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BLOG vom 15.02.2006


Reaktionen auf Blogs (28): Spinnen Sie oder spinne ich?
Präsentation der Leserpost: Walter Hess
 
BLOG-Kommentar:
 
Lieber Herr Hess,
Ich habe Ihre Kommentare der letzten Wochen sehr wohl verfolgt – zum grössten Teil zustimmend. Jetzt aber jagt es mir doch den Nuggi heraus: Vogelgrippe als ein verborgener Angriff auf ansonsten ungestört lebende, wenn auch primitive Gemeinschaften, nur dadurch gekennzeichnet, dass sie an gewissen Schaltstellen der Erdölförderung sitzen, und dass man mit Hilfe dieser virologischen Bedrohung auch noch ein quasireligiöses, „demokratisches“ Dogma durchsetzen könne, alles made in USA.
 
Die Crux an der Sache ist die: Ohne mich besonders belehren lassen zu wollen, bin ich zu ganz ähnlichen Schlüssen wie Sie gelangt und frage mich seither, ob ich etwa wahnsinnig geworden sei, verfolgungswahnsinnig?
 
Nun ist es allerdings kein Geheimnis mehr, dass US-Regierungen seit Pearl Harbour –oh – sogar seit der Geburt der Morgan(?)-Bank Anfang 1900, also viel früher, einem Plan folgen: Die Anzahl der Toten im Verfolg ihrer Ziele spielt keine Rolle, sowohl der eigenen „Boys“ (meistens Schwarze) als auch besonders nicht bei den „feindlichen“ Zivilisten.
 
Die Anzahl der Übergriffe nur seit ENDE des 2. Weltkriegs sind bereits jetzt Legion. Das Geschehen im Irak wird nicht das Ende sein. Einzig Nordkorea hat sich freigeschwommen: Warum hört man nichts mehr von diesem Teil der Achse des Bösen? Richtig: Weil sie nunmehr zurückschlagen können.
 
Doch zu Vorigem: Spinnen Sie oder ich? Sehen Sie oder ich Gespenster?
 
Antwort: Man muss nicht Anthrax in Briefcouverts versenden. Virale Kampfmittel kann man durchaus dosiert (nicht in den Mengen, sondern in ihrer retardierten DNA-Sequenz) gezielt platzieren.
 
Es standen bis heute 50 Jahre und Milliarden Dollars für diese Aufgabe zur Verfügung. Also folgt: Es ist machbar, Herr Nachbar!
 
Ich schliesse daraus: Wir beide spinnen nicht, aber wir sollten das Lügengeflecht noch deutlicher als bisher IN ALLEN EINZELHEITEN durchleuchten.
 
Ihnen gebührt der Dank, dies wenigstens zu versuchen.
Ihr Rainer Meyer
 
Soweit eine ebenso prägnante wie mit Fakten vollgestopfte Reaktion aufs Blog „Wieso befällt die Vogelgrippe insbesondere Erdölländer?“ vom 13. 2. 2006 (E-Mail des Absenders: dr2meyer@teleport.ch).
 
Der Vormarsch von Geflügelfarmen in der Schweiz und in Asien
Marcel Liner von der Kleinbauern-Vereinigung Bern (E-Mail: ml-vkmb@bluewin.ch) hat über die Vogelgrippe seit Herbst 2005 recherchiert, und auch bei ihm sind noch viele Fragen offen, wie er mir soeben mitteilte. Nach der Lektüre meiner Vogelgrippe-Kombination sandte er mir seine Recherchen zum Thema Asien, aus denen ich zitiere, weil sie das Hühnergrippe-Geschen zusätzlich erhellen:
 
„Laut einem Bericht im New Scientist vom 28.Januar 2004 ist sehr wahrscheinlich die massenhafte Geflügelimpfung mit dem inaktiven H5N1-Virus in China der Grund der weitflächigen Ausbreitung der Vogelgrippe. Experten sind sich über den Nutzen oder Schaden einer Geflügelimpfung (übrigens auch einer menschlichen Impfung) nicht einig. Die Vor- und Nachteile einer Impfung müssen zuerst unabhängig und transparent ermittelt und aufgezeigt werden. (...)
 
