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BLOG vom 29.08.2005


Reaktionen auf Blogs (18): In Spinnennetze verhaspelt

Präsentation der Leserpost: Walter Hess

„Nun habe ich also Nachholbedarf und wollte heute Abend nur noch schnell in Ihr Textatelier.com hineingucken und bin dabei wieder einmal hängen geblieben. Nach den Blogs (Die ‚Reaktionen auf Blogs 17’ habe ich ausgedruckt, werde sie im Auto lesen, wenn ich im Stau stecke) fiel meine Aufmerksamkeit auf die Glanz- und Kontrapunkte (welche Fülle!). Und vollständig stecken geblieben bin ich dann noch in den Miniaturen. Ergo – es ist wieder einmal spät geworden.

Ich stelle immer wieder fest: Das Textatelier ist ein Wunderwerk – wie ein Spinnennetz – ist man einmal drin, kommt man fast nicht mehr raus. Drinnen sieht man sich nicht als Opfer, das zappeln muss, sondern als Spinne, die mitspinnen darf.“

Beatrice Meister, Mittlerbergstrasse 2 B, CH-8918 Unterlunkhofen, schrieb das in ihrer schönen, bildhaften Ausdrucksweise. Und was kann uns Schreibern denn Schöneres passieren als beachtet und gelesen zu werden! Dass dies intensiv der Fall ist, zeigen die täglich eintreffenden Reaktionen. Sie sind so vielfältig wie das Leben, wie die Blogatelier-Thematik und die mitdenkenden Nutzerinnen und Nutzer, die uns ihre Aufmerksamkeit schenken und uns schreiben. Danke für alles!

Schon während meiner Tätigkeit als Redaktor bei Zeitungen und Zeitschriften habe ich den Leserbriefen grösste Bedeutung beigemessen und ihnen viel Platz zur Verfügung gestellt. Wenn man sie abdruckt, finden sie höchste Beachtung. Leserbriefseiten sind immer interessanter als die Ressorts, die von Journalisten gefüllt werden. Bei einer Leserschaftsforschung des ehemaligen „Aargauer Tagblatts“ in den 70er-Jahren stellte es sich heraus, dass die Leserbriefseiten zusammen mit den Todesanzeigen und den „Unglücksfällen und Verbrechen“ die höchste Beachtung geniessen, gefolgt von Lokalmeldungen – die Auslandmeldungen erschienen weit abgeschlagen.

Aus diesen Erfahrungen heraus schenke ich auch den „Reaktionen auf Blogs“ viel Aufmerksamkeit, und ich editiere sie ebenso einfühlsam wie sorgfältig, ihrer Bedeutung angemessen und versuche, sie erläuternd in die Zusammenhänge einzubetten, gewissermassen in den Netzen zu verweben.

Und so sollen nun die Leserinnen und Leser das Wort haben.

Die Folgen des Freizeitverhaltens der Kinder

Zum Blog „Wie man den Kindern das Schlagen und Töten beibringt“ vom 11. 7. 2005 trug Martin Eitel (E-Mail: M.Eitel@gmx.net) Fundamentales bei:

„Das Grundproblem ist das geänderte Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen, das negative Auswirkungen in verschiedener Hinsicht hat. Während ich früher nach Erledigung der Hausaufgaben einen grossen Teil der Freizeit draussen verbracht habe, wobei natürlich hin und wieder dann durch Bälle Pflanzen zu leiden hatten und die eine oder andere Scheibe zu Bruch ging, verbringen die Schüler heutzutage die Freizeit in der Wohnung am Computer mit verrohenden Computerspielen und vor dem Fernseher, wo sie mit vielen gewalttätigen Serien konfrontiert werden; zudem stopfen viele während dieser Betätigung noch Unmengen von Chips und Süssigkeiten in sich hinein. Dieses veränderte Freizeitverhalten führt nicht nur zur Verrohung der Kinder und Jugendlichen, sondern auch zu dem schlimmen Gesundheitszustand, der vielerorts inzwischen zu Recht beklagt wird.“

Dachschäden: Verbrechens-Gene gesucht ...

