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BLOG vom 24.01.2013


Reaktionen auf Blogs (130): Dauergemetzel an CH-Indianern
 
Präsentation der Leserpost: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
Die Schweiz und die Schweizer Banken sind zurzeit in einem Lernprozess begriffen, mit dem sie sich sehr, sehr schwer tun. Es geht um die Verwandlung der Unterwürfigkeit, der Nachgiebigkeit und damit der Erpressbarkeit in eine Haltung des Selbstbewusstseins, des Vertrauens in die eigene Kraft. Ein Erfolgsmodell hat es nicht nötig, dass man auf ihm herumtrampelt.
 
Von demjenigen, der uns mit Schwarzen Listen, Boykottdrohungen und anderen Einschüchterungsgebärden niederhalten und dann ausnehmen will, müssen wir zwingend verlangen, dass er jene Standards, die er von anderen einfordert, bitte auch selber einhält. Das gilt auch für selbst ernannte Weltpolizisten, Weltherren und ihre Helfershelfer nicht nur beidseits des Atlantiks, sondern auch darüber hinaus; eigentlich ist das ein banaler Grundsatz. Einen Lernprozess ist auch für die ins Globalisierungsgeschehen eingebetteten Medien allmählich zwingend fällig, die alle Fehler ausschliesslich innerhalb der eigenen Landesgrenzen suchen, eine schäbige, globalpopulistische Haltung. Ungerechtfertigte Nestbeschmutzung. So wird uns zum Beispiel bei der Propagierung von Aktionen der Unterwerfung unter die ernannten (nicht demokratisch gewählten) Machthaber in der Brüsseler Europazentrale vorgerechnet, dass die EU doch der grösste Absatzmarkt für unsere qualitativ hochwertigen Schweizer Produkte sei, und gute Kunden dürfe man nicht verärgern. Dass wir aber frankenmässig mehr aus EU-Ländern einkaufen als wir dorthin verkaufen, wird uns verschwiegen. Eigentlich müsste die EU aufpassen, dass wir nicht andere Märkte berücksichtigen.
 
Besonders gefreut hat mich, dass wir aus der deutschen Bundeshauptstadt Berlin Sukkurs erhielten. Dr. Martin Eitel (E-Mail: m.eitel@gmx.net) ergänzte mein Blog vom 10.01.2013 („Warum denn lassen sich Schweizer Banken alles bieten?“) mit den folgenden, hundertprozentig zutreffenden Feststellungen:
 
Nachdem sich der Schweizer Bundesrat gegenüber der US-Regierung im Steuerstreit zu nachgiebig verhalten hat, werden die Verhaltensweisen der US-Schuldenmacher und -Geldvernichter immer dreister. Inzwischen werden von US-Dienststellen Schweizer Banken unter Umgehung des Rechtsweges zu vertragswidrigem Verhalten gegenüber ihren Kunden veranlasst und blockieren in vorauseilendem Gehorsam ohne ausreichende Rechtsgrundlage Konten in der Schweiz.
 
 
Es ist an der Zeit, dass sich die Schweizer Bürger wieder darum bemühen, Politiker in die führenden Positionen zu bringen, die ihre Schweizer Interessen wahrnehmen und nicht diejenigen der maroden US-Plutokratie.
 
Martin Eitel
 
Peer Steinbrück und die Peitsche
Es ist ein Leichtes, von diesen Zeichen des Peitschenknallens auf den deutschen Kavalleristen, SPD-Politiker und Kanzlerkandidaten 2013, Peer Steinbrück, bündig überzuleiten. Er wollte die „Steueroase Schweiz“ im März 2009 an den Pranger stellen, und rief uns Schweizer Indianern ins Bewusstsein, es gebe eine „7. Kavallerie vor Yuma“, die man gegebenenfalls ausreiten lassen könne. Darunter habe ich nicht besonders schwer gelitten, zumal mir die Indianer in Amerika immer wesentlich sympathischer waren als die eingewanderten Kavalleristen, die sie, die Herren des Lands, niedergemetzelt haben.
 
Die von Steinbrück offenbar so hochgeschätzte 7. Kavallerie richtete am 28.11.1868 immerhin das Washita-River-Massaker an: In einem schlafenden Dorf der südlichen Cheyenne wurden auf feige Art 103 Indianer hinterrücks erschossen, 53 Frauen und Kinder gefangen genommen und über 800 Ponys und Maultiere erschossen. Die berittene, eingewanderte Mördertruppe zettelte am 25.06.1876 auch die Schlacht am Little Big Horn an, wurde aber durch die Cheyennes und Sioux unter dem Kommando der Häuptlinge „Sitting Bull“ und „Crazy Horse“ erfreulicherweise vollständig aufgerieben. Leider hatten die Indianer (Ureinwohner) gegen die Regierungstruppen auf Dauer keine Chance.
 
