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BLOG vom 10.11.2008


Für Lebenskünstler: Vital, gesund, schön bis ins hohe Alter
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
„Welche Freude, wenn es heisst: Alter, du bist alt an Jahren, blühend aber ist dein Geist.“
(Gotthold Ephraim Lessing)
*
„Altsein ist eine ebenso schöne Aufgabe wie Jungsein.“
(Hermann Hesse)
*
„Das Essen bekommt man im Supermarkt, die Gesundheit beim Arzt und das Geld auf der Bank.“
(Äusserung eines Kinds, das begriffen hat, wie das Leben eingerichtet ist)
*
Am 07.11.2008 hielt ich den Vortrag „Vital, gesund und schön bis ins hohe Alter“ im Pfarrsaal der Katholischen Kirche in Todtnauberg D. Der Verein „Gemeinde 60 plus“, der seit 25 Jahren besteht, wird von Pfarrer Franz Hillig, Christel Burghart, Sylvia Schneider und Beate Schubnell geleitet. Alle 6 Wochen findet eine Veranstaltung statt. Entweder trifft man sich zu Kaffee und Kuchen im Pfarrsaal, oder man macht einen Ausflug, besucht Vorträge oder veranstaltet einen Adventsnachmittag mit der Trachtengruppe aus Todtnauberg.
 
An diesem herrlichen Nachmittag fanden sich 20 Personen (16 Frauen, 4 Männer) ein, um meinen Worten zu lauschen. Wie mir Frau Schneider erzählte, kommen bis 30 Personen, besonders dann, wenn vorher eine Messe gelesen wird oder der Pfarrer anwesend ist.
Vor meinen Ausführungen stärkte ich mich noch mit einem vorzüglich schmeckenden Apfelkuchen und Kaffee.
 
Lebendigkeit und Lebenslust
Während des Vortrags zeigte ich etliche Folien mit einem Tageslichtprojektor. Das kommt immer gut an. Bei Referaten zum Thema Heilpflanzen zeige ich zusätzlich noch einige schöne Dias.
 
Nach einer kurzen Begrüssung durch Sylvia Schneider startete ich mit 2 kleinen Anekdoten, und dann folgte ein kurzer Abriss zum Thema Vitalität. 
 
Ein vitaler Mensch zeichnet sich durch Lebendigkeit, Lebenslust und Lebenskraft aus. In diesem Vortrag stellte ich die Frage, wie wir die Vitalität auch im Alter erhalten können. Dies ist nicht immer leicht, da unsere Vitalität durch viele Einflüsse gemindert wird. Sehr negativ wirken sich Krankheiten (Allergien, Jahreszeitdepressionen), Schmerzen, Reizüberflutung, Jet-Lag, Lärm, zu viel Alkohol und Nikotin, Mobbing, Beziehungsstress und Einsamkeit auf die Vitalität aus. Wir können jedoch durch kleine Änderungen in unserem Leben die Vitalität erhalten. Sie muss erarbeitet, gepflegt und bewahrt werden. Von grosser Bedeutung sind eine positive Lebenseinstellung, ein Glauben, Umgang mit Freunden, Betreuung von Enkeln, eine ausreichende Bewegung und ausgeglichene Ernährung. Ein wichtiger Leitspruch lautet:
 
„Sei liebevoll zu Deinem Körper, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen!“
 
Bevor ich auf das Anti-Aging-Programm einging, trug ich einige Bemerkungen zur älteren Generation vor.
 
Ältere werden gebraucht
„Ältere Menschen sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar, und sie sind bereit, sich einzubringen für die Allgemeinheit.“ Dies sagte 2006 die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, anlässlich des Tages der älteren Generation. Der Gedenktag, der jedes Jahr im April begangen wird, soll an die grossartige Leistung, sei es in Familie, Beruf oder im freiwilligen Engagement älterer Personen erinnern. Das Potenzial des Alters wird immer bedeutungsvoller, da es immer mehr ältere Menschen gibt.
 
Heute leben die Menschen in Deutschland 30 Jahre länger als vor 100 Jahren. Bis 2030 wird bereits jeder 3. Bundesbürger älter als 60 Jahre alt sein.
 
