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BLOG vom 27.08.2012


In Abgründen der Sense: Rheinaubund bei Tiefschürfendem
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
Wer das deutschsprachige Wort Sense hört, denkt eher ans altehrwürdige Gerät zum Mähen mit dem etwas gekrümmten Schneideblatt als an einen Fluss. Einen kaum bekannten Fluss dieses Namens Sense (französisch: Singine) gibt es im Sensebezirk (Hauptort: Tafers) des schweizerischen Kanton Freiburg (Fribourg). Doch so einfach ist die Sache auch wieder nicht: Nördlich und südlich von Schwarzenburg BE spielt die Sense die Rolle eines Grenzflusses zwischen den Kantonen Freiburg im Westen und Bern im Osten. Aber auch das stimmt nicht genau genug: Da die Sense im relativ weichen, voralpinen Sandstein einen breiten Graben ausgehoben hat, mäandriert sie in ihrem Bett, das ja eigentlich ein Doppelbett ist, worin man hin und her rutschen kann, solange das der brave Nachbar oder die Nachbarin toleriert.
 
Das Flussbett wird durch Wasser und Geschiebe häufig umgestaltet. Der Wasseranfall ist grossen Schwankungen unterworfen, zumal zahlreiche Wildbäche im Gantrisch- (Kalte Sense) bzw. dem Schwarzseegebiet (Warme Sense, Zusammenfluss bei Zollhaus) den obersten Teil der Sense an der Stockhornkette bilden. Deshalb brachte man die Kantonsgrenze nicht mit dem Fluss in eine momentane Übereinstimmung, sondern liess die Grenze mitten im Talgraben verlaufen. Die Landeskarten müssen also nicht permanent umgezeichnet werden.
 
So weit, so gut. Nun macht allerdings das Dorf Albligen BE (gehört zur Gemeinde Schwarzenburg) dem schematischen Grenzverlauf einen Strich durch die Rechnung: Albligen befindet sich auf der Freiburger Seite (linksufrig) der Sense, so dass der Kantonsgrenzverlauf einen weiten Bogen um dieses bernische Dorf macht, dann aber in der Nähe der Stockmatt wieder zur Sense zurückfindet und den Fluss Richtung Flamatt begleitet, wo die Sense begradigt ist und es immerhin auch Ausweitungen gibt
 
Natürlich tönt das alles furchtbar kompliziert (das ist es auch), doch taucht man an einem tropischen Sommertag in die verhältnismässig kühle Senseschlucht ein, spürt man wenig von dieser Reibungsfläche zweier Kantone. Der Wanderer freut sich, ob auf Berner oder Freiburger Boden, einfach über die grandiose, urtümliche Flusslandschaft mit den gigantischen Sandsteinfelsenkulissen.
 
Exkursion mit dem Rheinaubund
Über die Sense als solche ist wenig bekannt und geschrieben, und ich selber kannte diesen rechten Nebenfluss der Saane (Zusammenfluss bei Laupen BE) bisher nicht, eine Bildungslücke, die irgendwann geschlossen werden musste. Denn der Sensegraben, in der Tertiär-Periode (beginnend vor etwa 65 Millionen Jahren) entstanden, ist eines der grössten zusammenhängenden Naturschutzgebiete der Schweiz, wobei auch die Hänge ins geschützte Gebiet einbezogen sind; gleichzeitig wurde das umgebende Schwarzburgerland modelliert.
 
Als eine Einladung des Rheinaubunds zu einer Exkursion am 19.08.2012 in diesem Gebiet unter dem Motto „Die Tiefschürfende“ ins Haus flatterte, lag es nahe, die Gelegenheit zu ergreifen. Ich habe mich in meinen „Natürlich“-Jahren häufig mit dieser agilen Organisation von naturschutzkundigen Idealisten, die eine fundierte Arbeit leisten, befasst. Insbesondere hatte ich mit dem Forstingenieur Dr. Alfred Huber Kontakt, der am 12.03.2008 im Alter von 90 Jahren verstorben ist und der Organisation viele Impulse vermittelt hat.
 
