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BLOG vom 26.12.2006


Weihnachtswahnsinn: Verhaftung, stinkende Christbäume
Autor: Heinz Scholz, Schopfheim D
 
Alle Jahre wieder kommt das Weihnachtsfest. Für die einen ist es ein besinnliches, geruhsames Fest, für die anderen ein fatales. Besonders dann, wenn die Geschenke nicht das versprechen, was sie sind, es gibt Streitigkeiten unter Eheleuten oder so mancher Baum geht in Flammen auf. „Stille Nacht – teure Nacht“ könnte man sagen, wenn man hört, was so mancher zu Weihnachten den Liebsten schenkt. Oft ist es so, dass sich Leute wegen des nicht mehr so reichlich fliessenden Weihnachtsgelds verschulden. Man möchte schliesslich mit den Verwandten und Bekannten mithalten. Wenn jedoch mit Essen, Trinken und Besinnen nichts mehr geht, flüchtet man sich in die Welt des Fernsehens. So mancher Gewaltfilm kann dann das Leben wieder in Action bringen. „Eraser“ (Schwarzenegger) und „Rambo“ (Silvester Stallone) lassen grüssen. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, einen Blick ins Internet und in die Zeitungen zu wagen, um dem Weihnachtswahnsinn nachzuspüren.
 
Schenken als lästige Pflicht?
Laut einer Allensbach-Umfrage ist das Schenken an Weihnachten für den Deutschen eine lästige Pflicht. Dies gilt besonders für Männer: 35 % sind nicht begeistert beim Kauf von Geschenken. 62 % der Frauen erfreuen sich dagegen bei der Suche nach Geschenken (Spötter würden sagen: „… und zum Geldausgeben“).
 
Als wir uns in jungen Jahren gegenseitig Geschenke machten, bedeutete dies einen enormen Stress. Man sauste kurz vor Toresschluss noch in die Geschäfte, um das Passende zu finden. Oft war das Gewünschte schon ausverkauft. Dann musste ein Ersatz gefunden werden. Wir machten es uns zur Regel, dass wir einen Wunschzettel schrieben. Und da standen jede Menge Wünsche drauf. Seit einigen Jahren beschenken wir nur noch unsere Enkelkinder (meine Frau und ich können uns das ganze Jahr über Geschenke machen). Da fällt dann eine ganze Menge Weihnachtsstress weg.
 
Laut einer Forsa-Umfrage feiern 80 % der Deutschen Weihnachten im Familienkreis, und 82 % freuen sich auf den Besuch von Verwandten. Nur 11 % finden die Besuche als lästig. Die meisten sehnen sich nach einem harmonischen und friedlichen Fest. Mir ist es schleierhaft, warum man dazu Weihnachten benötigt. Wie ich in den vergangenen Jahren nachlesen konnte, gibt es nach der Bescherung oft auch eine andere: Oft enden solche Festtage in Streit, weil die Partner, die zwar dem Berufsstress entflohen sind, in den freien Tagen dann das eine oder andere aneinander auszusetzen haben.
 
Noch eine Umfrage: 73,9 % der Bundesbürger stellen einen Weihnachtsbaum in ihre Stuben. Auch wir taten dies solange, bis unsere Tochter aus dem Hause ging und sich verheiratete. Sie erhält diesen Brauch weiterhin am Leben. Wir erfreuen uns dann mit den Enkelkindern an der Pracht.
 
Ein Erlebnis möchte ich anfügen. Immer, wenn wir einen Baum aufstellten und ihn mit bunten Kugeln behängten, schlich sich unser Hauskatze auf leisen Pfoten heran und spielte mit den Kugeln. Sie war so vorwitzig und kletterte sogar in die Zweige hinein, um den schönsten Schmuck herunterzuholen. Das war für sie eine Freude. Für uns weniger, da so manche Kugel zu Bruch ging.
 
