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BLOG vom 25.09.2011


Rügen (1): Seebäderromantik, Kreidefelsen, Hühnergötter
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
Als meine Gattin Paula vorschlug, unseren Urlaub im hohen Norden der Republik auf Rügen zu verbringen, war ich zunächst skeptisch. Dachte ich doch an die niedrigen Temperaturen und die Winde, die dort über die Insel ziehen, an die norddeutsche Küche und an sämtliche Widrigkeiten, die uns erwarten könnten. In den letzten Jahren zog es uns immer wieder in südliche Gefilde wie Mallorca, Sizilien, Rhodos und Kreta. Da waren viel Sonnenschein und angenehme Temperaturen in der Luft und im Meer sicher.
 
Alle Bekannten, die schon auf Rügen waren, schilderten ihren Aufenthalt in den schönsten Tönen. Und noch etwas half mir bei der Entscheidung: Ich las einen Reiseführer und diverse Artikel über Rügen. Die Journalisten berichteten sehr positiv über die Seebäder, Schlösser, Traumstrände, Zauberwälder, Alleen, Kreidefelsen, Nationalparke und die Vorpommersche Boddenlandschaft. Auch kam mir zu Ohren, dass es auf Rügen leckere Speisen und viele Fischgerichte gibt.
 
„Was ist, wenn es viel regnet?“ brachte ich meiner Frau zu Gehör. Sie meinte nur, in ihrem vorgeschlagenen Hotel gäbe es einen Vitality-Indoor-Pool mit 29 °C Wassertemperatur (Attraktionen sind Sprudelliegen, Schwall- und Nackenduschen und ein Fusssprudel), und man könne den gestressten Körper durch Saunen, Massagen, Packungen und Kreidebäder wieder in Form und zur Ruhe bringen. Nun war ich nicht mehr zu halten. Wir buchten dann die Reise vom 11.09.−18.09.2011 zur grössten deutschen Insel (fast 1000 km2 gross, 575 km Küstenlänge, 19 Nebeninseln), die zu Mecklenburg-Vorpommern gehört, im Reisebüro Grether in Schopfheim D.
 
Am 11.09.2011 fuhren wir dann mit dem Zug über Frankfurt, Kassel, Braunschweig und Wolfsburg nach Berlin (7 Stunden Fahrtzeit). Nach einem Umstieg brachte uns die Bahn direkt nach Binz. Welch ein Wunder: Wir hatten keine Verspätung, auch der Umstieg im verwirrenden Bahnhof Berlin, der über mehrere Ebenen verläuft, klappte. Hilfreich war uns ein Ehepaar aus Grenzach-Wyhlen, das den HB Berlin gut kannte; wir begegneten ihm, als wir vom obersten Stock im Sauseschritt in den untersten mit Rolltreppen fuhren.
 
Die Fahrt nach Binz dauerte 4 Stunden. Binz hat übrigens 2 Bahnhöfe, den der Deutschen Bahn im Nordwesten und im Südosten den des „Rasenden Rolands“. Binz mit seinen 5407 Einwohnern (Zahlen von Dezember 2010) ist das grösste und wohl das schönste Seebad auf Rügen. Es hat eine 3 km lange Strandpromenade, einen 5 km langen und 50 m breiten feinsandigen Strand.
 
Im „Hotel am Meer“
Im mondänen Seebad Binz angekommen, bezogen wir nach einem kleinen Fussmarsch das „Hotel am Meer“. Wir hatten in diesem Hotel ein Doppelzimmer mit Halbpension gebucht. Was wir nicht wussten: Das Hotel mit seiner Vitality-Spa-Abteilung erhielt am 03.01.2011 als eines von 10 Hotels weltweit den Holiday-Check-Award 2011 in der Kategorie „Beliebt für Badeurlaub“. In den nächsten Tagen hatten wir Gelegenheit die Spa-Abteilung kennenzulernen und uns dort verwöhnen zu lassen. Darüber werde ich später in einem Blog berichten.
 