Statt für menschengerechtere Lebensumstände zu sorgen, wird versucht die Menschen schon im Fötusstadium gesellschaftstauglich zurechtzubiegen. Im Blog „Nationalfonds-Studie ‚Sesam’ will Tür zur Eugenik öffnen“ vom 6. 8. 2005 habe ich dies beschrieben. Heinz Scholz aus D-79650 Schopfheim reagierte mit zusätzlichen Informationen darauf:

„Deinen Artikel zur Eugenik finde ich super. Die Politiker wissen kaum etwas von der Tragweite ihres Handelns; auch die Forscher haben bezüglich Erbhygiene wenig Skrupel. Immer wird auf die vorgeburtliche Selektierung bei geschädigten Embryonen hingewiesen, um viel Leid bei Eltern und Kindern zu ersparen. In letzter Zeit waren Mediziner auch auf der Suche nach so genannten ‚Verbrechens-Genen’. Es wäre ihrer Ansicht nach zu schön, wenn Verbrecher ausfindig gemacht und in Gewahrsam genommen oder unter spezieller Beobachtung gehalten werden könnten ... Und was kam dabei heraus? Die meisten Verbrecher hatten keinen Dachschaden, sondern wurden in der frühen Jugend durch negative Umstände geprägt. Hinzu kommen noch soziale Verhältnisse im Umfeld der Verbrecher oder ein religiöser Wahn, der insbesondere bei Selbstmordattentätern im Vordergrund ihres Handelns steht.

In der Sendung ‚Der Sitz des Bösen’ (ARD, 27. Juli 2005) kam mittels Kernspin-Tomographie heraus, dass die Wurzeln der Gewalt im Gehirn sind. Bei den Verbrechern war die Gehirnregion, wo der Sitz des Mitgefühls ist, verändert. Aber diese Veränderungen waren wohl nicht genetisch bedingt, sondern Folge von negativen Einflüssen in frühen Jahren der Entwicklung des Heranwachsenden. Die Hirnforscher sind jedoch erst am Anfang ihrer Forschung.

Ein interessanter Artikel über Eugenik und Erbhygiene ist unter www.koopiworld.de/pub/eugenik.htm zu finden.“

Zöliakie: Ursachen und Folgen

„Genmanipulation“ heisst das aktuelle Zauberwort, mit dem man (nach menschlichem Gutdünken) alle Probleme lösen will. Nach all den bisherigen menschlichen Abänderungen von Naturgegebenem kann man sich ungefähr vorstellen, was dabei herauskommt. Stattdessen sollte man bei Krankheiten die Ursachen angehen.

Augrund des Kapitels „Zöliakie ist heilbar“ in den „Reaktionen auf Blogs (17)“ vom 20. August 2005 ergänzte Helga Menzel, Betreiberin der Webseite http://www.zoeliakiehome.de, die schulmedizinische Betrachtungsweise mit eigenen Erfahrungen. Bei der Zöliakie handelt es sich übrigens um eine Erkrankung des Darmtrakts mit Durchfall und Störungen des Stoffhaushalts.

„Zöliakie gilt bei den Ärzten der Schulmedizin, DGE, und DZG (Deutsche Zöliakiegesellschaft) nach wie vor als unheilbar. Davon profitieren ebenfalls die Hersteller glutenfreier Produkte, welche von dieser Krankheit Betroffene auch nicht gesünder machen, sondern nur deren Symptome bei der Ernährung unterdrücken.

In verschiedenen Selbsthilfeforen im Internet finden Betroffene ebenfalls keine wirkliche Hilfe, keine Hinweise, wie die Krankheit geheilt werden könnte. Eigeninitiative jedes Betroffenen wäre auf Grund der steigenden Tendenz dieser Krankheit dringend nötig. Die Betroffenen erfahren die Ursachen dieser Krankheit nicht; man lässt sie im Unklaren.

Mein Ziel ist es, an die Aufklärungsarbeit der stetig wachsenden Zahl ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten einen Beitrag zu leisten und daraufhin zu wirken, dass die Menschen zukünftig mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit übernehmen.

Heute freue ich mich, das ich mein gesundheitliches Problem dadurch beseitigt habe und das alles nur möglich war, weil ich meine Krankheit nicht so ohne weiteres hinnehmen wollte und ich mich über die wahren Ursachen für die Entstehung dieser Krankheit aus Büchern der Naturheilkunde informiert habe. Orthomolekulare Nährstoffe und eine vitalstoffreiche Ernährung gehören heute zu meinem Rezepten für den Heilerfolg. Ich weiss auch jetzt, dass ich dadurch die Folgeerkrankungen ausschliessen kann, welche die symptomatische Behandlung der Zöliakie später nach sich zieht (Diabetes, Osteoporose etc.).

Um mein Erfahrungswissen vielen betroffenen Menschen zugänglich zu machen, ist meine Homepage entstanden. Ich habe offen meinen Erfahrungsbericht mit dieser Krankheit dokumentiert, wie die Krankheit entsteht und was man selbst tun kann, um sie zu heilen.

