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BLOG vom 13.07.2007


Mallorca-Impressionen (III): Flaniermeilen und Meckereien
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
Gemeckert wird immer
Es gibt Leute, die auch im Urlaub etwas zu meckern haben. Oft sind es Nichtigkeiten. Ich finde, diese Leute sollten erst gar nicht verreisen. Dazu einige Beispiele:
 
„In diesem Pool baden wir nicht. Da lassen Eltern ihre Kinder mit Pampers herumschwimmen“, betonte ein älterer Mann, der mit seiner Frau in der Nähe des Pools auf einer Liege lag. Eine andere beschwerte sich, dass hier der Wind am Pool zu stark wehe. Wir empfanden den Wind als sehr angenehm, so dass uns die Temperaturen von 25 bis 30 °C nicht ins Schwitzen brachten.
 
Einem anderen Gast war das Kindergeschrei am Pool zu laut. Ein Mann aus Bayern, mit dem ich ins Gespräch kam, bemängelte die nicht gesäuberten Schirmständer der Sonnenschirme. Auf diesen Ständern stellten nämlich viele Gäste ihre Getränke ab. Ich muss dazu sagen, dass laufend ein Kellner vorbei kam und die Gläser einsammelte. Die Ständer vergass er zu säubern, was ja kein Beinbruch war. Wer auf Sauberkeit erpicht ist, der könnte ja selber einmal den Lappen schwingen. In den Zimmern, im Restaurant, den Gängen, aber auch im Poolbereich war alles sauber. Die fleissigen Bediensteten waren ständig am Putzen und Kehren. Aber vielleicht gab es auch solche, denen das zu viele Putzen auf die Nerven ging.
 
Gutes Benehmen ist eine Rarität
Es ist für uns immer sehr interessant, die Leute in ihrem Verhalten zu studieren. Oft benehmen sich etliche daneben. Ich finde, die Urlauber sollten sich so aufführen, wie dies der französische Erzähler Guy Abecassis zum Ausdruck gebracht hatte. Er sagte einmal: „Benimm Dich in einem fremden Land wie in einer fremden Wohnung.“
 
Aber so manche Menschen haben ihre gute Kinderstube vergessen (oder noch nie eine gehabt). Das Grüssen, sei es zum Tischnachbarn oder auf dem Flur, scheint ihnen abhanden gekommen zu sein. Viele gehen auch an Bediensteten vorbei, ohne einen freundlichen Gruss zu sagen. Wir riefen den Leuten immer ein freundliches „Buenos dias!“ (Guten Morgen) oder ein „Hallo“, das lustigerweise im Spanischen „hola“ heisst, zu. Das Personal war dann immer sehr erfreut.
 
Nun zu weiteren Beobachtungen: Am Abendessen (hier gab es reservierte Plätze) sass links von uns ein junges Pärchen am Tisch. Beim Essen stützte die sehr schick gekleidete Frau ihre beiden Ellenbogen auf den Tisch und führte die mundgerechten Bissen mit einer Gabel gelangweilt zu ihrem Mund. Ein anderer, der rechts von uns mit seinem Freund am Tisch sass, fuchtelte während der Gespräche immer mit dem Messer herum.
 
Eines Abends kam auch ein Fussballfan von Schalke 04 mit Baseballmütze und blauem Trikot in den Saal und speiste unter Freunden, die nicht gerade die Leisesten waren. Die Mütze liess er den ganzen Abend, aber auch am Tag im Pool-Restaurant, auf seinem Kopf.
 
Am vorletzten Tag nahm eine Gruppe Russen an einem langen Tisch Platz. Sie klappten ein Laptop auf und spielten Musik ab. Ich konnte nicht einsehen, was die sich anschauten. Vielleicht war es eine Striptease-Vorführung oder eine Musikdarbietung (ich hörte nur die Gesangeskünste einer Frau). Nach vielleicht 10 Minuten wurde das Gerät abgeschaltet. Vielleicht waren es Geschäftsleute, die auf der Suche nach Stripteasetänzerinnen waren oder zumindest hier in den Urlaubsgebieten solche Vorführungen studieren wollten.
 
