Startseite 
Kontakt  °  Inhaltsübersicht  
Seite weiterempfehlen
     23. Juli 2018, 15:46 Uhr
 


Schlossportal
 Kundeneingang

 
 
BLOGs nach Datum sortiert Alle BLOGS zum Zurückblättern
BLOG vom 13.11.2012


Die Satire: Warum Romney nicht Präsident werden konnte
Autor: Richard Gerd Bernardy, Dozent für Deutsch als Fremdsprache, Viersen/Niederrhein D
 
Eines Tages besuchte ich die Teepartie. Es gab nur Kräutertee, denn schwarzer Tee war verpönt. Dort war man der Meinung, man solle doch einmal genau hinschauen! Schwarzer Tee sei schädlich für das Land und die Bürger! Das könne man doch auch an den Politikern sehen!
 
Und sie sagten: „ Ist Ihnen die Ähnlichkeit noch nicht aufgefallen?“
 
Die Bürger, die die Teepartie wichtig fanden, fragten: „Welche Ähnlichkeit?“
 
Die Kräutertee-Menschen fragten: „Seid Ihr alle blind? Seht Ihr die Verschwörung nicht?“
 
Die Bürger fragten: „Wieso blind! Wir haben Augen im Kopf!“
 
Da sagten die Kräutertee-Menschen: „Augen reichen allein nicht, es braucht auch Hirn, um zu sehen!“
 
Da sagten die Bürger: „Herr lass’ Hirn regnen!“
 
Die Kräutertee-Menschen antworteten: „Uns hat der Herr schon erhört! Wir sehen!“
 
Die Bürger wurden ungeduldig: „Jetzt sagt uns endlich, was Ihr seht und was wir nicht sehen!“
 
Endlich rückten die Kräutertee-Menschen mit der Antwort heraus: „Seht Ihr denn nicht die Ähnlichkeiten: BARACK SADDAM HUSSEIN OSAMA BIN LADEN OBAMA ?”
 
Die Bürger staunten!
 
Sie sagten: „Dank an Euch, Ihr habt uns die Augen geöffnet!”
 
Die Kräutertee-Menschen jubilierten: „Und noch eins: Seht nicht nur die Namensähnlichkeit, es sind Muslime, sie sind schwarz!”
 
Die Bürger staunten noch mehr. Sie sagten: „Wer uns die Augen öffnet, muss gesegnet sein!”
 
Untereinander sprachen sie: „Jetzt verstehen wir erst, warum schwarzer Tee verpönt ist! Weissen gebührt die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit!”
 
Die Teemenschen jubilierten: „Amen, Halleluja!”
 
Und dann sagten sie: „2 davon sind tot!”
 
Und die Bürger fragten: „Wünscht Ihr, dass der Dritte in der Reihe ihnen nachfolgen soll?”
 
Die Teemenschen sagten: „Nicht physisch tot wünschen wir ihn, aber politisch!”
 
„Wie wollt ihr das anstellen?” fragten die Bürger.
 
„Seid grossartig! Wählt uns, wählt Romney! Dann sind wir ihn los!”
 
Da sagten einige Bürger: „Gebt uns nicht nur Kräutertee, wir wollen auch schwarzen Tee!”
 
Die Teepartiemenschen waren konsterniert.
 
„Schwarzer Tee ist schlecht für Amerika!” skandierten sie, „das war schon damals im Dezember 1773 so!”
 
Die Bürger standen mit fragenden Gesichtern da.
 
„Erinnert Euch,” sagten die Teepartiemenschen.
 
Dann zitierten sie John Adams: „Gestern Abend wurden 3 Ladungen Bohea-Tee ins Meer geschüttet. Heute Morgen segelte ein Kriegsschiff los. Dies ist die bisher grossartigste Massnahme. Dieses letzte Unternehmen der Patrioten hat eine Würde […], die ich bewundere. Das Volk sollte sich nie erheben, ohne etwas Erinnerungswürdiges zu tun – etwas Beachtenswertes und Aufsehen Erregendes. Die Vernichtung des Tees ist eine so kühne, entschlossene, furchtlose und kompromisslose Tat, und sie wird notwendigerweise so wichtige und dauerhafte Konsequenzen haben, dass ich sie als epochemachendes Ereignis betrachten muss.“
 
Ein Teil der Bürger sprach: „Auch heute brauchen wir eine grosse Tat. Sollen wir uns als Indianer verkleiden? Aber was schütten wir ins Meer?“
 
Da sagten die Teepartie-Menschen: „Es gibt einen Weg, den alle begehen können! Wählt Romney, schickt Obama in die Wüste!“
 
Und sie sagten auch: „Wir brauchen keinen Präsidenten, dessen Vorfahren aus einem anderen Kontinent kommen. Die Engländer haben wir auch verjagt!“
 
Viele Bürger aber liessen sich nicht überzeugen, sie wollten auch schwarzen Tee trinken. Sie wollten keinen Tee in den Hafen kippen. Das fanden sie lächerlich, denn beim nächsten Hurrikan wäre die Küste unter Teeblättern versunken. Sie wollten auch niemanden in die Wüste schicken. Für sie war die Namensähnlichkeit Zufall, sonst nichts.
 
Die farbige Bevölkerung kritisierte das Tun der Teepartiemenschen. Sie merkten, die wollen, so wie Romney, nichts Gutes für sie.
 
Ein Teil der weissen Bevölkerung, nicht die Reichen, sah das auch so.
 
Sie alle sagten: „Eine 2. Amtszeit für einen farbigen Präsidenten hatten wir noch nie! Wenn das nicht ‚epochemachend’ ist?“
 
Darum wählten sie Barack Obama! Es reichte gerade für seinen Sieg. Ob das eine patriotische Tat war?
 
Quellen
 
 
Hinweis auf ein weiteres Blog zur Obama-Wiederwahl 2012
07.11.2012: Obama bleibt: Wahlen 2012 über dem schrecklichen Abgrund
Ihre Meinung dazu?

 
Nach oben  
Alle Blogs
Liste der bisher erschienenen Tagebuchblätter
Blogs nach Autoren
Blogs nach Autoren
Artikel nach Autoren
Wer was geschrieben hat
  Twitter
Wir sind auch auf Twitter, ebenso unsere Gedankensplitter
 
   
  © 2002-2017 Textatelier