Diese Informationen sollen Betroffenen dazu dienen, welche die Ursachen über ihre Krankheit erfahren und sich nicht weiterhin mit symptomatischen Behandlungsmethoden zufrieden geben wollen.“

Ähnlich tönt es aus den weiterhin zahlreichen Zuschriften zum Blog über „Das süsse Milliardengeschäft mit der Zuckerkrankheit“ vom 31. 7. 2005. Diese sind derart zahlreich, dass ich sie in einem späteren, speziellen Reaktions-Blog (19) wiedergeben werde. Hier wollen wir uns noch etwas leichterer, gut verdaulicher Kost zuwenden, zum Beispiel den Pilzen.

Herzblut fliesst beim Stichwort „Parasol“

Beim Lesen des Blogs „Am Belchen-Fuss: Parasolpilze und Grosse Schirmlinge“ vom 23. 8. 2005, das von Heinz Scholz verfasst worden ist, sei bei ihm, Dr. Rainer Meyer (E-Mail: dr2.meyer@teleport.ch), sozusagen eine Ader geöffnet worden, als er auf das Wort Parasol stiess, und es floss „reichlich Herzblut“ in dieser Weise:

„Mein Vater war ein ‚Schwammerl’-Kenner, hat sogar ein Buch darüber geschrieben, nur hats ihm mangels Bildern keiner abgekauft, damals, 1950. Aber MIR hat er das eine oder andere zurückgelassen.

Parasol Nr 1: Um einen kleinen Tannenbaum stand ein ganzes Mycel mit wirklich etwa 14 prächtigen Parasol(en) herum − damals war ich etwa 10 Jahre alt − und ich wusste nicht, sollst du sie nehmen oder nicht? Egal, ich hab sie abgedreht, in mein Taschentuch getan und vorsichtig nach Hause getragen. Damals habe ich ein erstes Lob von meinem Vater erhalten − sonst war er diesbezüglich durchaus knauserig.

Parasol Nr 2: Vor vielen Jahren in Schweden, bei Bekannten meiner Frau, entdeckte ich auf einer Schären-Insel ein ähnlich reichhaltiges Arrangement und jubelte, so wie Ihr Freund Toni. Kurz darauf ins Haus zurückgebracht, gereinigt, in die Pfanne ‚gehauen’, ganz wenig Öl und Pfeffer, und da stand ich nun, denn: die Schweden verweigerten mir den Gehorsam. Sie sagten es zwar diplomatischer, aber dem Sinne nach: Friss dein Zeug selber! Bei meinem Mahl standen sie um mich herum und erwarteten minütlich, dass ich blass und/oder grün umfiele. Den Gefallen habe ich ihnen nicht getan. Ich fürchte nur, dass auch seither wundervolle Parasol-Kolonien in Schweden ungenutzt herumstehen.

Parasol Nr. 3: Ein Schopftintling sieht ja fast so aus, ist auch wohlgeniessbar. Ich brachte ein paar heim (oben auf dem Hotzenwald), und meine Frau wusste (hinter meinem Rücken) nichts Besseres zu tun, als die Beute in ein luftdicht verschlossenes Plastikgefäss zu tun. Das sagt alles über ihre Schwammerlkenntnisse ... Interessant dabei ist, dass man bei hinreichender ‚Reifezeit’ einen derart malträtierten Pilz tatsächlich als Tinte verwenden kann.

Parasol Nr 4: Auch Birkenreizker sind gut − die mit der orangefarbenen Sosse − man muss nur aufpassen, dass sie nicht wurmig sind. Diese Viecher wissen nämlich auch, was gut ist. Bei mir wachsen sie hinterm Haus. Die Reizker.

Parasol Nr. 5: Ein Frühlingsgewächs ist die Spitzmorchel. Aussen sieht sie aus, wie kaum zusammengewachsene Gehirnwindungen, innen ist sie hohl (haha). Durch zugekauften Mulch waren sie plötzlich in unserem kleinen Steingarten entstanden. Verhalten (!) jubelnd zeigte ich die zwei oder drei meiner Frau. Reaktion: DAS esse ich dir NIE!