In den nächsten Tagen genossen wir das reichhaltige Frühstücksbuffet und das an den Abenden präsentierte 4-Gang-Menü. Neu für uns war auch das Folgende: Schon am Morgen lag eine „Morgenpost“ vom Hotel an den Tischen auf. „Guten Morgen, wir hoffen, Sie hatten eine angenehme Nacht und unser Frühstücksbuffet entspricht Ihren Vorstellungen“, lasen wir jeden Tag auf der 1. Seite. Die 4-seitige schmale Zeitung enthielt die Speisenfolge, die am Abend für die Halbpensionsgäste vorgesehen war, dann folgten Ausflugstipps, Anwendungsvorschläge der Vitality-Spa-Abteilung, Wetter- und Hotelinformationen. Eine solche Zeitung könnte man auch für andere Hotels empfehlen. Am Abend wurde auf einem speziellen Pergamentpapier nochmals die Speisenfolge präsentiert. Am 1. Tag gab es beispielsweise dieses Menü:
 
Vorspeise: Wildkräutersalat und Käsebällchen.
Suppe: Rinderbouillon mit Gemüsebrunoise
Hauptgang Fleisch: Glasierte Entenbrust, Apfelrotkohl, Nusskartoffeln
oder Hauptgang Fisch: Seehechtfilet, Zitronenschaum, gebratener Blumenkohl, Kartoffelschnee.
Dessert: Mousse au Chocolat, Safraneis.
 
Das Essen war exzellent. Wer keinen Fisch mochte, konnte alternativ einen Hauptgang mit Fleisch wählen. Hervorzuheben waren die Rügener Fischsuppe, weisse Rote-Beete-Suppe, gebratener Butterfisch, Kürbissuppe, Fischrahmsuppe, Rote-Beete-Suppe mit Speckwürfel (diese schmeckte mir als Suppe am besten), Ruccolasalat mit Kirschtomaten und Büffelmozarella.
 
Nizza der Ostsee?
„In Binz vereinigt sich die Poesie des deutschen Laubwaldes mit dem unwiderstehlichen Zauber des Meeres, der Ort ist wie geschaffen zum Dichten und Träumen, sich Auszuruhen von den Mühen und Lasten des Berufes und in wohltuendster Weise Geist und Körper zu erfrischen“ (aus einer Schrift von 1899).
 
„Die günstige Wirkung staubfreier Luft auf den menschlichen Organismus kann der Fremde an der heimischen Bevölkerung wahrnehmen, die von Gesundheit strotzt: Schwindsucht unter ihr ist etwas Seltenes“ („Führer durch das Ostseebad Binz, 1901-02).
 
Die Luft ist in der Tat hier an der Küste wohltuend. Wir wurden bei unserem Aufenthalt ab und zu von einem kräftigen Wind durchgepustet. Aber ich kann mir denken, dass das Küstenaerosol für die Kräftigung der Atemwege von grosser Bedeutung ist.
 
Hochtrabend wird das ehemalige kleine Fischerdorf als das Nizza der Ostsee bezeichnet. Das könnte in der Tat stimmen. Da ich jetzt beide Orte kenne, würde ich Binz vorziehen, da es heute viele restaurierte Prachtbauten aufweist. Altes ist in neuem Glanz sichtbar. Besonders beeindruckt haben uns die Hotels und Privathäuser, die in den 80er- und 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts errichtet wurden. Als wir auf der Strandpromenade und auch in den Nebenstrassen lustwandelten, sahen wir an den Häusern meisterhaft verzierte Holz- und Metallbegrenzungen der vorgesetzten Balkone, luftigen Loggien und balustradenbewehrten Veranden. An manchen Häusern sind Erker, Türmchen und Freitreppen zu sehen (es handelt sich hier um eine Stilmischung, angelehnt an griechische und italienische Architektur). „Die Gesamtheit dieser Bäderarchitektur vermittelt ein Gefühl der Heiterkeit und Unbeschwertheit in einer Umgebung, die den Menschen erfreuen und Kraft geben soll“, wird auf einer Info-Tafel berichtet. Das sehe ich genauso. Man fühlt sich einfach wohl in diesem „weissen“ und traumhaften Ort am Meer.
 