Erst kürzlich besuchte ich den Vortrag „Wie werden die Deutschen 2030 leben?“ des „Zukunftspapstes“ Prof. Horst W. Opaschowski. Dabei betonte er, dass die Übergänge in den Ruhestand flexibler und individueller erfolgen, viele Senioren lange arbeiten und im Ruhestand dazuverdienen wollen. Später freut sich die Generation 80 plus auf ein erfülltes Leben mit Sinn- und Serviceangeboten rund um die Uhr. Im Alter gibt es dann vermehrt Senioren-WGs und generationsübergreifende Wohnmodelle. Das ist heute auch schon möglich. So kauften kürzlich 8 ehemalige Altersheiminsassen (der Älteste ist 92 Jahre alt) in Hamburg eine Villa. Jetzt leben sie dort in einer WG, sind glücklich und zufrieden.
 
Was können wir heute schon als Ruheständler unternehmen? Für diese (uns) gibt es genügend Möglichkeiten, etwas Sinnvolles zu tun. Wer gern reist, wird reisen, wer sich weiterbilden möchte, wird Sprach- und andere Kurse besuchen. Wer kreativ sein möchte, wird in Töpfer- und Malkursen seine Erfüllung finden. Wer Enkelkinder hat, wird sie ab und zu hüten. Wer noch eine gehörige Portion grauer Zellen sein eigen nennen darf, kann sich in einer Senioren-Universität oder an Volkshochschulen weiterbilden. Wer sein Fachwissen weitergeben möchte, dem bieten sich Vorträge oder Beratungen an. Ältere können so jungen Firmengründern wertvolle Tipps geben.
 
Auch gibt es genügend Möglichkeiten, etwas Sinnvolles für das Gemeinwohl zu tun. So kann er sich in einem Verein engagieren oder für nicht genügend mobile Menschen einkaufen gehen oder Ausflugsfahrten organisieren. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Im Internet sind unter www.senioren-initiativen.de mehr als 1200 Initiativen aufgeführt.
 
Gesund bleiben bis ins hohe Alter
Gesund bis ins hohe Alter ‒ das ist kein Wunschtraum. Das folgende Anti-Aging-Programm bringt ungeahnte Vorteile:
 
Wie die Baltimore-Studie ergab, konnte ein leichtes Übergewicht als Risikofaktor für einen frühen Tod nicht bestätigt werden. Im Gegenteil, die gering Übergewichtigen lebten am längsten. Extremes Unter- oder stärkeres Übergewicht erwies sich jedoch als Risikofaktor. Bei vernünftigem Abnehmen wird der Blutdruck reguliert; es kommt zu einer geringeren Neigung zu Herzinfarkt, Diabetes, Fuss-, Gelenk- und Beinbeschwerden.
 
Tipp: Abnehmen ohne Frust und Krampf beispielsweise mit einer Kurkombination mit Frischpflanzen-Presssäften.
 
Wahl einer gesunden Ernährung
„Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Wenn der Städter seine Nahrung kennen würde, dann wäre er gerne Bauer.“
 
Dieser Spruch sagt eine ganze Menge aus. Die heutige Fast-Food-Generation nimmt sehr häufig Fertiggerichte auf, die viele Zusatzstoffe enthalten. Die Fertigkost ist konserviert, aromatisiert und gefärbt. Wir wissen heute, dass hauptsächlich künstliche Farbstoffe Kinder überaktiv, Geschmacksverstärker dick und Enzyme krank machen. Deshalb die Forderung nach einer natürlichen Bio-Kost. Welche Nahrung ist empfehlenswert?
 
Bewährt hat sich eine gut zusammengestellte vegetarische Kost, Vollwertkost oder Mittelmeerdiät, die viel Gemüse und Obst enthält. Gemüse und Obst sind reich an Mineralstoffen, Ballaststoffen, Vitaminen und Antioxidantien. Die mediterrane Kost weist darüber hinaus auch ausreichend Omega-3-Fettsäuren auf. Mit den genannten Kostformen werden ein hoher Sättigungswert, eine Stärkung des Immunsystems, eine Erhöhung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, eine Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten und eine geregelte Verdauung erreicht.
 
Fazit einiger grosser Studien: Wer mehrmals in der Woche etwa 30 g Nüsse zu sich nimmt, senkt sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 18 bis 51 %. Nüsse enthalten nämlich günstige Fettsäuren und schützende Inhaltsstoffe wie Vitamin E, Folsäure, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
 
Wichtig ist, dass sich Senioren genügend Flüssigkeit zuführen. Bei Flüssigkeitsmangel verdickt sich das Blut, die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen ist nicht mehr optimal. Es stellen sich Verwirrtheitszustände ein, die bei Flüssigkeitszufuhr wieder verschwinden.
 
