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BLOG vom 05.12.2013


Obama-Stilbruch 35: Das Erwachen aus dem Vasallentum
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
Unmittelbar nach der Wahl von Barack Obama habe ich im Blog vom 05.11.2008 („Der neue Messias aus den USA ist geboren: Barack Obama“) geschrieben:
 
„Barack Obama, der neue Gesalbte, dem die Welt zu Füssen liegt, wird uns Nicht-Amerikanern sehr teuer zu stehen kommen. Denn verschiedene seiner allgemeinplätzig-schwammigen Äusserungen lassen darauf schliessen, dass er insbesondere das alte Europa in Pflicht nehmen wird, damit für Amerika überhaupt eine Möglichkeit besteht, aus dem hausgemachten Schlamassel herauszufinden.“ Das hat sich als weise Voraussicht erwiesen. In einer Folge von Hinweisen auf wenigstens 34 Stilbrüche (siehe verlinktes Verzeichnis im Anhang) habe ich mir in den folgenden Monaten und Jahren die Mühe genommen, aufzuzeigen, wie sich der oberste Feldherr systematisch von seinen Verheissungen und Versprechungen gelöst und entfernt hat, wie er sich vom Paulus zum Saulus wandelte (in Umkehrung der Apostelgeschichte) – von einem vermeintlichen Gutmenschen zum Zerstörer – der biblische Paulus randalierte in den Christengemeinden. Während die Bibel von einer günstig verlaufenden Wandlung berichtet, ist diese bei Obama gerade umgekehrt verlaufen Er hat gleich in den ersten Tagen nach der Wahl, erkennbar etwa an den Ernennungen des Regierungspersonals, damit begonnen, seine Sinnes-, Denkungs- und Handlungsweise vollkommen umzukrempeln.
 
Die Öffentlichkeit entschuldigte diesen Sinneswandel anfänglich damit, dass das politische System USA mit der Allmacht der Juden im Hintergrund eben keine humanere, friedlichere Politik zulasse. Ich vermochte diese Argumentation nicht nachzuvollziehen. Denn vor seiner Wahl arbeitete Obama in der Verwaltung von Chicago. Er war u. a. Abgeordneter in Illinois und lehrte Verfassungsrecht an der Universität Chicago – er war also mit den politischen Verhältnissen im Lande eingehend vertraut und wusste um die eingeschränkten Dimensionen seines präsidialen Handlungsspielraums. Und während er eine ausgesprochene Kriegspolitik betrieb, scheute er sich nicht, den Friedensnobelpreis anzunehmen, ein Witz.
 
Die Medien küssten ihm jahrelang die Füsse, wollten nicht eingestehen, wie sehr sie sich beim Absingen von Lobeshymnen und Entfachen von Begeisterungsstürmen nach der Präsidentschaftswahl geirrt hatten. Schon damals hatte es nämlich klare Hinweise gegeben, wie vom Teleprompter abgelesene Rhetorik und die Wirklichkeit der US-Politik auseinander klafften. Es brauchte Jahre, bis den Leuten innerhalb und ausserhalb der USA bewusst wurde, welch schmutzige Spiele mit ihnen getrieben worden waren. Inzwischen „taget“ es, wie wir in der Schweiz sagen: Es wird Tag; das Licht beginnt, die Finsternis zu vertreiben und die tatsächlichen Geschehnisse auszuleuchten. Man sieht klarer.
 
Selbst eine Zeitung wie die „Frankfurter Allgemeine“ (FAZ), die aus ihrem Bekenntnis zu den USA noch nie einen Hehl gemacht hatte, mag inzwischen nicht mehr unkritisch über den grossen Teich schauen. In der Ausgabe vom 02.12.2013 steht zu lesen:
 
„Wofür hat Barack Obama 2009 eigentlich den Friedensnobelpreis bekommen? ,Für seine aussergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen Völkern zu stärken.’ Nicht erst 4 Jahre später klingt die Begründung des Nobelkomitees wie Hohn. Denn dieser amerikanische Präsident ist nicht die Friedenstaube, für welche man ihn schon damals nicht halten musste. Er ist der Feldherr eines geheimen, eines schmutzigen Kriegs, der als Kampf gegen den Terror ausgegeben wird, in Wahrheit aber Terroristen erst produziert. Mindestens die Hinterbliebenen der zu Tausenden zählenden zivilen Opfer in Afghanistan und Pakistan, im Irak und im Jemen oder in Somalia können in den Vereinigten Staaten nichts anderes mehr als das Reich des Bösen erkennen.“
 
Das sind schon erstaunliche, offene Töne, aus denen Einsicht spricht. Wer noch eine Spur von publizistischer Rechtschaffenheit in sich zu verspüren vermag, kommt um Feststellungen, wie sie die FAZ jetzt hervorbringt, nicht herum. Ganz allmählich werden sie salonfähig. Bisher galt in der „freien“ Presse (unter Einbezug von Radio und Fernsehen), was John Swinton, Herausgeber der New York Times und des New York Sun, vor über 125 Jahren geschrieben hat: „Es gibt keinen unter Ihnen (gemeint waren Journalisten), der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn Sie sie schrieben, wüssten Sie im Voraus, dass sie niemals gedruckt würde. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, meine ehrliche Überzeugung aus der Zeitung, der ich verbunden bin, herauszuhalten. Anderen von Ihnen werden ähnliche Gehälter für Ähnliches gezahlt, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Strasse und müsste sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Würde ich mir erlauben, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, würden keine 24 Stunden vergehen und ich wäre meine Stelle los.
 
Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füssen des Mammons zu kriechen und für unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen. Sie wissen es, ich weiss es; wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse? Wir sind Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Schnüre, und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer: Wir sind intellektuelle Prostituierte.“
 
Stattdessen müsste das publizistische Geschäft darin bestehen, Wahrheiten (zumindest das, was man als Wahrheit empfindet) zu suchen und zu verteidigen, Lügen zu entlarven und Verfälschungen entgegenzutreten. Wenn das unterlassen wird, zeitigt dies weitreichende Folgen. Die öffentliche Meinung wird durch die veröffentlichte Meinung deformiert, was sich in der Folge selbstredend auf die Politik auswirkt.
 
Der absolut ungerechtfertigte Obama-Kult hat sich in all den Jahren als Unterwerfung gegen all die Zudringlichkeiten, Aggressionen, Plünderungen durch die USA ausgewirkt. Sie haben einen ausgesprochenen Zerstörungsdrang gegenüber allem, was sich ihnen nicht unterwirft und was sie als Konkurrenz empfinden. Nicht allein als „gezielte Tötungen“ schöngeredete Morde, sondern auch Plünderungen von Geld und Daten (inkl. Patenten) bleiben praktisch ungesühnt. Und Institutionen wie viele Schweizer Banken machen aus ihrer masochistischen Unterwürfigkeit geradezu einen Sport. Das alles wird zu allem Überdruss von einem Cyberwar unter dem Vorwand des geförderten Terrorismus gekrönt. Im Wallis künden die Riesenschüsseln in Leuk davon; sie wurden 2000 von Swisscom an die amerikanische Firma Verestar verscherbelt, die eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von American Tower Corporation war. Laut dem Bundesrat besass und betrieb diese Gesellschaft über 10 Satelliten-Network-Access-Points (Teleports) mit mehr als 170 Antennen und hält Satellitenkapazität auf über 50 Satelliten; die Verbindungen zu US-Geheimdiensten sind wohl mehr als ein Gerücht. Unmittelbar daneben ist das Schweizer Aufklär- und Abhörsystem Onyx installiert, was über gewisse Verbindungen nachdenken lässt (Bundesrat: „grundlose Spekulationen“). Die Verestar liess man dann Pleite gehen, und heute werden die US-Anlagen in Leuk von der Firma Signalhorn mit Sitz in Deutschland genutzt; sie betreibt in Waldrems D eine weitere Anlage, die auch von anderen Unternehmen als bloss der Rüstungsindustrie genutzt werden (Polizei, Finanztransaktionswesen usf.). Man sieht und hört ja nicht, was die grossen, kreisrunden Ohren alles belauschen.
 
Die Bilanz aus den 2009 eingeläuteten präsidialen Obama-Jahren ist auch wegen der Begeisterung des Friedensengels an Drohnenkriegen bzw. Drohnenmorden auf gut Glück miserabel. Das Konzentrationslager Guantánamo ist in einer illegal besetzten Bucht auf der durch die USA ständig geplagten und misshandelten Insel Kuba noch immer in Betrieb.
 
Die rundum bespitzelte Erde wurde in der bisherigen Obama-Zeit weiter dem moralischen, ökonomischen und ökologischen Ruin entgegengetrieben (allein die US-Schuldenwirtschaft treibt die Welt an den Abgrund), begleitet von der Zerstörung ganzer Länder, auch über die Unterstützung und Bewaffnung von Rebellen zur internen Destabilisierung; die Länder wissen gar nicht, wie ihnen geschieht. Neben Kulturzerstörungen überziehen in der Folge Flüchtlingsströme (man spricht von 45 Mio. Personen, die ihre Heimat verlassen mussten) die Länder und das Mittelmeer, deren verelendende Teilnehmer in die Millionen gehen und von einem sozialen Elend begleitet sind, das Unruhen und neue Not provozieren muss.
 
Meine Frage geht dahin, wie lange es wohl noch dauern wird, bis sich die Mächtigen in aller Welt und die in Ausplünderung befindlichen Institutionen wie die Schweizer Banken den Anmassungen durch ein weltherrschaftlich auftretendes Land, das als Moralanstalt durch nichts legitimiert ist, kraftvoll entgegentreten und Widerstand leisten. Sie müssten ja allmählich genug haben. Selbst in den USA ist Obamas Rating auf einem Tiefpunkt angekommen.
Meine Stilbrüche-Serie kann keinerlei Anspruch auf eine auch nur annähernde Vollständigkeit erfüllen. Die Fakten liegen ohnehin auf dem Tisch. Wer kritisch hinschaut, braucht keine Nachhilfe, zu offensichtlich sind die messianischen Anmassungen, von denen viele gravierende Straftatbestände erfüllen.
 
 
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