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BLOG vom 23.04.2012


Reaktionen auf Blogs (120): Dummheiten und Weisheiten

 Präsentation der Leserpost: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com) 

„Der im Textatelier.com dargestellten Bewertung der politischen Tätigkeit des US-Präsidentschaftskandidaten Ron Paul ist aus meiner Sicht voll zuzustimmen. Dies gilt insbesondere für die 2 ganz zentralen politischen Grundsätze, die er verfolgt, nämlich die Abschaffung des Federal Reserve Systems und die Beendigung der weltweiten US-Militärabenteuer.
 
Der Umstand, dass die amerikanische Bevölkerung die Vorteile, die sich für sie aus einer solchen Politik ergeben würden, bisher offenbar noch nicht erkannt und bei den aktuellen Wahlen nicht berücksichtigt hat, ist wohl auf das Verblödungsfernsehen und die Konzernmedien zurückzuführen, die Ron Paul überwiegend ignorieren. Das beruht wahrscheinlich darauf, dass Ron Paul bei einem Wahlerfolg eine Gefahr für den militärisch-industriellen Komplex und das Wallstreet-Finanzgesindel wäre.
 
Es ist zu befürchten, dass, solange es den US-Amerikanern noch gelingt, ihren Lebensstil auf Pump über die Globalisierung zu Lasten anderer Länder zu finanzieren, sich die politischen Verhältnisse in den USA nicht grundlegend ändern werden und Politiker wie Ron Paul, die für die globale Sicherheit einen grossen Fortschritt bedeuten würden, keine Chancen haben.“
 
Diese markanten Worte schrieb Martin Eitel aus Berlin (E-Mail: m.eitel@gmx.net) als Reaktion auf das Blog vom 25.03.2012: Weshalb ich Ron Paul wählen und die Fed abschaffen würde. Da ja Ron Paul nicht den Hauch einer Chance hat, US-Präsident zu werden, ergibt sich daraus auch, dass aus dem anmassenden Weltpolizeistaat, der keine Skrupel kennt, wenn es um seine eigenen Interessen geht, nach den Wahlen im Prinzip alles so bleiben wird, wie es vorher war. Und da ist für Zuversicht kein Platz.
 
Bunt schillerndes Indien
Dank Richard Gerd Bernardy (E-Mail: g.richard.b@googlemail.com) sind unsere Leser seit einigen Wochen aus erster Hand recht detailliert über das Leben in Indien im Bilde: In jenem Land gibt es zum Glück noch etwas, das dem Westen zunehmend abhanden kommt: Toleranz. Das Land ist derart bunt, vielfältig und vom Bestreben nach Individualität durchdrungen, dass für die Gleichschaltung nach Globalisierungsmuster kein Platz ist.
 
Offenbar kommen die Berichte auch in Indien gut an. In 2 E-Mails hat Shilpa Pandeshwar (E-Mail: shilpa_p01@rediffmail.com) die Schilderungen von Gerd Bernardy gelobt:
 
„Sehr gut geschrieben, Herr Bernardy. Ihr Artikel über das Leben in Indien, was das Besondere Normalitat ist, hat mich tief beeindruckt. Spitze.“
 
Und zum Bericht über die Köstlichkeiten am Strassenrand: „Ihr ausführlicher Bericht hat mich neugierig gemacht. Sehr gut beschrieben und nützlich für Schleckermäuler wie ich.“
 
MfG
Shilpa
 
Kokoswasser und -öl
Über das Blog vom 11.02.2012 Gesundes vom Palmendach: Kokoswasser und Kokosnussöl aus der Feder von Heinz Scholz schrieb Richard Gerd Bernardy:
 
Lieber Herr Scholz,
ich kann dem in Ihrem Blog erwähnten Rolf P. Hess nur zustimmen: Kokoswasser ist wirklich köstlich, und es vergeht bei mir hier in Bangalore kein Tag ohne den Genuss von Kokoswasser und auch des Kokosnussfruchtfleisches. Der Kokosnussverkäufer weiss genau, wie alt die Kokosnüsse sind (je älter, desto weniger Fruchtfleisch). Da ich kein Kannada, die hiesige Landessprache hier in Karnataka, kann, zeige ich dem Verkäufer durch eine kurze Handbewegung, dass ich auch Fruchtfleisch haben will. An der Spitze der Frucht schneidet er mit einem Krummmesser solange, bis er durch Bohren das Innere erreicht. Getrunken wird mit einem Plastikhalm. Nach dem Austrinken halbiert er die Frucht. Er holt aus der einen Hälfte das Fruchtfleisch heraus, lockert es in der anderen Hälfte und reicht mir die Hälfte mit dem Fleisch aus beiden Seiten mit einem vorher abgeschnittenen Schaber aus Kokosnussholz.
 
