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BLOG vom 18.12.2006


Handy-Storys: Funktelefon im WC. Schwanger dank Handy?
Autor: Heinz Scholz, Schopfheim D
 
Wer ein Handy sein Eigen nennt, der kann etwas erzählen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Handy verlegt wird und dann das grosse Suchen beginnt. Oder noch schlimmer: Das Handy landet aus Unachtsamkeit im Wasser oder wird fast von einem Ziegenbock gefressen. Das Handy kann jedoch auch segensreich sein, wenn es einer kinderlieben Frau zu einer Schwangerschaft verhilft. Einige der Geschichten werde ich jetzt dem Leser näherbringen.
 
Wenn das Handy ins WC fällt
Eine frühere Arbeitskollegin hatte kürzlich mit ihrem Handy ein Missgeschick der besonderen Art. Sie muss nämlich während der Arbeitszeit immer ein Handy, das mit einem Clip an ihrer Arbeitshose befestigt ist, mit sich führen, da sie oft im Betrieb unterwegs ist. Sie soll ja zu jeder Zeit – auch für den Chef – erreichbar sein. Das ist anscheinend in dieser Firma Vorschrift.
 
Stellen Sie sich einmal vor, sie sitzen auf der Toilette. Plötzlich kommt ein Anruf vom Chef. Dieser möchte gerne wissen, wo sie sind oder er befiehlt, sie sollen diese oder jene Tätigkeit sofort erledigen. Was tun? Ich würde das Handy ausschalten.
 
Also, die besagte Kollegin musste dringend auf die Toilette. Sie zog ihren Pullover nach oben, und schon löste sich der Clip vom Hosenbund. Das Handy plumpste schwungvoll in die Schüssel. „Es machte gluck, gluck“, wie die Angestellte bemerkte. Dann fischte sie das Handy mit der Hand aus dem Wasser. Sie meinte noch, zum Glück habe sie noch nicht ihr Geschäft gemacht. Das Wasser sei noch sauber gewesen. Aber die Rettungstat nützte ihr wenig, denn das Handy war dann nicht mehr zu gebrauchen.
 
Was machte die Ziege mit dem Handy?
Meine Tochter Daniela war frohen Mutes, als sie auf dem Reiterhof in der Nähe von Maulburg unweit von Schopfheim D ihr Pferd sattelte und sich auf einen schönen Ritt freute. Sie liess jedoch eine Tüte, in der sich ihr Handy befand, auf einer Bank liegen. Dann schlich sich der freche Ziegenbock, der hier auf dem Hof Narrenfreiheit geniesst, heran, zog auf der Suche nach Essbarem an der Tüte herum. Das Handy rutschte aus der Tüte und plumpste in einen in der Nähe stehenden Wassereimer. Auch hier machte es „gluck, gluck“. Das „wasserscheue“ Handy war damit futsch.
 
Das Handy im Altpapiercontainer
Auch ich hatte vor einem halben Jahr ein besonderes Erlebnis mit dem Handy. Es war schon ein älteres Gerät, das ich bei Wanderungen und Autofahrten schätzen gelernt hatte. Dazu ein Beispiel: Während eines Besuchs in Neuenbürg (bei Pforzheim) konnte ich die Firma Ruck nicht finden. Weit und breit im Ort war keine Person zu finden, die mir eine Auskunft erteilt hätte. Also rief ich mit dem Handy die Firma an, erzählte wo ich mich befinde und schon bekam ich eine exakte Wegbeschreibung. Dann war es nur ein Klacks, die Firma zu finden.
 
Zurück zu meiner Handygeschichte. Es war an einem Tag, an dem ich Altpapier und Kartonagen im Recyclinghof entsorgen wollte. Ich stopfte nicht nur das Zeitungspapier in eine grosse Tasche, sondern auch mein Handy. Ich wollte es später wieder herausnehmen und im Auto verstauen. Aber im Recyclinghof dachte ich nicht mehr daran. Ich beförderte den Inhalt der Tasche samt Handy schwungvoll in einen riesigen Papiercontainer. Frohgemut fuhr ich nach der Entsorgung wieder nach Hause. Frohgemut deshalb, weil ich wieder etwas Gutes für die Umwelt getan hatte.
 
Zu Hause fiel mir siedend heiss ein, dass ich das Handy ebenfalls entsorgt hatte. Ich fuhr zum Hof zurück – es war 2 Minuten vor der Schliessung – und schilderte den Vorfall einem Helfer. Der meinte lakonisch: „Das finden Sie unter dem riesigen Stapel Papier nie mehr. Ausserdem haben wir den Container schon geschlossen. Er ist voll und wird gleich abgeholt.“
 
Einige Tage vorher wollte ich schon das alte Handy erneuern. Das Restguthaben auf meinem Konto – ich besass ein Kartentelefon – blieb mir erhalten. Bei zukünftigen Leerungen werde ich drauf achten, dass ich Handys niemals so entsorge.
 
Patient wurde im Krankenhaus vergessen
Stellen Sie sich einmal Folgendes vor: Sie liegen in einem Krankenhaus. Dort bekommen Sie eine Infusion, denken an nichts Böses und erwarten nach Ende der Applizierung die liebe Krankenschwester. Diese hatte jedoch etwas Besseres vor, verschwand und liess Sie alleine liegen. Sie warten und warten, keiner kommt in ihr Zimmer.
 
Das kann mir nicht passieren, werden Sie denken. Ein solcher Vorfall hat sich tatsächlich im Bezirkskrankenhaus von Botosani (Rumänien) ereignet. Dort erhielt der 80-jährige S. Osochi die besagte Infusion. Als er die Nadel nicht entfernen konnte, rief er in seiner Verzweiflung mit dem Handy den Rettungsdienst an. Nun muss die zerstreute Krankenschwester mit einem Disziplinarverfahren rechnen (Quelle: wcm.krone.at).
 