Es gibt auch in der Schweiz eine starke Lobby, die immer wieder versucht, die konsumentenfreundlichen und sinnvollen Tierschutzrichtlinien zu verwässern. Der Bundesrat hat auf Druck und auf höchst umstrittene Weise die Höchsttierbestände ohne vorherige Konsultation auf den 1. Januar 2004 um 30 Prozent heraufgesetzt. Das bedeutet
- bei den Legehennen eine Erhöhung von 12 000 auf 18 000 Plätze,
- bei den Masthühnern eine Erhöhung von 18 000 auf 27 000 Plätze.
 
Zusätzlich wurde der Absatz 2 im Artikel 2 neu eingefügt und betrifft die Pouletmast. Dieser neue Absatz in der Verordnung bedeutet nichts anderes, als dass derjenige Landwirt belohnt wird, der die Hühnchen so schnell wie möglich mästet. Belohnt wird er dadurch, dass er mehr Tiere auf seinem Betrieb halten darf, bei weniger als 28 Masttagen bis zu 27 00 Hühnchen. Eine schnelle Mastdauer ist jedoch überhaupt nicht im Interesse des Tierwohls!
 
Der Bundesrat wird aufgefordert diese Verordnungsänderung im Sinne der 87 000 Unterzeichner einer gemeinsamen Petition von Kleinbauern-Vereinigung und Schweizer Tierschutzes STS vom 23. März 2005 rückgängig zu machen. Auch die Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten Gallo Suisse tritt vehement für eine Beibehaltung der Höchstbestandesvorschriften für Legehennen ein.
 
Asien hat in den letzten Jahrzehnten ein gewaltiges wirtschaftliches Wachstum erlebt. In Thailand, zum Beispiel, hat das Durchschnittseinkommen von 1985 bis 1999 um 2/3 zugenommen. Die Landflucht in Asien, insbesondere in China, ist sehr gross, da die Verdienstmöglichkeiten in den Städten besser sind. Weil die meist mittellose Landbevölkerung ohne Geld in die Städte zieht, wachsen auch die Slumsiedlungen um die Zentren an.
 
Ebenso stark gewachsen ist die industrielle Tierproduktion. In Thailand haben sich die (industriell) gehaltenen Hühner zwischen 1985 bis 1999 von 70 Millionen auf 170 Millionen mehr als verdoppelt. Von diesen 170 Millionen Hühnern leben 140 Millionen in Beständen mit mehr als 10 000 Tieren. Gleichzeitig mit dem Wachstum der Tierbestände haben auch die Tierfutterimporte, vor allem Mais, markant zugenommen. Heute exportiert Thailand Geflügelfleisch mit einem Exportwert von 1,5 Milliarden Franken. Profitiert von diesem Wachstum hat jedoch nicht die Landbevölkerung, sondern einige wenige Grosskonzerne.
 
Laut einem Bericht der Nichtregierungsorganisation Focus on the Global South haben in Thailand viele Kleinbauern die von der Regierung geforderten Auflagen zum Schutz des Geflügels vor der Vogelgrippe mangels Geld nicht realisieren können. Wer jedoch die Regierungsanweisungen nicht befolgt, bekommt auch keine Entschädigung für den Kauf neuer Geflügelbestände nach der obligatorischen Keulung. So wurde in den letzten beiden Jahren in Thailand die industrielle Geflügelproduktion auf Kosten der kleinen Freilaufgeflügelproduzenten weiter ausgebaut.“
 
Wir verweisen dazu auch auf die Webseite www.kleinbauern.ch
 
Das Blog-Lesevergnügen
„Blog-Leser (im Originalzitat ‚Leser’) pass auf! Du wirst dein Vergnügen haben!“ Dieses leicht abgewandelte Zitat des antiken griechischen Schriftstellers und Philosophen (125–170) sandte uns Heinz Scholz aus D 79650-Schopfheim als Reaktion auf das Tagebuchblatt „Blogsprache: Von Blogbuster über Vlog bis zu Blogerati“ von Emil Baschnonga (5. 2. 2006) zu, das er „mit Vergnügen gelesen“ hatte. Scholz:
 
„Es ist wirklich so, dass man sich den Frust von der Seele schreiben kann. Es gibt ja laufend schlechte Nachrichten und Ungerechtigkeiten auf dieser Welt (siehe oben), die bei einem gerechtigkeitsfanatischen Blogger Ärger hervorrufen. Und da muss man einfach schreiben.
 
