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BLOG vom 12.06.2011


Fusstagung Burgdorf (3): Krämpfe, Migräne und Schüttelbein
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
Während der Fuss-Fachtagung der Simon Keller AG in Burgdorf (BE/CH) am 28.05.2011 hielt ich am Nachmittag den 2. Vortrag mit dem Titel „Welche Nährstoffe brauchen Ältere und Diabetiker“. Die Power-Point-Präsentation begann mit dem folgenden Beispiel:
 
Für eine 71-jährige Frau war die Ernährung bisher nie ein Problem gewesen. Sie bereitete regelmässig für sich und ihren Gatten die leckersten Gerichte zu. Als ihr Mann starb, hatte sie lange Zeit keine Lust mehr, zu kochen; zudem litt sie zunehmend unter Appetitmangel. Sie ernährte sich hauptsächlich von Konservenkost, nahm wenig Obst und Gemüse zu sich. Bald fühlte sie sich schlapp, war nervös, gereizt und bemerkte eine verminderte Gedächtnisleistung.
 
Was passierte mit der Frau? Aufgrund der mangelnden Nahrungszufuhr entwickelte sich eine Vitamin- und Mineralstoff-Unterversorgung. Diese äusserte sich in den erwähnten Beschwerden.
 
Eine Unterversorgung mit Vitaminen kann sich jedoch noch anders bemerkbar machen. Die Betroffenen klagen über Schlafstörungen, Vergesslichkeit, trockene Haut bis hin zur Verhornung (Vitamin-A-Mangel), Knochenschmerzen, Depressionen, Antriebsschwäche, Abgeschlagenheit, erhöhter Infektionsanfälligkeit, verminderter Hell-Dunkel-Anpassungsfähigkeit der Augen, Blendstörungen und Hörstörungen.
 
Bei einer Unterversorgung mit Mineralstoffen sind diese Störungen möglich: herabgesetzte Widerstandskraft, Krämpfe, Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, schlechte Wundheilung, Haarausfall, erhöhe Knochenbrüchigkeit, brüchige Nägel, häufige Entzündungen.
 
Die Symptome bei einer Unterversorgung sind deshalb so vielfältig, weil Mineralstoffe, aber auch Vitamine, an nahezu allen lebenswichtigen Prozessen im Organismus beteiligt sind. So regulieren Mineralstoffe den Wasserhaushalt, sorgen für die Reizleitung der Nerven, dienen als Bausteine für Knochen, Zähne und Bindegewebe. Sie regulieren den Säure-Basen-Haushalt und sind an der Produktion des Blut- und Muskelfarbstoffes beteiligt. Ohne sie sind viele Hormone und Enzyme wirkungslos.
 
Wie viele Nährstoffe benötigen wir? Die Gesellschaften für Ernährung in Deutschland, Österreich und in der Schweiz gaben Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr heraus. Für die einzelnen Nährstoffe wurden entweder Empfehlungen, Schätzwerte oder Richtwerte festgelegt, die im deutschsprachigen Europa gelten sollen. Schwangere, Stillende benötigen mehr Vitamine und Mineralstoffe.
 
Wie kommt es zur Unterversorgung?
Am 05.06.2010 fand an der Universität Hohenheim eine Diskussion mit Experten über die Vitaminversorgung in Deutschland statt. Hier kurz die Ergebnisse:
 
In Deutschland (und sicherlich auch in der Schweiz) gibt es keinen Grund, eine Vitaminmangelkrankheit zu bekommen. Es gibt jedoch eine Versorgungslücke für einzelne Vitamine (Vitamin D, Folsäure, Vitamin E).
 
Risikogruppen
o junge Frauen mit Kinderwunsch,
o Übergewichtige,
o Senioren, Heimbewohner, Nacht- und Bergarbeiter (Vitamin D),
o Personen mit einseitiger Ernährung (Magersucht, Ess-Brech-Sucht, Null-Diäten, Ernährung bei Aids- und Krebspatienten),
o Personen mit geringem Einkommen,
o Alkoholiker und Raucher,
o Magen-Darm-Kranke, Leberkranke,
o Dialysepatienten und
o Patienten, die Abführmittel einnehmen (z. B. Vitamin E).
 