 
Beim aktuellen Kämpfer Peer Steinbrück, der in Deutschland, wie ich gelesen habe, als „geldgieriger Raffzahn" gilt und als SPD-Kanzler Angela Merkel (CDU) ablösen möchte, erhält man als Aussenstehender das Gefühl, mit seinen lockeren Verbalattacken demontiere er sich gleich selber. Heinz Scholz liess es sich nicht nehmen, im Blog vom 12.01.2013 (Politiker: „Kavallerist“ Steinbrück und „Methusalix“ Thierse) eine Auswahl von originellen Politiker-Sprüchen mit Bezug auf ihre Talente zusammenzustellen. Martin Eitel reagierte und ging wie folgt darauf ein:
 
Was die Frage eines Jobs für Peer Steinbrück im Bereich der Sparkassen betrifft, ist anzumerken, dass dieser bereits Ende der 1990er-Jahre als Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein nach einem Streit mit der Ministerpräsidentin Simonis diesen schlecht bezahlten Posten aufgeben wollte und einen weit besser bezahlten Job, zwar nicht als Sparkassendirektor, aber als Sparkassenpräsident in Schleswig-Holstein anstrebte, was aber seine SPD-Parteifreunde nicht wollten (http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/peer-steinbrueck-wenn-s-um-geld-geht-12015390.html).
 
Während der Job des Sparkassenpräsidenten eher ein Frühstücksdirektorenposten ist, erfordert der Posten eines Sparkassendirektors eine bestimmte fachliche Eignung. Diese fachliche Eignung zum Sparkassendirektor würde Steinbrück als ehemaligem Bundesfinanzminister wohl fehlen. Das Kreditwesengesetz (KWG) stellt für Bankvorstände und Sparkassendirektoren folgende Eignungsvoraussetzung auf, die auf der Internetseite der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin; diese entspricht etwa der FINMA = Eidgenössische Finanzmarktaufsicht) dokumentiert ist.
 
Nach § 33 Abs. 2 Satz 1 KWG setzt die fachliche Eignung ausreichende theoretische und praktische Kenntnisse in Bankgeschäften sowie Leitungserfahrung voraus. Nach § 33 Abs. 2 Satz 2 KWG ist die fachliche Eignung für die Leitung eines Kreditinstitutes regelmässig anzunehmen, wenn eine dreijährige leitende Tätigkeit bei einem Kreditinstitut von vergleichbarer Grösse und Geschäftsart nachgewiesen wird.
 
Nach Abitur, Bundeswehr und Studium begann Steinbrück seine berufliche Tätigkeit in einem Ministerium in Bonn. Seine gesamte berufliche Tätigkeit fand in Ministerien und in sonstigen politischen Funktionen statt, eine Tätigkeit in einer Bank und erst recht eine leitende hat er soweit ersichtlich nie ausgeübt.
 
Martin Eitel
 
Zuckerbrot ohne Peitschen
Guido Jenny (E-Mail: vital4life@bluewin.ch) stiess auf mein Blog vom 28.02.2011 („Wie uns die Behörden grundlos salzarmes Brot aufzwingen“), das unverändert gültig ist. Der reduzierte Salzgehalt ist ein Auswuchs des Nonsens-Aktivismus’ im Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Bern, das sich immer wieder profilieren möchte.
 
Das fade, saft- und kraftlose Gebäck aus den Industriebacköfen der Grossverteiler ist inzwischen zu einer Zumutung geworden. Oft hat man das Gefühl, der reduzierte Salzgehalt sei durch eine Zuckerzugabe ersetzt worden – so etwa bei einem Bauernbrot von Coop Schweiz. Positiv ist, wenn davon die kleinen privaten Bäckereien profitieren, die noch normal salzen und damit keinem Knochen einen gesundheitlichen Schaden zufügen. Eine Kampagne „Berücksichtigt die Dorfbäckereien!“ wäre sinnvoller.
 
Unser Leser Guido Jenny schrieb zu meinem salzreduzierten Blog:
 
Es gibt zu diesem Thema natürlich ganz verschiedene Meinungen. Die Suppe ohne Salz, aber auch das Brot ohne Salz, schmecken wirklich nicht so gut ... Die Problematik ist eigentlich, dass es heute in den meisten Produkten überall versteckte Salze und Zucker drin hat. Beim Salz kenne ich die genauen Zahlen nicht, jedoch isst der zivilisierte Durchschnittsmensch heute pro Jahr weit über 40 kg versteckten Zucker!
 
