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BLOG vom 20.10.2009


Vor und nach dem Mauerfall (I): Im DDR-Gefängnis der Stasi
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
Als viel über den Berliner Mauerfall vor 20 Jahren (vom 9. auf den 10.11.1989) in der Presse und im Internet berichtet wurde, erinnerte ich mich noch lebhaft an meine Reise 1991 in die Ex-DDR. Ich fuhr damals mit dem Zug nach Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Dort traf ich mich mit Jürgen W. aus Schopfheim, der mit dem Auto voraus reiste und an seinem Geburtsort Verwandte besuchte. Mit von der Partie war auch seine Frau Ruth. Nach einer Woche fuhr ich mit dem befreundeten Ehepaar zurück.
 
Wir erkundeten nicht nur Magdeburg, sondern fuhren in die nähere und weitere Umgebung. Da es damals noch kein Textatelier.com gab, kam ich auf die Idee, ein Fotoalbum mit den Bildern und Texten zu füllen. Ein Exemplar erhielt mein „Reiseführer“ Jürgen. Dieses Album sah ich mir jetzt wieder an und da kam ich auf die Idee, die Erlebnisse in Blogs zu verewigen. Auch kramte ich das sehr erschütternde Buch „Ausreiseantrag“ von Waltraud Krüger, das ich damals genau studierte, aus meiner Bibliothek hervor, um es nochmals zu lesen. Im 3. Teil werde ich über das Martyrium der Autorin berichten.
 
In mein Album klebte ich auch eine herrliche Karikatur von Haitzinger ein. Da ruft Erich Honecker, der in einem führerlosen Eselskarren auf einen Abgrund zurast: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“ Ein Ochse und ein Esel, der gerade sein grosses Geschäft macht, ruft: „Wir denken gar nicht dran.“
 
Erlebnisse in Magdeburg
In Magdeburg nächtigten wir übrigens bei einer Cousine von Jürgen. Von hier aus starteten wir Besichtigungen und Exkursionen.
 
In Magdeburg (www.magdeburg.de), das heute 230 000 Einwohner hat, besichtigten wir den Dom. Er war damals stark verrusst. Er gilt als die 1. deutsche Kathedrale nach französischem (gotischem) Vorbild. Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahre 1209. 1926 entdeckten Archäologen eine ottonische Krypta, die ausgegraben wurde. Wenn man in den Dom eintritt, ist man von der Grösse und Weite überrascht. Sehr viele Plastiken aus vielen Epochen sind hier vereint. Nennen möchte ich die 1240 geschaffenen Figuren der Heiligen Katharina und des Heiligen Mauritius im Hohen Chor.
 
Eine Besonderheit ist das Taufbecken aus ägyptischem Rosenporphyr. Dieses Becken war ursprünglich ein Springbrunnen, und soll nach einer Überlieferung von Otto I. aus Ägypten mitgebracht worden sein.
 
Im Dom befindet sich auch der aus dem Vorgängerbau überführte und original erhaltene Sarkophag des 1. deutschen Kaisers Otto der Grosse (Otto I.). Bei der Graböffnung 1844 fand man ein Skelett und die Kleidung.
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An einem Portal des Doms befinden sich die Plastiken der 10 klugen und törichten Jungfrauen, von unbändiger Freude bis zu tiefer Verzweiflung.
 
Während des 30-jährigen Kriegs wurde der Dom vor einer Zerstörung bewahrt. Zeitweise flüchteten bis zu 4000 Bürger in den Dom. 1810 wurde das evangelische Domkapitel aufgelöst. Der Dom diente zeitweise als Warenmagazin und als Schweine- und Schafstall. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der Dom derart marode, dass man einen Abriss in Erwägung zog. Diese Pläne wurden jedoch verworfen. Die 1. Restaurierungen wurden 1826 bis 1834 durchgeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Dom erst wieder 1955 nutzbar. Nach 1992 folgten dann weitere Restaurierungen, insbesondere Ausbesserungen von umweltbedingten Schädigungen.
 
Am 15.04.1993 war übrigens der Erstausgabetag der Rollenmarke „Magdeburger Dom“ (200 Pfennig).
 
Das Wahrzeichen der Stadt ist der „Magdeburger Reiter“. Das Standbild auf dem Alten Markt ist jedoch eine Kopie, weil das Original wegen der Luftverschmutzung zu sehr gelitten hat. Das Original steht heute im Kulturhistorischen Museum.
 
