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BLOG vom 13.12.2014


Reaktionen auf Blogs (150): Aus Fundgrube und Spielwiese
Zusammenstellung der Blog-Reaktionen: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
 
Nach wichtigen Abstimmungen in der Schweiz mit ihrer tiefschürfenden Halb-Demokratie (die andere Hälfte verkörpern Parlament und Bundesrat) hat man immer einige Mühe, die Resultate zu verdauen. So geschieht es in Bezug mit der in Bausch und Bogen verworfenen Goldinitiative, die (wie auch die beiden anderen Vorlagen: Ecopop und Pauschalbesteuerung) im Ausland grosse Beachtung fand. So meldete sich aus Berlin unser Mitblogger und Wissenschaftspublizist Dr. Martin Eitel. Er kommentierte die Verwerfung der Goldinitiative aus internationaler Betrachtungsweise so:
 
Goldinitiative
Insbesondere der Ausgang der Abstimmung über die Goldinitiative ist bedauerlich. Denn eine Zustimmung der Schweizer Stimmbürger zu der Initiative hätte vermutlich weit über die Schweiz hinaus Signalwirkung entfaltet und auch in anderen Staaten Bürger veranlasst, eine Rückkehr zu einer solideren Finanzpolitik und eine Einstellung des exzessiven Gelddruckens zu fordern.
 
Natürlich verdient diese Entscheidung, so bedauerlich sie auch ist, vollen Respekt, weil sie vom Stimmbürger so getroffen wurde, dies in einem Staat, in dem wie kaum einem anderen Elemente der direkten Demokratie existieren.
 
Tatsache ist, dass die Finanzinstitutionen und wohl auch die Politik dem Ausgang dieser Abstimmung mit grossem Unbehagen entgegen gesehen haben. Nur so ist die üble mediale Hetze in den weithin gleichgeschalteten Systemmedien zu erklären, in denen ausweislich des Dossiers Abstimmungsmonitor November 2014 des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich weit überwiegend negativ berichtet wurde.
 
 
Die Systempresse hat also offenbar – mindestens in vorauseilendem Gehorsam, wenn nicht sogar auf Veranlassung der Verantwortlichen in Politik und/oder (Finanz-)Wirtschaft – mit ihrer negativen Berichterstattung zu den Initiativen Angst erzeugt, um das gewünschte Abstimmungsergebnis zu erhalten.
 
Den Initianten der weit über die Schweiz hinaus wichtigen und richtungsweisenden Gold-Initiative ist es leider nicht gelungen, ihre den Interessen der überwiegenden Mehrheit der Schweizer Bürger dienende und im Wesentlichen nur für einen kleinen Kreis von besonders Reichen negative Initiative (vgl. dazu http://www.textatelier.com/index.php?id=996&navgrp=10&blognr=5328) gegen diese mediale Übermacht der leider auch in der Schweiz offenbar weitgehend gleichgeschalteten Systempresse zu verteidigen und den Stimmbürger von der Bedeutung ihrer Initiative zu überzeugen.
 
Martin Eitel
 
Maschinelle Übersetzungen
Die vielgestaltigen Aspekte rund um die Sprache und der Kommunikation im umfassenden Sinn sind häufige Themen im Textatelier.com. So befasste sich Gerd Bernardy mit den maschinellen Übersetzungen, indem er ein und denselben Text mehrfach übersetzen liess beobachtete, was dabei herauskam (13.11.2014: Goethes „Über allen Gipfeln ist Ruh’“ hin und her übersetzt). Mein sprachenkundiger Bruder Rolf P. Hess teilte uns sein Wissen zu dieser Thematik bei:
 
Lieber Richard,
 
Eben las ich Dein faszinierendes Blog über maschinelle Übersetzungen.
 
Vor ein paar Jahren habe ich das Audio-Buch „In the Plex“ angehört (beim Autofahren): darin ist die Entstehungsgeschichte von Google beschrieben. Dieses Werk zog mich total in seinen Bann. Darin wurde beschrieben, wie die jungen Leiter dieser Firma das Übersetzen erledigten. Im Normalfall werden Sprachexperten hergeholt, die die Regeln aufstellen.
 