Ursachen eines Mangels
Das eingangs erwähnte Beispiel ist nur eine Möglichkeit von vielen, wenn es alten Menschen an Vitaminen und Mineralstoffen mangelt. Die wichtigsten Ursachen sind Folgende:
 
o Wenn der Körper altert, sinkt der Energiebedarf. Gleichzeitig klagen viele über eine nachlassende Geruchs- und Geschmacksempfindung. Man hat also weniger Appetit auf grössere Mengen Nahrung. Man gibt sich oft mit winzigen Mahlzeiten zufrieden. Mit dem Rückgang des Energiebedarfs ist auch eine niedrige Zufuhr mit Nährstoffen verbunden.
 
o Fehlerhafte Nahrungswahl und Unverträglichkeiten einzelner Lebensmittel.
 
o Erhöhter Bedarf bei Infektionskrankheiten, Schilddrüsenüberfunktion, Tumoren, Stress durch Verletzungen und Operationen.
 
o Falsche Kochweisen, zu lange Lagerung von Lebensmitteln.
 
o Kau- und Schluckbeschwerden.
 
o Einfluss bestimmter Medikamente. Diese beeinträchtigen die Nährstoffverwertung und den Geschmacks- und Geruchssinn. Genannt seien Cholesterinspiegelsenker, gerinnungshemmende Mittel, Schilddrüsenmedikamente, harntreibende Mittel, gefässerweiternde und blutdrucksenkende Medikamente.
 
o Demenz und Depressionen.
 
o Verminderte Resorption von Vitaminen infolge Krankheiten des Magen-Darmtrakts.
 
o Finanzielle Aspekte. Wenn es an Geld mangelt, sind die Betroffenen gezwungen, billige und oft auch minderwertige Nahrungsmittel einzukaufen. Viele besorgen sich zwar preiswerte, aber vitaminarme Obst- und Gemüsekonserven.
 
o Schwierigkeiten beim Schneiden von Obst und Gemüse infolge Arthrose.
 
o Immobilität durch Bindung ans Haus. Dabei ist Bewegung äusserst wichtig. Warum? Unter Sonnenbestrahlung bildet sich in der Haut aus einer Vorstufe das Vitamin D. Dieses Vitamin ist wichtig für die Resorption von Kalzium. Bei mangelnder Bewegung wird weniger von diesem Mineralstoff in die Knochen eingelagert. Dies führt letztendlich zur Osteoporose.
 
o Alkohol und Rauchen. Wer raucht, braucht bis zu 40 % mehr Vitamin C. Wer viel Alkohol trinkt, wird es bald an seiner Leber merken, wie es um ihn steht. Die Leberfunktion wird dann immer mehr beeinträchtigt. Der Alkoholiker benötigt besonders die Vitamine A, C, B-Vitamine.
 
Übermässiger Alkoholkonsum erhöht die Magnesium-Ausscheidung über den Urin. Bei negativem Stress wird die Magnesium-Aufnahme aus dem Darm behindert.
 
o Magnesiumverluste sind auch bei Diabetes, Erbrechen, Durchfall und Nierenerkrankungen zu verzeichnen.
 
Bevor ich auf die Ernährungstipps eingehe, bringe ich einige Beispiele aus dem Erfahrungsschatz von Therapeuten und Podologen.
 
Schmerzhafte Wadenkrämpfe
Bei einer 55-Jährigen, die schon eine längere Zeit Abführmittel und auch harntreibende Medikamente einnimmt, machen sich eines Tages nächtliche Wadenkrämpfe bemerkbar. Der Schmerz durchfährt beide Beine. Die Krämpfe reichen bis in die Füsse, so dass sich die Zehen zu den Fusssohlen hin zusammenziehen. Gelegentlich leidet die Frau auch unter Herzschmerzanfällen. 3 Jahre lang wird die Patientin von diesen Krämpfen geplagt. Erst als diese immer häufiger und nahezu unerträglich werden, geht sie zum Arzt. Dieser stellt einen Kalium- und Magnesiummangel fest, der durch die Langzeiteinnahme der genannten Medikamente noch verstärkt wurde. Die Patientin erhält daraufhin Magnesium und Kalium. Schon nach wenigen Tagen ist sie beschwerdefrei. Vorbeugend nimmt sie nun täglich Brausetabletten mit Kalium und Magnesium ein. Ihre Verstopfung behandelt sie mit ballaststoffreichen Lebensmitteln.
 