Zu früh gespielt – in Handschellen abgeführt
Eine schier unglaubliche Nachricht kam aus dem Land der fehlenden Unmöglichkeiten, den USA. Dort entdeckte ein neugieriger Junge das Weihnachtsgeschenk bei seiner Urgrossmutter. Es war zwar keine Waffe, sondern ein Gameboy, mit dem er spielte. Als die Mutter dies hörte, wurde sie wild und rief die Polizei herbei. Die Ordnungshüter legten dem Junior wegen minder schweren Diebstahls die Handschellen an und brachten ihn aufs Revier. Dort holte ihn die Mutter wieder ab. Kommentar der Rabenmutter: „Ich wollte meinem Sohn nur eine Lehre erteilen.“ Sie meinte noch, dass er sein ganzes Leben nur Unfug angestellt habe, und sie wollte nur, dass aus ihm etwas Positives wird. Wie die Frau weiter berichtete, leidet ihr Sohn unter Hyperaktivität und einem Aufmerksamkeitsstörungssyndrom. Ermahnungen und Medikamente zeigten bei ihm keine Wirkung. Er fiel auch unangenehm in der Schule auf. Er soll sogar einen Polizisten geschlagen haben, der für die Schule zuständig ist. Nun hofft die verzweifelte Mutter, dass ihr Sohn in ein Erziehungsprogramm kommt. Dort soll er zu einem braven Jungen umerzogen werden. Vielleicht sollte man auch die Mutter erziehen!
 
Nach Lesen dieser Meldung erinnerte ich mich an meine Jugend. Ich bin heilfroh, dass ich kein US-Bürger bin, denn sonst hätte mich meine Mutter wohl ebenfalls verhaften lassen. Ich war nämlich immer hinter den selbstgebackenen Plätzchen her, die versteckt in Dosen in ihrem Kleiderschrank lagerten. Schon einige Wochen vorher stibitzte ich so manches gutes Stück. Ich dachte mir, die schmecken im frischen Zustand besser als die gelagerten. Sie kam bald dahinter, weil der Doseninhalt zusammenschmolz. Sie schimpfte kurz und verstecke die Dosen an einem anderen Ort. Für sie war dann der Vorfall vergessen.
 
Ein Schulfreund, der auch auf der Pirsch in einem Schrank war, entdeckte ein unverpacktes Geschenk, das er mit Argusaugen begutachtete. Als die Mutter den Schnüffler erwischte, rauschte es im Karton. Er bekam eine Ohrfeige, dann war Ruhe und er bekam keine anderen Konsequenzen zu spüren. Die Handschellen blieben bei der Polizei.
 
Spiegel Online hat zu diesem Thema eine Umfrage gestartet. Es wurde gefragt, wie Eltern mit kleinen Geschenkschnüfflern umgehen sollten. 40,7 % antworteten: „Alle Geschenke, die erschnüffelt werden, bekommen die Eltern.“ 19,9 % empfahlen Folgendes: „Die Mutter aus South Carolina hat völlig recht: Polizei rufen!“ 17,7 % antworteten: „Es ist Weihnachten: Wir nehmen uns alle in den Arm.“ Eine Minderheit empfahl einen „Hausarrest bis mindestens Neujahr“ (3,5 %), „das Kind bekommt keine Geschenke bis zur Volljährigkeit“ (8,1 %), „das Kind bekommt ein Lob für seine Hartnäckigkeit“ (6,3 %) und „das Taschengeld wird gestrichen, für immer“ (3,8 %).
 
Das falsche Geschenk
Weihnachten war für uns immer ein Freudenfest. Nur manchmal bekamen wir Heranwachsende das unpassende Geschenk. Oft lag unter dem Tannenbaum etwas zum Anziehen. Das sahen wir nicht so gerne, denn wir mussten dann mit diesen Sachen herumlaufen, ob wir wollten oder nicht. So musste ich als 18-Jähriger mit einem Hut im Winter zur Kirche gehen. Immer, wenn ein Erwachsener entgegenkam, musste ich, auch bei grössten Kälte, zum Gruss den Hut lüpfen. Mit Argusaugen beobachtete mich mein Stiefvater, der diese Prozedur auch veranstaltete. Ich folgte seinen Anweisungen, da ich in dieser Zeit noch nicht volljährig war. Damals wurde man erst mit 21 Jahren volljährig. Als ich dann auf meiner Fachausschulbildung mein Zeugnis selbst unterschreiben durfte, war ich sehr froh. Da brauchte ich auch keinen Hut mehr aufsetzen. Bis heute sind mir Hüte ein Gräuel.
 