Google-Angestellte stammen alle aus Montessori-Schulen; sie denken anders. So suchten sie offizielle Dokumente, die sie dem Computer fütterten, der verglich die Texte, stellte Wortübersetzungen und auch Sprachregeln her. Soviel ich verstanden habe, haben da keine Menschen eingegriffen!
 
Das 1. offizielle Dokument war, wenn ich mich richtig erinnere, die US-Constitution (Verfassung), die in Amerika in 2 oder sogar mehr Sprachen existiert. Dabei konnte man annehmen, dass die ursprüngliche Übersetzung eine sehr sorgfältige war.
 
Und das Resultat: Wenn man im herkömmlichen Sinn 2 Sprachprofessoren mit der Aufgabe betreuen würde, hätte man am Ende wohl ein Programm, das Deutsch in Englisch und Englisch in Deutsch mit einer ziemlich guten Qualität übersetzen könnte. Das würde jedoch eine lange Weile dauern…
 
Das Google Programm andererseits kann sämtliche Sprachen gleichzeitig verwenden – sofern gutes Futter gefunden wird, also Dokumente, von denen 2 oder mehrsprachige Versionen existieren. Und so kann mit einem einzigen Programm erreicht werden, dass die meisten Sprachen sehr schnell übersetzt werden können, und zwar kreuz und quer. In den Philippinen alleine gibt es 2 Hauptsprachen, Tagalog (bei Google „Filipino" genannt) und Cebuano. Google „beherrscht“ beide … und kann daher Rumänisch auf Cebuano übersetzen! Und Cebuano auf Russisch – usw.
 
Allerdings ist der Qualitätsstandard sehr tief… wobei es mir aber scheint, dass das Programm jeden Tag massiv dazu lernt! Ich weiss nicht, welche Texte sie zur Analyse und zum Lernen füttern… Die Satzstellungen sind sehr oft total falsch. Vorläufig noch sehe ich die Resultate wie ein Baugerüst an, auf dem man aufbauen kann.
 
In jenem Buch wird auch erwähnt, wie Google das beste Programm zur Spracherkennung (Voice recognition) sehr schnell kreierte: Die boten für eine gewisse Zeit den Auskunftsdienst für Telefonnummern gratis an. Die Benutzer mussten nur einwilligen, dass ihre Konversationen aufgenommen und gespeichert wurden. Und so hatte Google schnell Millionen verschiedene Stimmen, Akzente usw. zur Verfügung, die ihre Computers dann analysieren und verwerten konnten.
 
Und so geht es durchs ganze Buch hindurch. Diese jungen I.T.-Spezialisten leben in einer ganz eigenen Welt. Für mich höchst beeindruckend. Auch als Anwender gebe ich Google-Programmen immer den Vorrang, selbst Walter benützt seit Jahren Google Chrome statt Microsoft Explorer… Und alle meine Fotos sind schon längst bei Google Plus gespeichert… Vom Android Operating System auf meinem Galaxy Note gar nicht zu reden…
 
Beste Grüsse,
 
Rolf.
 
Bericht aus Indien
Aus Indien mit seiner lernbegierigen Bevölkerung, wo Gerd Bernardy mehrfach die deutsche Sprache unterrichtet hatte, traf als Reaktion aufs Blog vom 30.20.2014 („Deutsch als Fremdsprache und Politik am Beispiel Indien“) von Monichan Kaniamparambil, einem indischen Freund von Gerd, diese Ergänzung ein:
 
Dear Gerd,
 
A logic assessment which the Indian Government couldn't see.
I do appreciate you.
 
Monichan
 
Die Übersetzung dazu: „Eine logische Einschätzung, zu der die indische Regierung nicht gekommen ist.
 
Ich schätze deine Darstellung.”
 
Kommentar von Gerd Bernardy
Das ist ein grosses Lob, weil ich als Nicht-Inder die Vorgänge seiner Meinung nach richtig sehe.
 
Sein Lebensmittelpunkt ist in Deutschland. Er hat aber einige Jahre lang seine Kinder in Indien erfolgreich in die Schule geschickt, wo sie auch Deutschunterricht bekommen haben. Aus seiner Sicht ist die Vermittlung der deutschen Sprache sinnvoller als Sanskrit.
 