Tipp: Mediziner empfehlen etwa 1,5 bis 2 Liter täglich in Form von gutem Leitungswasser, Mineralwasser, verdünnten Fruchtsäften, Gemüsesäften, ungesüssten Früchte- oder Kräutertees, Molke, Buttermilch und Milch. Alkohol sollte man sich nur in geringen Mengen zuführen.
 
Brainfood für Senioren
Das Kurzzeitgedächtnis und die Reaktionsfähigkeit lassen im Alter nach, während das Langzeitgedächtnis oft hervorragend funktioniert. Durch eine gesunde Ernährung (Vollwertkost) und durch Aufnahme von Gehirn-Aktiv-Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Lecithin, Phosphatidylserin) kann man die geistige Leistungsfähigkeit bzw. die Funktionsfähigkeit des Gehirns in jeder Altersstufe erhalten.
 
Dazu eine neuere Untersuchung des Rush University Medical Centers in Chikago (Neurology 2006; 67:1370‒1376): 3700 Personen über 65 Jahre wurden über 6 Jahre auf die Gedächtnisleistung getestet. Die Teilnehmer mussten auch die Ernährungsgewohnheiten offenbaren. Dabei kam Erstaunliches heraus. Die Teilnehmer, die 2 Portionen Gemüse am Tag zu sich nahmen, hatten eine erstaunliche mentale Fitness im Alter. Der Unterschied zwischen den Gruppen betrug 40 %. „Diese Verlangsamung ist vergleichbar mit einer Verjüngung um 5 Jahre“, erklärte Martha Clare Morris, Leiterin der Studie. Es kam heraus, dass sich besonders grünblättrige Gemüsesorten und Salat effektiv auf die Gedächtnisleistung auswirkten. Obst hatte überraschenderweise keinen Einfluss. Es liegt sicherlich an der Zusammensetzung des Gemüses und der Zubereitung von Salaten mit gesunden Ölen. Diese Fette erhöhen die Aufnahme von Vitamin A aus Beta-Carotin und Vitamin E.
 
Es ist manchmal erstaunlich, welchen Blödsinn so manche selbsternannte Forscher von sich geben. So behauptete im Januar 2007 der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, dass Pommes gesünder seien als Salat. Salat enthalte nämlich den Nährwert eines Glases Wasser mit einem Papiertaschentuch darin.
 
„Medical Mirror“ (www.medical-mirror.de) führte kürzlich die 10 gesündesten Wintergemüse auf. An der Spitze der Gemüse steht der Feldsalat, dann folgen Grünkohl, Rosenkohl, Randen, Rotkohl, Schwarzwurzeln, Knollensellerie, Kohlrübe, Weisskohl und Wirsing. Der Feldsalat enthält 4 Mal mehr Beta-Carotin als Kopfsalat, viel Vitamin C, Eisen und Magnesium.
 
Schutzstoffe und Radikalenfänger zuführen
Besonders wichtig sind Coenzym Q10, bioaktive Stoffe, Vitamin E, Vitamin C, Beta-Carotin (zusätzliche Beta-Karotin-Zufuhr nicht bei Rauchern!), Aminosäuren, Magnesium, Selen und Zink.
 
Tipp: Empfehlenswert sind Nahrungsmittel mit bioaktiven Stoffen wie zum Beispiel Tomaten, Sojabohnen, Nüsse, Getreide, Weizenkeime, Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Kohl. Es gibt auch eine ganze Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln, welche die genannten Schutzstoffe enthalten.
 
Toxische Belastungen minimieren
Wir müssen für eine saubere Umwelt sorgen, den Verzehr von Wildpilzen und Innereien reduzieren, das Rauchen aufgeben, Passivrauchen vermeiden.
 
Durch eine Reduzierung der Schadstoffe (alle kann man in der heutigen Zeit nicht eliminieren) erreicht man eine geringere Bildung von freien Radikalen, eine Vermeidung von Organ- und Nervenschäden, Erhaltung von Enzymsystemen und eventuell eine Verhinderung von Autoimmunkrankheiten.
 
Tipp: Essentielle Spurenelemente (Selen, Zink), und Vitamine (C, E, Beta-Karotin) entfalten eine Schutzwirkung.
 
Schädlichen Stress abbauen
Wichtig ist die Reduzierung oder Vermeidung von Stressoren. Dazu gehören auch psycho-soziale Stressoren, Lärm- und Klimastress, mikrobielle oder allergische Belastungen, Mobbing, Zeitdruck oder Ängste.
 
