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BLOG vom 25.05.2010


Die Begleitkosten des Fleischkonsums, global betrachtet
Autorin: Lislott Pfaff, Schriftstellerin, Liestal BL / CH
 
300 Hamburger, 400 Bratwürste, 150 Cervelats, 300 Steaks hätten die Schwingerfreunde am kantonalen Schwingfest in Olten vertilgt, schreibt die bz am 17.05.2010, der Titel: „Stattliche 1150 Kilogramm Fleisch vertilgt.“ Und sie liessen es sich schmecken – ich mag’s ihnen gönnen. Aber: „Jeder verspeiste Hamburger hat 6 m2 Urwald gekostet“, war in „Die Zeit“ vom 18.01.2007 zu lesen. Verflixt, wer hätte das gedacht!
 
„In der Schweiz werden etwa 67 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche für die Tierhaltung und den Futtermittelanbau verwendet“, klärt uns das „World-Watch-Magazin“ (Juli/August 2004) auf. Zur Produktion der in den Industrienationen üblichen Ernährung mit zirka 35 % Fleisch und zirka 65 % pflanzlicher Nahrung ergibt sich für eine Familie ein Wasserverbrauch von 1300 m3 pro Jahr. Bei rein vegetarischer Ernährung verschwendet eine Familie gerade mal die Hälfte dieser Wassermenge, und mit dem für die Produktion von 1 kg Fleisch benötigten Wasser könnte eine Person ein ganzes Jahr lang duschen. Man glaubt es kaum! Zum Glück wird Wasser nicht verbraucht und damit aus dem Verkehr gezogen, sondern es handelt sich um einen Kreislauf, den wir beliebig manipulieren.
 
Bei den im bz-Artikel erwähnten Hamburgern, Bratwürsten usw. wurde nicht nur eine grosse Zahl getöteter Tiere vertilgt, sondern mit ihnen so und so viele Quadratmeter Urwald oder – bei einheimischem Fleisch – landwirtschaftlicher Nutzfläche und so und so viele Kubikmeter Wasser, mit dem über tausend Personen ein Jahr lang hätten duschen können. Wahrlich ein stattlicher Verzehr, der da an einem einzigen Schwingfest stattgefunden hat!
 
Neue Meldung über den weltweiten Fischkonsum
2008 seien etwa 159 Millionen Tonnen Fisch aus dem Wasser gezogen worden und auf unseren Tellern gelandet, schreibt das Worldwatch Institute in Washington, 1,27 Prozent mehr als 2007. Dabei warnt die Welternährungs-Organisation FAQ seit Jahren vor der Überfischung der Meere. (Quelle: Mittelland-Zeitung 22.05.2010.)
 
Was sind wir Menschen doch für eine verfressene Gesellschaft!
 
Hinweis auf weitere Blogs zum Fleischkonsum
09.04.2008: Frühjahrsmüdigkeit: Strategien gegen das grosse Gähnen
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