Diebe telefonierten wie die Weltmeister
Diebe klauten während eines Umzugs vor 2 Jahren aus dem schottischen Parlamentsgebäude in Edinburgh ein Handy und telefonierten fleissig drauflos. Insgesamt verursachten die Gauner Telefonkosten über 68 000 Euro. Erstaunlich war, dass keiner der Beamten sein Handy vermisste. Nur der Mobilfunkanbieter wunderte sich über die immer höher werdende Rechnung. Eine Nachfrage ergab, dass nicht die Parlamentarier für die hohe Rechnung verantwortlich waren, sondern Diebe, die das Gerät benutzten, um mehrmals rund um den Globus zu telefonieren. Die sparsamen Schotten mussten jedoch nur die Hälfte des Betrages bezahlen, weil die Mobilfunkfirma Erbarmen zeigte.
 
Familienplanung per Handy
Die japanische Designerin Momoko Ikuta hatte eine grandiose Idee. Sie wollte endlich etwas zur Familienplanung beitragen. Die Japanerinnen sollten mehr Kinder bekommen. Laut Statistik befindet sich die Geburtenrate nämlich auf einem Rekordtief. Momoko schlug vor, einen Fruchtbarkeitsservice ins Leben zu rufen. Die Frau mit Kinderwunsch muss dann nur ihre persönlichen Daten zum Menstruationszyklus eingeben. Dann wird berechnet, wann die Zeugung erfolgreich sein wird. Per SMS wird dann die betreffende Frau auf den Eisprung hingewiesen. Die Frau kann auf Wunsch auch mit einer Tarnmelodie auf diesen wichtigen Termin im Monat einer Frau hingewiesen werden. Ertönt beispielsweise die Tarnmelodie am Arbeitsplatz, dann wird die Frau wegen eines wichtigen Termins wohl eine passende Entschuldigung finden, um die Arbeit frühzeitig zu beenden oder schon am Morgen der Arbeit fern bleiben. Sie muss dann nur noch einen Partner finden, der Zeit hat und der auch Lust dazu hat.
 
Ein Leser von www.bild.t-online bemerkte in einem Schreiben: „Kann in Zukunft der Handy Provider auf Schadenersatz verklagt werden, weil er nicht vor dem Eisprung gewarnt hat?“
Bei ungewollten Schwangerschaften könnte man nach Lesen dieser Nachricht auf eine solche Idee kommen.
 
Handy stützte wackeligen Kiefer
„Der Spiegel“ berichtete in der Online-Ausgabe (www.spiegel.de) über eine ungewöhnliche Ausrede eines Mannes, der mit einem Handy am Ohr bei einer Autofahrt von der Polizei erwischt wurde. Er weigerte sich, die Strafe zu bezahlen. Es kam zur Gerichtsverhandlung. Der Mann behauptete, er brauche das Handy, um seinen wackeligen Unterkiefer zu stabilisieren. Zum Beweis wackelte er mit dem Kopf und es zeigte sich in der Tat eine Instabilität des Unterkiefergelenks. Aber alles half nicht. Der Richter brummte ihm eine Strafe in Höhe von 40 Euro auf. Ausserdem musste er seine Fahrtauglichkeit durch eine Prüfung beweisen, denn: „Wer angeblich die rechte Hand beim Autofahren fürs Festhalten seines Kiefers benötigt, nimmt nur eingeschränkt am Strassenverkehr teil.“
 
Fremdgeher durch das Handy enttarnt
Wie „Die Welt“ (www.welt.de) am 8. Dezember 2006 berichtete, gibt es jetzt ein neues Programm, um Fremdgeher zu entlarven. Der Partner braucht nur das Handy zum Schnüffelgerät umrüsten. Man muss jedoch etwa 150 USD ausgeben, um das Programm Flexispy zu installieren. Wer einen Verdacht hegt, der schnappt sich das Handy des Partners und installiert die Software. Dann kann jederzeit abgehört werden. Er muss nur das Handy des Partners anrufen. Dieser merkt nichts vom Anruf. Nun kann der Gehörnte alle Gespräche in der Umgebung des Telefons mithören. Ausserdem werden alle SMS und Rufnummern gespeichert.
 
Vorsicht: Was in den USA erlaubt ist, muss hier nicht gelten. Das Benutzen der Software in Deutschland ist ohne Zustimmung des Abgehörten oder richterlicher Anordnung illegal.
 
Handy-Verbot für David Beckham
Fussballstar David Beckham war vor 2 Jahren keineswegs genervt, als seine Ehefrau Victoria – auch bekannt als Ex-Spice-Girl Posch – zu oft anrief. Er stand damals bei Real Madrid in Diensten, und seine gelangweilte Frau schmollte und schmorte zu Hause in England. Der Fussballspieler nahm überall sein Handy mit, sogar zum Training oder zum Mittagessen.
 
Der spanische Trainer des Spitzenvereins, Jose Camacho, verfügte ein Handyverbot, weil der Fussballer möglicherweise durch das viele Herumtelefonieren nicht in Topform war. Wie das britische Massenblatt „Mail on Sunday“ berichtete, musste Beckham sein Handy zwischen dem Mittagessen und einer Ruhepause nach dem Training am Spätnachmittag abschalten.
 
Vielleicht führte nicht nur das Gequatsche seiner Angetrauten zu einem Leistungsabfall, sondern vielmehr die übermässige Strahlenbelastung.
 
Hatten auch Sie ein Erlebnis mit dem Handy. Für jede kleine Episode sind wir zu Dank verpflichtet.
 
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