Dazu ein Spruch von Barbara Frischmuth, den ich etwas umgeschrieben habe: ‚Ein Blogger (im Originalzitat ‚Schriftsteller’) ist jemand, der einen Grossteil seines Lebens in Einzelhaft vor einem Schreibgerät verbringt.’
 
Und für die Qualität der Blogs noch ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: ‚Nicht die Sprache an und für sich ist richtig, tüchtig, zierlich, sondern der Geist ist es, der sich darin verkörpert.
 
Ohne Computer gäbe es keine Blogs. Hier ein passender Spruch von Peter Bamm: ‚Computer sind schnell. Gute Gedanken sind langsam.’ Ich bin überzeugt, die guten Blogger haben auch schnelle und gute Gedanken.
 
Konzentration bei der Presse
Soweit der Bericht aus dem Schwarzwald. Das Ventil des Schreibens sozusagen als psychohygienische Massnahme steht auch allen unseren Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung. Einer von ihnen, der erfreulicherweise gern davon Gebrauch macht, ist Martin Eitel (E-Mail: m.eitel@gmx.net). Er äusserte sich zum Blog „Der Tod der Medienkritik – ein bezeichnendes Symptom“ vom 13. 1. 2006 so:
 
Der Tod der Medienkritik scheint mir vor allem auch eine Folge der Zusammenschlüsse von Zeitungen und Zeitschriften, also der Konzentration auf dem Zeitungsmarkt zum einen zu sein, zum anderen aber auch Folge der Verflechtung von Printmedien einerseits und Rundfunk- und Fernsehen anderseits. Kein Redakteur, sei es bei einer Zeitung oder bei Funk und Fernsehen, wird seinen Arbeitsplatz lange behalten, wenn er Kollegen in konzernangehörigen Unternehmen kritisiert. Vor diesem Hintergrund kann man es nur begrüssen, dass die bundesdeutschen Fusionskontrolleure versuchen, den Zusammenschluss von Springer mit SAT 1 zu verhindern. Denn dieser Zusammenschluss würde im Ergebnis die Medienkritik noch weiter einschränken.
 
Der willkommene Terrorismus-Vorwand
Der Verfasser dieser Zeilen ist mir als freiheitsliebender Mensch aufgefallen, der auch ehrlich informiert sein will. Diese Haltung drang bei seiner Stellungnahme zum Blog „Privatsphäre ade! Der bewährte Terrorvorwand erlaubt alles“ vom 3. 2. 2006 markant durch:
 
Der Vorwand, angeblich Terroristen ausfindig machen und überwachen zu wollen, wird heutzutage für fast jeden politischen Unfug im Sicherheitsbereich als Argument gebracht, auch wenn man eigentlich davon ausgehen muss, dass die Politiker, die solche Gesetzesvorhaben initiieren, genau wissen, dass sie damit die wirklichen und gefährlichen Terroristen nicht erwischen. Diese werden ihre konspirativen Treffen selbstverständlich nicht an solchen verwanzten und sonst überwachten und abgehörten Orten veranstalten. Die Terrorismusbekämpfung ist also nur ein primitiver Vorwand, um den Staatsbürger zu überwachen. Denn die führende politische Klasse ist offenbar inzwischen schon so abgehoben, dass das eigene Wahlvolk als Gegner angesehen wird, der bespitzelt werden soll.
 
Dass solche Überwachungsmassnahmen so gut wie nichts gegen wirkliche Terroristen bringen, beweist ja der völlig unsinnige jahrelange Aufwand, den Bush II. treibt, um den Top-Terroristen Bin Laden zu fangen, wohlgemerkt eine Person, die man früher unterstützt hat, als er, Bin Laden, in Afghanistan gegen die Russen tätig war. Hätte man ihn schon damals als das behandelt, was er war, nämlich schon damals ein Terrorist, und hätte ihn nicht gegen die Russen aufgerüstet, hätte man jetzt nicht diese Probleme.
 