Dazu eine Geschichte aus dem Jahre 1999. Als ein 11-jähriger Junge das gewünschte funkgesteuerte Auto nicht unter dem Tannenbaum vorfand, wurde er aktiv. Der Junge dachte sich, wenn die Eltern mir so etwas nicht schenken, dann sind sie selber schuld. Er stahl seiner Mutter 910 Mark und wollte sich in einem Spielzeuggeschäft das Auto selbst besorgen. Der Verkäufer benachrichtigte jedoch die Polizei. Der Junge wurde dann mit Geld und ohne Auto der Mutter übergeben.
 
Geschenke für 15 000 Dollar
Das passende Geschenk hätten Sie wohl bei einem Einkaufsbummel durch New York gefunden. Gutbetuchte bekommen dort alles, was man sich denken kann. So gibt es Mini-U-Boote, ein Stück Regenwald, Heissluftballons, klimatisierte Hundehütten, einen Bürostuhl mit 38 Massagepolstern. Wer für seine Kinder etwas sucht, der geht in den grössten Spielzeugladen der Welt (Toys „R“ Us) am Times Square. Dort kann man einen Stoffelefanten für das anspruchsvolle Kind für 15 000 Dollar kaufen. Im „Adoptionszentrum“ liegen Puppen hinter Glas wie Säuglinge. Auch diese können erstanden werden. So manche junge Paare kauften diese, wohl um zu üben.
 
Blicken wir einmal nach Japan. Dort sind teure Geschenke nicht ungewöhnlich. So lockte in diesem Jahr ein Nobelkaufhaus Kunden mit einer diamantenbesetzten Weihnachtstorte an. 50 Karat funkelten auf der Torte de Luxe. Diese wurde ernsthaft zu einem Preis von umgerechnet 650 000 Euro angeboten.
 
Rentiere flohen aus der Weihnachtsshow
In einem britischen Gartencenter in Wallington südlich von London wurden als Attraktion 2 Rentiere gehalten. Sie sollten die Gäste in der Weihnachtszeit erfreuen. Das männliche Rentier Basil und seine Partnerin Parsley hatten die Schnauzen voll, sie wollten sich nicht begaffen lassen und flüchteten. Mitarbeiter des Gartencenters brauchten 2 Stunden, um die Tiere einzufangen.
 
Ein Sprecher der britischen Tierschutzgesellschaft kritisierte das Vorgehen der Verantwortlichen des Centers. Tiere geraten nämlich unter Stress, wenn kaufhungrige Leute in grossen Massen herumströmen und Lärm verbreiten. Die armen Tiere müssen sich das gefallen lassen, wir Menschen würden uns dagegen wehren.
 
Weihnachtsbaumdiebe mit Gestank bestraft
In meinem Blog „Weihnachtsbräuche (I): Süsser die Glocken nie klingen“ vom 24.12.2005 erzähle ich meine Erlebnisse mit einem geklauten Weihnachtsbaum. Als 10-Jähriger wurde ich von meinem Stiefvater in den Wald geschickt, um in der Dämmerung ein Bäumchen zu fällen. Das gelang mir auch. Ich pirschte mich dann mit dem Baum auf dem Rücken nach Hause. Ich war immer auf der Hut, um keinem Jäger oder Förster zu begegnen. Zum Glück wohnte ich nicht in Tschechien. Denn dann hätte der Baum zu einer Weihnachtsüberraschung der besonderen Art geführt.
 
Um der Klauerei ein Ende zu setzen, besprühten Förster schon seit einigen Jahren Bäume mit einer Mixtur aus Schafstalg, Insektenvertilgungsmittel und Wasser. Wer einen illegal geschlagenen Baum in der Wohnung aufstellte, der flüchtete bald darauf. Bei Raumtemperatur verbreitete sich nämlich ein unsäglicher Gestank. Die Tinktur habe sich bewährt, erklärte ein Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums. Um höhere Tannen vor Dieben zu schützen, brechen Förster einige Zweige ab. „Einen zerzausten Baum will niemand“, erklärte der Mitarbeiter.
 