In Binz sind dezent viele Info-Tafeln mit Hinweisen über die Historie der Bauten aufgestellt. So erfährt man beispielsweise etwas über die „Villa Ruscha“ (Strandpromenade 31). Dieses Haus wurde 1896 erbaut und 1999 unter strengen Auflagen des Denkmalschutzes vollständig saniert. Das Haus wurde von Anbeginn als Pension betrieben. Im Vorgarten stehen zwei 100-jährige Buchsbäume. Die Villa Ruscha ist wahrscheinlich aus Finnland in Fertigteilen importiert worden. Lediglich 2 Häuser dieser Art sind heute noch erhalten, eines davon in der Schweiz.
 
In der Strandpromenade Nr. 30 befindet sich die „Villa Undine“. Sie wurde 1885 erbaut und gehört zu den 3 erhaltenen, denkmalgeschützten Wohngasthäusern auf der Insel Rügen. Die Rekonstruktion und Modernisierung erfolgte 1995/1996. Heute sind dort komfortable Ferienappartements für 1-3 Personen, alle mit Balkon oder Gartenterrasse, eingerichtet.
 
Die „Villa Finja“ ist ein 1905 erbautes nordisches Blockhaus mit finnischen Stilelementen. Beachtenswert sind die verzierten Holzkonstruktionen in allen Giebelbereichen des Hauses mit skandinavischen Rosettenornamenten und Mitgattschlangen. Nach der slawischen Mythologie soll die Mitgattschlange das Böse vom Haus fernhalten. In den Jahren 1998−1999 erfolgte eine detailgetreue Restaurierung des Hauses.
 
Sehr imposant und beeindruckend ist das Kurhaus an der Strandpromenade. Es brannte 1906 ab, wurde wieder aufgebaut und in den 1990er-Jahren vollständig renoviert. Es wurde 2001 als Luxushotel mit Restaurant wieder eröffnet.
 
Weitere interessante Häuser sind die Villa Tannenheim, die Villa Wende, die Villa Glückspilz (Backsteinhaus), das Hotel Sirene, die Villa Fernsicht und das Dünenhaus. 1928 waren Willy Fritsch und Lilian Harvey hier zu Gast. In einer Nebengasse befindet sich das Café „Kolonial-Stübchen“ Dieses enthält ein Sammelsurium von Büchsen, Kolonialwaren, Werbetafeln aus vergangener Zeit. Hier werden auch Öle, Essige und Whisky abgefüllt. Es dient auch als Teestube und es werden Kaffeesorten aus aller Welt angeboten.
 
In Sellin sahen wir vor einem Café (auch Bistro und Bar) eine Werbetafel mit der Aufschrift „Störtebeker Pilsener“, darunter E=mc2. Das Café hiess nicht Einstein, sondern „Zweistein“.
 
Das Summloch
In der Strandpromenade entdeckte ich erst beim 2. oder 3. Vorbeilaufen das Summloch. In einem vielleicht 1,5 m hohen Stein ist im oberen Bereich ein Loch. Wer den Kopf in das Loch steckt, tief Luft holt und hineinsummt bis keine Luft mehr in der Lunge ist, kann einen tiefen Summton hervorzaubern. Jeder Mensch hat eine nur ihm eigene Organ-Vibration, den sogenannten „Tremor“. Hier die Erklärung auf einer Info-Tafel: „Das Summen erregt den Tremor enorm. Wahrscheinlich ist, dass das Summen in menschheitsgeschichtlicher Frühzeit noch mehr als Tanz, Gesang, Trommel und Flöte u. a. als eine belebende In-Ton-Setzung des Gesamtorganismus geübt wurde. Dieser Stein ist eine Nachbildung eines Summlochs im unterirdischen Höhlensystem auf Malta.“ Als ich ein weiteres Mal an diesem Loch vorbeikam und eine Frau ihren Kopf gerade hineingesteckt hatte, bemerkte ich zu dem in der Nähe stehenden Ehemann: „Nun haben sie eine kopflose Frau.“ Da schmunzelte er, sagte aber nichts.
 
