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BLOG vom 14.11.2009


Der beste Witz der Welt? Da hatten wir gar nichts zum Lachen
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
Kürzlich wurde der beste Witz der Welt unter 16 000 Einsendern aus 30 Ländern vom Magazin Reader´s Digest ermittelt. Als ich den Witz am 05.11.2009 in der „Badischen Zeitung“ las, konnte ich nicht lachen. Auch meine Nachbarn wunderten sich, warum so ein Witz der Beste der Welt sein soll ... „Es gibt bessere Witze“, meinte meine Nachbarin Karin Greiner. Aber urteilen Sie selber. Hier der Witz aller Witze:
 
Ein Einwohner aus Stockholm fährt zur Entenjagd aufs Land. Als er eine Ente sieht, zielt er und schiesst. Doch der Vogel fällt auf den Hof eines Bauern, und der rückt die Beute nicht heraus. „Das ist mein Vogel“, besteht der Städter auf seinem Recht. Der Bauer schlägt vor, den Streit, wie auf dem Lande üblich, mit einem Tritt in den Unterleib beizulegen. „Wer weniger schreit, kriegt den Vogel.“ Der Städter ist einverstanden. Der Bauer holt aus und landet einen gewaltigen Tritt in den Weichteilen des Mannes. Der bricht zusammen und bleibt 20 Minuten am Boden liegen. Als er wieder aufstehen kann, keucht er: „Okay, jetzt bin ich dran.“ „Nee“, sagt der Bauer im Weggehen. „Hier, nehmen sie die Ente.“
 
Wahrscheinlich war das Witzige daran, dass ein einfacher Bauer einen Wichtigtuer aus der Stadt ein Schnippchen geschlagen hat. Dieser Witz, so die Redaktion, werde weltweit verstanden. Ähnliche Witze mit Wetten habe ich schon einmal gehört. Lustig ist es keinesfalls, wenn hier Gewalt in Form eines Witzes publik gemacht wird. Aber das ist eine andere Sache.
 
Witze erzählten wir oft an unseren Arbeitsplätzen. Damals waren Trabi-Witze und Ostfriesen-Witze in. Ab und zu erlaubte ich mir einen Witz, bei dem Frauen nicht gut wegkamen, zu erzählen. Eine Kollegin meinte dann immer, diese Art von Witzen seinen „frauenfeindlich“. Wenn jedoch Männer schlecht wegkamen, dann konnte sie mit dem Lachen nicht mehr aufhören.
 
Unglaublich viele Witze gibt es im Internet. Wer Lust hat, kann mit der Suchmaschine „Google“ unter dem Stichwort „Witze“ über fast alle Berufszweige, über Männer und Frauen, Autofahrer, Beamte, Politik, Pfarrer, Militär, Tiere, Sport, Blondinen witzige und weniger so witzige Ergüsse lesen. Es gibt sogar die Kategorie „Schlimme Witze“. Unter www.dein-witz.de findet man über 10 000 Witze in 68 Kategorien.
 
Übrigens brachte ich schon unter dem Titel „Badische Witze, auch für Schweizer geeignet“ (siehe unter „Artikel nach Autoren“ im Textatelier.com) einige Witze, bei denen ich immer wieder schmunzeln muss, wenn ich diese erneut lese. Aber vielleicht finden andere diese nicht so gut. Auch während unseren Wanderungen und bei der anschliessenden Vesper erzählen wir uns immer wieder Witze, bei denen so manche Lachsalven in der Beiz zu hören sind.
 
Nun folgen einige Witze aus meinem Fundus. Ich hoffe, dass die verehrte Leserschaft darüber schmunzeln wird.
 