 
Beim Salz wird es nicht viel anders sein. Dies ist für unseren Körper schädlich, weil diese Salz- und Zuckerlager nicht abgebaut werden können.
 
Guido Jenny
 
Meine Antwort:
Sehr geehrter Herr Jenny,
 
besten Dank für Ihre Reaktion auf meinen kritischen Artikel über die amtlich empfohlene Salzreduktion. Sie befassen sich in Ihrer Zuschrift vor allem mit dem Zucker, der in Industrienahrungsmitteln wirklich sozusagen allgegenwärtig ist und vor dem man mindesten wahrscheinlich deutlicher warnen müsste als vor der Salz-Hypertrophie.
 
Wie ich ja geschrieben habe, knabbern die vertrottelten US-Amerikaner zu viel versalzenes Futter mit ihren Chips, Erdnüssen und dergleichen, wenn sie vor dem TV herumhängen. Dass kann aber für uns Schweizer doch kein Anlass sein, den traditionellen Salzgehalt im herkömmlichen Brot zu verringern, das sich noch nie als Krankheitsquelle herausgestellt hat. Es gibt sehr wohl Zubereitungen, in die eine vernünftige Menge Zucker beziehungsweise Salz gehört. Aber es kann ja keine behördliche Aufgabe sein, uns den Genuss dort zu verderben, wo man aus Jahrhunderte langen Erfahrungen weiss, dass die Gesundheit davon keinen Schaden nimmt.
 
Das Salz ist in vernünftigen Mengen ein Lebenselixier, wird erst im Übermass zum Gift, wie alles. Und von einem Bundesamt, das Seuchen hochspielt und im höheren Pharma-Interesse immunschwächende Impfungen durchsetzen will, lasse ich mir den Brotgenuss nicht verderben. Sie selber schreiben ja sinngemäss ebenfalls, dass salzloses Brot nicht schmeckt - und salzreduziertes Brot schmeckt nur noch halb so gut.
 
Mit freundlichen Grüssen
Walter Hess
 
2. Zuschrift von G. Jenny
Sehr geehrter Herr Hess,
vielen Dank für Ihr Feedback. Sie schrieben, dass Sie sich von Impf-Propagandisten den Brotgenuss nicht verderben lassen wollen. Völlig richtig, ich ebenfalls nicht!
 
Man muss heute Eigenverantwortung übernehmen; das ist das Wichtigste.
 
PS: Sie haben eine sehr interessante Webseite. Sie befassen sich sehr intensiv mit vielen brisanten Themen. Habe gerade Ihren Artikel „Sprudelwasser und der menschliche Kohlensäure-Haushalt“ gelesen:
 
 
Ich befasse mich schon seit längerer Zeit ebenfalls mit dem Thema Wasser und finde es toll, wenn Sie hier Aufklärung betreiben. Der Artikel ist sehr gut geschrieben.
 
Die Mineralwässer in der Schweiz haben übrigens einen hohen Anteil an Fremdstoffen. Ich habe aktuell bei 12 bekannten Mineralwassern (stille Wasser) Messungen gemacht. Bis auf eines entsprechen alle nicht den Anforderungen, welche z. B. die WHO für Trinkwasser vorgibt.
 
Sie wissen sicher auch, dass dann, wenn Wasser mit Fremdstoffen belastet ist, der Körper durch das Wasser nicht optimal entschlackt und entgiftet werden kann, weil belastetes Wasser keine weiteren Fremdstoffe aufnehmen kann.
 
Ich habe hierzu auf meiner Webseite ein Blog eingerichtet, wobei das allerdings noch im Aufbau ist. Jedoch gibt es schon jetzt einige interessante Links und Feststellungen:
 
 
Mit freundlichen Grüssen
Guido Jenny
 
Die Stellung der Inderinnen
 
Erfreulich ist die Post einer Inderin zur Stellung der Frau in Indien als Reaktion zum Blog vom 01.01.2013: Indien: Vergewaltigungen und die Stellung der Frauen. Shiwangi Kale (E-Mail shiwangi.kale@gmail.com) schrieb auf dieses von Gerd Richard Bernardy verfasste Blog:
 
Ich habe dieses Blog mit grossem Interesse gelesen. Einer der Gründe dafür war, dass ich vor etwa 3 Wochen nach Delhi umgezogen bin. Denn bevor mein Mann den neuen Job angenommen hat, haben wir uns die Sicherheitssituation in Delhi überlegt. Dieser Faktor hat eine grosse Rolle bei der Entscheidung über den Wohnortwechsel gespielt.
 
