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BLOG vom 21.01.2013


Mali: Die „Friedenstruppen“, die Vernichtungskriege führen
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
Im Kontext mit dem Krieg um die Bodenschätze in Mali ist der Begriff Friedenstruppe (auch: Friedensmission) aufgetaucht: „Sicherheitsrat schickt Friedenstruppe nach Mali“, oder: „Ecowas setzt Friedenstruppen in Bereitschaft“ – in deren Namen nun Frankreich operiert, wie in Paris zu vernehmen war. Im ehemals kolonialen Namibia (ehemals: Deutsch-Südwestafrika) setzte Deutschland jeweils seine sogenannten Schutztruppen ein, nachdem gegen 100 000 Herrero und Nama, die Ureinwohner, ermordet und enteignet wurden, um Proteste niederzuschlagen. Die Schutztruppen schützten also die Interessen der deutschen Kolonialisten, und die jetzt in Mali operierenden Friedensbringer behüten Uranvorkommen sowie andere Bodenschätze und ausländische, besonders französische, Investitionen im zusammengestückelten westafrikanischen Land. Die Sicherung von Uran für die Energieproduktion und Atombomben wird heute indirekt als Friedensmission deklariert. Grosse Teile von Afrika sind nach wie vor unter Frankreichs Kontrolle: Das Land der Kolonisten unterhält dort etliche Militärbasen und hat Hunderte Soldaten in mehreren Staaten wie dem Senegal, Tschad, Gabun und der Elfenbeinküste stationiert.
 
Wenn über den Krieg gesprochen wird, kommt es zu Sprachverdrehungen, wie sie auch sonst üblich sind: Aus „Krieg“ wird „Frieden“, aus „Krankheit“ wird „Gesundheit“ – siehe Gesundheitswesen statt Krankheitswesen. Das sind Bestandteile der Irreführung und Besänftigung der Menschen, die am Ende ebenfalls mit den Folgen konfrontiert sind – zum Beispiel über höhere Abgaben zur Finanzierung der Kriegskosten.
 
Françafrique
Wer ob dem aktuellen Geschehen an Frankreichs scheussliche koloniale Afrika-Vergangenheit und die darauf folgende Zeit erinnert, ist ein Aussenseiter. Das Kunstwort „Françafrique“ bezeichnet die kriminelle Zusammenarbeit der Mächtigen in Paris mit Despoten in der Absicht, Einfluss, Rohstoffe und Geld in den ehemaligen Kolonien zugänglich zu machen. Und wenn Frankreich am 11.01.2013 wieder Truppen, Legionäre und Verbündete in die geplünderte Ex-Kolonie schickte und anschliessend aufstockte, löst das auf dem geschichtlichen Hintergrund starke Gefühle des Unbehagens aus. Man vermutet die Installation einer raffinierte Form von Kolonialisierung unter neoliberalen (auf Geschäfte ausgerichteten) Vorzeichen. Das ist ein kostspieliges Unterfangen; denn schnell wird man aus Westafrika nicht wieder herauskommen – Vietnam, Somalia und Afghanistan lassen grüssen. Die willkürlich zusammengestückelten Friedenstruppen haben sprachliche Verständigungsprobleme, unklare Befehlsstrukturen. Das Feldherren-Gehabe von François Hollande nützt hier wenig. Doch der Krieg kann nur in der Praxis geübt werden; Befehlshaber und Armeen kann man in Friedenszeiten nur ungenügend ausbilden – Scheingefechte mit Blindmunition ersetzen tatsächliche Kampf-Erfahrungen nicht. Übungsgelegenheiten in der Praxis, welche den Theorien neue Dimensionen verleihen, sind also willkommen. Auf die heutigen Partisanenkriege trifft das noch vermehrt zu.
 
