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BLOG vom 14.03.2007


Megazicken-Forschung: Zicken-Gen macht Frauen reizbar
Autor: Heinz Scholz, Schopfheim D
 
Endlich wissen wir, warum Frauen reizbar sind und schnell wütend werden: Schuld daran ist möglicherweise ein mutiertes Gen. In einer Studie der Universität Pittsburgh wurden 550 Frauen auf ihre Wutausbrüche, Feindseligkeit und Aggressivität hin untersucht. Die Studie ergab, dass die zickenhaftesten Frauen 1 oder 2 Veränderungen am Serotonin-Rezeptor 2 C aufwiesen (www.focus.de).
 
Vorher war schon bekannt gewesen, dass bei einem Anstieg des Serotoninspiegels die erwähnten negativen Ausbrüche nachlassen.
 
Nun wissen wir, warum so manch zickiges Model ausflippt, Gegenstände nach dem Hauspersonal wirft, handgreiflich gegen aufdringliche Reporter wird, herumschreit und sonst wie ausrastet. Die Presse bezeichnete kürzlich solche aggressiven Frauen als „Megazicken“.
 
Wenn ich auf meine Schulzeit zurückblicke, erinnere ich mich an Probleme mit zickigen Lehrerinnen. Einmal erhielt ich als vorlauter Bursche etliche Tatzen; das andere Mal warf ich einen Papierflieger in Richtung Lehrerin, die gerade etwas an die Tafel schrieb. Diese drehte sich um, schrie herum und verdonnerte uns zu einer Strafarbeit.
 
Aber es gab auch männliche Zicken, das heisst, man spricht dann von einem Choleriker. So flippten immer wieder bei geringsten Anlässen bestimmte Lehrer aus, schlugen auf die Burschen ein oder zogen ihnen die Ohren lang. Ihre Wutausbrüche waren gefürchtet.
 
Auch im Berufsleben gibt es Zicken
Auch in der Berufswelt kommen Zicken vor. So erlebte ich einmal einen Wutausbruch einer Kollegin, die mit den anderen Frauen nicht auskam und nun Dampf abliess. Sie war jedoch im Unrecht. Hier lag die Zickigkeit bei dieser Person. Sie erklärte als neue Arbeitskollegin, sie wisse durch ihre Ausbildung alles und brauche keinen Rat. Von da an galt sie als Zicke. Forschte man jedoch nach, warum sie so zickig war, fand man die Gründe bald heraus: die berufliche Unzufriedenheit. Sie war fest überzeugt, sie werde gemobbt, was nicht stimmte. Durch ihr unmögliches Benehmen wollte aber keiner Kontakt mit ihr haben. Aber es lag noch ein anderer Grund vor. Sie schimpfte über ihre Eltern, weil sie die andere Tochter mehr ins Herz geschlossen hatten. Sie kämpfte dagegen an und stürzte sich in ehrgeizige berufliche und private Projekte. Aber alles half nichts, sie wurde von ihren Eltern immer noch nicht so geliebt wie sie sich das wünschte.
 
Ein Kollege hatte gelegentlich cholerische Ausbrüche. Aber da sprach keiner von einer männlichen Zicke, sondern von einem temperamentvollen Arbeitnehmer, dem ab und zu mal die Sicherung durchbrennt. Dampfablassen ist ja nicht verpönt – das war jedenfalls die damalige Ansicht von Kollegen. Heute erinnere ich mich mit einem Schmunzeln an diese Ausbrüche. Es kam ja niemand zu Schaden, höchstens ging ein Glas, das durch die Gegend flog, zu Bruch.
 
Ich bin der Meinung, dass nicht nur ein Gen, sondern hauptsächlich der Charakter, die Erziehung, das nähere Umfeld und der Einfluss von Medien sehr bedeutungsvoll sind. Wer mit guten Charaktereigenschaften ausgestattet ist und ein zufriedenes Leben führt, braucht nicht herumzuzicken.
 