Ich bin in Mumbai geboren und erzogen worden. Seit 8 Jahren war ich in Bangalore (Hauptstadt der Staat Karnataka in Süd-Indien) und habe meine Karriere dort begonnen. Nie hatte ich Nord-Indien besucht und habe dennoch gleiche Meinungen und Vorstellungen über die Sicherheit der Frauen, die Mentalität der Männer und über den sogenannten nordindischen Chauvinismus, wie sie im Blog beschrieben sind.
 
Wie Sie schon erwähnt haben, ist Indien ein vielfältiges Land. Die Gebiete, die Kulturen, die Sprachen und auch die Denkweise verändern sich jede 50 bis 75 km. Im Allgemeinen wird auch hier in Indien Nord-Indien als unsicher angesehen. Die Kriminalitätsrate, besonders Vergehen gegen Frauen, ist in Nord-Indien höher als in Süd-Indien. Deshalb war dieser Umzug eine schwierige Entscheidung für mich. Ich weiss nicht, ob diese Einstellung falsch ist oder nicht. Aber dieselbe Denkweise über die Sicherheit der Frauen in Nord-Indien haben nicht nur westliche Zeitungen, sondern auch die Bevölkerung aus anderen Gebieten von Indien.
 
Wenn ich noch mehr Zeit hier in Delhi verbringen werde, kann ich vielleicht über dieses Thema eine praktische Meinung bilden. Aber jetzt fühle ich mich in Delhi ein bisschen unsicher, nicht weil ich einigen Schwierigkeiten gegenüber gestanden wäre, sondern wegen dieser Vermutungen über die Sicherheit.
 
MfG
Shiwangi
 
Die Fernand-Rausser-Fotos
Der bekannte Fotograf Fernand Rausser hat ein neues Buch den Schönheiten dieser Erde gewidmet. Ich habe es am 16.01.2013 („Schönheit dieser Welt: Die ewige Frage nach dem Dahinter“) vorgestellt.
 
Richard Gerd Bernardy (E-Mail: g.richard.b@gmail.com) fand an Raussers Werk Gefallen:
 
Lieber Walter!
Herzlichen Dank für das Blog über Fernand Rausser und sein neues Buch „„Entstehung und Schönheit der Welt“! Ich habe mir unter http://www.wegwarte.ch/fotos/mnuFotos.htm
weitere Fotos von ihm angesehen. Mein Lieblingsfoto ist das vom Aaretal und auf der 2. Seite die Hängebrücke, auf der eine Frau mit ihrem Baby läuft.
 
Er hat tatsächlich das Talent, wunderschöne Fotos zu machen!
 
Richard
 
Zitate über die Toleranz
In der vereinheitlichten Welt ist es mit der Toleranz nicht mehr weit her. Richard Gerd Bernardy hat sich der Duldsamkeit angenommen (17.01.2013: Gedanken über Toleranz, Intoleranz, Duldung und Dogmen), und Heinz Scholz steuerte 3 Zitate bei:
 
„Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der andere könne am Ende vielleicht doch recht haben.“
(Robert Frost)
 
„Lass fremde Art doch gelten,
selbst dann, wenn sie dich quält!
Gar oft ist, was wir schelten,
grad was uns selber fehlt.“
(Wilhelm Kuhnert)
 
„Es ist schon intolerant, von Toleranz zu sprechen.“
(Mirabeau, vor der Nationalversammlung)
 
Anmerkung von H. Scholz: Mir ergeht es genauso wie Herr Bernardy. Manchmal ist man tolerant, dann aber auch in bestimmten Fällen intolerant. Auf eine schwere Toleranzprobe werden Mischehen von Partnern aus unterschiedlichen Kulturkreisen gestellt. Dort sind oft Spannungen vorprogrammiert. Oft hörte ich von meiner Tochter, als sie noch in die Schule ging, wie sich Türken verachtend gegenüber der Klassenkameradinnen verhielten. Sie betrachteten sich als die Herren der Schöpfung. Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber die Toleranz wird schon oft sehr strapaziert.
 
Herzliche Grüsse
Heinz
 
Hundefresser und Toleranz
In seinem Rundbrief publiziert der Kopp-Verlag (www.kopp-verlag.de) immer wieder originelle Texte und angriffige Kommentare. Udo Ulfkotte, den ich sehr schätze, schrieb über die Schweiz als Hundefresser-Nation zum Jahresende 2012: „Tierschützer fordern: Schweizer sollen keine Hunde und Katzen mehr essen. Und nicht nur bei uns. ,Vergesst Schokolade und Käse, Hunde und Katzen sind die neuen Schweizer Delikatessen', schreibt Scootsman.com.
 