Ein anderes Mal beobachtete ich während des Frühstücks 4 Frauen, die sich lautstark über ihre Nachterlebnisse unterhielten. Die machten sich ungemein lustig über die Anbaggerversuche so mancher Knaben in den Discos. Die Frauen schienen auch keinen „Kater“ zu haben, da sie sich sehr aufgeweckt unterhielten. Sie hatten wohl wenig Alkohol konsumiert, um nicht auf Alkoholisierte hereinzufallen.
 
Und noch ein Erlebnis. Eines Abends schrie ein junges Mädchen im Restaurant auf und sprang auf einen Stuhl. Grund war keine Maus, sondern eine Grille, die wohl über eines ihrer Beine gekrochen war. Der Vater zermalmte das Vieh mit einem Fusstritt, dann entfernte ein Kellner die Überreste mit einem Tuch.
 
Die Kathedrale war zu
„Fahren Sie nicht am Samstag nach Palma, da ist die Hölle los“, wurde mir von einer TUI-Reiseleiterin erklärt. Nun, da ich immer schon in Palma die Kathedrale (Catedral La Seu) aufsuchen wollte, plante ich die Reise nach Palma auf Sonntag. Es wurde mir auch geraten, mit dem Bus in die Inselhauptstadt zu fahren, da dieser sehr preiswert ist und alle 10 Minuten fährt. Für 1,10 Euro (einfache Fahrt) nahm ich die Gelegenheit wahr und machte mich auf den Weg. Ich wunderte mich, dass in Palma an diesem Sonntag nichts los war. Wie ich später in einem Reiseführer nachlesen konnte, ist dies an den Sonntagen immer so. Es sind nicht nur Geschäfte zu, sondern auch Bars und Restaurants, da die Einheimischen auf Ausflugstour ins Umland sind.
 
Aber das machte mir nichts aus, da ich in aller Ruhe die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen näher erkunden konnte. Der Bus brachte mich bis zur Plaça d´Espanya. Von hier aus fährt auch die Nostalgie-Eisenbahn „Roter Blitz“ nach Sóller (14 Euro für Hin- und Rückfahrt). Von der Plaça d´Espanya wanderte ich über die Rambla. Auf dieser Platanen-Allee sind an Werktagen viele Blumenstände aufgebaut. Wie ich mir sagen liess, ist dies ein Fest für die Augen. Aber an diesem Sonntag war davon nichts zu sehen. Also ging ich weiter und schlenderte durch enge Seitenstrassen, an alten Kirchen und Brunnen vorbei in Richtung Kathedrale. Einige der Seitengassen waren so eng, dass höchstens ein Pkw hindurchfahren konnte.
 
Als ich mich gerade in einer schmalen Gasse herumtrieb, hörte ich schon von weitem laute Frauenstimmen. Ich ging weiter und entdeckte auf einer Plaça 2 Frauen und 2 Männer, die sich lauthals unterhielten. Es waren deutsche Touristen aus dem Ruhrpott. Die eine rief mit einer kreischenden Stimme: „In dieser Gasse waren wir noch nicht.“ Da entgegnete die andere Frau: „Doch in dieser Pissgasse waren wir schon.“ Das unmögliche Benehmen dieser Leute ging mir auf die Nerven. Ich ging raschen Schrittes über den Platz und schlug mich wieder in stillere Gassen zur Kathedrale durch. Hier genoss ich wieder die Ruhe und Abgeschiedenheit ohne weitere Störungen.
 
Vor der Kathedrale ist der Palacio de la Almudaina. Es handelt sich um den ehemaligen Königspalast. Das Militär hat dieses Gebäude als Domizil erkoren. Der Palast dient aber auch dem spanischen König Juan Carlos zu Repräsentationszwecken.
 