Aufgrund dieses Sachverhalts, der zwar nicht öffentlich bestätigt wird, wird verständlich, dass alle, die in der Uno Rang und Namen haben, den Krieg in Mali begrüssen. Man bewege sich auf dem Boden des Völkerrechts, hiess es.  Als ob Militärinterventionen mit den verheerenden Folgen auch für die Zivilbevölkerung statt Versuchen zu einer friedlichen Konfliktlösung human sein und mit dem völkerrechtlichen Gewaltverbot in Übereinstimmung gebracht werden könnten (schliesslich war ja auch der Kolonialismus völkerrechtlich abgesegnet ...).
 
Der Uno-Sicherheitsrat hatte ein Mandat für eine Intervention unter afrikanischer Führung erteilt, die westafrikanische Gemeinschaft Ecowas hat sie seit Monaten geplant; doch dann preschte Frankreich vor. „Unter allen Ländern, deren Kräfte am Kampf gegen die Islamisten in Mali teilnehmen könnten, haben nur Nigeria und Tschad starke Armeen, wobei Tschad kein Ecowas-Mitglied ist“, stellte der Vizepräsident der Internationalen Krisengruppe, Alain Deletroz, fest.
 
Schweizer Diplomaten hatten schon seit längerer Zeit mit den Rebellen und der Regierung von Mali nach einer friedlichen Lösung gesucht – und ein Durchbruch war absehbar. Diese Bemühungen wurden durchkreuzt: Die plötzlich von Frankreich mobilgemachte, eigene Friedenstruppe mit ihren Panzern und Kampfflugzeugen, die ohne strategisches Konzept Ruhe und Ordnung ins islamische Mali mit seinen riesigen Ausmassen bringen sollte, schaltete sich gewaltsam ein. Sie wird inzwischen durch Militäreinheiten oder indirekten Unterstützungen aus weiteren interessierten Ländern ergänzt. Die Armee von Mali ist wenig schlagkräftig, unfähig, den radikalen Islamisten (der Islam ist im Prinzip von Natur aus fundamentalistisch) die Stirn zu bieten. Warum versuchte man denn nicht, den Konflikt mit friedlichen Mitteln wie Verhandlungen zu entschärfen und zu lösen? Dass das arme Land Mali militärisch nur bescheiden aufgerüstet hat, lässt auf eine eher friedliche Gesinnung schliessen. Nur hätte man die Tuareg als die eingeborenen (und staatlich schwer kontrollierbaren) Wandernomaden, die der Landesstruktur angepasst sind, nicht so sehr in ihren Rechten und Freiheiten zurückbinden dürfen – an Platz (an kargen Böden) für sie fehlt es ja nicht. Das war die Quelle der Unruhen.
 
Religion mit Gesetzeskraft
Das Gebiet des heutigen Staats Mali ist ein betont islamisches Refugium mit den harten Scharia-Sitten. Überall, wo die Religion zum Gesetz wird, stellt sich die Gnadenlosigkeit ein; man beruft sich auf eine höhere Macht, die alles zu legitimieren scheint (im mittelalterlichen Christentum kam es zu Inquisition und Hexenverbrennungen) – mit Verweisen auf den Willen Gottes ist alles zu entschuldigen. Und man kann sich schon fragen, ob es die Aufgabe des christlichen Westens mit seinen über Jahrhunderte andauernden, ständigen Religionskriegen bis hinauf nach Irland, mit seinen Missionierungen und Kolonialisierungen, sein kann, mittelalterliche islamische Zustände gewaltsam durch ein globalisiertes Einheitssystem zu ersetzen, das die Schere zwischen Reichtum und Armut vergrössert, Persönlichkeitsrechte ab- und staatliche Schnüffeleien ausbaut – immer mit dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung. Damit wird der Kampf der Kulturen losgetreten.
 
