in gewissen Dingen schlauer als Menschen, so könnte man meinen, wenn man die Ergebnisse der französischen Biologin Audrey Dussutour von der Paul-Sabatier-Universität in Toulouse liest. Sie und ihre Kollegen bauten 2 Ameisenstrassen. Die eine führte über eine breite Brücke vom Nest zur Futterquelle, die andere über eine nur 3 Millimeter schmale Brücke. Bei dieser geringen Breite passen genau 2 Ameisen nebeneinander auf dieses „Bauwerk“.
 
Unglaubliches passierte. Am Ende der schmalen Brücke warteten die Sechsbeiner geduldig, bis die entgegengekommenen Ameisen das Hindernis überwunden hatten. Sobald der Weg frei war, überquerten die anderen die Brücke. Und noch etwas kam dabei heraus: Bei der Futtermenge, die heimgebracht wurde, war kein Unterschied zwischen der Benutzung einer schmalen oder breiten Brücke festzustellen.
 
Kommentar des Autors DW in der Zeitung „Die Welt“ vom 12. August 2005: „Drängeln bringt nichts, wissen die Sechsbeiner einfach. Was der Mensch durch die moderne Stauforschung erst allmählich lernt, haben die Ameisen sozusagen im Urin.“
 
Katzenmusik gut für das Immunsystem
Kaum zu glauben: Katzenmusik ist ein Ohrenschmaus. Aber nicht unbedingt für Menschen, sondern für Katzen. Bei der Musik für Katzen handelt es sich um eine spezielle Geräuschkulisse, die in einer harmonischen Musik eingebunden ist. Sie ist für 6,45 Euro zu haben. Die Musik, die es auch für andere Tiere gibt, hat auf die Psyche der Tiere eine positive Wirkung. Sie stärkt das Immunsystem, bringt Spass in den Alltagstrott der Heim- und Haustiere. Die Musik wurde von Joe Bodemann, einem bekannten Tierheilpraktiker und Filmtrainer, entwickelt (Infos unter www.musik-fuer-tiere.de).
 
Wir hören ab und zu, besonders während des Essens, zwar keine „Katzenmusik“, sondern eine beruhigende Hintergrundmusik. Das tut uns gut und ebenso der Katze. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass die Reaktionen und Stimmungsbeeinflussung durch Musik bei Tieren und Menschen nahezu identisch ist.
 
Ich kenne einige Landwirte, die ihren Kühen im Stall Musik vorspielen. Sie behaupten, dass sie dadurch ruhiger werden und auch mehr Milch geben.
 
Die neueste Studie („Die Welt“ vom 5. Januar 2006) stammt von Sofronis Papoutsoglou von der Universität Athen. Er kam auf die Idee, einige Fischarten zu beschallen. Die Fische litten dank Mozart weniger unter Stress, zeigten einen guten Appetit und entwickelten mehr Lust, sich zu vermehren.
 
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