Für die Betroffenen von Waffen- und Gewaltanwendung spielt es letztlich keine entscheidende Rolle, ob sie von einem völkerrechtswidrig inszenierten Bombenterror von Bush II. oder einem seiner Helfershelfer oder von einem Attentat von Bin Laden und Konsorten getroffen werden. Es ist daher letztlich eine Frage der Sichtweise und der Definition, wer wen als Terroristen bezeichnet. Tatsache ist aber auch, dass die völkerrechtswidrigen Kriegseinsätze der USA und ihrer Helfer Attentate geradezu provozieren. Wer dann angefangen und wer zurückgeschlagen hat, ist dann eine Frage wie die, ob zuerst das Ei oder die Henne da war. Genaues lässt sich da oft nicht feststellen.
 
Kunst und Wein
Genaues lässt sich oft auch beim Wein nicht feststellen, der zum Teil übel zugerichtet wird und am Ende kaum noch den ehrenwerten Namen verdient. Am 18. 1. 2006 hat Heinz Scholz darüber gebloggt: „Bio-Winzer werden bestraft: Kennzeichnung ist nicht erlaubt.“ Unmittelbar nachdem dieses Tagebuchblatt veröffentlicht worden war, stiess der Autor auf eine bemerkenswerte Ergänzung als weitere Diskussionsgrundlage über den Kunstwein:
 
Kürzlich fand eine Bereichsversammlung des Badischen Weinbauverbandes in Auggen statt. Hier ein Ausschnitt aus dem „Wochenblatt“ vom 18. Januar 2006:
 
„Auch die Frage, was denn letztendlich als Wein deklariert und definiert werden darf, müsse in Zukunft genauer gestellt werden. Dies forderten die Badische Weinkönigin Simone Landerer und Auggens Bürgermeister Fritz Deutschmann. Sorge bereiten vor allem ,Kunstweine’ aus den USA. Schon jetzt wurden einige früher eher mit Skepsis betrachtete Verfahren der kellertechnischen Weinbehandlung in die europäische Gesetzgebung aufgenommen.
 
Doch bezüglich der ‚Natürlichkeit’ von Weinen lehnen sich die Amerikaner noch viel weiter aus dem Fenster. Ohne Kennzeichnungspflicht stehen aus künstlich gefrosteten Trauben gewonnene oder mit Wasserzusatz versehene Weine Seite an Seite mit den europäischen Qualitätsweinen im Regal der an einem Vollsortiment interessierten Discounter- und Lebensmittelgrossmärkte.“
 
Hoffentlich werden die Kunstweine wieder zurückgeschickt. Bush wird seinen „edlen Tropfen“ wohl zu schätzen wissen.“
 
Zitat-Ende. Man könnte Transportkosten sparen, wenn man gar keine Weine aus den USA importieren würde. Ich empfehle das sehr.
 
Gewisse evolutive Unterschiede
Es wäre an sich einfach, überleitende Gedanken vom US-Kunstwein zu dem, was auf Pissoirs geschieht, zu schreiben. Am besten würde man den erwähnten Kunstwein gleich ohne Umweg durch den menschlichen Organismus dort versenken – bei besserer Zielgenauigkeit – keine Kunst. Rainer Meyer Kramte zum Blog „Warum wir Männer das WC niemals genau treffen können“ vom 23. 1. 2006 in seinen Erinnerungen:
 
Ach, wie herrlich! Endlich einmal EINER, der aus der katzbuckelnden Gemeinde der Pantoffeltierchen ausbüxt und sagt, was Sache ist. Ihr Hinweis auf evolutive Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein ist nicht unberechtigt, ebenso der Hinweis, dass beide Geschlechter nach wie vor zu wenig voneinander wissen – eben auch in anatomisch-technischer Hinsicht.
 
Meine Frau hat vor Jahren mit Hilfe meines Schwiegersohns unter einer Sitzbrille einen kleinen, batteriebetriebenen Apparat anbringen lassen, vermutlich von ALDI – von wo sonst? – welcher durch dessen Senkrechtstellung einen Kontakt herstellte, wodurch der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl in pfälzischem Dialekt eine Moralpredigt losliess. Mässig geistreich, aber immerhin weithin hörbar. Er war auch durch schnelles Herunterklappen nicht wieder zum Schweigen zu bringen.
 
Jede Batterie stirbt – auch eine Knopfbatterie. Nach 5 Jahren, dachte ich, sollte es wohl soweit sein. Und es schien auch so: Aussetzer häuften sich. Durch gaaanz vorsichtiges Hochklappen der Brille konnte ich Herrn Kohl abklemmen.
 