Tipp: Empfehlenswert sind Entspannungsübungen wie Autogenes Training, Atemübungen, Muskelentspannung nach Jacobson, Eutonie, Joga und Beten. Wer sich von seelischem Müll befreien möchte, sollte Aussprachen herbeiführen und negative Gedanken durch positive ersetzen, ohne die kritische Haltung aufzugeben.
 
Gesunden Schlaf anstreben
Im Alter nehmen die Schlafzeit und der REM-Anteil (also die Traumphasen-Anteile) ab.
 
Tipp: Wer schlecht schläft, der kann Folgendes machen: Entspannungstechniken anwenden, geistig-seelische Ausgeglichenheit anstreben, für körperliche Ermüdung sorgen, geringe Belastung des Stoffwechsels. Es gibt auch exzellente Heilpflanzen (Melisse, Baldrian, Hafer, Hopfen, Lavendel, Johanniskraut, Passionsblume), die einen gesunden Schlaf bringen. Die pflanzlichen Einschlafhilfen, die sich durch eine gute Verträglichkeit und Wirksamkeit auszeichnen, werden einzeln oder in Kombination angewandt.
 
Körperliche Abwehr stärken
Heilkräuter spielen in der Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten eine bedeutende Rolle. Sie sind befähigt, unser oft geschwächtes Immunsystem rechtzeitig zur bevorstehenden kalten Jahreszeit auf Trab zu bringen, indem sie die Produktion von Abwehrzellen fördern. Die Kräuter machen robuster gegen die Angriffe der Mikroorganismen, können aber bei einer schon ausgebrochenen Erkältungszeit die Beschwerden abmildern und die Erkrankungszeit verkürzen.
 
Bewährt haben sich folgende Heilkräuter: Echinacea (Sonnenhut), Taigawurzel (Eleutherococcus), Baumflechten, Kittharz der Bienen (Propolis), Holunder- und Lindenblüten.
 
Unter den immunstimulierenden Heilkräutern nimmt die Echinacea einen Spitzenplatz ein. Patienten und Mediziner berichten immer wieder von den guten Erfolgen mit Echinacea (Sonnenhut). Mit einer Folie, die ich von der Firma Bioforce erhielt, konnte ich eindrucksvoll zeigen, wie ein Echinacea-Präparat (Echinaforce®) wirkt. Prophylaktisch gegeben reduziert es die Wahrscheinlichkeit einer Erkältung um 58 %. Bei einer Akutbehandlung wurde eine Reduzierung der Erkältungsdauer um 1½ Tage beobachtet.
 
Tipp: Man sollte mit der Einnahme von Echinacea schon einige Wochen vor Beginn der Erkältungszeit beginnen. Wer das versäumt hat, kann bei den ersten Anzeichen einer Erkältung das Mittel einnehmen.
 
Training für Körper, Geist und Seele
Sport beeinflusst die normalen Altersvorgänge nicht, eignet sich aber hervorragend dazu, Krankheiten wie Herzinfarkt, Angina pectoris, Diabetes Typ 2, Osteoporose oder Bluthochdruck, vorzubeugen. Sport bewirkt eine Senkung des „schädlichen“ LDL-Cholesterins. Das als Schutzfaktor gegen Gefässerkrankungen geltende „gute“ HDL-Cholesterin wird dagegen erhöht. Sport bewirkt auch eine Reduzierung von Ängsten, Depressionen, Spannungen und macht widerstandsfähiger gegen Stress.
 
Tipp: Eine körperliche Betätigung, die der persönlichen Leistungsfähigkeit entsprechen sollte, ist anzustreben. Geeignet sind Radfahren, Tanzen, Schwimmen, Gymnastik, Ski-Langlauf, Wandern, Walking und Nordic-Walking. Wichtig sind auch Freude, positives Denken, ohne ein gesundes Mass an Kritik aufzugeben, ein zufriedenstellendes Liebesleben, Entspannung und Gedächtnistraining.
 
Bei den Recherchen zu meinem Buch „A. Vogel – Aktiv gegen Rheuma“ (Verlag A. Vogel, Teufen CH) sprach ich mit Menschen, die unter Arthrose und anderen Krankheiten litten. Immer wieder war ich erstaunt, wie diese Menschen durch ihre positive Einstellung mit ihrem Leiden umgingen und Aktivitäten an den Tag legten, die man bei trägen und noch gesunden Menschen nicht findet.
 
