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BLOG vom 10.08.2009


Pamplona: Stierhatz mit Unterstützung durch fromme Padres
Autorin: Lislott Pfaff, Schriftstellerin, Liestal CH
 
Er rennt in wilder Panik durch die engen, menschenverstopften Gassen, die Augen angstweit geöffnet, die Nüstern gebläht, das Fell schweissnass, so rennt er, der Stier von Pamplona (Nordspanien), und versucht, seinen Quälgeistern zu entkommen. Aber es gibt kein Entrinnen: Von vorn, von hinten, von allen Seiten bedrängen ihn die Männer in ihren rotweissen Kostümen, packen ihn an den Hörnern. Jetzt springt einer von ihnen auf den Rücken des Stiers, dieser schüttelt ihn ab, stampft über eine am Boden liegende Gestalt … Das Kopfsteinpflaster in den Gassen ist feucht, der Stier rutscht aus, geht nieder auf die Knie, rappelt sich in Todesangst wieder auf. Verfolgt von den Schreien der Zuschauermassen, von der Litanei der betenden Priester, geht er auf einen der Weissgekleideten los mit seinen Hörnern, aber die sind eingewickelt in Stoffhüllen, stumpfe Waffen, die ihm nichts mehr nützen.
 
Endlich endet die Hatz in der Arena. Dort jedoch geht die Qual weiter: Spitze Speere, gegen die er sich nicht wehren kann, bohren sich in den Körper des Stiers. Aus hundert Wunden blutend, bricht er schliesslich zusammen. Dann der triumphierende Todesstoss des Toreros – Caramba!
 
Hinweis auf ein weiteres Blog zu Pamplona
 
Hinweis auf einen Textatelier.com-Artikel von Lislott Pfaff
 
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