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BLOG vom 16.09.2017


Vitalität und Wohlbefinden – die besten Tipps

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D

 


Ginsengwurzel - Prachtexemplar
 

In unserer hektischen Zeit gibt es immer mehr Jüngere, die unter Antriebsschwäche oder unter einer körperlichen, emotionalen und geistigen Erschöpfung als Folge beruflicher Überlastung leiden. Auch Ältere, die sich zwar noch gesund fühlen, sind manchmal antriebsschwach und schnell erschöpft. Sie fühlen sich nicht wohl und sind höchst unzufrieden mit ihrem Vitalitätsverlust. Das muss nicht sein, da es einige Heilkräuter gibt, die eine Quelle des  Wohlbefindens sein können. Darunter befinden sich auch solche, die wahre Muntermacher sind und die Vitalität steigern können.
Walter Hess hat mir einmal eine Zuschrift von der Sekretärin eines bekannten Autors übermittelt. Er fühlte sich als  85-Jähriger oft schlapp und müde. Ich empfahl ihm Ginseng, Eleutherococcus (Taigawurzel) und Rosenwurz (s. dazu Hinweise auf Blogs am Schluss der Publikation).
Nun folgen die wichtigsten Tipps für Vitalität und Wohlbefinden.

Aloe Vera: Im Blattgel von Aloe Vera sind 160 verschiedene Stoffe. Darunter befinden sich Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Bioflavonoide, Enzyme und das Zuckermolekül Acemannan. Das Gel wirkt phantastisch auf die Haut. Der Aloe-Vera-Pflanzensaft allein oder in Kombination mit Mutivitaminen bringt mehr Vitalität, Wohlbefinden und eine Steigerung der körpereigenen Abwehr.

Brennnessel: Die Brennnessel zählt zu den wichtigsten einheimischen Heilpflanzen. Nahezu alle Teile der Pflanze liefern Hausmittel und Medikamente. Der Samen wurde schon vom römischen Dichter Ovid vor 2000 Jahren zur Herstellung eines Liebestrankes verwendet. Auch hippokratische Ärzte aus dem alten Griechenland empfahlen den Samen zur Steigerung der Vitalität und der Potenz. Der Samen ist ein ausgezeichnetes Mittel bei Müdigkeit, Leistungsschwäche und Erschöpfung. Die Wurzel der Brennnessel hat eine gute Wirkung bei Prostatabeschwerden.

Eleutherococcus: Extrakte der Taigawurzel, wie die Wurzel von Eleutherococcus auch genannt wird, sind hilfreich bei negativem Stress, Wetterfühligkeit, rascher Ermüdung und Erschöpfung und bei Erkältungskrankheiten.

Ginseng: Ginseng und Präparate, die daraus hergestellt werden, genießen einen guten Ruf. Eine Wunderarznei und ein Allheilmittel ist die asiatische Wurzel jedoch nicht. Sie ist auch nicht in der Lage, die ewige Jugend zu spenden. Ginseng steigert unbestritten die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit bei Schwäche- und Erschöpfungszuständen. Die Widerstandskraft ganz allgemein und die Anpassung des Organismus bei negativem Stress kann durch die Wurzel günstig beeinflusst werden.

Kaktusfeige: Der Feigenkaktus ist eine der ältesten Kulturpflanzen Mittel- und Südamerikas. Der Kaktusfeigen-Direktsaft ist ein Energiespender für rasche Leistungsfähigkeit. Der Saft ist nicht nur geistig oder körperlich Aktiven, sondern auch zur Besserung des Allgemeinzustandes in Erholungsphasen und bei erhöhtem Stress zu empfehlen. Im Fruchtfleisch der Kaktusfeige sind sehr interessante und wirksame Inhaltsstoffe vergesellschaftet. Die wichtigsten sind die Betalainfarbstoffe. Diese sind Schutzstoffe mit Radikalfänger-Eigenschaften. Diese Stoffe schützen Zellen und Organe. Sie verhindern frühzeitige Alterungsprozesse.

 


Rosenwurz
 

Rosenwurz: Arzneimittel auf der Basis von Rosenwurz haben sich bewährt bei Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebschwäche, beruflicher Überlastung, Reizbarkeit, Examensangst, Stress-Symptomen, Lampenfieber und Gedächtnisschwäche. Es hilft quasi dem Gehirn auf die Sprünge. Die populäre Rosenwurz gehört wie der Ginseng und die Taigawurzel zur Gruppe der Adaptogene. Die Rosenwurz schützt darüber hinaus auf Grund der antioxidativen Wirkung unsere Zellen vor Schädigungen.

Rosmarin: Der stark aromatisch riechende Rosmarin ist als Zier-, Gewürz- und Heilpflanze sehr beliebt. Besonders Menschen mit niedrigem Blutdruck, die ständig müde sind, aber auch ältere Menschen nach Überanstrengung schätzen seine kreislauf- und durchblutungsfördernde und belebende Wirkung.

Weissdorn: Diese Pflanze hat sich hervorragend bewährt bei beginnender Herzschwäche, Altersherz, Druckgefühl und Beklemmungszuständen in der  Herzgegend, leichten Herzrhythmusstörungen, Kreislaufstörungen und Schwindel.

Wohltuende Bäder: Das Baden in Kräuterölbädern ist eine Liebeserklärung an Körper und Seele. Die Farbe, der Duft und die Badeprozedur beeinflussen positiv die Seele, während die Wirkstoffe und das Wasser entweder stimulierend, entzündungshemmend oder beruhigend und krampfstillen auf den Körper einwirken.
Es gibt eine ganze Palette von Heilkräutern, die für Bäder genutzt werden.

Früchte für unser Wohlbefinden: Empfehlenswert sind Früchte oder Vollfrucht-Vermahlungen. Bewährt haben sich Cranberry, Sanddorn, Granatapfel, Heidelbeere, Preiselbeere, Açai, Mango, Papaya.

Was können wir sonst noch tun?
Eine regelmäßige und ausreichende Bewegung ist für den sitzenden und gestressten Menschen unserer Zeit unerlässlich. Bringt doch die Bewegung Freude, Spass und Wohlbefinden. Der bewegungsfreudige Mensch bleibt länger gesund, wird widerstandsfähiger und ist den Belastungen des Alltags besser gewachsen. – Für unser Wohlbefinden von besonderer Bedeutung sind nicht nur die Entspannung, sondern auch die seelische Ausgeglichenheit, die Freude, das Lachen und das positive Denken. Eine positive Einstellung bringt nicht nur Wohlbefinden, Selbstbewusstsein, Aktivität, ein schöneres Aussehen und Erfolg im Beruf, sondern auch positive Reaktionen bei anderen.

Hinweis auf weitere Blogs zum Thema
16.02.2014: Recherchen 11: Hilft Rosenwurz bei Gedächtnisschwäche?
12.12.2010: Muntermacher: Alternativen zu Energydrinks, Kaffee, Tee

Glanzpunkte-Artikel
„Heilkräftige einheimische Gewürzkräuter“, Kapitel über Rosmarin.

Fotonachweise: Bruno Vonarburg (Rosenwurz), www.florafarm.de (Ginseng).

 


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