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BLOG vom 25.11.2012


Tierseuchenabstimmung: Stalltüren für Zwangsimpfer offen
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
Zu einer wahren Seuche haben sich in der globalisierten Welt die Tierseuchen entwickelt. Die in unendlich vielen Kleinschritten vollzogene Umwandlung der ehemals vielgestaltigen Erde zum uniformieren Einheitsdorf unter zentraler Führung der imperialistischen USA bewirkt, dass alles überall und jederzeit gleich ist. Auch das Denken.
 
Bricht in irgendeinem Dorfteil eine Seuche aus, hat man sie dank des flächendeckenden Intensivverkehrs gleich überall. Es ist nicht nur der Verkehr, der solche Verbreitungen fördert, sondern auch die geschwächten Immunsysteme sind daran schuld – genau wie im menschlichen Krankheitsgeschehen. Der Neoliberalismus, der den einst kapitalistischen Markt zu immer extremeren Gewinnerwartungen und damit zur Markradikalität anspornt, führt zu Überzüchtungen und damit zu labilen Organismen. Die ungebremsten Bakterien und Viren können sich nur freuen. Daran, das Übel an der Wurzel anzugehen, denkt niemand; das ist im Krankheitsgewerbe so üblich.
 
Viele intelligente Leute leben nach der Devise, dass es keine schlechte Situation gibt und man sich nur falsch verhalten kann. Also verhält man sich richtig und holt für sich heraus, was immer herauszuholen ist.
 
Seuchen sind ein Bombengeschäft für die Pharmazeutische Industrie und insbesondere für die Impfstoffhersteller (siehe Grippe-Impfgeschäft). Und selbstverständlich können unter solchen Vorbedingen auch staatliche Machtpositionen (unter der Oberherrschaft der Weltgesundheitsorganisation WHO) ausgebaut werden, so zum Beispiel hinsichtlich der Zwangsimpfungen, der kein Nutztier und in der Folge dann auch kein Mensch mehr entgehen soll. Wohin das in der Praxis führt, wurde in den letzten Monaten nach den Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit offenbar: Viel Rindvieh starb (auch Schafe können betroffen sein), und den Schaden hatten die Bauern zu tragen. Dass die Schäden, die sich aus den Anordnungen des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET) ergeben, auf die geschädigten Landwirte übertragen werden, dafür sorgt eine spezielle Verordnung. Dass der Schweizerische Bauernverband (SBV) unter dem zum Glück abtretenden Präsidium des Grossbauern Hansjörg Walter (SVP), der sich gern mit seinen enthornten Kühen ablichten lässt, der Vorlage zustimmte, spottet jeder Vernunft. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) hatte allzuspät, erst nach der Abstimmung in den Räten, ins Nein-Lager übergeschwenkt.
 
Viele eingebettete CH-Mainstreammedien schürten die Katastrophenängste mit, boten gar aus Belgien Zahlen von erkrankten Rindern mit blauer Zunge herum, die über den tatsächlichen dortigen Viehbestand hinaus gingen. Davon, dass man am Schluss noch Fleisch mit Blauzungen-Impfstoff (Impfrückstände) im Teller haben könnte – immer auf eigene Gefahr ‒, war wenig zu hören. Man wird darauf drängen müssen, dass Fleisch, das mit Impfstoffen verseucht ist, wenigstens deklariert werden muss.
 
Ungeimpfte Tiere und Menschen werden von dem Impf-Enthusiasten zu Seuchenträgern und zu einer Gefahr für die immungeschwächte Gesellschaft emporstilisiert, zu der auch die überzüchteten, auf Hochertrag getrimmten Tiere gehören.
 
In dieses trübe Kapitel einzuordnen ist die schweizerische Volksabstimmung über die „Änderung des Tierseuchengesetzes (TSG)“ vom 25.11.2012. Die vorerst noch verschleiernd angestrebten Impfzwänge für die Bewohner von Ställen und später auch für jene der menschlichen Behausungen werden mit der zielgerichteten Verbreitung von Ängsten vorbereitet. Dazu eine bezeichnende Leseprobe aus der bundesrätlichen Botschaft zur TSG-Änderung ans Schweizervolk: „Ein verstärkter globaler Tier-, Waren und Personenverkehr sowie der Klimawandel können (...) vermehrt zum Auftreten von Tierseuchen führen. Eine solche Seuche könnte einen enormen Schaden für die Schweizer Wirtschaft verursachen. Auf Menschen übertragbare Seuchen können zudem zu einer Bedrohung der Bevölkerung werden.“
 
Es wird durch eine verwedelnde Sprachregelung vernebelt, dass es letztendlich um die Bundeskompetenz zur Anordnung von Zwangsimpfungen geht: „Durch die Anpassung werden die gesetzlichen Grundlagen für die wirksame Prävention gegen Tierseuchen verbessert. Der Bund soll Vorsorgemassnahmen ergreifen, lenken und finanzieren können.“ Für die Prävention möchte der Bund jährlich 3 Mio. CHF loswerden.
 
Selbstredend ordnet sich der willfährige Bund, dem die nationale Unabhängigkeit nichts mehr zu gelten scheint, der globalen Allmacht unter: Er liess sich über die Gesetzesänderung ermächtigen, im Bereich der Tiergesundheit völkerrechtliche Verträge abzuschliessen: „Die internationale Vernetzung und die aktive Zusammenarbeit mit Internationalen Instituten und Organisationen werden dadurch erleichtert.“
 
Ich frage mich, wenn mir solch Hinweise auf die Unterwürfigkeit unterbreitet werden, weshalb man eigentlich die nationalen Gesundheits- bzw. Krankheitsbehörden nicht abschafft und einfach automatisch die WHO-Befehle direkt übernimmt, was über einen Umweg ja ohnehin geschieht. Die Tierseuchengesetzesänderung war die Vorstufe zu einem in der politischen Küche bereits brodelnden Epidemiegesetz, das auch Zwangsimpfungen ermöglichen würde, falls das Volk auch hier zustimmen sollte. Hoffentlich klappt es bis dann mit der Aufklärung besser als bei Tierseuchengesetz.
 
Mit beängstigender Ignoranz der Folgen, die sich nach der Zustimmung zur Änderung des Tierseuchengesetzes zweifellos einstellen werden, hat das Schweizervolk, den Empfehlungen von Bundesrat und Parlament folgend, diesem Geschäft mit 68,3 Prozent zugestimmt, obschon die bestehenden Möglichkeiten mehr als genug Spielraum für Zwangseingriffe bieten. Bei Abstimmungen über Krankheitsfragen fallen die Stimmbürger immer wieder auf die amtliche Propaganda herein; in diesem Spezialbereich erliegt die sonst zweifellos vorhandene politische Reife immer wieder systematisch betriebenen Angstverbreitungen. Standhaft blieben nur der Kanton Appenzell-Innerrhoden (55 % Nein) mit seinem gesunden Beurteilungsvermögen (und auffallend tiefen Krankheitskosten) und der innerschweizerische Urkanton Uri (stolzen 58 % Nein).
 
Man hat sich dem Mehrheitsentscheid, den nur 27 % der Stimmberechtigten fällten, zu fügen und die Folgen zu tragen. Gegen den Zeitgeist ist schwer anzukommen. Falls es einmal zu einer Zwangsimpfung gegen diesen kommen sollte, wäre dieser meine begeisterte Zustimmung gewiss. 
 
 
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