Der Rheinaubund wurde 1960 im Zusammenhang mit dem NOK-Kraftwerkbauprojekt Rheinau gegründet, das wegen des Rheinaufstaus den Rheinfall um 2 m niedriger machte und die Klosterinsel Rheinau in Mitleidenschaft zog, wie der ehemalige Rheinaubund-Geschäftsführer Ruedi Schneider, ein über die Pensionierung hinaus aktives Urgestein, beim Eintreffen der Exkursionsteilnehmer im Restaurant „Bahnhof“ in Schwarzenburg ausführte. Das Kraftwerk konnte nicht verhindert werden; doch der Rheinaubund blieb eine bedeutende Vereinigung von Menschen, denen es daran gelegen ist, ihre Erfahrungen, ihr Wissen im Hinblick auf den Schutz von Flusslandschaften einzubringen.
 
Für gewässerschützende Grosstaten motiviert, starteten die rund 30 Personen inkl. Kinder unter der Leitung des Gewässerökologen Christian Imesch vom UNA Bern (Atelier für Naturschutz und Umweltfragen) zur einer Wanderschaft, vorerst auf einem kleinen Wegstück des Jakobwegs. Sie bogen beim Feuerwehrmagazin nach links Richtung Sensetal ab, kamen am Weiler Wart vorbei und tauchten rechts hinunter ins Naturschutzgebiet Sense-Schwarzwasser ab. Die Hitze des Tropensommertags wich der angenehm feuchten, kühlen Waldesluft und -lust. Der Weg zwischen dem geschliffenen Sandstein-Abhang im Gebiet Torenöli ist fast luxuriös, teilweise mit Kopfsteinpflaster versehen. Ein kleiner militärischer Schiessplatz ist für die infanteristische Übung des Häuserkampfs eingerichtet. Der Bund betreibt im Sensegraben heute die 3 unabhängigen Schiessplätze „Torenöli“, „Harris“ und „Ruchmüli“.
 
Nach einem gross dimensionierten und gut besetzten Parkplatz verloren wir uns auf Trampelfaden im buschigen Dickicht und erreichten dann die Sense: eher ein Bach denn ein Fluss.
 
An der Sense – mit dem Strom
Wir waren also zu Sensemännern und -frauen geworden und hätten nie gedacht, dass es in der Hölle (in des Worts unchristlicher Bedeutung eine Halle, ein geschützter Raum als Reich der Göttin Hel = die Bergende) so angenehm sein könnte. Selbstredend hat die Wasserdynamik die Anlage eines Wanderwegs als sinnlos erscheinen lassen. Also bewegt man sich über Geröll, umkreist gelegentlich einen alten Baumstamm, der zum Biotop wird. Für die etwa 9 km lang Stecke bis zur Schwarzwasserbrücke benötigten wir etwa 6 Stunden. Inbegriffen sind kurze Halte für Erklärungen durch den Tourenleiter und ein Mittagspause von gut einer halben Stunde. Christian Imesch fischte mit seinem engmaschigen Fangnetz auch Köcherfliegen- und Eintagsfliegenlarven aus dem Wasser. Die Fliegenlarven hatten sich an einem Stein befestigt; ihr Larvendasein ist länger als jenes in Gestalt der Fliege, das sie, ohne jetzt weitere Nahrung aufzunehmen, nur noch zur Paarung brauchen. Dann ist ihre Mission erfüllt.
 
Da der Fluss manchmal auf der einen oder anderen Seite bis unmittelbar an die steilen, wo möglich bewaldeten Steinwände (Prallufer) heranfliesst, mussten wir die Seite des Wassers mehr als ein Dutzend Mal wechseln, meist durch kräftig fliessendes, kühles bis knietiefes Wasser. Bei den beiden ersten Querungen zog ich die Wanderschuhe aus und zirkulierte barfuss auf dem glitschigen Geröll, fand kaum Halt, da die Zehen und auch die Füsse gern tiefer ins Flussbett eingesunken wären. Rheinaubund-Vorstandsmitglieder nahmen mir Kamera und Schuhe ab, gaben mir etwas Halt, eine menschenfreundliche Geste.
 
Doch als sich eine Flussüberquerung an die andere anschloss, behielt ich die festen Wanderschuhe an und konnte nun die Flussseiten problemlos wechseln. Die Abkühlung tat gut, und die befürchteten Blasen an den nassen und damit aufgeweichten Füssen blieben aus. Am liebsten wäre ich gleich im Wasser, das als Kühler wirkte, weitergewandert. Eine mollige Ausflüglerin hatte in der Flussmitte aus Steinen einen behelfsmässigen Sitz zusammengebastelt, sass bis zur Taille im kühlenden Nass und las in dieser Position ein Buch. Lebensqualität.
 
