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BLOG vom 16.02.2006


Dick Cheneys Jagdunfall: Schrotflinten für die Bush-Krieger

Autor: Walter Hess

Im Irak haben nach Jahren der Tyrannei und der Boykotte im Angriffskrieg der Amerikaner unter anderen weit über 100 000 Zivilisten das Leben verloren, zum Beispiel der abgeworfenen, breitwürfig gestreuten über 23 000 Bomben wegen. Das gehört zu den Kollateralschäden, seitdem die Guten unter USA-Führung dort mit brutaler Gewalt den Frieden installieren.

 
Das wird hingenommen. Doch nachdem der Bush-Vize Richard („Dick“) Cheney als Liebhaber von bleihaltiger Luft auf der Wachteljagd in Südtexas ohne entsprechende Jagdbewilligung mit dem Schrotgewehr seinen 78-jährigen, ebenfalls pirschenden Jagdfreund, Rechtsanwalt und Sponsor, Harry Whittington, auch in der Herzgegend perforierte, geht es dem rechtskonservativen Hardliner und Kriegstreiber Cheney hoffentlich ebenfalls an den Kragen. Das ist höchste Zeit, aber dennoch ein Beispiel für verzerrte Proportionen.
 
Dem US-Präsidenten Bush jun., der bisher nur Desaster angerichtet hat und sogar im eigenen Land bei Unwettern in New Orleans kläglich versagte, geht es endlich schlecht, und seinem Mit-Krieger Cheney geht es jetzt auch schlecht, und der Harry auf der Intensivstation hat noch über 100 Schrotkugeln im Leib – er kann sich jetzt wenigstens ein Bild davon machen, was Wachteln zu erleiden haben. Vielleicht können die Herren auch bloss nicht Jäger von Vögeln unterscheiden. Vögel sind das.
 
Krieg darf sein, ob völkerrechtswidrig oder nicht, wie man sieht. Aber wenn ein Jagdfreund in den Schrothagel seines wild herumballernden Kumpanen läuft, dann schreit die Welt auf. Wieso auch!? Mir ist eine Bush-Gang, die im engeren Kreise ihre Munition abfeuert, wesentlich sympathischer, als wenn sie Befehl gibt, unangepasste Länder zu verwüsten.
 
Ich würde den Salonkriegern in Washington die Bomben wegnehmen und ihnen dafür Schrotflinten für den internen Gebrauch im Weissen Haus inkl. Gratismunition à discrétion verteilen. Auf zum fröhlichen Jagen nach Wildwest-Manier!
 
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