Entlang der Strandpromenade und im „Park der Sinne“ am Ufer des Schmachter Sees sind viele schöne bronzene Skulpturen aufgestellt. 2 Sprüche, die ich am Boden neben der jeweiligen Figur auf einem Schild sah, möchte ich hier wiedergeben:
 
Antoine de Saint-Exupery: „Es gibt nur einen echten Luxus, das sind die menschlichen Beziehungen … Wenn ich unter meinen Erinnerungen die heraussuche, die ihren köstlichen Geschmack behalten haben, wenn ich die Bilanz der Stunden mache, die in meinem Leben gezählt haben, dann sind es mit Sicherheit solche, die mir kein Vermögen der Welt verschafft hätte. Die Freundschaft eines Mermoz, eines Gefährten kann man nicht kaufen, mit dem gemeinsam bestandene Prüfungen einen für immer verbinden.“
 
Fjodor M. Dostojewski: „Wir haben gesunde Entschlüsse nötig; früher werden wir nicht zur Ruhe kommen. Und nur die Ruhe ist die Quelle jeder grossen Kraft. Ruhe aber haben wir wenig, besonders geistige Ruhe fehlt uns, und gerade diese wäre die Hauptsache, denn ohne geistige Ruhe gibt es auch keine andere.“
 
„Küstennebel“ und „Möwenschiss“
Die Fahrt mit dem Motorschiff „Kap Arkona“ zur 12 km langen Kreideküste war ein Erlebnis der besonderen Art. Die Kreideküste im Nationalpark Jasmund erstreckt sich von Sassnitz nach Lohme.
 
Die See war ruhig, der Kapitän gesprächig und die Speisen an Bord ausgezeichnet. Als ich die Speisekarte studierte, fielen mir die lustigen Namen der Spirituosen auf. So gab es einen „Küstennebel“ (Schnaps mit Sternanis), „Fietes Mövenschiss“ (Saures mit Wodka) oder der „Kleine Feigling“ (Feige mit Wodka). Eine Spezialität war der „Sanddorn-Zimt-Traum“ (Sanddornnektar mit Zimtsirup und Sahnehaube) oder der „Sanfte Engel“ (Sanddornnektar mit Vanilleeis und Sahnehaube). Da ich für eine solche Art von Engeln schwärme, genoss ich während der Fahrt einen „Sanften Engel“. Er schmeckte unbeschreiblich gut.
 
Unser Kapitän, der sich nicht mit Namen vorstellte, gab immer wieder interessante Details über die Küste bekannt. Auch schwang in seinen Kommentaren Wehmut durch, besonders dann, wenn er über die Abstürze an den Kreidefelsen berichtete. In der Tat sahen wir etliche Kreideabbrüche. Sogar die dort befindlichen Bäume wurden mit in die Tiefe gerissen. Nun, der Kapitän und sicherlich auch die Rüganer werden betrübt sein, wenn eines Tages die Felsen verunstaltet oder keine Kreidefelsen mehr zu sehen sein werden.
 
Die Kreide wurde übrigens vor rund 67 Millionen Jahren durch Meeresablagerungen von Mikroorganismen (Kokkolithen, Foraminiferen, Schwammnadeln und Moostierchen) gebildet. Die Rügener Kreide besteht zu 98 % aus Kalziumcarbonat. Die übrigen Bestandteile sind Magnesium-, Silizium-, Eisen- und Aluminiumverbindungen. Die Kreide ist durchmischt mit jüngeren Gesteinsschichten aus der Eiszeit (Sand, Lehm, Mergel). Über die Heilkreide-Anwendungen werde ich gesondert in einem Blog berichten.
 