Die von Hangwasser gespeiste, 36 km lange Sense (ohne Mitberechnung der Zuflüsse), die 1100 Meter Höhendifferenz überwindet, führte mit ungefähr 2,5 m3/sec. ausserordentlich wenig Wasser, ein rekordtiefer Wasserstand; die mittlere Abflussmenge beträgt etwa 9 m3/sec. Bei Hochwasser können es 300 bis 500 m3/sec. sein. Die Schwankungen sind also ausserordentlich gross – und damit auch die Flussdynamik. Solch glückliche Umstände haben dazu geführt, dass die Sense auf einer Länge von noch etwa 25 km als natürlichster Fluss im nördlichen Alpenbogen betrachtet wird – er hat die höchste naturschutzfachlichste Wertigkeit mit einer ungestörten Gewässerdynamik; auf der restlichen Strecke ist sie wasserbauerisch beeinträchtigt. im naturbelassenen Teil hat sich eine ganz eigenartige Auenlandschaft ausgebildet, die mit Gräsern und Sträuchern beginnt und, falls nicht alles weggespült wird, von einer Weichholzaue (mit Weiden und Erlen) in eine Hartholzaue (mit Buchen und Föhren) übergeht. Der seitliche Abschluss besteht aus dem hoch aufgetürmten, teilweise unterspültem Sandstein, an dem Uferschwalben ihre Flugkünste zelebrieren. Weil der Stein, ähnlich einem Speicherofen, bei Sonnenlicht ausreichend warm ist, brauchen die Vögel nicht auf den Eiern in den Brutröhren herumzusitzen, um über Sinn und Unsinn des Daseins zu brüten, sondern sie können, gesellig, wie sie sind, herumflattern und zum Beispiel nach einem Biber, einem Wanderfalken oder Kolkraben Ausschau halten, die es im Sensegraben ebenfalls auch gibt. Im Sandsteinfelsen gibt es grosse Löcher, die auf die militärische Nutzung dieses Gebiets hinweisen.
 
Invasive Neophyten breiten sich aus
Selbstredend haben sich auch unerwünschte Lebewesen in der Umgebung der Sense angesiedelt, womit ich jetzt nicht etwa die vielen Nudisten meine, die sich an heissen Sommertagen hier ihre Ganzkörperbräune besorgen. Früher war die Freikörperkultur skandalverdächtig, heute ist sie kein Diskussionsthema mehr. Diese sonnenhungrigen Leute, fantasievoll modelliert von bulimisch bis fettleibig, sind friedfertig, stören nicht, ganz im Gegensatz zu den pflanzlichen Neophyten, die in die Senselandschaft eingedrungen sind und hier für knallige Farbe sorgen: Besonders gut gefällt es dem Drüsigen Springkaut, das schon im 19. Jahrhundert als Zierpflanze aus dem indischen Subkontinent (vornehmlich aus dem Himalaya-Gebiet) nach Europa verschleppt wurde. Sie vermehrte sich hier – fast möchte man sagen – explosionsartig, da die Pflanzen mit einem Schleudermechanismus ausgerüstet sind und die Tausenden von Samen bis 7 m weit hinweg katapultieren können. Übermässig vertreten sind an der Sense auch die wuchernden Goldruten und der Sommerflieder, die von jedem Ökologen als Störenfriede disqualifiziert werden. Solchen Pflanzen wird man nicht mehr Herr.
 
Viele Teilnehmer an der Exkursion freuten sich am schönen Geröll, das oft beinahe viereckig und dünn ist. Darunter befinden sich sogenannte Klangsteine, die angenehme Töne von sich geben, schlägt man mit einem anderen Stein auf sie ein. Zum Rauschen des Flusswassers kann man damit den Takt schlagen.
 