Gerd Bernardy
 
Gewalt einst und jetzt
Wie viel Gewalt darf’s denn sein? Gerd Bernardy verbreitete sich dazu in seinem Blog Eins auf die Schnauze: Janz köstlich amüsierte Hooligans vom 02.11.2014. Und diese Arbeit inspirierte Heinz Scholz, Schopfheim D, zu persönlichen Erinnerungen:
 
Lieber Richard,
 
Dein Blog „Eins auf die Schnauze“ war wieder super. Darin berichtest Du sehr treffend über die Gewalt früher und heute. Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit erinnern. Wir waren nicht so schlagwütig wie die Lehrer. Die verteilten schon mal Ohrfeigen, Ohr- oder Backenumdrehungen. Die berühmt berüchtigten Tatzen waren
an der Tagesordnung. So manche Lehrer hielten sich sogar in der Kirche während des Gottesdienstes nicht zurück.
 
Schwatzende Schüler wurden mit einer Ohrfeige bestraft. Den Eltern durften wir nichts erzählen; wenn es einmal einer wagte, dann hörte er: „Du hast es verdient!”
 
Bei der Demonstration „Hooligans gegen Salafisten” dachte ich, die sollten hier besser nicht demonstrieren, sondern die Kurden in ihrem Land aktiv unterstützen. Aber dazu sind sie zu feige.
 
Hier ist ein dazu passendes Zitat:
 
„Friede macht Reichtum, Reichtum macht Übermut, Übermut bringt Krieg, Krieg bring Armut, Armut macht Demut, Demut macht wieder Frieden.”
Johann Geiler von Kaysersberg
Herzliche Grüsse
 
Heinz
 
Antwort von Gerd Bernardy
Lieber Heinz,
 
ich habe mich über Dein Lob gefreut.
 
Die Schule ist ein besonderer Fall. Heutzutage ist die Prügelstrafe abgeschafft. An die Kopfnüsse, Ohrfeigen und die Schläge auf die Hände kann ich mich noch erinnern, auch an den Schülertrick, die Hände vorher mit einer Zwiebel einzureiben, dann platzte die Haut und das Blut spritzte, worüber sich der Lehrer dann mehr erschrak, als es dem Schüler wehtat.
 
Besonders gut kenne ich den Ausspruch: „So eine Tracht Prügel hat mir auch nicht geschadet.” Mein Vater schlug mit dem Spruch: „Das tut mir mehr weh als dir!” Deshalb hat er es dennoch nicht gelassen.
 
Es ist natürlich ein Unterschied zwischen einer Prügelei und Kriegshandlungen, obwohl Gewalt immer Gewalt ist und auch wieder Gewalt hervorruft. Denn wer prügelt sich? Derjenige, der selbst Prügel bezogen hat!
 
Viele Grüsse
 
Gerd
 
Die Trauerweidenwurzeln in der Leitung
Nachdem eine Trauerweide auf dem Nachbargrundstück ihre knäuelartigen Wurzeln immer wieder in eine Kanalisationsleitung vorgetrieben hatte, schrieb ich das Blog Kanalfernsehen mit Trauerweiden-Tragödie im Programm vom 26.11.2014. Von folgenschweren Wurzel-Verirrungen wusste auch Gerd Bernardy aus Viersen D zu berichten:
 
Vor 21 Jahren ereignete sich in der Stadt, in der ich wohne, eine Gasexplosion, bei der eine Bewohnerin ums Leben kam. Das Haus wurde völlig zerstört. Eine Wurzel einer Platane hatte sich im Laufe der Zeit um die Gashochdruckleitung im Bürgersteig geschlungen.
 
Der Wind drückte über Jahre hinweg den Baum wie einen Hebel so hin und her, dass sich die unglücklicherweise im Zugbereich der Wurzel befindliche Schweissnaht der Gasleitung öffnete. Zur Jahreswende 1992/93 kam es zu tiefen Temperaturen. Das entweichende Gas konnte das Erdreich nicht verlassen, sondern strömte an einem Elektroanschlusskabel entlang in den Keller des Hauses. Dieses hatte keinen Gasanschluss.
 
Im Laufe der Nachtstunden füllte sich der Keller mit Gas. Als der Hauseigentümer am frühen Morgen in den Keller hinabstieg und dort das Licht anknipste, löste er damit den Funken aus, der das Luft-Gasgemisch explodieren liess. Eine andere Version ging davon aus, dass die Flamme der Ölheizung am Morgen das Unglück ausgelöst haben könnte.
 
