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     June 18, 2019 11:48 CET
 


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Silizium aus Schachtelhalmen festigt Gewebe und Knochen

Im Ratgeber "Schmerzen nach der Leistenbruchoperation" wurde der Ackerschachtelhalm als gute Siliziumquelle erwähnt. Wie kommt man zu dieser Pflanze, und gibt es auch andere Möglichkeiten, den Silizium-Haushalt zu verbessern?
A.H., CH-5024 Küttigen

Antwort: Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), den man früher zur Reinigung von Kochgeschirr verwendet hat und den man deshalb auch Zinnkraut oder Scheuerkraut nennt, ist eine gute Kiesel- beziehungsweise Siliziumquelle (zudem auch ein Lieferant von Selen). Diese Schachtelhalmart mit den blattgrünfreien, die Sporenphylle tragenden Halmen kommt beziehungsweise kam an Wegrändern und auf Äckern vor; heute sind solche wertvolle so genannte "Unkräuter" rar geworden. Andere Schachtelhalmarten wie der oft an feuchten Stellen wie Tümpeln und Weihern anzutreffende Teichschachtelhalm (Equisetum fluviatile) sind in der Regel für Tiere und Menschen giftig und für naturheilkundliche Zwecke nicht verwendbar.

Im Ackerschachtelhalm ("Katzenschwanz") liegt das Silizium in Form der einfach gebauten Monosiliziumsäure vor. Auch Brennesseln sind gute Siliziumspender; diese sind im Allgemeinen wesentlich leichter zu beschaffen. Das Silizium ist auch ein wichtiger Bestandteil der Bambuspflanze, deren Stiele (Halme) deshalb eine hohe Festigkeit und Elastizität haben und zum Beispiel für riesige Baugerüste verwendet werden können.

Den Ackerschachtelhalm-Tee, dessen Ausgangsmaterial man gegebenenfalls in der Drogerie beschaffen muss, sollte etwa 20 Minuten kochen, damit möglichst viel vom Siliziumgehalt ins Teewasser übergehen kann; davon werden etwa 3 Tassen pro Tag empfohlen. Auch bei Prostataerkrankungen leistet dieser Tee heilwirksame Dienste.

Das Silizium ist ein Hauptbestandteil der Erdkruste, das zweithäufigste Element, das u.a. für die Herstellung von Glas, Porzellan und Zement (und sogar in Uhren und in den Recheneinheiten des Computers, in den Transistoren) verwendet wird. Es kommt vor allem als Quarz (Siliziumdioxid) und in verschiedenen anderen Silikatverbindungen vor; in den Kieselsäuren ist es selbstredend ebenfalls enthalten – dies sind die Sauerstoffsäuren des Siliziums. Dem Menschen dient das Silizium als strukturgebendes, festigendes Element für Knorpel, Haut und Stütz- und Bindegewebe, sogar für die Zähne. Zeichnen sich hier Schwächen ab (brüchige Nägel, Haarausfall, sinkende Elastizität der Haut, Leistenbrüche usf.), muss für eine verbesserte Zufuhr gesorgt werden. Zudem hat Silizium auch einen guten Einfluss auf die Zellatmung und damit auf die Energiegewinnung.

Siliziumreiche Lebensmittel sind Kartoffeln, ganze Weizenkörner (Vollkorn), Petersilie, Löwenzahn, Blumenkohl, Erdbeeren, Spinat, Lauch, Trauben, Erbsen, Paprika, Birnen usw. Siliziumpräparate sind als Kieselsäure oder Kieselerde im Handel erhältlich.

Sogar im Garten verhilft eine Schachtelhalmbrühe den Pflanzen zu einer besseren Versorgung mit Spurenelementen, zu mehr Robustheit und zu einem festeren Blattgewebe.

Das Silizium ist in seinen verschiedenen Erscheinungsformen eine gute Stütze des Lebens.

H.

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