Wandern ist nicht nur Balsam für die Seele
Für mich persönlich ist das Wandern sehr wichtig. Vor vielen Jahren, als ich den Westweg von Pforzheim nach Basel absolvierte, entdeckte ich einen Spruch, der im Hüttenbuch der Ortsgruppe Gutach von einem 12-Jährigen niedergeschrieben wurde. Er lautete: „Froh zu sein bedarf es wenig, doch wer wandert, der ist König.“ Diese Worte habe ich bei meinen Wanderungen immer wieder bestätigt gefunden.
 
Wandern stärkt Herz und Kreislauf, die Lunge, erhöht die Widerstandsfähigkeit, baut schädlichen Stress ab, stärkt die Muskeln und das Stützgerüst. Das Risiko, an Infarkt, Krebs und Diabetes zu erkranken, nimmt um mehr als 50 % ab.
 
Wandern ist in unserer hektischen Zeit ein gesunder Ausgleich. Wir alle müssen etwas gegen den Ungeist unserer Zeit unternehmen. Reissen Sie sich vom Fernseher, Computer oder Auto los, wandern hinaus, und erleben Sie die Natur hautnah. Sie werden erstaunt sein, welch ein überwältigendes Naturschauspiel, das Ihnen kein Film bieten kann, Sie dann immer wieder erleben werden.
 
Übertriebenen Sport meiden!
Ich warne vor übertriebenen sportlichen Aktivitäten. Es gibt immer wieder ältere Menschen, die ohne Training und mit gesundheitlichen Problemen der Mitwelt zeigen möchten, wie fit und „jung“ sie noch sind. Immer wieder kommt es zu dramatischen Vorfällen während einer solchen sportlichen Betätigung. In der Vergangenheit brachen Ältere bei Skilangläufen oder Marathonläufen mit Herzinfarkten zusammen. Aber es kann auch Ausdauersportler treffen. So starb in der letzten Oktoberwoche 2008 ein 52-jähriger D-Rheinfelder Stadtrat beim Joggen.
 
Das wahnsinnige Herumlaufen bringt nicht so viele gewonnene Lebensjahre, wie immer behauptet wird. Prof. Opaschowski sagte dazu dies: „Wenn Sie 2 Lebensjahre zur durchschnittlichen Lebenserwartung dazu gewinnen wollen, dann müssen sie 1,5 Jahre laufen. Die sportlich Aktiven sterben dann allerdings gesünder.“
 
Prof. Opaschowski sagte auch, dass nach der Fitnessbewegung die Wellnessbewegung auf uns einstürmte. Aber auch hier sind Übertreibungen an der Tagesordnung. So gibt es Menschen, die nicht genug davon bekommen. Sie drehen ihre Runden im hoteleigenen Schwimmbad, gehen in die Sauna, besuchen den Whirlpool, lassen sich massieren und pflegen und dann joggen sie auch noch. Wellness bedeutet für diese auch Stress.
 
Giorgio Pasetti sagte einmal dies: „Die gesündeste Turnübung ist das rechtzeitige Aufstehen vom Esstisch.“
 
Ganzheitliche Körperpflege
Wichtig ist, dass wir unseren Körper, auch im intimen Bereich, regelmässig pflegen. Die Körperhygiene ist nicht nur in jungen Jahren, sondern besonders im Alter von grosser Bedeutung. Erst kürzlich wurde ein Bauer in der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ fündig. Er verstand sich zunächst vortrefflich mit der Frau, dann schickte er sie wieder nach Hause. Er begründete seine Entscheidung damit, dass „sie müffelte“.
 
Was passiert mit der Haut, wenn wir sie richtig pflegen?
 
Die Haut bleibt länger gesund, frisch, schön und geschmeidig, wird besser durchblutet, zeigt eine geringere Faltenbildung. Die ganzheitliche Körperpflege ist Balsam für die Seele und steigert das Selbstbewusstsein.
 
Tipp: Empfehlenswert ist eine Körperpflege von innen und aussen, mässige Bräunung, Atemübungen, Pflege durch eine Kosmetikerin, sinnvolle Wellnesskuren und die Aufnahme von Schutz- und Wirkstoffen.
 
Wir können also eine ganze Menge tun, um den Alltag im Alter sinnvoll zu gestalten und um gesund zu bleiben. Wichtig ist, dass der Mensch gerade auch im reiferen Alter seine eigene Befriedigung und Selbstbestätigung findet. Er wird dann glücklich und zufrieden sein – und gesund bleiben.
 
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