Irgendwann kam SIE daher, zeigte mir eine Knopfbatterie und sagte: „Mach die bitte mal sauber!“
Ich tats – nichtsahnend.
 
Beim nächsten Gang aufs Örtchen hob ich die Brille, gaaanz vorsichtig, und es geschah nichts – bis dann, auf halbem Wege des Geschäfts, sich plötzlich, unvermutet und lautstark, Herr Kohl zurückmeldete.
 
Auch ein KRANZSCHÜTZE hätte unter diesen Umständen seinen Zehner verrissen.
 
Fazit: Ehefrauen, Schwiegersöhne und Knopfbatterien sind HEIMTÜCKISCH.
Und die Evolution hat noch kein Gegenmittel gefunden ...
 
Auto-Auslaufmodelle und Evolution
Selbst bei den Autos ist die Evolution noch nicht beendet, wie Martin Eitel mit Bezug aufs Blog „Der Auto-Grössenwahn scheitert jetzt an der Zapfsäule“ vom 24. 1. 2006 belegt:
 
In dem Beitrag kommt völlig richtig zum Ausdruck, dass die amerikanischen Automodelle überwiegend zur Kategorie Auslaufmodelle gezählt werden müssen, da sie in ihrer Mehrheit trotz des Katalysators unter Umweltschutzgesichtspunkten lange überholt sind. Für die verfehlte Modellpolitik müssen nun wieder einmal viele Mitarbeiter mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlen, und auch der Arbeitsplatzabbau bei deutschen Firmen wie Daimler Chrysler, den der neue Vordenker Dieter Zetsche nun umsetzen will, dürfte eine Folge falscher Modellpolitik und fehlender Zuverlässigkeit sein.
 
Hamas und die Niederlage von Fatah
Auch das westliche Demokratiemodell funktioniert nicht immer; es wird besonders dann zum Alptraum, wenn auf demokratische Weise die ,Falschen' gewählt werden – siehe Blog vom 31. 1. 2006: „Hamas und Israel: Die Provokateure sitzen am Geldhahn.“ Als Ergänzung dazu wies mich mein Mit-Blogger Heinz Scholz auf einen Artikel in der „Badischen Zeitung“ (BZ) hin:
 
„Darin stand gleichentags, dass viele Israelis (48 %, bei einer Koalition mit Fatah sind es sogar 66 %) für Kontakte mit Hamas sind.
 
Und die niederländische Zeitung ,de Volkskrant' schrieb: ,Die spektakuläre Niederlage von Fatah ist eine wohlverdiente Abstrafung der Apparatschiks und Strippenzieher, die die palästinensische Verwaltung zu einem Tümpel von Inkompetenz und Korruption gemacht haben. Das muss auch die Aussenwelt sich anrechnen, die um des lieben Friedens willen jahrelang über die palästinensische Misswirtschaft hinweggesehen hat. Das hat man nun davon.'“
 
Auch in der Politik kann es offenbar eine falsche Modell-Politik geben, und eine folgt der anderen.
 
Unbezahlbar ...
Genug der schweren Kost. Ich spare, um dieses Blog nicht allzu sehr ausufern zu lassen, noch einige Reaktionen auf die nächste Leserpost-Sammlung auf und gebe abschliessend noch Alois Kerer (E-Mail: akerer@tierwelt.ch) das Wort, das an Bloggerinnen und Blogger sowie die weiteren Textatelier-Autoren gerichtet ist:
 
„Zuerst einmal ein grosses Kompliment für Ihre äusserst interessanten Texte, die ich, sofern Zeit vorhanden, gern lese. Ich danke Ihnen sehr auch für die Zustellung des Rundbriefes, für den ich gern auch etwas bezahlen würde.“
 
Das ist ein wirklich nettes Angebot, das wir selbstverständlich nicht ausnützen. Alles, was innerhalb der Textatelier.com-Webseite ins Netz gestellt wird, schreiben wir alle ehrenamtlich, unentgeltlich. Und das gibt uns eine vollkommene Unabhängigkeit. Wir dürfen offen und ehrlich sagen, was wir denken und empfinden. Das ist genau jene Freiheit, die wir meinen.
 