Was bedeutet eigentlich Zicke? Ich sah in „Wahrigs Deutsches Wörterbuch“ nach und fand folgende Erklärung:
 
Zicke: umgangssprachlich; verächtlich. Das Wort wird gebraucht für altjungferlich oder unangenehme Person; machen etwas Törichtes, stellen etwas an, übertreiben und handeln töricht ( ahd. Zicchi, zickin; Intensivbildung zu Ziege; in der Bedeutung „Torheit“ entweder nach den unberechenbaren Sprüngen der Ziege oder zu Zickzack).
 
DSDS-Kandidatin: „Ich bin keine Zicke“
Die neueste Herumzickerei wurde bei den Kandidaten der RTL-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt. Die Teilnehmer sind vor jeder Sendung 14 Tage in einer Villa kaserniert (in jeder Sendung scheidet ein Kandidat oder eine Kandidatin aus, dann geht es mit den weiter gekommenen wieder in die „Kaserne“). Die 18-jährige Lisa Bund, die immer wieder offen ihre Meinung kundtut, bekommt es mit den anderen zu tun. Sie werfen der Sängerin Divaallüren und Zickerei vor. Ein männlicher Teilnehmer meinte sogar, sie sei ein „Terrorkrümel“. Nach einer Aussprache soll jetzt wieder alles in Ordnung sein. Alle schworen, sich in Zukunft gleich über Unstimmigkeiten auszusprechen (www.rtl.de). Dann hat hoffentlich die Zickerei ein Ende – oder auch nicht.
 
Nur dummes Geschwätz?
Nach Publikation der oben genannten Studie schrieben etliche Internetnutzer an „focus“ (www.focus.de). Einer bezeichnete die Studie als „wissenschaftlicher Unsinn“. Es wurden nämlich nur Frauen getestet. Interessant wäre es gewesen, ob diese Gen-Veränderung auch bei aggressiven Männern auftritt.
 
Richard Knees schrieb: „Offensichtlich hat diese Gesellschaft eine Gen-Manipulation. In letzter Zeit wird jedes und alles mit Gen-Veränderungen erklärt. Da kann man nur sagen: dummes Geschwätz.“
 
Erst kürzlich las ich, dass eine Frau ein „Rockmusik-Gen“ hat. Aber bald kommen Forscher darauf, dass es ein „Mörder-Gen“, „Kinderschänder-Gen“, „Diebstahl-Gen“, „Musiker-Gen“,  „Dichter-Gen“, „Homosexuellen-Gen“, „Demonstrations-Gen“,  „Raucher-Gen“, „Religions-Gen“ (in einer Ausgabe des „PM-Magazins“ wurde dieses kürzlich als „Gottes-Gen“ bezeichnet), „Friedens-Gen“, „Selbstmörder-Gen“, „Manipulations-Gen“ oder ein „Raser-Gen“ gibt. Vielleicht haben die Blogger schon ein mutiertes Gen. Sie können dann nicht mehr aufhören, Blogs zu verfassen. Wer weiss, was mit unseren Genen noch alles passiert.
 
So mancher Mörder, Dieb oder Autoraser könnte sich dann herausreden, indem er zum Richter sagt: „Was wollen Sie, es sind meine Gene, ich kann nichts dafür, ich bin unschuldig!“ Und findige Genforscher würden dann Genmanipulationen vorschlagen, um bestimmte Eigenschaften zu eliminieren oder in die Gene einzuschleusen (z. B. um aggressive und tötungswillige Soldaten zu produzieren).
 
Schokolade gegen Zickigkeit?
Bernhard Klein schrieb, er würde zickigen Menschen raten, Schokolade, Bananen, Datteln und Feigen zu essen. Diese nehmen ja einen Einfluss auf die Stimmung (es wird die Synthese von Serotonin begünstigt). Dann machte er die folgende Bemerkung: „Lieber mit Schokolade  dick als unerträglich!“
 
Aber es gibt noch andere probate Mittel. Walther Schoenenberger erwähnt in seinem Buch „Gesund durch natürliche Säfte“ über die Erfahrung einer Ärztin mit einem Heilpflanzensaft. Sie empfahl allen Patientinnen, die einen unausstehlichen Mann haben, die Gabe von Borretschsaft. „Das mache die Männer wieder heiter“, sagte sie.
 