Im Museum für Naturkunde, das heute 250 000 Objekte hat, entdeckte ich einen grünen Kachelofen aus dem 16. Jahrhundert, dann eine Duftvase aus Meissen von 1893. Von dieser überdimensionalen Vase sind nur 2 Exemplare bekannt. Sehr interessant fand ich die bunt schillernden Schmetterlingspräparate (exotische Schillerfalter, Vogelfalter). Darüber hinaus gibt es viele Objekte aus den Gebieten der Geologie, Mineralogie, Paläontologie, Botanik und Zoologie.
 
Für Museen, Gedenkstätten und Sammlungen der Stadt Magdeburg brauchte ich eine Fotogenehmigung für 0,50 DM. Blitzgeräte und Stative durften nicht verwendet werden. Ich benutzte jedoch den Blitz, immer dann, wenn keine Aufsichtsperson in der Nähe war.
 
Am 16.01.1945 kam ein Unglück auf die Stadt zu. An diesem Tag wurden 90 % der Altstadt durch einen Luftangriff zerstört. 16 000 Tote waren zu beklagen. Gemessen an der Zahl der Toten war es der fünftschwerste Angriff auf eine deutsche Stadt im Zweiten Weltkrieg.
 
Heruntergekommene und restaurierte Häuser
1991 waren viele Häuser in einem katastrophalen Zustand. Von den 130 254 Wohnungen in Magdeburg waren 15 % ‒ also etwa 19 500 – unbewohnbar! 37 000 hatten keine Innentoilette und 32 000 kein Bad. In besonders heruntergekommenen Häusern waren die Wände feucht und schimmlig. Die Farbe blätterte zentimeterdick von den Wänden. Elektroleitungen waren nicht unter Putz, Kabel ragten zum Teil unisoliert aus der Wand. Manche Bewohner mussten die Toilette mit 2 Nachbarn teilen. Ratten und Mäuse huschten durch die Hausflure. Wir gingen in die Heidestrasse und besichtigten diverse Häuser. Die Hauseingänge waren verdreckt, die Hausflure und Hinterhöfe finster und unansehnlich. Ein junger Mann, den wir in einem Haus antrafen, zeigte uns die gemeinschaftlichen Toiletten im Erdegeschoss. Er schloss eine Tür auf, und dann sahen wir die Bescherung: Die Schüssel war demoliert und ein Berg Abfall war dort verteilt. „Die anderen sind besser in Schuss“, meinte er mit einem sarkastischen Unterton. Wie er uns weiter erzählte, funktioniert die Wasserspülung in den Toiletten nicht. Jeder muss einen Eimer Wasser mitbringen. Seine Wohnung ist auch in einem katastrophalen Zustand. „Ab 1. Oktober soll ich 187 Mark zahlen für dieses Dreckloch“, bemerkte er entrüstet. Vorher zahlte er nur 40 Mark.
 
In einigen Häuserfassaden sahen wir Einschusslöcher aus dem Zweiten Weltkrieg (z. B. in der Hallischen Strasse).
 
Im Zentrum von Magdeburg, also dort, wo viele Touristen hinkommen, sahen wir 1991 schon etliche schön restaurierte Häuser. In den Vororten Salbke, Sudenburg, Cracau und Buckau waren dagegen nur wenige „aufpoliert“.
 
Heute sind zum Glück die mit Stuckarbeiten, Säulen und Balkonen versehenen ehemaligen Patrizierhäuser, wieder restauriert. Die historisch wertvollen Stadtkerne fielen zum Glück nicht der „Spitzhacke“ zum Opfer.
 
Ein sozialistisches Einheitsgefährt
In den Seitenstrassen von Magdeburg waren viele abgestellte Trabis (Trabant, eine PKW-Baureihe aus der DDR) zu sehen, darunter auch ausgeschlachtete und vergammelte Autos. Die Vehikel wurden einfach von ihrem früheren Besitzer irgendwo abgestellt.
 
Ganz lustig ist die Definition eines Trabis: Vierräderiges, knatterndes, qualmendes, stinkendes, über die Strassen hoppelndes, sozialistisches Einheitsgefährt für das Volk. Quasi ein VW des Ostens, jedoch mit veralteter Technik und einer Karosserie aus den 1950er-Jahren. Früher war der Trabi das „liebste Kind“ der Ostdeutschen (lange auf das Auto gewartet, viel bezahlt!). Nach der Wende waren Westwagen in. Alte Trabis waren damals schon für 150 Mark und neuere Autos für 1000 Mark zu bekommen. Heute sind die Trabis als Sammlerautos sehr gefragt. Beim Kraftfahrtbundesamt waren am 01.01.2007 noch 52 400 Trabis registriert.
 