Lieder und Bräuche zu Weihnachten bald vorbei?
Um Andersgläubige nicht zu verärgern, durften Kindergartenkinder in Bozen keine Weihnachtslieder mehr singen, in denen Jesus vorkommt. Der Kindergarten liegt in einem Stadtteil mit besonders hohem Ausländeranteil.
 
Dazu Hellmuth Karasek in der Zeitschrift „Die Welt“ vom 23.12. 2006: „Ich möchte hier keinen Alarmismus verbreiten, aber rechnet man hoch, wie die Ausländeranteile, vor allem die muslimischen Immigranten in Europa, in absehbarer Zeit wachsen werden, so kann man sich leicht ausrechnen, wann Jesus, der doch Grund und Ursache des Weihnachtsfestes ist, aus dem Liedgut weiterer europäischer Siedlungsgebiete verschwunden sein wird – zugunsten eines respektvollen Schweigens.“
 
In Grossbritannien werden immer mehr „Briefe zur Jahreszeit“ oder „Glückwünsche zum Fest“ versandt. Das ist inzwischen auch bei uns der Fall.
 
Traditionalisten und argwöhnische Christen sehen das Fest in Gefahr. Wie der Korrespondent der „Badischen Zeitung“, Peter Nonnenmacher, berichtet, sieht der Erzbischof von York, John Sentamu, wie sture Atheisten und aggressive Säkularisten den Geist festlicher Tage auf der Insel vergiften.
 
Innenminister John Read wird bei dem Gedanken übel, „wenn man Weihnachten nicht mehr Weihnachten nennen dürfe“. Und das Boulevardblatt „The Sun“ berichtete darüber, dass die Feinde der Weihnachten einen Krieg angezettelt hätten.
 
Hier einige Vorkommnisse in England: In einer Schule im nordenglischen Rotherham wurde wegen eines grossen Anteils muslimischer Schüler vorgeschlagen, das traditionelle Truthahnessen beim Weihnachtsessen durch Halal-Hühnchen zu ersetzen. In einer Grundschule im südenglischen Wallington sollte ein Weihnachtslied, das von Rebhühnern auf Birnbäumen handelte, durch Vögeln auf Palmzweigen ersetzt werden.
 
Im Vorjahr gab es schon Ärger, weil im Amtsblatt von Londons multiethnischem Stadtteil Lambeth die Weihnachtsbeleuchtung durch Winterbeleuchtung ersetzt wurde. Ein schottisches Krankenhaus weigerte sich, eine Weihnachts-CD zu verteilen, weil sie den Namen Jesu enthielt. Die Gemeindeverwaltung von Wokingham verbot einem Millionär, sein Haus zu „karikativen Zwecken“ mit Weihnachtslichterketten mit 20 000 Glühbirnen zu schmücken.
 
Einige Meldungen erwiesen sich als falsch und irreführend. So wurde die CD doch verteilt, und die Beleuchtung wurde wegen der Dauerbeschallung mit Weihnachtsliedern und wegen des Verkehrs vor dem Haus verboten.
 
Interessant ist, dass die meisten Moslems, Juden, Sikhs und andere kein Problem mit Krippenspielen, Tannenbäumen oder Weihnachtskarten haben. Und das ist gut so. Jeder sollte seine Feste und Bräuche feiern, wie er möchte. Sie sind schliesslich Kulturgut jedes Volkes. Und wer nicht feiern möchte, der sollte nicht als Ausssenseiter gelten. In Schopfheim D wird jedes Jahr vom Jugendzentrum (JUZ) eine Anti-Weihnachtsfeier veranstaltet. Viele Firmen haben inzwischen die Weihnachtsfeiern abgeschafft. Als Pensionär der Firma Novartis werde ich im Dezember in Wehr nicht zur „Weihnachtsfeier“, sondern zur „Jahresfeier“ eingeladen.
 
Stille Nacht, teure Nacht
Hier noch einige Zahlen und Besonderheiten zu Weihnachten, die in der „Badischen Zeitung“ am 23. Dezember 2006 publiziert wurden: Die Deutschen verzehren zwischen Sankt Martin und Weihnachten 29 000 Tonnen Gänsefleisch (die meisten Gänse kommen aus Polen und Ungarn).
 