Gegenüber dem Palast erhebt sich die imposante Kathedrale. Ich suchte verzweifelt den Eingang. Alle Türen waren verschlossen, sogar diejenige, die zum Museum führte. Ich war sehr enttäuscht als ich erfuhr, dass dieser bedeutendste Sakralbau der Balearen an Sonn- und Feiertagen wegen der Messen geschlossen ist. Was blieb mir anderes übrig, als am Montag nochmals nach Palma zu fahren. Ich wollte unbedingt diese Kirche von innen sehen, das Museum in Augenschein nehmen und in der Stadt einige Geschenke kaufen.
 
Grösser als der Kölner oder Mailänder Dom
Bei meiner 2. Reise war mir schon vieles vertraut. So war ich flugs auf dem Vorplatz der Kathedrale, ging in Richtung Museumseingang. Dort kaufte ich für 4 Euro ein Ticket. Und dann durfte ich in das Museum der Kathedrale eintreten. Das Museum befindet sich in 2 Kapitelsälen und im Erdgeschoss des Glockenturms.
 
Ich wurde förmlich von den Skulpturen, Gemälden und gotischem Silberwerk im Museum erschlagen. Kurz nach dem Eingang wurden die Blicke der Besucher auf eine riesige, vergoldete Monstranz gelenkt. Die Monstranz aus dem 16. Jahrhundert war zwischen 1 und 1,5 Meter gross. Eine solch riesige und prächtige Monstranz habe ich noch nie gesehen. In einem anderen Raum waren 2 grosse silberne Kandelaber aus dem 18. Jahrhundert und ein Reliquienschrein des Wahren Kreuzes aus dem 15. Jahrhundert ausgestellt.
 
Zum 1. Mal erblickte ich in meinem Leben auch 2 „Rimmonime“ aus dem 14. Jahrhundert. Es handelte sich hier um die ältesten noch erhaltenen Exemplare solcher Verzierungen des Schriftrollenstabes. Diese stammten aus der Synagoge Cammarate (Sizilien). Eine Sammlung von Truhen (eine davon war eine islamische aus dem 12. Jahrhundert) war eine weitere Bereicherung des Museums. In der Mitte des gotische Kapitelsaales entdeckte ich das Grab des letzten Gegenpapstes der Westkirche, Klemens VIII. (Gil Sánchez Muñoz). Er war von 1431 bis 1447 Bischof von Mallorca. Im herrlichen barocken Kapitelsaal konnte ich mich an Goldschmiedearbeiten und Elfenbeinskulpturen satt sehen. Nach all diesen Kostbarkeiten – ich staune immer wieder über den Besitzreichtum der Kirche –  wurden die Besucher in die Kathedrale geleitet. Da staunte ich schon wieder.
 
„Unsere Kathedrale ist ein einzigartiges Beispiel für den gotischen Baustil der mittelalterlichen Christenheit, den sie auf höchst beeindruckende und gelungene Weise verkörpert. Sie zählt zu den bemerkenswertesten und grossartigsten Bauwerken und Kulträumen, die je von Menschenhand erschaffen worden sind.“ Diese Zeilen las ich in einer kleinen Beschreibung mit dem Plan der Kathedrale, die jeder Besucher mit dem Ticket erhalten hatte.
 
Unglaublich sind die Masse der Kirche. Die Kathedrale ist 109,50 m lang und 33 m breit. Das Zentralschiff misst 75,50 m in der Länge und 19,50 m in der Breite. Die beiden Seitenschiffe ziehen sich über 86 m hin und sind 10 m breit. Das Hauptschiff ist 44 m und die Seitenschiffe sind 30 m hoch. Damit ist die Kathedrale grösser als die Dome und Kathedralen von Mailand, Köln, Barcelona und Toledo.
 
Sehr beeindruckend ist das Rosettenfenster über dem Presbyterium (Chorraum) an der Vorderfront der Kathedrale. Mit einem Durchmesser von 12,55 m ist die Rosette die grösste ihrer Art auf der Welt. Sie übertrifft die Rosette von Notre Dame in Paris (9,6 m im Durchmesser). Die grosse Rosette ist mit über 1200 einzelnen, bunten Glasstücken zusammengesetzt. Sie wurde 1375 während des Pontifikats des Bischofs Galiana geschaffen. Sie stürzte jedoch 1587 ein und wurde in 10-jähriger Arbeit vom Baumeister der Kathedrale, Gaspar Janer, wieder aufgebaut. Bis heute wurde die Rosette immer wieder restauriert.
 
