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BLOG vom 17.03.2007


Tiergeschichten (4): Intelligente Katze, Kalb namens Bush
Autor: Heinz Scholz, Schopfheim D
 
Immer wieder erfreuen mich kuriose Geschichten aus aller Welt beim Zeitungslesen. Aber wenn man Originelles und Kurioses selbst erlebt, macht es doppelt soviel Freude. Über einige Kuriositäten der letzten Zeit werde ich in 2 Blogs berichten. In der ersten Folge widme ich mich den amüsanten Tiergeschichten.
 
Als uns kürzlich Eva und Walter Hess in unserem Heim in Schopfheim besuchten, lernten sie auch unsere Hauskatze „Trixi“ kennen. Sie wurde nach unseren Erzählungen von den Gästen als intelligent bezeichnet. Das ist sie auch.
 
Da die Katze nicht ins Freie darf und demzufolge nicht den Mäusen nachjagen kann, hat sich unser „Stubentiger“ etwas Bewegungsfreudiges ausgedacht. Sobald sich eine Fliege blicken lässt, hüpft sie in die Höhe und fängt das Insekt nach mehrmaligen Versuchen mit beiden Pfoten. Sie verspeist diese nicht, sondern legt sie irgendwo ab. Ein totes Viech interessiert sie eben nicht.
 
Katze öffnet Schubladen und Türen
Auch ist sie in der Lage, Schubladen und Türen zu öffnen. Gerade geschlossene Schubladen scheint sie magisch anzuziehen. Sie stellt sich auf die Hinterbeine und pfotet so lange herum, bis die Schublade aufgeht. Dann streckt sie ihren Hals und lugt in die Schublade hinein. Ist etwas Interessantes darin, benutzt sie ihre Krallen, um einen bestimmten Gegenstand herauszubefördern. Unsere Katze hat auch etwas gegen geschlossene Türen. Sie springt dann auf den Türgriff, drückt ihn mit den Pfoten herunter und schwupps ist die Tür auf.
 
Trixi zeigt auch gute Manieren beim Essen. Sie bekleckert sich nicht. Im Gegenteil, sie ist sehr reinlich, sie holt das Essbare mit der Pfote heraus und führt es in den Mund. Sie will sich ja nicht ihre Schnauze schmutzig machen.
 
Trixi hat auch ein Gespür für Menschen. Sind missliebige Typen an der Tür, das kann ein Postbote sein oder eine laute Nachbarin, dann knurrt sie regelrecht herum. Ist ihr jedoch ein Mensch wohlgesonnen, dann beginnt ein Schnurren ohne Ende.
 
Eine Frau, die regelmässig zu Besuch kommt und auch unsere Katze versorgt, wenn wir in Urlaub sind, hat Trixi besonders ins Herz geschlossen. Kaum sitzt die Bekannte auf dem Sofa, wandert sie der Rückenlehne entlang und beginnt mit dem Abschlecken der Haare. Sie sieht wohl in ihr eine Ersatzmutter.
 
Wenn wir die Wohnung verlassen, kommt die Katze angesaust und möchte mitgehen. Dann begleitet sie uns zur Tür, streckt dann ihr Köpfchen nach dem Öffnen hinaus und belugt die ihr nicht so gut bekannte Umgebung. Wir müssen sie dann immer wieder sanft in die Wohnung zurückbefördern.
 
Eine Bekannte von uns hatte früher auch einmal eine intelligente Katze. Sie hatte es immer auf einem Nudeltopf abgesehen. Stellte die Frau ihre Nudeln vom Herd auf den Küchentisch und ging nur kurz aus dem Raum, schlich sich die Katze heran und stibitzte immer einige Nudel aus dem Topf und verspeiste diese mit Vergnügen. Das Schmatzen hatte jedoch ein Ende, wenn die Köchin sie beim Naschen erwischte und los schimpfte.
 
Als wir am 14. März 2007 auf der Fahrt nach Niedertegernau zu unserer Tochter waren, bemerkte ich an einen Fussgängerüberweg, der mit einer Ampel gesichert ist, eine schwarze Katze herantraben. Ich hielt an und beobachtete den Vierbeiner. Die Katze schaute zunächst nach links und dann nach rechts, dann überquerte sie in einer Seelenruhe den Überweg. Sie brauchte also nicht unbedingt die Ampel zu bedienen. Es kam ihr ja sowieso niemand in die Quere. Wir mussten über diese verkehrstaugliche Katze lauthals lachen.
 
Aberglaube um die Katze
Früher hatte ich immer wieder einmal mit herumsträunenden Katzen auf meinem Weg zur Arbeit zu tun. Da waren in Wehr (Baden) keine behäbigen Katzen auf Mäusejagd, sondern sie sausten mit einer affenartigen Geschwindigkeit über die Strasse. Manchmal hupte ich, dann sauste die Katze noch schneller, oder ich verlangsamte die Geschwindigkeit, um das liebe Vieh nicht zu gefährden. Seltsamerweise waren die meisten Katzen schwarz. Da fiel mir immer wieder der Aberglaube über Katzen ein. Läuft einem nämlich eine schwarze Katze über den Weg, bedeutet dies Unglück. Wenn die schwarze Katze von links nach rechts über die Strasse läuft, wird das Unglück noch grösser. Wenn jedoch eine bunte Katze unsere Wege kreuzt, bedeutet dies Glück.
 
Das negative Bild der Katze resultiert aus dem Mittelalter. Dort galten die Katzen als Hilfsgeister der Hexen (www.hexenrezepte.de/Aberglaube.htm).
 