Katja, eine Leserbriefschreiberin an die Online-Ausgabe von „Focus“ (www.focus.de 02.02.2011), litt ebenfalls unter nächtlichen Wadenkrämpfen. Irgendwann konnte sie die Schmerzen nicht mehr aushalten. Sie ging zum Arzt. Die Untersuchung ergab einen Magnesiummangel. „Jetzt esse ich Magnesiumtabletten und die Krämpfe sind weg! Endlich kann ich wieder ruhig schlafen!“
 
Experten diskutieren mögliche Ursachen: Entweder liegen ein Nährstoffmangel oder eine Störung der Nervenimpulse vor. Betroffen sind besonders Schwangere, Diabetiker (Begleiterscheinung neurologischer Erkrankung) und ältere Menschen. Es gibt jedoch auch junge Menschen, die solche Beschwerden bekommen. Die Ursachen sind nicht immer eindeutig feststellbar.
 
Vorbeugung, Hilfen: Ein akuter Wadenkrampf ist durch eine Dehnung (Zehen in Richtung Schienbein ziehen) zu lösen. Regelmässige Dehnübungen für Wade und Fuss sollten vorbeugend gemacht werden. Medikamentös kann man Wadenkrämpfe mit einer Magnesiumverbindung oder mit Chininsulfat (Chinin beruhigt gereizte Muskeln) angehen.
 
Krämpfe in den Zehen
Eine ältere Frau, die bei unseren Wanderungen ab und zu dabei ist, bekam nach anstrengenden Tourengängen Krämpfe in den Zehen. Ich empfahl ihr, ein Magnesiumpräparat einzunehmen. Sie konsumiert jetzt regelmässig Magnesium. Nach ihren Aussagen sind jetzt die Krämpfe nur noch schwach und zeigen sich weniger häufig.
 
Hinweis: Bei unruhigen Beinen (Restless-Legs-Syndrom) könnte ein Eisenmangel oder eine Dopamin-Störung vorliegen.
 
Migräne und ein Mangel
Als ich vor Jahren ein Magnesiumbuch publizierte, erhielt ich viele Leserbriefe. Eine von Migräne geplagte Frau konnte es zunächst nicht glauben, dass bei ihr eventuell ein Mangel an Magnesium vorliegen könnte. „Das kann nicht sein, ich ernähre mich doch richtig“, meinte sie. Dies höre ich immer wieder. Nachfragen ergeben dann meistens, dass die Ernährung entweder arm an Magnesium ist oder eine andere Ursache für einen Mangel vorliegt. Schliesslich konnte ich die Ungläubige überzeugen, doch einmal einen Versuch mit Magnesium zu machen. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten: Ihre Migräneanfälle wurden immer geringer und waren weniger intensiv.
 
Vitamine bei Diabetes
Beim Diabetiker ist einerseits der oxidative Stress erhöht, anderseits die Regenerationsfähigkeit antioxidativer Stoffe vermindert. Die Vitamin C- und E-Spiegel sind meistens erniedrigt. Aus diesem Grunde sollte sich der Diabetiker vermehrt antioxidativ wirkende Verbindungen wie Vitamine E, Carotinoide, Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe zuführen. Dies ist notwendig, weil eine verminderte Zufuhr besonders beim Diabetiker Schäden an den Gefässwänden provoziert. Gaben von Vitamin C und E verbessern die Glucoseregulation und Insulinsensivität.
 
Antioxidantien
Noch einige Worte zu den Antioxidantien: Diese Schutzstoffe neutralisieren Freie Radikale und schützen Zellen vor negativen Veränderungen (ähnlich wie sie zum Beispiel Butter vor dem Ranzigwerden bewahren). Oxidativer Stress entsteht, wenn Freie Radikale über die Antioxidantien als Sieger hervorgehen, das heisst, wenn die erstgenannten vermehrt gebildet werden. Dies passiert beim Zigarettenrauchen, bei Luftverschmutzung (Umweltgifte), Diabetes und degenerativen Erkrankungen. Auch ein Grauer Star (Katarakt), eine Schwäche des Immunsystems, das Nachlassen kognitiver Fähigkeiten und eine altersbedingte Makula-Degeneration können die Folgen eines oxidativen Stresses sein.
 