Kriegsschauplatz Erdgasförderanlage in Algerien
Dieser Kampf beflügelt den Terrorismus erst recht, der nicht einmal vom grossen Bush-Krieger II besiegt werden konnte; selbst die Wiederbelebung der Folterpraktiken half nicht. Die Rebellen meiden den offenen Kampf und schwenken zu Anschlägen und Guerillataktiken um. Das neueste Exempel dafür lieferte gerade al-Kaida beziehungsweise die diesem Netzwerk nahestehende „Maskierte Brigade“ des einäugigen Extremistenführers Moktar Belmokta. Auf der algerischen Erdgasförderanlage der BP, der norwegischen Statoil und einem algerischen Unternehmen in Tiguentourine bei Ain Aménas, rund 1300 km südöstlich von Algier, kam es am 16.01.2013 zu einer Massengeiselnahme – Personal aus westlichen Staaten und zahlreiche algerische Arbeitskräfte wurden gefangen genommen. Algerien hatte den Franzosen Überflugrechte für die Kriegsführung in Mali gewährt und erhielt nun die Quittung, wie anzunehmen ist.
 
Mit den Terroristen werde nicht verhandelt, sagte die algerische Regierung, dem gängigen Muster entsprechend. Algerien setzte am 17.01.2012 eigenmächtig zur Geiselbefreiung an, wobei es auf allen Seiten zu zahlreichen Todesopfern kam – ein Überblick über die dramatischen Zustände war nicht möglich. Am 19.01. folgte ein 2. Einsatz der algerischen Armee. Die Geiselnehmer richteten die Geiseln hin und wurden vom Militär selber erschossen. 23 Geiseln und 32 Geiselnehmer sollen umgekommen und 792 Geiseln befreit worden sein, so die vorläufige Bilanz – die Zahlen stammen als dem algerischen Innenministerium vom 19.01.2012.
 
Zweifellos darf Algerien selber bestimmen, was auf seinem Territorium passiert. Andere Regierungen wurden über die Einsatzpläne nicht informiert. Zahlreiche Regierungen wie die norwegische, britische, amerikanische und japanische kritisierten das Blutbad. Aus Algier hiess es, man habe der Hinrichtung der Geiseln zuvorkommen wollen. Das Resultat ist schrecklich. Hollande sah sich im Kampf gegen den Terrorismus bestätigt. Inzwischen sollen rund 2000 Franzosen in Mali kämpfen.
 
Die Resultate
Was hat denn die „Friedensintervention“ bisher gebracht? Tod, Krieg, Zerstörungen und sich ständig vergrösserte Flüchtlingskolonnen – Zehntausende sind betroffen. Zwar hatten die Flüchtlingsströme bereits eingesetzt, als die Tuareg und dann die Islamisten den Norden von Mali mit den wichtigen Städten Timbuktu, Gao und Kidal unterjochten. Doch seit der Intervention von Frankreich hat sich das Flüchtlingselend noch wesentlich vergrössert, und die Ernährungslage verschlechtert sich dramatisch. Kulturstätten sind zusätzlich bedroht. Die Bevölkerung leidet extrem. Nach Uno-Angaben sind bisher rund 150 000 Malier ins Ausland geflüchtet. Die wichtigsten Aufnahmeländer für die Flüchtlinge sind laut dem Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) die Nachbarstaaten Mauretanien, Niger und Burkina Faso.
 
Das alles lässt auf die Dimension des Kriegs schliessen, der weit über die Bedeutung eines Bürgerkriegs hinaus geht. Aus Libyen, wo der Westen die Rebellen unterstützte, kamen nach Muammar al-Gaddafis Sturz arbeitslos gewordene Krieger mitsamt den Waffenarsenalen nach Mali. Aber der enorme und professionelle Widerstand der sogenannten Islamisten, den selbst die gewiss gut ausgebildeten Truppen unter Frankreichs Flagge nicht so schnell brechen konnten, lässt darauf schliessen, dass die Wüstentaliban aus verschiedenen Ländern heimlich unterstützt werden, unter anderem wahrscheinlich auch aus Algerien, wo die arabischen Salafisten ihren Stützpunkt haben. (Der ultrakonservative Salifimus mit dem Motto „Zurück zum Koran“ ist bei allen Unterschieden in seiner Grundhaltung im Prinzip mit den orthodoxen Juden vergleichbar, unter denen selbst Israel leidet – es geht immer um die unbedingte „Rechtgläubigkeit“). Stecken auch Katar und Saudiarabien hinter den Kriegsförderern, wo Ultrakonservative, die Wahhabiten, ihre Wurzeln haben?
 
