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3. Ausgabe www.textatelier.com 01. 08. 2002

Sommerwanderung

An der singenden Wiese
ging ich vorüber.
Sie trällerte laut
wie eine glückliche Braut.

Am klingenden Kornfeld
ging ich vorüber.
Es knisterte sanft
wie vom Brot der Ranft.

Am schweigenden Waldrand
ging ich vorüber.
Er nickte mir zu
geheimnisvoll wie ein Guru.

Bettina Bauer

Die digitale Bibliothek

Da Du kürzlich (im Newsletter Nr. 2) über das Lesen am Bildschirm geschrieben und Links von Zeitungen mitgeschickt hast, möchte ich Dich anfragen, ob Du etwas über den Zugang zu Bibliotheken, Archiven und deren Links schreiben könntest. Wie z.B. ist der Zugang zu Büchern, oder kann man sogar ganze Bücher lesen?
Sonja Burger, CH-8231 Hemmental

Antwort: Die Bibliotheken bauen ihre Auftritte im Internet allmählich aus, was aber nicht bedeutet, dass man ganze Bibliotheken online lesen kann. Doch bemühen sich neben den Bibliotheken auch Archive, Museen und sogar archäologische Institutionen, sich digital zu vernetzen, elektronische Kollektivgedächtnisse zu gründen, die das Recherchieren und das Auffinden von vorhandenem Wissen erleichtern können. Solche Zusammenführungen sind natürlich zeitraubende und kostspielige Riesenübungen, so dass das Internet immer mehr zu einer globalen Enzyklopädie werden könnte, was für Forscher, Publizisten und andere Interessenten aller Art, die ein Spezialthema gründlich erforschen möchten, zu einem wahren Segen werden könnte.

Diese Entwicklung läuft bereits; und schon heute sind die Suchmaschinen mit ihrer Schnelligkeit und Treffsicherheit für mich eine Hilfe von unschätzbarem Wert. Als Publizist habe ich ehedem Mannsjahre für das physische Herumstöbern in Bibliotheken, für telefonische und schriftliche Anfragen, auf die manchmal keine oder nur unbrauchbare Antworten hereinkamen, verplämpert. Ich habe mir selber eine grosse Bibliothek und ausführliche Dokumentationen zugelegt und diese thematisch geordnet, die mir meine Arbeit erleichtern, die aber selbstredend nie alle Möglichkeiten abdecken können.

Die Zugriffe aufs Internet bei Nutzung der erstaunlich schnell und präzise arbeitenden Suchmaschinen (siehe Textatelier-„Newsletter“ Nr. 2) bieten eine Informations-Dimension, wie ich sie zuvor noch nie in meinem auf Informationsbeschaffung ausgerichteten Journalistenleben gekannt habe; die Reichweite ist sozusagen ins Unendliche vergrössert. Auch ist heute ein Zugriff auf die Inhalte wissenschaftlicher und populärer Zeitschriften möglich, von dem man vor ein paar Jahren nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Ich empfehle Dir, liebe Sonja, es einfach bei den Zeitschriften, die Dich interessieren, zu versuchen und das Archiv anzusteuern. So wirst Du viele Entdeckungen machen können; nach Schätzungen gibt es weltweit etwa 150'000 Zeitschriften.

Es gibt im Medienbereich sehr spendable Unternehmen, aber auch verschlossene. Alle die unterschiedlichen Haltungen können begründet werden. Eine Zeitschrift, die sich im Internet wie ein offenes Buch darbietet, wird sicher häufiger zitiert und gewinnt an Bedeutung, an wissenschaftlicher Reputation. Anderseits sind die Zeitschriften kommerzielle Unternehmen, die auch dafür sorgen müssen, dass etwas in die Kasse kommt, ansonsten sie eher früher als später von der Kioskoberfläche verschwinden. Sie müssen das publizierte Material teuer einkaufen und können es logischerweise nicht einfach verschenken. Aus alledem resultiert ein ständiges Abwägen, und die Angebote verändern sich ständig. Viele Zeitschriften (auch Bibliotheken) bieten online einfach Inhaltsverzeichnisse an; sie benutzen das Netz also ausschliesslich als Werbeplattform. Es ist ja auch schwer einzusehen, weshalb ein treuer Abonnent der Papierausgabe hohe Gebühren entrichten soll – gerade wissenschaftliche Zeitschriften sind enorm teuer geworden, auf der anderen Seite aber ein zufälliger Internetnutzer sich gratis bedienen können soll.