Antioxidative Kraft unserer Lebensmittel: ORAC = „oxygen radical absorbance capacity“. Es ist ein Wert, der die Schutzkraft der in Lebensmitteln enthaltenen Antioxidantien ermittelt (gemessen wird die Fähigkeit, Freie Radikale zu binden). Hohe ORAC-Werte haben z. B. Aroniasaft, Granatapfelsaft, Gewürze, Kakaopulver, bestimmte Obstsorten wie Holunderbeeren, Blaubeeren, dunkle Trauben).
 
Aufgabe der Freien Radikalen:
o Bakterienabtötung
o Auslösen des programmierten Zelltods in überalterten Zellen (physiologischer Mechanismus, mit dessen Hilfe Krebszellen vernichtet werden).
 
Zinkmangel und Diabetes
Das Zink nimmt bei einer Vielzahl metabolischer und immunologischer Funktionen eine wichtige Position ein. Es ist beispielsweise beteiligt an der Insulinproduktion in den Betazellen des Pankreas und an der Insulinspeicherung in Form eines Zink-Insulin-Komplexes. Das Spurenelement stimuliert auch den Glucosestoffwechsel, stabilisiert Membrane, fördert die Wundheilung, setzt Neurotransmitter frei und beteiligt sich an der Immunabwehr. Aufgrund einer vermehrten Ausscheidung und eines gestörten Zinkstoffwechsels zeigen sich häufig Zinkdefizite beim Diabetiker. Ein Zinkmangel verschlechtert die Diabetes-Erkrankung selbst und fördert typische Diabetes-Folgeerkrankungen. Bei nachgewiesenem Mangel muss eine Zinksubstitution mit einer gut resorbierbaren Zinkverbindung (Zinkaspartat) erfolgen.
 
Schüttelbein durch Vitaminmangel?
Mediziner vom Hospital General de Móstoles, Madrid, staunten nicht schlecht, als sich bei ihnen ein 68-jähriger Patient, der unter einem „Schüttelbein“ litt, vorstellte. Er konnte kaum stehen, da seine Beine stark zitterten. Dieses als „Shaky-Leg-Syndrom“ bekannte Leiden legte sich erst beim Gehen und kam sofort wieder beim Stehen. Der Patient hatte ein beeinträchtigtes Schmerz- und Temperaturempfinden, fehlende Achillessehnenreflexe und ein unauffälliges Hirn-CT.
 
Elektrophysiologische Tests brachten eine benigne Polyneuropathie zum Vorschein. Laboruntersuchungen ergaben einen niedrigen Spiegel an Vitamin B12 (Cobalamin). Die Ärzte behandelten den Patienten mit Clonazepam und Vitamin-B12-Injektionen, wodurch der Tremor (also die Bewegungsstörung) aufhörte.
 
Nach einem Jahr wurde Clonazepam abgesetzt, das Zittern trat nicht mehr auf.
 
Die Ursache des Shaky-Leg-Syndroms (orthostatischer Tremor) ist unbekannt. Vermutlich könnte ein Mangel an Vitamin B12 Störungen im Kleinhirn verursachen.
 
Vitamin D und Verhornungsstörungen
Ein 72-jähriger Patient litt seit 15 Jahren an hyperkeratotischen, bis zu 5 mm grossen, nicht juckenden Knötchen an Fussrücken und Unterschenkeln. Salzwasserbäder linderten vorübergehend die Beschwerden, aber keine Therapie brachte die Papeln zum Verschwinden. Dermatologen stellten aufgrund histologischer Untersuchungen die Diagnose „Morbus Flegel“ (Hyperkeratosis lenticularis persistans). Es handelt sich um eine Erbkrankheit, die sich in der 2. Lebenshälfte manifestiert. Die Behandlung gestaltet sich sehr schwierig, wie PD Dr. Dieter Metze (Uni-Hautklinik Münster) betonte. Alle möglichen Salben, Salizylate, Harnstoffpräparate waren nicht erfolgreich. Erst eine Salbe mit einem Vitamin-D3-Derivat führte zur Rückbildung der Papeln.
 
Vitamin D könnte, so der Mediziner, die Differenzierung der Keratinozyten, die beim Morbus Flegel gestört ist, beeinflussen.
 