Die zweitgrösste Rosette in der Nordfassade misst im Durchmesser 10,50 m. Vor 16 Jahren musste diese fast vollständig erneuert werden. Sie wirft ein vielfarbiges Licht auf die Innenwand des Hauptportals. Wer dieses Schauspiel erleben möchte, sollte am Vormittag die Kathedrale aufsuchen, weil dann die Sonnenstrahlen durch die Rosette gehen.
 
Aber die Kathedrale des Lichts, wie sie genannt wird, hat noch mehr zu bieten: Weitere 3 Rosetten (also insgesamt 5), 60 künstlerisch gestaltete Glaskunstfenster, 14 Kapellen in den Seitenschiffen, die grosse Orgel aus dem Jahre 1798 und die Kanzeln. Diese Kanzeln zu beiden Seiten des Presbyteriums in den Kirchenschiffen wurden ab 1529 von Juan de Salas geschaffen.
 
Viele Künstler haben am Ausbau der Kathedrale mitgewirkt. So auch der geniale Architekt Antoni Gaudi (1852–1926). Er verlegte unter anderem den Chor aus dem Mittelschiff ins Presbyterium, entfernte das grössere Altarbild, schuf einen Baldachin über dem Altar, gestaltete die Beleuchtung im Innenraum neu. „Mit Recht darf behauptet werden, dass Gaudi einen unleugbaren Erfolg erzielte, indem er die Kathedrale dem Licht öffnete“; dies konnte ich einem Kurzführer entnehmen. In der Tat ist die Kathedrale nicht düster, sondern es strömt Licht von allen Seiten in dieses Bauwerk hinein.
 
Flaniermeilen und plätschernde Brunnen
Nach Besichtigung der Kathedrale ging ich nochmals auf die Plattform vor diesem Bau (ich war schon beim 1. Besuch dort). Von hier aus blickte ich auf das Meer und den künstlichen See des Parc de la Mar, aus dem eine Wasserfontäne herausspritzt. Es war ein fantastischer Anblick. Kein Wunder: An diesem Tag herrschte herrliches Sommerwetter, und man hatte eine klare Sicht. Die Temperatur betrug übrigens am Sonntagnachmittag in Palma 34 °C und am Montag etwa zur gleichen Zeit 31 °C. Im Schatten und unter der leichten Brise vom Meer waren die Temperaturen sehr gut zu ertragen.
 
Dann ging es auf anderen Wegen zum Busbahnhof zurück. Ich durchschritt den Passeig des Born, eine der Flaniermeilen mit plätschernden Brunnen, und auch einige der Einkaufsstrassen von Palma. Hier kann man sein Geld loswerden. Es gibt jede Menge Lederwaren, Korbwaren, Kosmetik, Keramik, Glaswaren, Stoffe, Süssigkeiten, Mallorca-Lebensmittel, Schmuck, Uhren, Designer-Klamotten und vieles mehr.
 
Nachdem ich einige Geschenke für die Enkel besorgt hatte, ging es wieder mit dem Bus nach Playa de Palma zurück. Ich staunte nur über den Busfahrer, der mit einer affenartigen Behendigkeit seinen Bus durch die oft engen Strassen und durch den Kreisverkehr sicher steuerte. Es waren bestimmt 25 Stationen von Palma bis zu unserem Hotel. Die Busse waren klimatisiert und meistens rappelvoll.
*
Achtung vor Nelkenfrauen!
In den TUI-Reiseführern wird immer wieder vor Taschendieben, Nelkenfrauen und Hütchenspielern gewarnt. Die Nelkenfrauen stecken den ahnungslosen Touristen eine Nelke ins Knopfloch. Vor so viel Freundlichkeit zücken viele ihre Geldbörse. Im Trubel des Ereignisses bemerken dann die Touristen erst später, dass Geld aus der Börse entwendet wurde.
 