Kokoswasser und das Fruchtfleisch sind sehr köstlich, sättigen sogar ein wenig. Die Verkäufer stehen hier in der Stadt alle paar Hundert Meter am Strassenrand. Auf einer Karre liegen mehrere Dutzend der grossen, grünen Nüsse. Morgens früh kommt ein kleiner Lieferwagen und bringt sie. Sie sind noch an den Ästen. Hier kostet der Genuss 15 Rupien, das sind etwa 25 Eurocent.
 
Es kommen auch Menschen vorbei, die mehrere, noch nicht mit einem Loch versehene, aber sonst schon präparierte Nüsse mit nach Hause nehmen – als Mitbringsel, Nachtisch oder einfach für den späteren Genuss.
 
Kurios ist übrigens, dass in der Welt etwa 150 Menschen jährlich durch herabfallende Kokosnüsse sterben, mehr als durch Haie. In der Zeitung stand letztens, dass jemand einen Ast mit mehreren Nüssen auf den Kopf bekommen hatte und daran verstorben ist.
 
Kokosnusspalmen wachsen nicht nur auf dem Land, sondern auch mitten in der Stadt, die Kokosnüsse sind oft hoch über den Dächern und können durch die Besitzer bzw. durch Menschen, die die Palme hoch klettern können, direkt geerntet werden!
 
Richard Gerd Bernardy
 
Zu Emil Baschnongas Aphorismen und das Wetter
Zum Blog vom 19.03.2012 („Aphorismen-Nachschub: Von der Lauf- zur Rutschbahn“), verfasst von Emil Baschnonga, schrieb Gerd Bernardy:
 
Lieber Herr Baschnonga!
Aphorismen zu lesen ist immer Vergnügen, sind doch kleine Weisheiten darin in kurzen Aussagen zusammengefasst.
 
Ich bin für einige Monate in Bangalore, Indien. Hier stimmt Ihr Aphorismus „Das Wetter ist der Rede nicht wert.“ vollkommen. Es ist einfach ein unwichtiges Thema. Etwas, was wir in Europa nicht verstehen, dient das Thema Wetter doch als Einstieg in ein Gespräch, als Füllmaterial, als allgemeine Klage, usw. Dabei ist auch in Indien das Wetter nicht immer gleich. Hier im Süden sind die Monate von November bis Februar nicht ganz so warm, danach immer wärmer, bis der Monsun beginnt und der Rhythmus sich wiederholt. Momentan (Mitte März 2012) ist es tagsüber zirka 35 Grad C, kein Grund für Inder, darüber zu stöhnen. Es gehört einfach zum Leben.
 
Entdeckungen beim Wandern und Lesen
Vom Blog vom 01.08.2005 („Unwetter-Spuren: Todtmoos-Wanderung mit Hindernissen“) von Heinz Scholz fühlte sich Christian Wirth (E-Mail: c.b.wirth@t-online.de) angesprochen:
 
Die „Unwetterspuren“ haben mir manches wieder in Erinnerung gebracht, was schon vergessen schien! Manch interessantes Detail war in der Schilderung aber auch neu für mich, obgleich ich hier im Wiesental lebe: zum Beispiel, dass hier ein Film gedreht wurde, oder das Erlebnis mit dem Löffelschnitzer.
 
Das Sechseläuten in Zürich
Zum traditionellen Bestand gehört das alljährliche Sechseläuten in Zürich, über das Rita und Letizia Lorenzetti berichtet haben: Blog vom 15.04.2012 („Frühling in Zürich: Sechseläuten, mit dem Böögg gefeiert“). Heinz Scholz aus Schopfheim D über die Bedeutung von traditionellen Bräuchen:
 
Mit Vergnügen habe ich das Blog übers Zürcher Sechseläuten gelesen. Dabei wurden Kindheitserinnerungen wach. Bei uns in Deutschland gab es diesen Brauch nicht, dafür genügend andere. Die brachten Abwechslung und Freude in den Alltag. Meist waren es kirchliche Veranstaltungen, dann das Maibaumsetzen und der anschliessende Tanz um den Baum, Umzüge in der Fastnachtzeit (ich wohnte damals in Bayern, dort hiess die 5. Jahreszeit Fasching) usw. Ab und zu kam ein Zirkus in unser Dorf. Das waren Höhepunkte, die man nie vergisst.
 
Heinz Scholz
 
Ja, Bräuche stehen wie Laternen in regelmässigen Abständen am Lebensweg, ohne als Wegweiser zu dienen. Das ist das Angenehme daran.
 
Hinweis auf die bisher erschienenen „Reaktionen auf Blogs“
12.08.2011: Reaktionen auf Blogs (111): Suchaktionen nach dem Verstehen
24.12.2011: Reaktionen auf Blogs (116): 2996 Tagebuchblätter in 7 Jahren
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