Textatelier
BLOG vom: 09.11.2005

Schweizer Gentechfrei-Initiative: Gedanken übers Nachdenken

Autorin: Lislott Pfaff
 
In einer Sendung des Schweizer Radios DRS vom 8. 11. 2005 zur eidgenössischen „Gentechfrei-Initiative“ (Moratorium in der Schweizer Landwirtschaft) sagte der Nationalrat und Novartis-Vertreter Johannes Randegger, diese Volksinitiative wolle den Genforschern das Denken verbieten.
 
Eine eigenartige Ansicht vom Denken hat dieser Mann! Ein Moratorium erlaubt doch den Menschen und vor allem den Machern gerade, innezuhalten und dem Denken Raum zu bieten. So könnten die Genforscher sich in aller Ruhe überlegen, wozu sie ihre gentechnisch manipulierten Pflanzen und Tiere eigentlich zusammenbasteln. Vielleicht kämen sie bei solchen Überlegungen auf ganz neue Gedanken ...
 
Hinweis
Die Schweizer Volksinitiative „für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft“ verlangt aus guten Gründen, dass in der Schweizer Landwirtschaft keine Pflanzen angebaut und keine Tiere gehalten werden dürfen, die gentechnisch verändert sind. Das Verbot soll während 5 Jahren gelten. Hoffentlich wird sie in der Volksabstimmung vom 27. November 2005 angenommen, um dem geltenden Gentechnikgesetz den nötigen Nachdruck zu verschaffen.
 
Weitere Blogs zum Thema Gentechnik
07. 11. 2005: „Reaktionen auf Blogs: Offen, verschlüsselt, anonym“
18. 04. 2005: „Die McDonaldisierung frisst Kulturen und Naturwerte auf“
10. 04. 2004: „Zielstrebige Genmais-Verbreitung als Schlamperei getarnt?“
28. 03. 2005: „Nachösterliche Life Sciences und das Wunderbare daran“
31. 12. 2004: „Bilanz 2004: Überhaupt nichts im Griff“