Niemand weiss, was im Untergrund geschieht!
 
Gerd Bernardy
 
WC-Geschichten
Die Toiletten, wie wir sie heute benützen, sind eine recht junge Erfindung. Einige Aspekte aus ihrer Geschichte habe ich im Blog Nachdenkliche Absonderungen aus dem stillen Häuschen am 31.10.2014 aufgezeigt, zumal es dieses Thema keineswegs verdient, der Verdrängung anheimzufallen. Und auch die Resonanz war überraschend gut.
 
Pirmin Meier verwies auf ein Buch, das mir bis anhin unbekannt war:
 
„Über die Thematik des Stillen Örtchens hat mein ehemaliger Schüler und Historikerkollege Daniel Furrer ein kulturhistorisch beachtliches Buch geschrieben, auf das ich in diesem Zusammenhang gern verweisen möchte.
 
P.M.
 
Ich habe einige Angaben zum Autor dieses Werks auftreiben können:
 
Daniel Furrer, geboren 1962, wuchs in Beromünster im Kanton Luzern auf. Biologie und Geschichte schlugen ihn früh in ihren Bann. Nach dem Geschichtsstudium arbeitete er als Gymnasiallehrer und Lehrbuchautor, absolvierte ein Zweitstudium in Umweltlehre und schloss sein Studium mit einer Dissertation über I. P. V. Troxler ab. Er veröffentlichte eine „kleine Kulturgeschichte des stillen Örtchens" (Titel: „Wasserthron und Donnerbalken“) und die „Kulturgeschichte des Trinkens und Betrinkens".
 
Von Gerd Bernardy trafen kulturgeschichtliche Zutaten ein:
 
Lieber Walter,
 
ich stimme Dir zu, das Tabu um unsere Verdauungsorgane wird erst allmählich durch einen offeneren Umgang mit den Körperfunktionen gelockert. Ich habe im Blog vom 21.03.2014 „Vom menschlichen Auspuff, Polypen und einer Koloskopie“ auf Probleme mit dem Darm hingewiesen.
 
Übrigens: In Indien sind es nicht nur die Muslime, sondern auch die Hindus, welche die linke Hand für die Darmreinigung benutzen, die dann „unrein“ ist. Es wird nicht akzeptiert, etwa mit der linken Hand Geld zu überreichen, geschweige denn mit dieser Hand zu essen. Und stinkende Abwässer findet man in jeder indischen Stadt!
 
Gerd
 
Vietnamesische Speisekarte
Vielleicht kann jemand unter unserer Leserschaft hier mithelfen:
 
Ich möchte eine vietnamesische Speisekarte erstellen. Könnten Sie mir hierbei helfen?
 
Mit freundlichen Grüssen
 
Dinh van Hung
Haiky international GmbH
0049 170 8688888
Vanhung@haiky.de
 
Ich habe dem Fragesteller vorerst einmal empfohlen, ein deutschsprachiges Buch mit vietnamesischen Rezepten zu kaufen.
 
Fundgrube Textatelier.com
Zum Abschluss darf ich mit Einwilligung des Verfassers, Felix Meier, eine Mitteilung weitergeben, die uns ausserordentlich gefreut hat:
 
Sehr geehrter Herr Hess
 
Der Tag hat gut begonnen! Zufälligerweise bin ich auf Ihrer Homepage gelandet, auf einer Fundgrube, auf einer Spielwiese.
 
Ich habe mir in der Leseleiste gleich einen „Tag" gesetzt, einen guten Tag, einen Freuden-Tag.
 
So muss ich nicht im Tag-i oder im Tag-blatt nach Häppchen suchen (das tue ich gleichwohl), aber wenn mir täg-lich ein Häppchen zufliegt, will ich es gerne kosten, am liebsten schon zum Frühstück.
 
Herzlichen Dank und freundliche Grüsse
 
Felix Meier
 
PS. Angaben zum Twitter- und Facebook-Zugang finden sich am Schluss der Hinweise.
 
Hinweis auf die bisher erschienenen Reaktionen auf Blogs
 
 



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