Hautrötung durch Vitaminmangel
Eine 19-Jährige, die seit 3 Monaten unter „brennenden“ Hautveränderungen nach Sonnenbaden litt, wurde in der Hautklinik Bern eingehend untersucht. Die Rötungen, die ähnlich aussahen wie nach einer Verbrühung, beschränkten sich ausschliesslich an lichtexponierten Arealen. Die Mediziner waren zunächst der Meinung, es handele sich hier um phototoxische und photoallergische Reaktionen oder um eine Porphyrie oder um einen Lupus erythematodes. Die Frau litt jedoch unter keiner dieser Krankheiten, beziehungsweise unter allergischen Symptomen. Dann verfolgten die Mediziner eine andere Spur: Da die Patientin bei einer Grösse von 1,66 m nur 42 kg wog, dachten sie an einen Niacin- und Proteinmangel, wie dies bei der Pellagra der Fall ist. Die Patientin gab an, sie leide seit 6 Jahren an einer Anorexia nervosa (Magersucht) und ernähre sich derzeit „völlig normal“. Nachforschungen ergaben jedoch, dass sich die Patientin hauptsächlich von gezuckerter Limonade und dem Maisstärke-Präparat Maltodextrin (300 g/Tag) ernährte.
 
Diese einseitige Ernährung verursachte eine Unterversorgung mit B-Vitaminen und Proteinen, die schliesslich pellagraartige Hautsymptome verursachten.
 
Die Mediziner verordneten rückfettende Salben, entsprechende Vitamine und eine eiweissreiche Kost. Schon nach kurzer Zeit besserte sich der Hautzustand erheblich.
 
Die besten Ernährungstipps
Was könnte man der eingangs erwähnten Frau empfehlen? Nun, sie könnte einen Kochkurs bei der VHS oder Krankenkasse für Alleinstehende besuchen, die Aktion „Essen auf Rädern“ in Anspruch nehmen, sich mit Gleichgesinnten zusammentun, gemeinsam einkaufen oder kochen, sich von einem Therapeuten oder Ernährungsfachmann/frau beraten lassen.
 
Weitere Tipps
o Aufnahme einer gut zusammengestellten vegetarischen Ernährung oder einer Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, frischem Obst, Gemüse, Nüssen, Salaten, Milch und Milchprodukten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, etwas Fisch und/oder Fleisch, etwas Butter sowie mit vermehrten Mengen ungehärteter, kaltgepresster Pflanzenöle. Ernährung sollte vielseitig und abwechslungsreich sein. Wer Probleme mit unzulänglichen Gebissverhältnissen hat, sollte das rohe Obst raffeln.
 
o Reduktion von Alkohol, Zucker, Weissmehlprodukten und fettreichen Nahrungsmitteln.
 
o Überhöhte Kochsalzmenge reduzieren; Speisen mit Gewürzen und Kräutern beleben. Nach neuesten Studien soll eine salzarme Kost schädlicher sein als ein normaler Salzverzehr. Geringe Mengen gehen mit einer erhöhten Sterblichkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankung einher.
 
o Vermehrt frisches Gemüse und Obst verzehren.
 
o 5 Mahlzeiten am Tag anstreben. Kleinere und häufigere Mahlzeiten belasten die Verdauungsorgane nicht so wie 2 oder 3 grosse. Die Nährstoffe werden bei kleineren Mahlzeiten auch besser verwertet.
 
o Zusatzkost bringt Vitamine und Mineralstoffe. Lieferanten dieser Mikronährstoffe sind Haferflocken, Müesli, Weizenkeime und Bierhefe.
 
o Reichlich trinken ist besonders für Ältere von Bedeutung. Wenn der Mensch in die Jahre kommt, dann hat er auch ein reduziertes natürliches Durstgefühl. Der Bedarf an der täglichen Flüssigkeitsmenge wird mit 1,5 bis 2 Litern angegeben.
 
Geeignete Getränke für den Älteren sind gutes Leitungswasser, Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetee, Grüntee, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte, Buttermilch, Molke.
 
Durch das ausreichende Trinken werden die Nieren „gespült“, Stoffwechselprodukte schneller ausgeschieden und der Bildung von Nieren- und Blasensteinen vorgebeugt.
 
Wenn man diese Tipps beherzigt, ist vielen von uns ein gesundes Alter gewiss. Jeder Mensch hat es also selber in der Hand, für ein lebenswertes Alter Vorsorge zu treffen.
 
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