Die Grasburg
Interessant ist, dass der Blick bei aller landschaftlichen Schönheit und den unendlich vielen Einzelobjekten in solch einem Canyon doch immer an Menschenwerken kleben bleibt. So zog kurz nach dem Einstieg in den Talgrund auf einem fast senkrecht abfallenden Felsvorsprung hoch oben die mächtige Festung Grasburg die Aufmerksamkeit auf sich, für mich eine Neuentdeckung. Die baufällige Burg, von der noch einige Aussenmauern stehen, die aber noch nicht alles von ihrem Herrschaftsanspruch eingebüsst hat, erinnert daran, dass in diesem Gebiet die Interessen deutscher und welscher Machthaber aufeinandergeprallt waren. Ich habe nach der Heimkehr in der zweibändigen offiziellen „Geschichte des Kantons Freiburg“ von Roland Ruffieux (Herausgeber), 1981 erschienen, gelesen, wie es zur Grasburg kam, bevor Gras darüber wuchs. Ich staunte nicht schlecht, als ich selbst hier wieder Auswirkungen des Hauses Savoyen begegnete – wenige Tag nach meiner Rückkehr von einer Savoyen-Exkursion.
 
Im erwähnten Geschichtsbuch wird erzählt, wie Savoyen mit seiner Grossmachtpolitik im 13. Jahrhundert Zug um Zug zur Sprachgrenze, dem heutigen Röstigraben, vordrang und ihm 1255 die Erweiterung des Machtbereichs ins deutschsprachige obere Aaretal gelang. Wörtlich (Band 1, Seite 216), in einer etwas unklaren Ausdrucksweise: „Gesichert durch den Erwerb der Sensetalfesten Gümmenen (1259), Grasburg (1263) und Laupen (1267) scheint der Vorstoss nicht mehr aufzuhalten“, was wohl bedeutet, dass der Savoyer-Vorstoss nicht aufgehalten werden konnte, obschon es Festungen gab. „Einzig Bulle und Freiburg selbst blieben fest in den Händen ihrer Stadtherren, dieses in kyburgischem, jenes in bischöflichem Besitz.“
 
Und dann kommt das Geschichtswerk auf die Sensefestung Grasburg zu sprechen: „Knapp vor dem Tod Peters II., in dessen Krieg mit Rudolf von Habsburg, kündigt sich die Wende an. Mit Österreich tritt eine neue Gegenmacht, die erste dem Haus Savoyen gewachsene seit Erlöschen der Zähringer, ins Spiel. Verläuft auch jenes erste Treffen zur Hauptsache unentschieden, so geht doch die stärkste Sensefestung, die Grasburg (1267), kurz darauf Laupen, an Österreich verloren.“ Der historische Rest in Kurzfassung: 1423 kauften Bern und Freiburg die Burg den Savoyern ab und verwalteten das Gebiet abwechslungsweise. 1573 zog der Landvogt nach Schwarzenburg um, und die Grasburg war nun dem Verfall preisgegeben. 1803 kam die Herrschaft Grasburg auf ihren eigenen Wunsch zum Kanton Bern. Wer will, kann von Schwarzenburg oder Lanzenhäusern in nur 40 Minuten zur Ruine hinauf wandern und dort für etwas Leben sorgen.
 
Unsere eigene Wanderschaft ging gegen 17 Uhr bei der Schwarzwasserbrücke zu Ende, wo sich besonders viele Erholung- und Abkühlung-Suchende im Sensewasser tummelten oder sich daneben behaglich eingerichtet hatten. Wir hatten auf der steilen Strasse, neben der viele Autos parkiert waren, den Aufstieg zur Bahnhaltestelle Schwarzwasserbrücke zu bewältigen. Beim Austritt aus dem Wald schlug uns ein Schwall von Heissluft entgegen. Mit kalten Getränken wurde der Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung gebracht. Und der Zug brachte mich nach Schwarzenburg zurück, die mittlere Halsdurchflussmenge erhöht.
 