Es gab auch eine Zeit, wo Katzen oft bei lebendigem Leib in Fundamente von Häusern und Dämmen eingemauert wurden. Die Menschen glaubten, durch diesen quälerischen Tiermissbrauch werde Unglück von den Bauwerken ferngehalten. Vor nicht allzu langer Zeit wurde eine Katze in ein neu erbautes Haus vorgeschickt, dann folgten die Bewohner. Auch hier war man der Ansicht, dass die Katze alle bösen Geister ein für alle Mal auf sich ziehen würde (www.hauspuma.de/History/Aberglaube.html).
 
Bei dieser Gelegenheit fiel mir ein Spruch ein, den Johann Wolfgang von Goethe in seinen „Maximen und Reflektionen“ zum Besten gab. Er lautet: „Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens; deswegen schadet`s dem Dichter nicht, abergläubisch zu sein.“
 
Im Laufe der Zeit habe ich es mir abgewöhnt, abergläubisch zu sein.
 
Ein Kalb namens Bush
Dem US-Präsidenten George W. Bush wurde eine hohe Ehre zuteil. Tierschützer retteten ein Kalb von der Schlachtbank und tauften es auf den Namen des Präsidenten. Anscheinend hatte das Kalb eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Präsidenten, wie die „Times of India“ berichtete. George wird jetzt von den Tierfreunden gepflegt.
 
Eine komplette Schafherde verschwand in Aachen aus einem elektrisch gesicherten Gehege und tauchte nach 24 Stunden auf rätselhafte Weise wieder auf. „Die Herde hatte sicherlich einen Ausflug gemacht“, dachte ich, schelmisch grinsend. Auch die Polizei tappte im dunkeln. Wahrscheinlich hatten Diebe die Herde stibitzt und dann wieder zurückgebracht.
 
Auf dem Gelände einer Kläranlage in Thailand wurde der Grossschnabel-Rohrsänger wieder entdeckt. Der Vogel galt seit 140 Jahren als ausgestorben, wie die Schutzorganisation Birdlife in Cambridge berichtete. Das letzte Exemplar wurde 1867 gefangen. Mittels Genanalyse konnte die Identität des Vogels einwandfrei ermittelt werden.
 
Das Schweinchen „Rudi“ hat auf einem Bauernhof in Linden (Schleswig-Holstein) eine neue Futterquelle entdeckt. Der 5 Monate alte Eber flitzt zu einer Kuh und säugt an ihrem Euter. Das Rindvieh lässt sich das gefallen. Es ist ja genügend Milch da – für das eigene Kälbchen und für den jungen Eber.
 
Der Leguan „Mozart“, wie dpa am 10.03.2007 berichtete, sorgt für reichlich Nachwuchs. Nur quälte ihn ein Problem: Wegen einer Entzündung an einem seiner beiden Penisse hatte er eine Dauererektion. Ein Tierarzt nahm der Echse das Geschlechtsorgan ab. Da seine Gespielinnen alle schwanger sind, kann er mit keinem Weibchen mehr Sex haben. Nun macht er an den Schildkröten herum, wie ein Sprecher des Antwerpener Wasserzoos bemerkte.
 
Wurde der Strauss „Gustav“ aus dem sächsischen Lohsa durch einen Chinaböller impotent? Dies wird jetzt gerichtlich geklärt. Jugendliche warfen nämlich einen Böller in das Gehege und trieben dem Strauss sämtliche Liebensfreuden aus. Wir wollen hoffen, dass den idiotischen Jugendlichen nicht das Gleiche passiert.
 
Seidenspinnerraupen spinnen nicht nur
Zum ersten Mal gelang es kanadischen Forschern, die Abwehrstrategie von Seidenspinnerraupen zu enträtseln. Kommen Fressfeinde, dann klappern sie mit den Kiefern. Wie „New Scientist“ berichtete, können die Raupen noch viel mehr. Reicht diese Strategie nicht aus, dann würgen sie übelriechende Speisereste aus. Dies dürfte genügen, um den Räubern den Appetit zu verderben.
 
Sollten Sie gerade keinen Bulldozer für den Abriss Ihres Schuppens oder alten Hauses zur Hand haben, dann mieten sie sich doch von einem Zirkus einen Elefanten. Der reisst dann alles ab. Unmöglich, werden Sie sagen. Aber dies ist in Wirklichkeit passiert, nämlich in Bangladesch. Dort wurde der gemietete Elefant zum Abriss von illegalen Häusern eingesetzt.
 
In Frankreich haben Jagdaufseher Wilderer geschnappt, die illegal Igel gefangen hatten, die sie dann verspeisen wollten. So wurden insgesamt 18 Igel vor dem Kochtopf gerettet, wie AFP am 16.3.2007 berichtete. Nun droht den Wilderern bis zu 6 Monate Haft und ein Bussgeld bis zu 9000 Euro.
 
„Was ist der Mensch ohne Tiere? Wären alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an grosser Einsamkeit des Geistes. Was immer den Tieren geschieht – es geschieht bald auch den Menschen“ (Häuptling Seattle der Cree-Indianer, USA).
 
Internet
http://hometown.aol.de/nina7711/index.html (Tiergeschichten, solche können auch eingesandt werden)
 
Hinweis auf weitere Blogs mit Tiergeschichten
11.02.2006: Bemerkenswert: Selbst schlaue Tiere lehnen Genfood ab
Ihre Meinung dazu?

 
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