Nicht nur das Drucken verursacht Kosten, sondern auch das Publizieren im Internet. Der Aufbau einer Homepage mit Serveranbindung ist aufwendig und teuer; das Textatelier hat dies selber erfahren. Wohl aus diesem Grund ist die Tendenz auszumachen, dass die Druckmedien mit ihren Angeboten in den letzten Monaten und Jahren, als die Werbe- und Abo-Geschäfte weniger rund liefen, beim Auffüllen ihrer Internet-Schaufenster wieder etwas knauseriger geworden sind.

Wahrscheinlich werden sich alternative Publikationsformen im Netz entwickeln. Ich habe vor der Gründung unseres Textateliers selber schon das Projekt erwogen, eine unabhängige Internet-Zeitschrift für Leute herauszugeben, die das Besondere, Unangepasste und Individuelle suchen; doch liest man überall, dass die Zahlungsbereitschaft für Angebote aus dem Netz verschwindend klein sei, so dass wahrscheinlich ausser hohen Spesen wenig bis nichts gewesen wäre.

Auch jetzt stellen wir über die Textatelier-Homepage laufend neue, aufwendig und frondienstmässig produzierte Texte gratis ins Netz. Das geschieht einerseits aus unserer Freude am Schreiben, am individuellen, unangepassten Stellungsbezug, an der Verbreitung unkonventioneller Auffassungen und auch aus dem Bedürfnis heraus, einen Beitrag an den Schutz von Lebensräumen, bedrohten, verachteten Pflanzen und Tieren zu leisten. Wir errichten auch Menschen ein kleines digitales Denkmal, welche in den üblichen Medien zu Unrecht kaum zur Kenntnis genommen werden (siehe „Kontrapunkte“: José A. Lutzenberger unter „Dogma Globalisierung“). Die trendigen Medien drehen sich immer um die gleiche Gruppe von Prominenten.

Der Nutzen unserer unkonventionellen, ethisch fundierten Angebote sind eine zunehmende Beachtung und Wertschätzung unserer virtuellen Organisation, eine Vertrauensbildung und ein offensichtlich wachsendes Ansehen, was sich dann wieder in einer guten Auftragslage im Bereich unserer publizistischen und anderen Angebote niederschlägt (künstlerische Illustrationen, grafische Gestaltungen und Einrichtung von Homepages auf hohem Niveau).

Im Internet ist es wichtig, dass man zuerst einmal etwas bietet, Kompetenz unter Beweis stellt und mit moralisch untadeligen Haltungen, die ehrlichem Empfinden entsprungen sind, Vertrauen bildet. Dies sind lange, aber Erfolg versprechende Prozesse. Davon lebt das Internet zum Teil. Bereits in den ersten Monaten hatten wir täglich 200 bis 400 Nutzer (www.textatelier.com), und mit dem Anwachsen unserer Angebote und der damit verbundenen Netz-zu-Netz-Propaganda wächst die Nutzergemeinde kontinuierlich an. Es ist wichtig, eine Homepage nicht in Schönheit sterben zu lassen, sondern sie muss vor Vitalität strotzen und ständig Neues und Überraschendes bieten.

Die Motive, Wissen und nützliche Informationen gratis im Netz zu verbreiten, sind sehr verschiedenartig, und gerade aus dem Umstand heraus, dass es viele entsprechende Motive zum Publizieren gibt, ist das Netz zur heutigen Dichte herangewachsen. Suchaktionen führen oft zu überraschenden und vielfach erfreulichen Entdeckungen.