Ich habe soeben in einer deutschen Zeitung verallgemeinernd gelesen, die Blogger seien unkontrolliert und ihre Arbeiten dementsprechend unzuverlässig. Das würde ich auf gar keinen Fall unterschreiben: Die Freiheit, die unabhängige Autoren geniessen, führt in der Regel zweifellos zu ehrlicheren Resultaten als die Arbeit von eingebetteten Journalisten und Medienschaffenden ganz im Allgemeinen, die ihren Job riskieren, wenn sie aus der Reihe tanzen, deren Drehbewegungen vorwiegend aus kommerziellen Rücksichtnahmen vorgegeben sind.
 
Und wenn die Unabhängigkeit ausserhalb eingebetteter Medienkonzerne auf einer ethischen Grundlage genutzt wird, ist der publizistische Erfolg unvermeidlich. Da haben wir Blogger schon die besseren Karten. Wir sind nicht an vorgegebene Wirtschafts- und Denkmodelle angekettet.
 *
Bitte schreiben Sie uns, wenn Sie etwas auf dem Herzen haben oder wenn Sie uns einen Tip geben können, wie wir unsere Substanz noch verbessern könnten. Auch für unsere Gratis-Lieferungen gilt: Nur das Beste ist für Sie, liebe Leserinnen und Leser, gut genug. Es geht nicht um Geld, sondern um viel mehr: um einen guten Ruf und um Glaubwürdigkeit.
 
Hinweis auf die bisher erschienenen „Reaktionen auf Blogs
26. 01. 2005: „Reaktionen auf Blogs (01): Kraft unangepassten Denkens“
31. 01. 2005: „Reaktionen auf Blogs (02): Indigokinder, Frustsäufer, Bärtige“
12. 02. 2005: „Reaktionen auf Blogs (03): WEF, Gekreische, Ich-Form“
03. 03. 2005: „Reaktionen auf Blogs (04): ,Sensationell, wie das fliesst'"
22. 03. 2005: „Reaktionen auf Blogs (05): USA, Medien-Nonsens, Ratten“
12. 04. 2005: „Reaktionen auf Blogs (06): Gedanken und Fakten à discrétion“
22. 04. 2005: „Reaktionen auf Blogs (07): In Handy- und Himmelssphären“
05. 05. 2005: „Reaktionen auf Blogs (08): Bärlauchsüppchen bis CD-Players“
20. 05. 2005: „Reaktionen auf Blogs (09): Kollegialprinzip bis Handyoten“
31. 05. 2005: „Reaktionen auf Blogs (10): Wo Wasser kein Element sein darf“
07. 06. 2005: „Reaktionen auf Blogs (11): Post auch von den Kokosinseln“
06. 07. 2005: „Reaktionen auf Blogs (12): Streben nach Erkenntnissen“
19. 07. 2005: „Reaktionen auf Blogs (13): Happy Slapping im Elektrosmog“
27. 07. 2005: „Reaktionen auf Blogs (14): Money, Bibel und Colt in den USA“
02. 08. 2005: „Reaktionen auf Blogs (15): Aus Laufenten werden Hühner“
09. 08. 2005: „Reaktionen auf Blogs (16): Ärzte, die nicht heilen wollen“
20. 08. 2005: „Reaktionen auf Blogs (17): ‚Götter in Weiss’ angeschwärzt“
29. 08. 2005: „Reaktionen auf Blogs (18): In Spinnennetze verhaspelt“
05. 09. 2005: „Reaktionen auf Blogs (19): Pharmahörige Abwracker am Werk“
20. 09. 2005: „Reaktionen auf Blogs (20): Inhalt und Form fallen auf“
08. 10. 2005: „Reaktionen auf Blogs (21): Beste Impulse von Nutzerseite“
07. 11. 2005: „Reaktionen auf Blogs (22): Offen, verschlüsselt, anonym“
24. 11. 2005: „Reaktionen auf Blogs (23): Seuchenhysterien verkaufen sich“
03. 12. 2005: „Reaktionen auf Blogs (24): Diesmal wird scharf geschossen!“
21. 12. 2005: „Reaktionen auf Blogs (25): Das fehlende Ernährungswissen“
07. 01. 2006: „Reaktionen auf Blogs (26): Gegen den Strich gebürstet“
27. 01. 2006: „Reaktionen auf Blogs (27): Weicheier aus der Beutelsuppe“
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