Fahrschüler und ein zerstreuter Lehrer
Ein Fahrlehrer zum Schüler: „Woran erkennt man, wann ein Verkehrsteilnehmer zu langsam fährt?“ Der Schüler überlegt nur kurz und antwortet überlegen lächelnd: „Ich fahre zu langsam, wenn ich im Kreisverkehr mein rückwärtiges Kennzeichen sehe.“
 
Eine ältere Frau fährt mit der „Schwäbischen Eisenbahn“ in die Stadt. Auf einer Station steigt ein Kaugummi kauender Student zu und setzt sich dem Mütterchen gegenüber. Nach einer Viertelstunde meint diese zum kauenden Fahrgast: „Sie schwätzet völlig umsonst, i versteh´ koi Wort, i bin nämlich schwerhörig!“
 
Ein zerstreuter Mathematiklehrer lässt, trotz Anwesenheit von nur 3 Schülern, eine Arbeit schreiben. Kurz nach dem Einsammeln verlässt er den Raum und staunt, als plötzlich 5 Schüler das Zimmer verlassen. Er denkt nach und versucht eine mathematische Erklärung zu finden. Seine Miene hellt sich auf, und er murmelt folgende Worte vor sich hin: „Wenn ich jetzt 2 Schüler in das Zimmer schicke, dann ist keiner mehr drin, wenn ich hineingehe.“
 
Ein Soldat kommt zum Truppenarzt
Während meiner Wehrzeit wurden natürlich auch Witze über die Bundeswehr gemacht. Ich war damals in der Sanitätsstaffel des Jagdbombergeschwaders 32 in Lagerlechfeld (Bayern) tätig. Hier einige Witze, die ich mir damals notierte:
 
Ein etwas bleicher Soldat kommt eines Tages aufgeregt zum Truppenarzt. Auf die Frage des Stabsarztes, was ihm denn fehle, antwortete er: „Stimmt es, Herr Stabsarzt, dass man durch übertriebene Selbstbefriedigung schwerhörig wird?“ Der Arzt: „Wie bitte?“
 
Stabsärzte der Sanitätsstaffel unter sich: „Dr. X. ist wütend, dass er die Beförderung nicht erhalten hat.“ „Ja, die Verdauung eines anderen kann er fördern, aber die Beförderung eines andren kann er nicht verdauen!“
 
Eine entzückende Blondine, die mit einem Flugzeug über dem afrikanischen Busch abstürzt, wird zum Häuptling der Kannibalen gebracht. Der leckt sich die Lippen und sagt zu seinem Koch: „Ich glaube, ich werde Morgen mein Frühstück im Bett einnehmen.“
 
Ein junges Mädchen, sexy und flott, sitzt auf der Anklagebank. „Muss ich denn alles offenbaren?“ meint die Kleine leise mit unschuldigem Augenaufschlag.
„Nein, nein“, wehrt der erfahrene Anwalt ab. „Sie können ihre Beine ruhig übereinanderschlagen!“
 
Die Frau des Boxers zum Söhnchen, das am Familientisch über seine Hausarbeiten brütet: „Ich habe Dir schon so oft gesagt, Du sollst nicht immer so laut zählen, wenn der Papa da ist.“
 
Geiziger Komponist, Brief einer Mutter
Der Komponist Franz Abt (1819‒1885) war als starker Esser bekannt. Ein Freund trifft ihn, als der Komponist eiligst über die Strasse geht. „Wohin des Wegs?“
„Schraders Hotel. Truthahn essen.“
Der Freund kennt Abts Möglichkeiten und lacht. „Hoffentlich ist die Gesellschaft nicht zu gross!“
„Keine Sorge“, erwidert Abt, „wir sind zu zweit. Der Truthahn und ich.“
 
Aus einem Brief von einer Mutter an die Lehrerin: „Wenn Sie, sehr geehrtes Fräulein, noch einmal meinen Sohn verhauen, dann schicke ich Ihnen meinen Mann auf den Hals – und dann sind Sie die längste Zeit Fräulein gewesen.“
 
Ein Geselle, der früher einige Knochen entwendet hatte, kündigte. Der Chef vergass diesen Vorfall nicht. Im Zeugnis wollte er dieses Ereignis dezent erwähnen. Er schrieb u. a. Folgendes: „Der Mann war fleissig, sauber und ehrlich – bis auf die Knochen.“
 
