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BLOG vom 13.05.2005


PFAARä: Wie man Diabetes-2 wirklich heilen könnte

Autor: Walter Hess

Am 18. April 2004 ist vom Pressedienst pte (www.pressetext.at) aus Stockholm unter dem Titel „Zivilisationskrankheit Diabetes-2 bald heilbar“ ein bemerkenswerter Text verbreitet worden. Das Wundermittel besteht in einem neuen Wirkstoff, den schwedische Forscher entwickelt haben und „der zu neuen Behandlungsmethoden von Typ 2 Diabetes führen könnte.“ Die Erklärung dazu: „ . . . das Medikament wirkt auf bestimmte Rezeptoren in den Muskelzellen ein und steigert die Stoffwechselprozesse und die Absorption von Glukose. Durch diese Wirkungsweise ermöglicht das Präparat eine effektive Behandlung von bereits insulinresistenten Patienten. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der EU subventionierte Studie des schwedischen Karolinska Institut http://info.ki.se/index_en.html . Die Forscher hoffen nun auf die baldige Entwicklung eines wirksamen Medikaments gegen die in westlichen Ländern durch die kalorienreiche und ungesunde Ernährungsweise immer mehr um sich greifende Zivilisationskrankheit.“

Soweit der 1. Teil der Meldung; den Rest füge ich aus strukturellen Gründen am Schluss dieses Blogs an. Ich sandte diese verheissungsvolle Botschaft an Dr. Johann Georg Schnitzer in Friedrichshafen, begleitet vom ironisierenden Text: „Zucker und Medikamente fressen – und alles wird wieder gut.“ Dr. Schnitzer hat kürzlich ein Buch „Diabetes heilen“ herausgegeben, und darin sind ganz andere Heilansätze dargestellt: durch eine Ernährungsumstellung.

Der bekannte Gesundheits- und Ernährungsberater Schnitzer schrieb mir dieser Tage zurück:

PR, damit die Gesundheit auf der Strecke bleibt

„Danke für dieses Beispiel einer pharmazeutischen PR-Meldung.

Solch eine PR-Aktivität dient jeweils dazu, den Markt (die Bevölkerung) reif zu schiessen für den nächsten Eroberungsfeldzug mit einem weiteren überflüssigen Pharmaprodukt. Dabei geht es nie um mehr Gesundheit, sondern immer um ein Medikament, mit welchem gesteuert werden soll, was der Organismus natürlicherweise selbst viel besser steuert, wenn man ihn nur lässt − das heisst, wenn man ihm die natürlichen, artgerechten Nahrungsvoraussetzungen nicht vorenthält, für welche seine Regelsysteme geschaffen und programmiert sind.

Weil aber mit der einfachen Wahrheit niemand den grossen Reibach machen kann, wird diese Binsenweisheit dem Markt (der Bevölkerung) bewusst verschwiegen. Denn dann wäre die Bevölkerung kein Markt mehr für die Pharmazie und kein Markt mehr für die Medizin.

Wenn wir nicht aufpassen, wird in unserem Körper schliesslich nichts mehr von selbst funktionieren, sondern jegliche Funktion der künstlichen Steuerung durch Medikamente und alle möglichen ‚Schrittmacher’ bedürfen; auch und vor allem das Denken. Das ist das Ziel, auf welches die ‚moderne Medizin’ zusteuert: Jeder Mensch und jede seiner Funktionen sollen in die Abhängigkeit von der Diktatur des von ihr und ihren Interessenvertretern beherrschten ‚Gesundheitswesens’ gebracht werden.

Dabei bleibt die natürliche Gesundheit ebenso auf der Strecke wie die persönliche Freiheit – was durchaus beabsichtigt ist.

Dass ich mich mit diesen Feststellungen nicht in theoretischen Überlegungen, sondern mitten in der heutigen Realität befinde, geht beispielhaft aus meiner laufenden Bluthochdruckstudie hervor, die inzwischen 79 Probanden umfasst. Diese ist im Internet mit Übersichten und Einzelaspekten ebenso wie mit sämtlichen Probandenberichten und meinem Kommentar zu jedem einzelnen Fall zugänglich:

http://www.dr-schnitzer.de/intrasearch.html#Bluthochdruck .

Wie Diabetes-2 wirklich zu heilen ist, steht in meinem Buch

 „Diabetes heilen“ (Ausgabe 2005) http://www.dr-schnitzer.de/bhz001.htm .

Wo ist der neue Wilhelm Tell, wo sind die neuen Eidgenossen, welche dieser Diktatur ein Ende und der Freiheit einen neuen Anfang bereiten?

