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BLOG vom 18.12.2014


Schallplatten-Wunschkonzert fernab störender Einflüsse
 
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
Mein Wunschkonzert über Weihnachten und Neujahr ist vorbereitet; es handelt sich im Prinzip um ein Schallplatten-Konzert. Schallplatten klingen in meinen Ohren viel angenehmer als das, was auf neuen Geräten abgespult wird.
 
Ich bin im weit zurückliegenden Gestern geboren, also vor dem Siegeszug der sich immerfort verändernden IT-Technologie. Ich verlasse mich weiterhin aufs Telefon, das über die Landlinie mit dem Haus verbunden ist. Das Handy wird meistens in einer Schublade aufbewahrt. Somit bin ich keinen störenden Einflüssen ausgesetzt. Bei der nahen Bushaltestelle bemerke ich immer wieder Leute, die mit Knopfdrücken die nächste Busankunft ermitteln. Ich weiss, dass der Bus früher oder später eintreffen wird. Desgleichen die U-Bahn und Züge.
 
Sitze ich im Auto, fahre ich ohne Navigator. Dank der Landkarte weiss ich, wann und wo ich abbiegen muss. Ich werde nicht vom Navigator in die Irre geführt. Vor Jahren musste ich beruflich viele Geschäftstermine mit dem Auto erreichen. Ich setzte mich oft vor Tagesanbruch ans Steuer und vermied geflissentlich Stosszeiten. Trotz widrigem Wetter erreichte ich, dank der eingebauten Zeitpolster, den Bestimmungsort rechtzeitig und konnte mein Pensum absolvieren. Nach der Tagesarbeit fuhr ich in der Richtung meiner nächsten Besuchstermine anderntags. Unterwegs fand ich eine Unterkunft in kleineren oder grösseren Städten im Umfeld. In diesen Oasen erholte ich mich, besichtigte die Orte und genoss anschliessend ein gutes Abendessen. Der Zweck meiner Besuche ist längst vergessen, nicht so die erholsamen zwischenzeitlichen Pausen. Darüber habe ich eine Reihe von Blogs verfasst.
 
Dieses Blogs tippe ich direkt in den PC. Leider verändern sich die Programme am laufenden Band. Gewisse Programme werden folglich durch neue ersetzt, mit Zutaten vollgestopft, die mich ärgern und mir Zeit stehlen, worunter auch E-Mail-Schikanen. Meine Söhne sind mit der IT vertraut. Über Weihnachten werden sie auch diesmal meinen PC ausmisten. Sie schätzen und teilen meine Vorliebe für Bücher. Das freut mich! Wir schenken einander gerne Bücher.
 
Als Sammler beschenke ich mich durchs ganze Jahr mit Fundstücken aller Art, die ich in Ramschmärkten aufgestöbere. Davon zweige ich dieses oder jenes für meine Familie ab, das ihren Geschmack trifft. Am letzten Samstag kaufte ich für wenig Geld eine in Elfenbein gerahmte und signierte Miniatur. Sie stellt Maria Anna Walburga Ignatioa Mozart dar, „Nannerl“ genannt, die ältere Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart. Diese Miniatur wurde 1772 geschaffen und ist Adrian zugedacht, der als „music scholar“ u. a. auch als Mozart-Sänger („Die Zauberflöte“) auf der Bühne in Glyndebourne GB aufgetreten war. Mark erhält eine seltene Ausgabe von Rubaiyat des persischen Dichters Omar Khayyám.
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Ich wünsche allen mit dem Textatelier.com verbundenen Lesern und Bloggern heitere und geruhsame Festtage.
 
 
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