Der Trottel und die Neureichs
Der frühere französische Ministerpräsident Robert Schuman (1886‒1963) wurde einmal gefragt, warum er nicht geheiratet habe. Er erzählte: „Vor langer Zeit trat ich einmal in einer Metro einer Dame aus Versehen auf den Fuss. Bevor ich mich entschuldigen konnte, kreischte sie los: ,Kannst Du nicht aufpassen, wo Du hintrampelst, Du Trottel!’ Dann sah sie mich an, errötete und sprach:
,Oh, entschuldigen Sie bitte, mein Herr ‒, ich dachte, es wäre mein Mann!´“
 
Bei Neureichs Geburtstagsfeier geht es hoch her. Wein fliesst in Strömen, nur die edelsten Sorten, versteht sich. Neureichs haben einen Diener, einen gut geschulten, der in „ersten Häusern“ war. Beim Einschenken murmelt der Diener stets die Marke des jeweiligen Getränks. „Piesporter Riesling“, „Gröver Nacktarsch“ und so fort. Kreischt die Neureichs Kusine empört: „Schmeisst den Kerl raus. Immer, wenn er eingiesst, flüstert er mir was Unanständiges ins Ohr.“
 
Ein französisches Ehepaar hat 9 Kinder. „Wenn noch ein Kind kommt, so werde ich mich erschiessen“, erklärt der Mann wild entschlossen. Wenige Monate später ist es bei seiner Frau doch wieder so weit. Der Mann holt seine Pistole, setzt sie an die Schläfe, will abdrücken – da lässt er sie plötzlich sinken und erklärt mit einem misstrauischen Seitenblick zu seiner Frau: „Halt, ich könnte einen Unschuldigen erschiessen!“
 
Der älteste Beruf
Und hier einige Witze, die mir ein kürzlich ein guter Bekannter erzählt hat.
 
Unterhalten sich 3 Schüler. Sagt der eine: „Mein Onkel ist Pfarrer. Wenn ich mit ihm durchs Dorf gehe, sprechen ihn alle mit Herr Pfarrer oder Hochwürden an.“ Sagt der Zweite: „Das ist gar nichts. Mein Onkel ist Kardinal. Alle sprechen ihn mit ,Exzellenz’ an.“ Sagt der Dritte: „Mein Vater wiegt 180 kg. Wenn ich mit ihm durch die Strassen laufe, rufen alle: ,Oh, mein Gott’.“
 
Fragt ein Pfarrer einen kleinen Jungen nach dem Weg zum Postamt. „Das sage ich nicht“, sagt der Junge. „Dann kommst Du nicht in den Himmel“. Der Junge: „Und Du kommst nicht ins Postamt.“
 
Ein Maurer, ein Gärtner und ein Elektriker treffen sich. Auf die Frage, wer wohl den ältesten Beruf ausübt, sagte der Maurer: „Der Maurer hat den Turm zu Babel gebaut“. „Nein, ich übe den ältesten Beruf aus“, sagt der Gärtner und fährt fort: „Ich legte den Garten Eden an“. Da äussert sich der Elektriker: „Der Elektriker ist der älteste Beruf. Was sagte Gott: ,Es werde Licht’ – und was glaubt ihr, wer die Leitungen verlegt hat?“
 
Ein Priester und ein Busfahrer kommen gleichzeitig zur Himmelstür. Der Priester wird abgelehnt, während dem Busfahrer Einlass in den Himmel gewährt wird. Der Pfarrer beschwert sich bei Petrus: „Warum komme ich nicht in den Himmel und warum der Busfahrer?“ Antwort von Petrus: „Das hat seine Berechtigung. Du hast schlechte Predigten gehalten, dass die Gläubigen einschliefen. Der Busfahrer fuhr so schlecht, dass die Passagiere beteten.“
 
Anmerkung: Das „Witz-Blog“ wird gelegentlich fortgesetzt. Teilen Sie uns bitte doch einmal Ihren Lieblingswitz mit!
 
Hinweis auf einen „Glanzpunkte“-Artikel von Heinz Scholz
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