Es gibt inzwischen einen Fruchtgummi-BH, der bei Nichtgefallen verzehrt werden kann. Wer seine Liebste einmal als Werbestar erleben möchte, kann dies für 499 Euro realisieren. Die Frau wird dann von einem Profi geschminkt, fotografiert und dann in Form eines Plakates auf einer öffentlichen Werbefläche dargestellt.
 
60 % der Spielzeuge kommen aus China. Wie kürzlich bekannt wurde, ist dort Kinderarbeit üblich, ausserdem müssen die Arbeiter und Arbeiterinnen oft unter unsäglichen Arbeitsbedingungen ihr Werk verrichten. Beim Besprühen der Spielzeuge mit Farben wird nur ein Mundschutz benutzt. Die Belastung mit schädlichen Stoffen ist enorm.
 
Die Deutschen stellten 25 Millionen Weihnachtsbäume im Wert von 750 Millionen Euro in ihre Zimmer.
 
Die Skandinavier werfen ihre gebrauchten Weihnachtsbäume aus dem Fenster, bei uns werden sie von kommunalen Abfallbetrieben eingesammelt.
 
In den USA wird im Baum ein Weihnachtsschmuck in Form einer Gurke versteckt. Wer diesen zuerst entdeckt, darf als Erster die Geschenke öffnen.
 
123 000 Tonnen Kerzen produzierten deutsche Firmen im Jahr 2005. Aus China und Polen kamen 104 000 Tonnen zu uns.
 
In den USA gibt es „scharfe“ Kerzen. Sie ähneln nicht Schusswaffen (das würde mich zwar nicht wundern!), sondern Chili-Schoten. Im Handel sind Lichterketten („Cowboy Chili Pepper Light Set“) mit 35 glühenden Schoten für 16 US-Dollar zu haben.
 
Jedes Jahr gehen in Deutschland 22 000 Weihnachtsbäume in Flammen auf. Die Schäden beliefen sich im Jahr 2005 auf etwa 40 Millionen Euro.
 
Weihnachten vor der Glotze?
Viele Konsumenten verbringen die meiste Zeit an Weihnachten, Silvester und Neujahr vor der Glotze, obschon sie es nicht zugeben. Die Verantwortlichen der TV-Sender klotzen zu dieser Zeit mit einer Unmenge von Filmen. René Zipperlen von der Zeitung „Der Sonntag“ hat einmal zusammengezählt: 13 Sender bringen 77 Märchen-, Kinder- und Familienfilme, 87 Schinken, Klassiker und Dramen, 85 Komödien, 52 Action-, Horror-, Western- oder SciFi-Filme. Die öffentlich rechtlichen Sender in Deutschland (ARD, ZDF und die Dritten) bringen neben den Filmen noch die Papst-Ansprache oder Gottesdienste. „Der Regionalsender SWR ist sogar so verwirrt, sein Weihnachtsfest an die Memel zu verlegen“, so der Autor.
 
Neben den erwähnten Filmen gehen 7 Volksmusik- und Schlagerbeiträge über die Sender. „Da hilft nur Umschalten oder Kirchgang“, so René Zipperlen.
 
Aber es werden auch brutale Filme wie „Stirb langsam“ oder „Eraser“ gezeigt. Hier darf dann der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger wüten (aber nur im Film). Wer diese Art von Filmen nicht gern sehen möchte, kann sich „Dracula“ ansehen. Dort wird gepfählt und gebissen. Es fliesst bei solchen Abenden also reichlich Blut. Wer aber Herz-Schmerz-Filme möchte, kann sich gleich mehrfach „Sissi“-Folgen ansehen.
 
Ich werde mir nur wenige Sendungen im Fernsehen ansehen, dafür lese ich mit Freude das Buch „So habt ihr gelebt (Die grossen Kulturen der Menschheit)" weiter. Dann ist der 520-Seiten-Wälzer „Germanica (Unsere Vorfahren von der Steinzeit bis zum Mittelalter)" dran. Vielleicht schreibe ich auch in einer stillen und besinnlichen Stunde ein weiteres Blog. Themen für solche Tagebuchblätter gibt es ja genug.
 
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