Wenn Du eine Zeitschrift oder Zeitung suchst und den Link nicht kennst, kannst Du den Titel der Zeitschrift ins Suchfenster einer Suchmaschine eingeben; meistens wird dann die Homepage der Zeitschrift inklusive Link an der ersten oder einer der vordersten Stellen angezeigt, und Du kannst dort einsteigen und Dein Glück versuchen. Mit der Zeit entwickelt man eine gewisse Technik, wie man am schnellsten zum Ziel kommt, d.h. in die Innereien der Medien.

Wegen solcher Möglichkeiten ist das Internet (inklusive der Möglichkeiten zur Archivbenützung von Medien aller Art) heute zu einer einmaligen digitalen Bibliothek geworden, wobei manchmal auch thematische Forums-Diskussionen sehr ergiebig sein können. Man spürt sogleich, was als einigermassen zuverlässig taxiert werden kann und was nicht (das ist bei Medieninhalten nicht anders). Hier eine kleine zufällige Linksammlung zu Bibliotheken, die ich mir einmal zusammengestellt habe:

BibliothekenDomizil 
Bibliotheken WinterthurWinterthurwww.bibliotheken-winterthur.ch
Bibliotheksservice-Zentrum Baden-WürttembergKonstanzwww.bsz-bw.de
Deja-NewsMountain View CA USAwww.dejanews.com
Schweizerische LandesbibliothekBernwww.snl.ch
TelevisionsarchiveSan Francisco CA USAwww.cinema.ucla.edu/
Universitätsbibliothek der Freien UniversitätBerlinwww.ub.fu-berlin.de
Wayback MachineSan Francisco CA USAwww.archive.org
Zentralbibliothek für WirtschaftswissenschaftenKiel Dwww.uni-kiel.de/ifw/zbw/econis.htm

Die in digitalen Belangen ausserordentlich aufgeschlossene Universitätsbibliothek Basel www.ub.unibas.ch bietet eine interessante Dienstleistung an: Zeitschriftenaufsätze vom Computer aus als Hauslieferung (pro Artikel 8 CHF für je 20 Seiten), wobei der Bezüger allerdings bei einer Bibliothek des Informationsverbundes Basel/Bern eingeschrieben sein muss.

Zu Buchtexten im Internet kommst Du, wie im vorangegangenen „Newsletter“ erwähnt, unter http://www.gutenberg2000.de/ (bei www.spiegel.de angegliedert).

Dieses Projekt „Gutenberg-DE“ bietet zurzeit deutschsprachige Texte von über 1000 Autoren; das sind mehr als 250'000 Buchseiten in 45'000 Daten; auch Märchen, Fabeln, Sagen, Gedichte, Anekdoten und Erotica sind dort zu haben. Auch gibt es immer wieder Tips; im Juli 2002 war es z.B. Theodor Fontanes Kriminalgeschichte „Unterm Birnbaum“. Auch dieses Werk kann in vollem Umfang genossen werden.

Das sind wirkliche Geschenke an die Internetgemeinde, die dadurch wahrscheinlich das Lesen wieder entdeckt…

Falls es Dir im Schatten sauerstoffspendender Bäume gefällt, liest Du vielleicht mein Feuilleton „Palaver unter dem Palaverbaum“ (Textatelier-Rubrik „Glanzpunkte“), und Du wirst erkennen: Das Internet hat in Sachen Lesestoff schon einiges zu bieten…

Walter Hess

Erfahrungen aus dem Gespensterhaus

Ghostwriting – Schreiben im Kundenauftrag nach Vorgaben ist schwieriger und dementsprechend faszinierender als man denkt, wie bereits die Erfahrungen aus den ersten Wochen des Textatelier-Bestehens gezeigt haben. In der Regel werden nur spärliche Unterlagen angeliefert; sie bestehen vielleicht aus einem Telefonanruf oder ein paar Stichwörtern: „Machen Sie etwas daraus!“ Der Kunde denkt, er habe ja Fachleute zur Hand, und diese sollen sich bitte etwas einfallen lassen. Das erfordert eigene Recherchen und Dichtkunst, lässt aber anderseits einen weiten gestalterischen Spielraum offen.