Es gab damals kaum einen Trabant, der keinen Werbeaufkleber oder keinen „liebevollen“ Spruch auf seinem „heissen“ Blech hatte. Hier eine kleine Auswahl an Sprüchen, die ich entdeckte:
„Trabifahrer kommen in den Himmel, denn sie hatten bereits die Hölle auf Erden.“
„Trabantfahrer sind die Härtesten.“
„Aufbrechen zwecklos, Auto ist leer.“
„Nicht abschleppen, fällt auseinander.“
„Verfalldatum siehe Bodenblech.“
 
Wenn wir schon bei Autos sind, noch einige Fakten zu den Strassen. 1991 waren auf ostdeutschen Strassen Schlaglöcher, Uralt-Kopfsteinpflaster und Rillen obligatorisch. Also nichts für „verwöhnte“ Westautos und bandscheibengeschädigte „Wessis“. Aber schon damals war eine Veränderung zu beobachten: Es wurde kräftig gebaut, auch ich den Dörfern. Obwohl kaum eine Kanalisation vorhanden war, wurde der Strassenbau vorangetrieben. Die Zuschüsse, die aus Westdeutschland reichlich flossen, mussten schliesslich „verbaut“ werden.
 
Im Gefängnis der Stasi
In Magdeburg besuchten wir auch die Untersuchungshaftanstalt der Stasi (Ministerium für Staatssicherheit, auch MfS, umgangssprachlich „Stasi“ genannt). Ich setzte mich in einer engen Zelle auf eine Holzpritsche, und dachte an die armen Gefangenen, die hier Schreckliches erlebt hatten. Als „Gefangener“ durfte ich auch mit meinen Begleitern einen Hofgang absolvieren. Wer nun gedacht hatte, es wäre ein luftiger, weiter Hof, den wir in Gefängnissen bei uns im Westen kennen, der wurde enttäuscht. Der Hof mass vielleicht 3 × 3 Meter. Er war mit Betonwänden umschlossen. Ein Gitter im oberen Bereich der „Hofzelle“ brachte im wahrsten Sinne des Wortes „gesiebte Luft“ und einige Sonnenstrahlen hinein.
 
In diesem Gefängnis waren Fluchthelfer, Republikflüchtlinge, Ausreisewillige, Menschen, die denunziert wurden, inhaftiert. Sie hatten keinen Kontakt zur Familie, wussten lange nicht, was ihnen vorgeworfen wurde. „Geständnisse“ wurden regelrecht erpresst. Wollte keiner aussagen, dann hörten die Gefangenen Folgendes: „Sie brauchen nicht aussagen, wir holen ihre Frau und ihre Kinder!“ Der Psychoterror war perfektioniert.
 
Ein halbes Jahr sassen in der Regel die Gefangenen fest. Die Häftlinge hatten nur 15 Minuten Freigang in einem oben beschriebenen Betonkäfig im Hof. Manche bekamen sogar Dunkelhaft.
 
Das Spitzeltum war ebenfalls perfektioniert. Alles wurde beobachtet, registriert und an die Stasi weitergemeldet. Dazu 2 Beispiele: Ein Rentner beobachtete von seinem Balkon aus vorbeifahrende Züge. Ein böser Nachbar oder eine böse Nachbarin meldete, der Mann würde die auf den Waggons befindlichen russischen Panzer und sonstiges militärisches Gerät zählen. Diese Denunziation genügte, um den Mann zu inhaftieren. Er sass in Magdeburger Gefängnis 1,5 Jahre.
 
Unglaublich, aber wahr: Spitzel waren auch in den Kinderhorten und Schulen. Als ein kleines Mädchen einmal einen Judenstern auf einen Radiergummi malte, wurde das sofort an die Stasi gemeldet. Diese veranlasste eine Durchleuchtung der Eltern, Geschwister und sämtlichen Verwandten. Es wurde nicht bekannt, ob die Ermittler fündig wurden.
 
Die Stasi hatte in Magdeburg über 1200 Mitarbeiter und einen grösseren Haushalt (100 Millionen Mark) als die Stadt selbst.
 
Im Gefängnis befanden sich auch feudale Besucherzellen. Diese waren für „Wessis“ gedacht, die kurz festgehalten wurden. Die Zellen waren mit Fernseher, Radio und schönen Betten ausgestattet. Somit konnten die „Gäste“ berichten, die DDR-Gefängnisse wären hervorragend.
 
Das Gefängnis in Magdeburg dient jetzt als Museum. Die Leitung fing kurz nach dem Mauerfall an, die Geschehnisse aufzuarbeiten.
 