Die Frage nach der Herkunft der massiven Unterstützung der Rebellen ist zentral und bisher unbeantwortet; sie wird medial praktisch ausgeklammert, nicht nur im Mali-Konflikt. Wie in Bezug auf die Machthaber in nordafrikanischen Staaten erfolgt die Zuteilung in Gute und Böse je nach Eigenbedarf. In Syrien beispielsweise schätzten die West-Alliierten die Al-Kaida-Kämpfer, weil sie auf der Seite der Guten operierten ... 
 
Immer geht es angeblich um Frieden, um Gerechtigkeit. Und je begehrter Rohstoffe – dazu kommen auch Wüsten- und Steppenflächen für die Solarstromproduktion – werden, desto mehr Unordnung gibt es. „Friedenstruppen“ dürften weiterhin Hochkonjunktur haben. Generell setzen sich diese aus Militäreinheiten aus einem oder mehreren Ländern zusammen, welche mit Waffengewalt, Drohnen und Bomben für Frieden sorgen wollen, aber regelmässig in einen Vernichtungskrieg geraten.
 
So wird weiterhin mit kriegerischen Mitteln, zu denen auch Sprach- und Informationsverdrehungen gehören, um einen Frieden gerungen, der einen unbehinderten Zugang zu Rohstoffen wie das am Niger in Nordmali und in Niger und auch in Nigeria schlummernde Uran, sodann zu Erdöl, Erdgas, Diamanten, Gold, Kupfer und Phosphat erlaubt. Wenn Frankreich die Kontrolle über Mali verliert, wären auch die Uranlager flussabwärts, vor allem jene in Niger, bedroht, das heisst schwieriger zu verteidigen.
 
Das Strickmuster ist seit dem Kolonialzeitalter dasselbe. Ob man’s noch hören mag oder nicht. 
 
Anhang
Durch marokkanische Wüstengebiete: Von Falle zu Falle
Vom 21. bis 28. November 1988 habe ich zusammen mit meiner Frau die Unvorsichtigkeit begangen, von Agadir aus in einem Mietwagen (Renault R4) ohne Reiseleiter eine über 1000 km lange Fahrt durch die Unendlichkeit marokkanischer Wüstengebiete zu unternehmen: nach Taroudannt – Ouarzazate, dem Antiatlas-Gebirge entlang nach Tinerhir, ins gebirgige Erfoud – Mildelt – Benni Mellal –, nordwärts nach Marrakesch und zurück nach Agadir. Wir bewunderten die ockerfarbene Landschaft, die in die Abhänge gemeisselten Dörfer, die das örtliche kambrische Gestein aus dem Paläozoikum übernahmen, mit sich verschmolzen. Wir trafen viele hilfsbereite Menschen, wurden aber verfolgt, wenn wir Leute auch aus grosser Distanz als Bestandteile der Landschaft fotografiert hatten (als Journalist kam ich nicht darum herum), und wir tappten von Falle zu Falle. Wir sind ja weit davon entfernt, die arabische Welt und das Denken sowie Handeln der dortigen Menschen auch nur annähernd zu verstehen.
 
Die Strasse verlor sich manchmal im Sand, und wenn wir glaubten, unser R4 bewältige die Piste, fiel er unverhofft in eine Sandwanne und kam unter eine Welle aus Sand, die uns zuzudecken schien, zum Stillstand; nicht nur die Räder drehten durch. Sofort waren ein paar Burschen zur Stelle, die uns aus der Vertiefung befreiten – gegen ein üppiges Trinkgeld natürlich. Als einmal alle Benzinreserven beinahe aufgebraucht waren, weil weit und bereit keine intakte Tankstelle auszumachen war, fand sich ein Retter. Er lotste uns über einen steinigen, reissenden Bach, den wir mit Schwung und ohne Rücksicht auf Verluste im Auto überqueren mussten, zu einem Bekannten, der in einigen rostigen Fässern noch etwas Treibstoff hatte. Würde uns auf der Rückfahrt die Bachüberquerung nochmals gelingen? Sie gelang mit knapper Not tatsächlich.
 