Kennt man das Denken, die Philosophie und das Unternehmen eines Kunden, ist es verhältnismässig einfach, das Treffende zu schreiben. Muss man sich aber zuerst in die (oft unausgesprochenen) textlichen Wünsche herantasten, wird die Sache zur Herausforderung. Es ist durchaus möglich, dass wir die Erwartungen auf Anhieb erfüllen und spontan Briefe wie diesen erhalten, der am 3. Juli 2002 eingegangen ist:

"Ich bin tief gerührt und glücklich über Ihre wundervolle und prompte Arbeit.
Meine Frau und ich haben ein Glücksgefühl, in unserer Karriere Sie in unsere Arbeit mit einbeziehen zu dürfen. Sie hat uns der Himmel geschickt. Vielen Dank!
Wie gewohnt, habe ich noch einige Ergänzungen vorgenommen, die noch Ihrer Korrektur bedürfen.“

Der letzte Satz des Schreibens ist bezeichnend: Es ist unvermeidlich, dass Kunden noch etwas zum Ausdruck bringen möchten, das dem Ghostwriter nicht bekannt war, oder aber dass etwas im Textentwurf steht, was aus Auftraggebersicht aus irgendeinem Grund unerwünscht ist. Daraus ergibt sich das folgende zwingende Vorgehen: Der zuerst abgelieferte Text wird als Entwurf betrachtet. Der Auftraggeber greift ein: streicht, ergänzt, gibt bekannt, was ebenfalls behandelt werden muss. Aufgrund dieser Einwände wird dann die definitive Fassung stilistisch einwandfrei ausgefertigt. Im Prinzip ist ein Text erst dann abgeschlossen, wenn ein Kunde damit zu 100% zufrieden ist.

Dieses Vorgehen ist zusammen mit der schnellen Erledigung der Aufträge und der vertraulichen Behandlung eines der Textatelier-Erfolgsgeheimnisse. Wir haben mehrmals diese Feststellung gehört: „Was Sie anbieten, ist genau, was wir brauchen.“ Sich von der vielerorts als lästig empfundenen Arbeit des Schreibens befreien und aussagekräftige Texte von hoher Qualität organisieren zu können, ist für viele wirklich ein Himmelsgeschenk. Es hat sich bereits mehrmals gezeigt, dass bei Unternehmen, deren Produkte oder Philosophien einen umfangreichen Erklärungsbedarf haben, ein ausformuliertes, verständliches Schriftstück mit einer nachvollziehbaren Argumentation der entscheidende Erfolgsfaktor ist.

Ein gedruckter oder elektronisch verbreiteter Text kann in aller Ruhe gelesen werden. Es ist ein Dokument mit Gewicht, eine entscheidende Grundlage. Und die leichtgewichtigeren mündlichen Ausführungen, die auf spezielle, individuelle Fragen abgestimmt sind, haben dann noch einen ergänzenden Charakter. Die Kombination aus Dokument und erklärendem Gespräch ist in den wohl meisten Fällen das wirkungsvollste Duo bei der Vertrauensbildung, welche die beste Voraussetzung für den weiteren Geschäftsgang ist.