So bleiben wir halt beim Gschnetzelten oder dem Wildschweinigen im ‚Hirtenbrunnen’ in Hof (WO ist das eigentlich?). Für diesen Tip danke ich Ihnen ganz gehörig, wenn Sie mir nur noch die geographischen Koordinaten angeben könnten ...“

Prompte Antwort von Heinz Scholz:

„Hof liegt bei Schönau im Wiesental. Wenn Sie von Basel kommen, fahren Sie in Richtung Schopfheim D, dann über Zell und vor Schönau in Richtung Wembach. Nach einer kurzen Wegstrecke biegen Sie links in Richtung Hof ein. Dort befindet sich der Hirtenbrunnen. Es ist ein unglaublich uriges Gebäude. Nähere Infos bekommen Sie unter www.hirtenbrunnen.com.“

Geadelte Austrockner

Die Entsumpfung spielte im Blog „Intensivregen und Feuer: Nachhilfe für Naturkatastrophen“ vom 24. 8. 2005 eine Rolle als eine der Überschwemmungsursachen. Dazu kommentierte Dr. phil. Rainer Meyer aus CH-4127 Birsfelden wie folgt:

„Lieber Herr Hess, natürlich haben Sie Recht, wie fast immer. Aber was ist − bitte im Detail − mit der Linth-Ebene, die Ihrem Austrockner sogar den Adelstitel bescherte? Ich meine, dass die Ideologie und Befindlichkeit des 19. Jahrhunderts diesen ‚Aufbruch’ sogar beförderte. Herr Ingenieur Hans Konrad Escher war sich keiner Sünde oder Dummheit bewussst. Im Gegenteil − er gab Bauern Land.

Die Rheinregulierung nördlich von Basel war eine ebensolche Dummheit.

Fazit: Zu Zeiten, da man diese Fehler machte und heute noch macht, ist sich NIEMAND einer Fehlleistung bewusst.

Ämter, um ein zugehöriges Thema zu bemühen, sind sich ihrer Schlamperei schon gar nicht bewusst. Es gibt ja Vorschriften. Irgendwie muss Moses auch DIE noch vom Sinai heruntergeschleift und bei uns abgelagert haben.

Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens.“

Soweit die Gedanken aus dem Basellandschaftlichen, denen im Prinzip beizupflichten ist. Die Geschichte des Linthwerks kenne ich gut. Weil die Glarner oben vor über 200 Jahren abholzten, kam es in der Linthebene unten zu vermehrten Überschwemmungen. Und dann die Mücken! Hans Konrad Escher war der Grösste, als er die Linth in den Walensee umleitete, schnurgerade kanalisierte (Verbindung Walensee – Zürichsee) und die Ebene entsumpfte. Er ist noch immer in höchsten Ehren. Für die damalige Zeit war es tatsächlich eine gigantische Leistung, die Respekt abverlangt.

Die Natur wurde als Bedrohung empfunden, und es hatte damals noch genug davon. Heute würde man manches anders machen – aber die bauliche Entwicklung im Gebiet solcher Anlagen haben harte, unverrückbare Fakten geschaffen.

Das Wort „Sumpf“ ist auch im Sprachgebrauch negativ. Gewisse Korrekturen (Korrektionen von Korrektionen) wären langsam fällig, soweit sie unter den gegebenen Umständen überhaupt noch möglich sind. Immerhin liegen ökologische und technische Verbesserungen zurzeit auf dem Tisch.

Fundierte Diskussionen können eine Neuorientierung allenthalben einleiten. Wir werden solche zusammen mit Ihnen allen gern weiterführen.

Die USA sind die führende Doping-Nation

Auch das Sportler-Doping hätte mehr solche Diskussionen verdient. Zum Fall des Texaners „Lance Armstrong“ (Blog vom 25. 8. 2005), der sich nun im vehementen Abstreiten übt („Ich selbst kann in dieser Sache auf alle Fälle mit reinem Gewissen in den Spiegel schauen“), lieferte mir Heinz Scholz noch zusätzliche Informationen:

„Mir kam die Leistung von Armstrong schon immer ungewöhnlich und verdächtig vor. Es könnte durchaus sein, dass die Untersuchungen verschleppt wurden. Jetzt gibt es angeblich bessere Untersuchungsmethoden. Am 24. 8. 2005 war ein Bericht in der ‚Badischen Zeitung’, in dem dargestellt wurde, dass die Analytik den Dopingmitteln hinterher hinkt. Es wird in den Labors laufend nach Stoffen gesucht, die noch nicht nachgewiesen werden können. Bei der Herstellung von solchen Mitteln sind die Amerikaner führend.“

Daran und an das Schlampen der Dopingfahnder wird man sich bei den kommenden amerikanischen Sporterfolgen erinnern müssen.

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