Einige Strassenverzweigungen waren nicht signalisiert. Sollten wir den linken oder den rechten Weg wählen? Das grossmassstäbliche Kartenmaterial half nicht weiter. An den Strassenrändern erhob sich oft, was wir als grossen Stein betrachtet hatten: Ein Marokkaner im bodenlangen Kapuzengewand Djebllaba stellte sich in den Weg und bat, mitgenommen zu werden. Fielen wir darauf herein, in der Hoffnung, von der Ortskunde profitieren zu können, führte er uns zu einem Händler, der uns aufdringlich Teppiche und dergleichen aufschwatzen wollte. Das Entrinnen ist eine Kunst für sich. Dann wieder waren liebenswerte und uns uneigennützig unterstützende junge Männer unsere Mitfahrgäste – einer schenkte uns als Dank eine Papiertüte voll Mandeln.
 
Unterwegs unterhielten wir uns mit einem deutschen Touristenpaar, das die Strecke in der Gegenrichtung befuhr und uns schauerliche Erlebnisse auftischte. Die Nächte in einsamen, schlecht unterhaltenen Hotels, in denen wir meistens die beiden einzigen Gäste waren, waren nicht eben anheimelnd. Meine Frau verrammelte alle Türen, währenddem ich zu Beruhigung und Tapferkeit aufrief – mit mässigem Erfolg.
 
Das war eine abenteuerliche und auch zermürbende Reise, an deren Ende wir froh waren, ans Ziel und mit dem Leben davongekommen zu sein. Das Marokko-Abenteuer ist mir wieder in den Sinn gekommen, als ich von den kriegerischen Geschehnissen in Nordmali las. Irgendwie kam mir der Stil bekannt vor. Mir wurde bewusst, dass man gegen die Guerillataktik nicht mit schwerem Gerät zum Schiessen und Bombardieren ankommt; man muss sich selber beweglich zeigen. Unverhofft werden irgendwo von selbständig operierenden Kampfeinheiten schmerzhafte Nadelstiche gesetzt, die das Opfer zermürben und gefügig machen sollen – wie auf der Gasanlage in Algerien. Aller Wahrscheinlichkeit nach wäre es besser, sich mit den Menschen auszusprechen, die unterschiedlichen Ansichten auszutauschen und zu Verhandlungslösungen zu finden, wie es die Schweiz im Mali-Konflikt versucht hat.
 
Der Stil des wirksamen Kleckerns statt Klotzens wird einmal sanft und gegebenenfalls mit aller Härte gepflegt. Es gibt ihn nicht nur in der arabischen Welt, sondern er wurde auch vom Vietcong in Vietnam angewandt, wo die Amerikaner einen beinahe flächendeckenden chemischen Krieg mit dem mörderischen Agent Orange (Dioxin) veranstaltet haben. Weder starke Militäreinheiten noch grausame Kampfstoffe kommen gegen Freischärler an, die nicht in Uniformen in militärischen Formationen angetreten sind, sondern sich mit wenig Mitteln und Einfällen behelfen müssen.
 
Noch immer haben das die West-Alliierten nicht begriffen. Und überall in der arabischen Welt, wo sie eine Demokratie nach westlichem Muster und unter westlicher Kontrolle einrichten wollten und von einem „arabischen Frühling“ palaverten, mussten sie die andersartige arabische Wirklichkeit erkennen. Verwundert fielen sie in den arabischen Winter zurück – auch Wüstenlandschaften können eisige Temperaturen hervorbringen.
 
 
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