Die Hütchenspieler ihrerseits präsentieren 3 Nusshälften, verstecken ein Kügelchen in eine Nusshälfte und bewegen diese blitzschnell auf einem Tischchen. Die Einsätze belaufen sich von 20 bis 50 Euro. Die Gewinnaussichten sind hier gleich Null.
 
Auf meinen Ausflügen, aber auch im Urlaubsort, bekam ich weder Nelkenfrauen, noch Hütchenspieler zu Gesicht. Es gab jedoch in Playa de Palma etliche Afrikaner, die Designer-Sonnenbrillen (die natürlich keine waren) anboten.
 
Die Reisespezialisten warnten uns auch vor Handtaschen- und Kofferdieben. So wurden wir angehalten, unsere Koffer beim Einstieg in den Bus so lange im Auge zu behalten, bis der Busfahrer diese verstaut hatte. Auch beim Ausstieg sollte man wachsam sein. Es wurde uns dringend geraten, Wertgegenstände, Ausweise und Tickets im Hotelsafe zu deponieren.
 
Kleines Fazit
Es war für uns ein erholsamer Urlaub bei angenehmen Temperaturen. Das Essen war hervorragend und eine Abwechslung zur deutschen Kost. Es gab jede Menge mallorquinische und spanische Spezialitäten zum Futtern.
 
Mallorca ist eine Reise wert. Man muss nur die Schönheiten der Insel, sprich das faszinierende Innenleben von Mallorca, wie dies Walter Hess in dem Artikel „Lohnt es sich, nach Mallorca zu reisen?“, sehr treffend zum Ausdruck gebracht hat, entdecken. Leider konnten wir wegen der Kürze des Urlaubs nicht in das Landesinnere reisen. Wir trösteten uns mit der Tatsache, dass es auch in den Touristenhochburgen schöne, stille und faszinierende Fleckchen zu entdecken gibt. Wir wanderten beispielsweise durch stille Gassen (kein Mensch kam uns entgegen) in der Nähe unseres Hotels und bewunderten die herrlichen Hisbiscus-, Oleander- und Bougainvillea-Pflanzen an den Zäunen und Gärten oder sahen Katzen mit ihren Jungen in Vorgärten herumtollen. Wir konnten sogar das Vogelgezwitscher geniessen und uns am Abend am Vollmond erfreuen.
 
Wir sahen aber auch Hindernisse auf den Gehwegen. So entdeckten wir einen dicken Baum, der aus einem Gehweg herauswuchs. Paula meinte noch, vielleicht sei der Baum schon vor dem Gehweg dagewesen. Auch so manche Laterne tauchte plötzlich vor uns auf. Nüchterne konnten diese Hindernisse mit Leichtigkeit „umschiffen“. Interessant waren auch alte Autos, die in den Seitengassen „entsorgt“ wurden, das heisst, sie wurden einfach abgestellt und rosten nun vor sich hin. Ein völlig verstaubtes Auto mit einem intakten Nummernschild und einer eingeschlagenen Seitenscheibe stand wohl schon lange dort. Die Instrumente im Armaturenbrett waren alle ausgebaut.
 
Die Nachtschwärmer und Alkoholisierten hatten für solche Dinge kein Interesse. Ihr Blick für das Schöne war im wahrsten Sinne des Wortes getrübt. Sie werden höchstens vom Innenleben eines Masskruges und von den Partys fasziniert gewesen sein. Zu Hause berichten sie dann sicherlich euphorisch von Saufgelagen, von Happy Hour, vom Freibier, von den Partys im Mega-Park und anderswo und auch vielleicht von den zahlreichen „Katern“ und zweifelhaften oder fingierten Eroberungen.
 
Literatur
Nana Claudia Nenzel: ADAC Reiseführer „Mallorca“, 2007.
TUI-Reiseführer „Mallorca“ (Infos, Tipps, Ausflüge)
„Die Kathedrale von Mallorca“, illustrierter Kurzführer in Farbe, 2006.
 
Internet
 
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