Erinnerung an den Kurzwellensender
Diesmal hatte ich vom schönen Dorf Schwarzenburg einen besseren Eindruck als damals, in den 1980er-Jahren, als ich hier für eine Reportage über den unerträglichen Elektrosmog recherchierte und mich mit dem widerstandskämpferischen Hans-Ulrich Jakob traf. Der 1939 installierte und 1940 in Betrieb genommene Kurzwellensender Schwarzenburg (Schweizer-Radio-International, das pro-westliche Informationen in alle Welt und vor allem in die Überseegebiete verbreitete) verseuchte die Ortschaft mit ungehörigen Strahlenmengen, es gab offensichtliche Erkrankungen (Schlafstörungen, Depressionen, Krebs, Diabetes; in Kuhställen kam es zu vielen Frühgeburten); doch die Behörden und die Kommunikationsindustrie (Telecom, Vorgängerin der Swisscom, und PTT) wiegelten ab, obschon die Strahlenmenge das zulässige Mass bei weitem überschritten hatte. Jakob sprach von einem „Grenzwert-Hokuspokus“. Studien wurden falsch angelegt, verwässert oder die Resultate verheimlicht (in einem Fall während 8 Jahren), ähnlich, wie es heute im Bereich des Handy-Geschäftsmodells geschieht. Der damalige Wirtschaftsminister, Bundesrat Adolf Ogi, unterstützte den Studienschwindel, stellte in Abrede, dass es gesundheitliche Auswirkungen gegeben habe. Dabei war es mit seiner Volksverbundenheit nicht gerade weit her.
 
Die elektromagnetische Strahlung wurde von Schwarzenburg aus in gebündelter Form über diverse Richtantennen zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten in 5 verschiedenen Hauptrichtungen abgestrahlt (Fernost, Nahost, Afrika, Südamerika und Nordamerika). Damit diese Distanzen bewältigt werden konnten und wenigstens noch ein kleiner Bruchteil in den Empfängerländern ankam, musste die Kurzwellenstrahlung in einer Intensität abgestrahlt werden, die man sonst in der ganzen Telekommunikation nirgendwo erreicht.
 
Als ich mich bei einem persönlichen Augenschein den Richtantennen auf dem Hochplateau näherte, stieg die Elektronik meiner Digitalkamera aus; als ich mich wieder entfernt hatte, funktionierte das Gerät wieder einwandfrei. Ich wiederholte die Übung mit gleichen Resultaten. Leuchtstoffröhren konnten im Strahlenmeer ohne weiteren Elektrizitätsanschluss zum Leuchten gebracht werden.
 
Der Sender wurde am 29.03.1998 angeblich aus „wirtschaftlichen Gründen“ definitiv abgeschaltet; die Antennenmasten wurden am 01.07.1998 gesprengt.
 
Die Wellen sympathischerer Art unterhalb von Schwarzenburg dürfen bleiben, und sie mögen dem duldsamen und naturverbundenen Ort zu einer anderen, angenehmeren Version von Bekanntheit verhelfen. In meinem persönlichen Fall hat das vollauf funktioniert.
 
Anhang
 
Naturschutzgebiet Sensegraben
Das Naturschutzgebiet Sensegraben umfasst auf Gebiet des Kantons Bern laut Regierungsratsbeschluss vom 05.03.1975 die Strecke von der Guggersbachbrücke bis zum „Büffel“ südwestlich von Mittelhäusern, 1 km unterhalb der Einmündung des Schwarzwassers, und den Schwarzwassergraben von der Einmündung des Lindenbachs unterhalb der Wislisau bis zur Einmündung des Schwarzwassers in die Sense. Es weist eine Fläche von 9 595 260 m2 auf.
 
Das Gebiet wurde durch den Berner Regierungsratsbeschluss als Naturschutzgebiet Sense und Schwarzwasser anerkannt. 1992 wurde das Gebiet ins nationale Aueninventar des Bundes aufgenommen, ist also von nationaler Bedeutung. Dies bedingte eine Anpassung der Gebietsgrenzen und der Schutzbestimmungen. Auf der Freiburger Seite gilt der Schutz seit 2003. Die Verzögerung auf der Berner Seite hängt mit der massiven Opposition der Bevölkerung zusammen. Im Kanton Bern sind die entsprechenden Massnahmen in diesem Jahr 2012 eingeleitet worden. Die touristische Nutzung (zu Erholungszwecken) bleibt bestehen. Das Wandern, Baden, Bräteln und Klettern sind weiterhin möglich. Doch können zum Beispiel während der Brutphase temporäre Ruhezonen für die Flussregenpfeifer eingerichtet werden. Der Bestand dieses Vogels wird von der Vogelwarte Sempach als „verletzlich“ angegeben und auf nur noch 100 bis 120 Paare in der Schweiz geschätzt.
 
Quellen
Ruffieux, Roland (Herausgeber): „Geschichte des Kantons Freiburg“, 2 Bände, Kommission zur Publikation der Freiburger Kantonsgeschichte, Freiburg 1981.
 
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