Im Textatelier.com ist dieses Thema auch schon behandelt worden (von G. Bernardy): 11.10.2012: Hunde-Weisheiten und -Spezialitäten – international.
 
Daraus erfuhr man, dass Hundefleisch in der Schweiz zwar gegessen, aber nicht gehandelt werden darf. Müssen wir uns wohl auch noch vom Ausland diktieren lassen, was wir essen dürfen und was nicht?
 
Ich schrieb an Herrn Ulfkotte am 04.01.2013:
 
Gruss aus der Hundefresser-Schweiz
Ich oute mich hier als überzeugter und freiheitsliebender Schweizer. Ich bin froh, dass hierzulande die Verbotsmanie nicht überbordet, es sei denn, sie werde uns von der EU aufgezwungen ... Zu unseren Freiheiten gehört auch die Möglichkeit, Hunde und Katzen zu verspeisen, wenn immer dabei die Tierschutzvorschriften eingehalten werden.
 
Als genussfreudiger Mensch, der gern vielseitig isst, wurde mir allerdings bisher weder in einem Schweizer Verkaufsgeschäft noch in einem hiesigen Restaurant Fleisch von unseren vierbeinigen Lieblingen angeboten. Auch kenne ich keinen einzigen Bauern, der Hunde für den Eigenbedarf mästet. Ich wäre auf entsprechende Angebote auch nicht eingestiegen, selbst nach entsprechenden Asien-Erfahrungen (dort, besonders in China, konnte ich nicht alles identifizieren, was mir gastfreundliche Menschen vorgesetzt haben).
 
Grundsätzlich stellen sich allerdings solche Fragen: Sind ein Hund oder eine Katze edlere Tiere als etwa ein ihnen an Intelligenz überlegenes Schwein, ein braves Rind oder eine liebenswürdige Ente, die lieber im Wasser als in der Sosse schwimmt, oder ein zutrauliches Kaninchen?
 
Meines Wissens ist auch das Leben von Hunden und Katzen irgendwann zu Ende, und im Interesse der Nichtverschwendung von Essbarem wäre es doch nur erwünscht, dass auch diese Nahrungsquelle von Liebhabern, welcher Art diese auch sein mögen, verwertet wird, soweit das Fleisch nicht durch tierärztliche Eingriffe vergiftet ist (was ja auch auf alle Tiere, die wir als „Nutztiere“ bezeichnen, zutrifft). Die Natur hat eine ganze Serie von Aasfressern mit solchen Aufgaben beauftragt. Es ist jedermann unbenommen, uns unter diese zu mischen.
 
Ich schätze die kritische Haltung von Herrn Ulfkotte im Allgemeinen sehr und gestehe ihm auch zu, einmal übers Ziel hinaus zu schiessen. Auch das ist ein Aspekt der journalistischen Freiheit, hier: der Meinungsfreiheit. Er darf doch seine Botschaften überbringen, und wenn er das Gefühl hat, es gebe sympathische Tiere, die man nicht essen darf, und unsympathische, deren Fleisch zum Verzehr zugelassen sein soll, darf er davon berichten, so viel er will, wenn er die Kritik nicht scheut.
 
Wie gesagt: Wir Schweizer lieben Freiheiten aller Art ausgesprochen, benehmen uns gern neben dem Mainstream, verbieten zurückhaltend nur, wenn es wirklich nicht anders geht. Im Prinzip fressen wir ganz ähnliches Fleisch wie unsere lieben deutschen Nachbarn, wobei bei uns die Tierschutzvorschriften erfreulicherweise ständig verschärft werden, deutlich über die EU-Vorgaben hinaus. Um ein anständiges Verhalten gegenüber allen Tieren geht es – und nicht um jene allfälligen kuriosen Gourmets, die sich ein Hunderagout und dergleichen zubereiten, falls es solche überhaupt gibt. Jedenfalls habe ich von solchen Spezialitäten noch nie gehört. Wahrscheinlich und hoffentlich werde ich eine derartige Bekanntschaft auch in Zukunft nicht machen können. Und so lasse ich mich denn notgedrungen aus dem Ausland darüber informieren, was wir hierzulande ausser Fondue, Rösti und Kalbsbratwürsten auch noch so essen. Man lernt ja nie aus ...
 
Walter Hess
 
Soweit mein Brief. In Zukunft wird uns Eidgenossen wahrscheinlich von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) via BAG verboten, Hundefleisch zu salzen.
 
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