Mit freundlichen Grüssen

gez. Dr. Johann Georg Schnitzer“

Was wir Eidgenossen tun können

Soweit die fulminante Antwort aus Friedrichshafen, welche das Elend beim Namen nennt. Und was können wir tapferen alten und neuen Eidgenossen tun, die wir in unseren Mauern ebenfalls eine starke Pharmaindustrie mit all ihren Sonnen- und Schattenseiten haben? Wir können den Gottesdienst des bald einmal allgemein verbreiteten Pillenschluckens gelegentlich mit einem Zwischenruf stören: „Tragt der Gesundheit Sorge, hört auf die Signale des Körpers und beseitigt die krankmachenden Ursachen, wie eben die zivilisatorische Fehlernährung.“

Wir vom Textatelier sind solche Rufer im Pillenmeer. Wir verpacken unsere Rufe in aufklärende Artikel wie aufrüttelnde Blogs und ins fertig geschriebene Buch „Richtig gut einkaufen“ von Heinz Scholz, das sich zurzeit in der Endkorrekturphase befindet und in den nächsten Monaten auf den Markt kommen wird (Verlag Textatelier.com GmbH). Es ist ein Brevier, das zu einer urtümlicheren Ernährung weist.

Die Versuche zu Befreiungsschlägen mit der Kraft des geschriebenen Worts ähneln den handgreiflicheren Taten unserer legendären freiheitsbewussten Symbolfigur Wilhelm Tell, die im Schiller-Jahr 2005 wieder vermehrt Beachtung findet, aber auch jenen von Arnold Winkelried, einem unserer weiteren berühmten Volkshelden, auf die wir unser Geschichtsbild aufgebaut haben. Wie mir im Geschichtsunterricht in Wort und Bild mit auf den Lebensweg gegeben worden ist, hat dieser an Schwerarbeit erstarkte und einfach ernährte Bauer Winkelried, der noch keine Zuckerkrankheit gekannt haben kann, während der Schlacht bei Sempach (1386 – ich schreibe diese Jahreszahl auswendig nieder) ein Bündel feindlicher Spiesse mit einem Arm umfasst und im Fallen eine Gasse durch das österreichische Ritterheer gebahnt, worauf wir Eidgenossen wieder einmal eine Schlacht gewonnen haben. Immer, wenn es um die Befreiung aus äusseren Zwängen ging, entwickelten wir Bärenkräfte.

Beim Tell ging es um die Hohle Gasse, bei Arnold („Noldi“) Winkelried seinerseits aber um eine solche durch die Phalanx schwer bewaffneter Krieger. Das haben wir geschafft. Die geschlossene Pharmafront ist heute allerdings ungleich schwieriger zu durchbrechen. Die langen Spiesse sind indoktrinativ und nicht mehr physisch zu umfassen. Selbst Schwinger und Steinstösser nach Unspunnenart haben darob zu kapitulieren.

*

Anhang: Was ist „Diabetes Typ 2“?
Der nachfolgende Text stammt aus der eingangs erwähnten Pressemitteilung. Er erläutert die Krankheit Diabetes Typ 2 und die schulmedizinische Art, damit umzugehen:

Typ 2 Diabetes ist eine klinische Erkrankung, die durch Störungen beim Zucker- und Fettstoffwechsel und bei der Produktion und der physiologischen Reaktion von Insulin gekennzeichnet ist. Dadurch kommt es zu einer reduzierten Absorption von Zucker in die Zellen, die das Körperfett- und Muskelgewebe formen. Die Forscher untersuchten die so genannten PFAARä-Rezeptoren (Peroxisome Profilerators-Activated Delta Receptors), die für die Regulierung des Zellstoffwechsels und die Energieproduktion verantwortlich sind. Sie kultivierten in vitro Muskelgewebe und konnten beweisen, dass durch die Behandlung mit den Wirkstoffen GW501516 und GW0742 die Absorption von Zucker in den Muskelzellen gesteigert werden konnte. Die Forscher stellten zudem fest, dass das Medikament durch die zusätzliche Blockade von speziellen Zellprozessen ähnliche Effekte wie Sport hatte.

’Unsere Entdeckungen sind insofern von grosser Bedeutung, als viele Patienten durch diese Krankheit eine Insulinresistenz entwickeln und nicht mehr auf Behandlungen ansprechen’, erklärte Studienleiterin Anna Krook. ‚Das von uns entwickelte PFAARä-Medikament hat einen direkten Einfluss auf die Muskelzellen und agiert unabhängig vom Insulin-Stoffwechsel. Eine mögliche Ineffizienz des Medikaments aufgrund der Insulinabstumpfung des Patienten ist somit nicht gegeben’, resümierte die Expertin. Die Forscher planen nun das Medikament auch an Patienten zu testen.“

Soweit das Zitat. Die Testpersonen können einem Leid tun.

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