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     July 18, 2019 17:25 CET
 


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Beipackzettel

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Die Philosophie dahinter:

Beipackzettel müssen bekömmlich und risikofrei sein
Einige Informationen über den Beipackzettel dürften für alle Konsumenten interessant sein: Es handelt sich um ein bedrucktes und meist mehrfach gefaltetes Blatt Papier, das Medikamenten, Kosmetika und anderen Waren beigelegt wird. Er enthält Angaben über den Inhalt (etwa über Zusammensetzung und Eigenschaften), die Anwendung (Dosierung), erwünschte und unerwünschte Wirkungen, Vorsichtsmassnahmen, Aufbewahrungsart und -dauer sowie Hinweise auf Quellen für zusätzliche Informationen und Spezialliteratur; dazu gehört die Adresse des Produzenten.

Noch vor wenigen Jahren waren die Beipackzettel in den Medikamenten-Verpackungen in der Regel mit medizinischen Fachausdrücken gespickt, die nur Fachleuten bekannt sein konnten oder ein Fachwörterbuch nötig machten und somit für den armen Schlucker weitgehend nutzlos waren. Mit anderen Worten: Sie sahen wie eine Handorgel aus, klangen aber weit weniger harmonisch. Wahrscheinlich wurde einfach die Sprache der Risikoanalytiker in den Labors übernommen.

Noch immer enthalten viele Beipackzettel (Packungsbeilagen) imposante fremdsprachige Fachausdrücke, die nicht sein müssten. So ist es wirklich schleierhaft, weshalb das nicht für jedermann ohne weiteres verständliche lateinische Wort Kontraindikation ausgerechnet dort verwendet wird, wo es um einen wichtigen Warnhinweis geht, wann eine Arznei nur beschränkt oder überhaupt nicht angewandt werden darf. Gerade hier kann es überlebenswichtig sein, deutsch und deutlich zu schreiben: Noch klarer als Gegenanzeige wären Anwendungseinschränkung oder Anwendungsverbot – oder: "Wann ist bei der Einnahme von XY Vorsicht geboten?" Selbstverständlich können nötigenfalls Fachbegriffe aus einer fremden Sprache eingesetzt werden, aber immer nur im Zusammenhang mit den nötigen Erläuterungen.

In den letzten Jahren ist der Patient zunehmend als einigermassen mündig betrachtet worden. Dies geschah u.a. aus der Erkenntnis heraus, dass er Wesentliches zum Heilungsprozess beitragen kann und muss. Diese Einsicht hat sich auch auf einige Beipackzettel günstig ausgewirkt. In der Schweiz wird ihr Wortlaut durch die Arzneimittelbehörde IKS geprüft.

Ausserhalb des Medikamentenvertriebs können Beipackzettel eine vertrauensbildende Beilage zu Produkten aller Art sein. Als nettes Beispiel diene das zu einem Streifen gefaltete, pergamentfarbene Papier, das, über den Flaschenhals gestülpt und mit einem Siegel befestigt, einer Kirschwasserflasche aus dem Hause Schladerer mit auf den Weg gegeben war. In verschnörkelter Schrift war auf diesem "Garantieschein Nr. 2228" neben einem alten Stich des Dörfchens Staufen D zu lesen: "Dieses echte Schwarzwälder Kirschwasser ist nach altbewährtem Verfahren aus vollreifen Früchten gebrannt worden. Es trägt die Bezeichnung ‚echt', weil es im Schwarzwald ausschliesslich aus Schwarzwälder Kirschen destilliert wurde. Hierfür, sowie für seine Reinheit, verbürgen wir uns mit dem guten Ruf unseres Hauses." Es folgt die Unterschrift des Inhabers. Das wirkt sympathisch, schafft eine Beziehung – besonders wenn das Destillat die hohen Erwartungen rechtfertigt.

Beipackzettel verdienen Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Zum Wohle aller Beteiligten.

Hinweis: Weitere Qualitätsansprüche an ähnliche Informationsträger finden Sie unter Produktbeschreibungen.

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