In meinem Buch „Arnika und Frauenwohl“ erwähnte ich folgende Geschichte. Eine 35-jährige Frau, berufstätig, 2 Kinder, kommt völlig aufgelöst in die Praxis. Sie ist mit den Nerven völlig am Ende. Die Patientin ist mit der Doppelbelastung Hausfrau und Beruf überfordert. Die Frau ist für Mann und Kind unausstehlich. Die Ärztin verordnet Weissdorn- und Johanniskrautsaft. Schon nach kurzer Zeit ist die Frau ruhiger und ausgeglichener.
 
Auch ihr Ehemann hat Probleme – nicht mit seiner Angetrauten, sondern mit seinem unausstehlichen Chef. Als der Vorgesetzte ihn eines Tages wieder anschreit, platzt ihm der Kragen. Und er schreit zurück: „Nehmen Sie Weissdornsaft, damit Sie endlich wieder ein Mensch sind!“ Eisiges Schweigen folgte diesem Gefühlsausbruch. Der Chef jedoch befolgte den Rat und siehe da, er wurde verträglicher.
 
„edewecht“ betont, dass immer mehr Verhaltensweisen genetisch bedingt sein sollen „Vor 35 Jahren, als ich studierte, wurde das genetisch Bedingte recht vernachlässigt und nur das Gelernte galt als verhaltensprägend. Inzwischen denke ich, dass unser Verhalten sowohl genetisch, als auch lernbedingt sein wird. Wenn es als überwiegend genetisch bedingt interpretiert wird, hat dies allerdings zur Folge, dass Mediziner an unseren Eigenarten herumkurieren, statt wie früher, dieses mit Erziehung von Kindesbeinen an zu beeinflussen.“
 
„Pamir“ schlug eine neue Studie vor, nämlich eine solche „über das Bockigkeits-Gen bei Männern.“
 
„Maria“ schrieb Folgendes: „Vielleicht liegt es auch an den Männern, wenn Frauen leicht reizbar sind. Die scheinen ja oft von Natur aus so zu sein ohne mutiertes Gen. Jedenfalls ist die Aggressivität (s. Kriminalstatistik) dort stärker vertreten.“
 
Liegt es doch an den Genen, oder ist die Umwelt schuld, wenn sich Menschen in ihrem Charakter verändern? Ich beobachte immer wieder, dass Frauen immer männlicher werden, indem sie vieles nachahmen. So entwickeln sich beispielsweise in England immer mehr junge Frauen zu wahren Kampftrinkerinnen. Fast jeden Tag lese ich in der Zeitung über aggressive, betrunkene Frauen. Oder Frauen, die ihre Kinder oder den fremdgehenden Ehemann umbringen. Für mich unverständlich ist, dass in unserer Zeit immer mehr Frauen ihre Kinder vernachlässigen oder sogar verhungern lassen. Auch bei Schlägereien auf Schulhöfen und anderswo mischen jetzt immer mehr Mädchen mit. Manchmal sind sie sogar brutaler als ihr männliches Gegenstück. Im Irak-Krieg waren es gerade US-Soldatinnen, die Gefangene in barbarischer Weise behandelten.
 
Es scheint in der Tat eine Genmutation im Gange zu sein. Sind diese Genmutationen auch durch eine Gehirnwäsche möglich? Soldaten werden beispielsweise in den USA in einer Art Gehirnwäsche dazu getrimmt, das Töten zu lernen. Ein US-General forderte kürzlich die Bundesregierung auf, auch Soldaten zu Kampfeinsätzen gegen die Taliban in den Süden von Afghanistan zu senden. Zynisch meinte er: „Die Deutschen müssen das Töten lernen.“
Man könnte meinen, solche Generäle hätten schon eine Genmutation hinter sich.
 
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