Was auf das Geschäftsleben zutrifft, gilt auch für die sozusagen alltägliche Welt von Einzelpersonen. Diese verstricken sich, meist ohne eigenes Zutun und Wollen, zwangsläufig in Situationen, in denen ein perfekt formuliertes Schriftstück zu Ansehen führt und wahre Wunder wirken kann. Bei Aufträgen aus diesem Bereich achten wir selbstverständlich darauf, uns nicht vom klassischen Stil leiten zu lassen, der sich an Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ oder an andere seiner Schriften anlehnt. Einfachheit und Geradlinigkeit, diese Merkmale der klassischen Literatur, sind zwar nirgends falsch, aber ein Brief an eine Schulbehörde, an eine juristische Instanz oder ein Leserbrief braucht sich stilistisch nicht unbedingt an die Weimarer Klassik zu ihrer Glanzzeit anzulehnen. Die Schriftstücke für den Alltagsgebrauch sollen vielmehr in klaren, verständlichen und einprägsamen Worten ausdrücken, was in einer bestimmten Situation gesagt sein muss und so abgefasst sein, dass die professionelle Hilfeleistung nicht spürbar ist.

Wir bemühen uns um inhaltliche und grammatische Fehlerfreiheit, erreichen aber meistens nur Fehlerarmut; vielleicht ist der Cursor irgendwohin entwischt, man drückt eine falsche Taste, schreibt etwas hinein, löscht ein Wort und übersieht das unerwünschte Resultat beim Durchlesen. Eigene Fehler sieht man nicht. Korrektoren verbessern die Qualität erheblich, sind aber auch nur Menschen; allerdings staune ich über deren Zuverlässigkeit immer wieder. Wir alle sind dankbar dafür, wenn man uns auf Unstimmigkeiten aufmerksam macht. Auch unsere mehrfach überarbeiteten Textatelier-Texte, die im Internet abrufbar sind, sind nicht frei davon. Bitte weisen Sie uns darauf hin, und sollten Sie nur ein verrutschtes Komma entdeckt haben! Wir wollen alle unsere Produkte (und auch uns selber) ständig perfektionieren. Das braucht Anregungen von aussen.

Wenn Sie uns einladen, auch Ihnen auf diese Weise zu helfen, geben wir uns alle erdenkliche Mühe. Unsere Schreibtätigkeit schliesst immer auch eine Beratung ein, falls eine solche erwünscht ist.

*

Wir sind in voller Fahrt, nach der untenstehenden Grafik, die uns Verena und René Knöpfel in F-71290 Huilly-SurSeille (Sâone et Loire) als Dekoration eines Weinkartons zukommen liessen. Dabei war der folgende Ratschlag zu lesen: „Vergessen Sie nicht, ab und zu aufs Fyrabig-Bänkli (Feierabend-Bank) zu sitzen, neben sich ein Gläschen Wein, so lässt sich trefflich philosophieren.“ Wir bedanken uns für diese netten Gesten und werden uns an diesen guten Rat halten.

Daraus ist ersichtlich, wie essentiell ein wichtiger Hinweis zur rechten Zeit sein kann.

Walter Hess

Im Textatelier-Briefkasten

Hoi Walter
ich be gwunderig worde, was du do so machsch uf diner Homepage...
super !!! Me chönnt de ganz lieb lang taag drufume luege und fend för alles öppis guets.
nume eis, wär no guet: ide bildergalerie, chönnt mer ned es Verzeichnis mache oder e vorschau, demet mer ned alli belder zeersch mues abelade bervor me si cha gseh....??? Wär doch öppis, oder.
I wönsche der und dine Mitschriber alles Liebe und Gueti und – wiiiiter sooo !!!!! ich freu mi.

Maja Hort, CH-5000 Aarau

Die blaue Blume

Heut sah ich einen Schmetterling
mit flinkem Flügelschlag.
Er war so blau,
genau so blau
wie dieser Sommertag.

Er wirbelte davon und suchte –
ich weiss nicht was.
Er suchte,
wankte, suchte
im hohen Junigras.

Was suchst du, Schmetterling –
suchst eine, die dich liebt?
Vielleicht die Blume,
die blaue Blume,
die es nicht mehr gibt?

Bettina Bauer


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