Vom Kapitän erfuhren wir auch, dass die Kreide viele knollige und plattige Feuersteine enthält. Feuersteine findet man auch im Geröll an den Stränden. Einige Steine weisen ein Loch auf. Diese werden als „Hühnergötter“ bezeichnet. Die abergläubischen Vorfahren glaubten, diese Steine würden Krankheiten von Mensch und Tier abwehren und Wohnstätten vor Geister und Dämonen schützen. Heute sind Amulette mit Hühnergöttern am Lederband als Glücksbringer gebräuchlich. Die Feuersteine, die härter als Stahl sind, bestehen aus Kieselsäure (Siliziumdioxid). Sie wurden von Kieselskeletten der Strahlentierchen (Radiolarien), von Kieselalgen (Diatomeen) und Nadeln von Kieselschwämmen gebildet.
 
In der Nähe von Mukran gibt es ein Feuersteinfeld mit unzähligen Knollen.
 
Unser Kapitän bemerkte dann noch, dass das Eis der letzten Eiszeit vor 8000 bis 10 000 Jahren etwa 300 m dick war (über Meereshöhe gerechnet). Dabei wurden viele Findlinge weiterbefördert. Die Findlinge stellen heute eine Gefahr für die Seefahrt dar. Der grösste Findling im Wasser hatte einen Durchmesser von 27 Metern. Aus diesem Grunde konnten wir die Kreidefelsen nur in einer Entfernung von 500 Metern beobachten.
 
Die bekannteste Kreideformation ist der 117 Meter hohe Königsstuhl. Der Name wurde von einer Sage geboren. Derjenige, der den Felsen erklimmt, wurde zum König ernannt. Auf dem Königsstuhl befindet sich eine Aussichtsplattform, die wir an einem anderen Tag besuchten.
Links vom Königsstuhl ragt der Felsen „Viktoria Sicht“ in die Höhe. Der Name rührt von der Kronprinzessin Viktoria von England her. König Wilhelm I. – der spätere Kaiser Wilhelm I. − benannte nach einem Morgenspaziergang am 10.06.1865 diese herrliche Aussicht nach seiner Schwiegertochter.
 
Nach einer Kehrtwendung des Schiffes fuhren wir wieder nach Binz zurück. Der interessante Ausflug am Nachmittag war nach 2 ¾ Stunden beendet.
 
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus (die Busgesellschaft RPNV wirbt mit dem Slogan „Eine Insel mit viel Bus“) zum Nationalpark Jasmund und konnten dort auf der Besucherterrasse des Kaiserstuhls die grandiose Sicht auf weitere Kreidefelsen geniessen.
 
Der Nationalpark ist der kleinste Park Deutschlands. Es gibt dort Rotbuchenwälder. Sie bilden das grösste zusammenhängende Buchenwaldgebiet an der Ostseeküste. Die ältesten Buchen sind im Nationalpark ca. 300 Jahre alt.
 
Im Restaurant des Nationalparks fand ich an einer offenen Stelle in der Wand diesen Hinweis: „Salpeter ist heute eine Seltenheit! Unser historisches Mauerwerk ist dauerhaft durchfeuchtet. Das macht die Innenräume auf natürliche Art angenehm frisch.“
 
An einem weiteren Tag besuchten wir die berühmte Seebrücke von Sellin. Die Seebrücke mit dem Restaurant wurde mehrmals durch Sturmfluten und Packeis zerstört. Der Wiederaufbau nach historischem Vorbild wurde 1992 in Angriff genommen. 6 Jahre später war der Bau, den ich als einen der Schönsten halte, fertig. Rügens längste Seebrücke ist 394 m lang. Am Ende der Seebrücke befindet sich eine besondere Attraktion: Die 2008 eröffnete Tauchgondel. Interessierte können sich in 4,5 m Tiefe bringen lassen und dort die Unterwasserwelt der Ostsee studieren.
 
Fortsetzung folgt.
 
Internet
 
Literatur
Boy, Klaus: „Der Weg zum Seebad Binz“, hadiko creativ media, Binz (keine Jahresangabe).
Kramer, Heike: „Jagdschloss Granitz“, Thomas Helms Verlag, Schwerin 2010.
Lopez-Guerrero, Gabriel; Tzschaschel, Sabine: „ADAC Reiseführer Rügen“, München 2010.
Reinicke, Rolf: „Feuersteine, Hühnergötter“, Demmler Verlag, Ribnitz-Damgarten 2010.
 
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