Misstrauen und Ängste
2 Jahre nach der Vereinigung war das Misstrauen gegenüber Fremden besonders auf dem Land zu spüren. Beim Fotografieren von LPGs (LPG = Landwirtschaftliche Produktionsgesellschaft), Häusern und Trabis wurde ich misstrauisch beäugt. Als ich einmal meine Kamera zückte, um ein besonders lohnendes Objekt abzulichten, verschwand eine vor dem Haus stehende Frau blitzschnell im Hauseingang und schlug die Tür hinter sich zu. Vielleicht war sie der Meinung, ein Stasi-Agent sei auferstanden. Andere wiederum meinten, der Fotograf wäre ein „Wessi“, der seine früheren Besitztümer in Augenschein nehmen wollte. Denn vor diesen Besitzern hatten die meisten Bewohner Angst. Wurden nämlich die Eigentumsverhältnisse geklärt und erfolgte Reprivatisierung (diese erfolgten nicht nur durch die ehemaligen Besitzer, sondern auch durch Immobilienhaie), wurden die Mieten drastisch erhöht. So sollte ein Besitzer eines Eisenwarengeschäftes in Magdeburg die 30-fache Miete bezahlen (60 000 Mark jährlich!). „Ich hoffe, dass ich andere Räume finde. Wenn nicht, bin ich aus Magdeburg verschwunden“, sagte verzweifelt der Mann zu einem Zeitungsreporter. Eine Heissmangel-Besitzerin schrieb auf ein Plakat: „Mein Betrieb bleibt wegen unbezahlbarer Miete ab 01.10. geschlossen.“
 
Das fiel mir auf
An grösseren Kreuzungen befand sich an jeder Ampel ein grüner Rechtsabbiegepfeil. Das fand ich sehr gut. Diese Einrichtung haben später die Westdeutschen übernommen.
 
An Fenstern und auf Balkonen entdeckte ich kaum Blumenschmuck.
 
Überall sah ich schöne Baumalleen. Sie müssen unbedingt erhalten werden.
 
1991 sorgten zahlreiche Kioske für die Verpflegung. Hamburger, Thüringer Rostbratwürste, Bockwürste, Erbseneintopf mit Wurst gingen weg wie warme Semmeln. Sogar auf der Autobahn Halle – Weimar war ein Hinweisschild auf einen Kiosk auszumachen. Der Kiosk befand sich auf einen Parkplatz. Parkplätze auf Autobahnen waren im Osten nicht so feudal, wie im Westen. Es waren nur kleine Einbuchtungen vorhanden.
 
An fast jeder kleinsten und baufälligsten Hütte sah ich die Fortschritte des 20. Jahrhunderts: Parabolantennen für Satellitenfernsehen. Diese wurden natürlich nach der Wende installiert.
 
Wer in den Westen telefonieren wollte, musste je nach Bezirk eine andere Vorwahl wählen. Viele Telefonzellen waren 1991 nicht intakt. In der Halberstädter Strasse in Magdeburg funktionierte von 4 Zellen nur eine.
 
Das früher übliche Schlangestehen vor Geschäften gab es nur noch vereinzelt, so beispielsweise in Banken nach Arbeitsschluss und am Freitag vor dem Lidl. Geduldig warteten Frauen vor dem Eingang auf einen freiwerdenden Einkaufswagen.
 
4 Stunden gefilzt
Die Besucher aus dem Westen bekamen bei der Einreise in die DDR die Willkür der Grenzbeamten zu spüren. Dazu 2 Episoden:
 
Der von Wehr stammende Angestellte L. (er arbeitete damals wie ich bei Ciba-Geigy) fuhr des Öfteren in die DDR zu Verwandten. Bei den scharfen Grenzkontrollen fiel immer wieder das unmögliche Benehmen der Grenzbeamten auf. Als der Wehrer eine nicht genehme Antwort auf die Frage nach der Geschenkliste gab, wurde sein Mercedes besonders gründlich untersucht. 4 Stunden dauerte die gesamte Prozedur.
 
Ein Erlebnis der besonderen Art hatte ein Schopfheimer. Als der Grenzbeamte fragte: „Haben Sie eine Waffe dabei?“ antwortete der Einreisende spitzbübisch: „Brauche ich die denn hier?“ Da für den Beamten Humor ein Fremdwort war, veranlasste dieser eine besonders strenge Kontrolle von Personen und Wagen. Nach einem mehrstündigen Aufenthalt durften die Reisenden weiterfahren.
 
Fortsetzung folgt
 
Hinweis auf ein weiteres Blog über Grenzmauern
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