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BLOG vom 31.08.2006


Reaktionen auf Blogs (44): Das Internet als Kontaktmedium
Präsentation der Leserpost: Walter Hess
 
Im Moment erlebe ich das Internet gerade als ausgesprochenes Kontaktmedium: Genauso wie man alle möglichen Informationen finden kann, ist dieses Medium auch in der Lage, Menschen, die aus dem eigenen Blickfeld verschwunden sind, wiederzufinden. So habe ich im Blog vom 4. Mai 2006 („Vom glokalen ‚Boten Näf’ bis zum globalen Kühne & Nagel“) den ehemaligen Polizisten Paul Stöckli aus St. Peterzell im Toggenburg CH erwähnt, ein liebenswürdiger, verständnisvoller und korrekter Polizeimann alter Schule, der zweifellos Sympathie für die Untaten junger Burschen hatte. Seine Tochter Margrit Stöckli hat mit mir zusammen die Sekundarschule besucht. Sie trug lange Zöpfe und war eine strebsame, wohlerzogene Klassenkameradin. Was mag aus ihr geworden sein? Das fragte ich im besagten Tagebuchblatt in die virtuelle Welt hinaus.
 
Am 8. August 2006 traf Bericht aus Australien ein. Die E-Mail-Adresse tönte offiziell: peter.stoeckli@dhs.vic.gov.au. Es handelte sich um einen Bericht des Bruders von Margrit:
 
Peter Stoeckli
Project Manager
Community Acquisitions
Office of Housing

aus dem Department of Human Services, Level 25 50 Lonsdale Street, Melbourne Vic 3000.
 
Margrits Bruder schrieb:
 
„Vielen Dank für Ihre netten Worte über Papa Stöckli. Es freute mich sehr, dass er nicht vergessen ist. Ich stolperte zufällig über Ihr ,Blog’ und war total überrascht!
 
Meine Schwester ist seit vielen Jahren in Cameroun − sie hat dort ein kleines Basisspital gegründet und ist immer noch aktiv tätig. Ihre Adresse:

Dispensaire de Mandoumba
BP 2567
Yaounde - Messa / Cameroun

Margrit hat keinen direkten Zugang zum Internet − meine jüngere Schwester in der Schweiz, Trudi Pesan, wird mit Ihnen Kontakt aufnehmen; sie hat eine Adresse, die vielleicht verwendet werden könnte. Margrit würde sich sicher freuen, von Ihnen zu hören. Ihr Leben und Wirken in Cameroun ist eine erstaunliche Geschichte. Sie dürfen das gern veröffentlichen, kein Problem!

Ich bin im Sozialwohnungsbau für den Staat Victoria tätig. Ich habe Jahrgang 1941 und verliess St. Peterzell SG Ende 5. Primarschuljahr; der Name Hess kommt mir noch einigermassen bekannt vor.
 
Mit freundlichen Grüssen (aus Australien) ... und lebhaften Erinnerungen an Papas Motosaccoche!
 
Soweit die Informationen aus Australien. Einige Tage später habe ich dann mit Frau Trudi Pesan telefoniert, die mir vieles über Margrit erzählen konnte:
 
Die Mutter Stöckli war gestorben, als Margrit 17 Jahre alt war, und Margrit führte damals an ihrer Stelle den Haushalt für die vierköpfige Familie; sie nähte sogar noch Kleider. Eine ausserordentlich tüchtige junge Frau also. Dann lernte sie Krankenschwester, wandte sich der Missionsarbeit zu, die sie nach Mandoumba in Kamerun führte, wo sie noch heute unter schwierigen Umständen ein einfaches Leben führt und in der Hilfsbereitschaft ein erfülltes Leben findet, eine Geschichte wie aus einem Bilderbuch. Sie passt zu Margrit; sie hat ihr vorbildliches Leben auch nach ihrer Jugendzeit konsequent weitergeführt und sich selber übertroffen. Wer hat schon die Kraft, unter widrigen Umständen ein Spital zu führen!  Seit einiger Zeit hat sie einen Occasions-Toyota, dessen Import sie umgerechnet mehrere Tausend CHF kostete, weil in Kamerun Autos wie Luxusgüter hoch besteuert werden. Das Fahrzeug leistet ihr aber bei der Krankenbetreuung beste Dienste, auch wenn es darum geht, Notfälle möglichst schnell in ein grösseres Spital zu bringen.
 
Es gab noch viele Schulkameraden und Kameradinnen aus St. Peterzell, von denen ich nie mehr etwas gehört habe, so Loni Schoch und Leonie Strässle, beide liebenswürdige Töchter von Lebensmittelhändlern in Wald-Schönengrund SG beziehungsweise Schönengrund AR, den Bauernsohn Fritz Henauer, Martha Brunner und Lydia Looser aus Hemberg SG und viele andere. Ich begreife, dass Internet-Suchdienste beim Reparieren vieler abgebrochener Kontakte wieder hervorragende Dienste leisten kann, vor allem dank der exzellenten Google-Suchmaschine, die wahrscheinlich heute die einflussreichste Institution dieser vernetzten Erde ist.
 
Weiterempfehlung
Wer schreibt, dem wird geschrieben, und das Geschriebene muss bloss gefunden werden. Das geschieht manchmal auch durch Empfehlung. Oben auf unserer Einstiegsseite www.textatelier.com ist ein Link „Seite empfehlen“, über den Sie auf elegante Weise Ihre Bekannten auf unsere Produktionen hinweisen können. Solch einen Hinweis hatte auch die Renate Hommel HP erhalten (E-Mail: renatehommel@yahoo.de ). Sie mailte was folgt:
 
Darüber, dass ich nun diese Rundbriefe, von Ihnen verfasst, auch lesen darf, freue ich mich sehr. Sie sind sortieren-helfend, dazu hochqualifiziert, schaffen Abstand zum Wirrwarr dieser Zeit, tun gut. Danke. Ihre Ausflugsberichte (unter „Alle Blogs“) lese ich − derzeit in Shanghai lebend − mit Anteilnahme und Hochachtung vor Ihrer Sensitivität.
 
Ende Brief.
 
Melbourne – Kamerun – Shanghai: Die Welt ist klein geworden.
 
Ausflugsberichte
Die Ausflugsberichte, die Heinz Scholz ins Blogatelier eingeführt hat, und die gelegentlich auch von Rita Lorenzetti und Emil Baschnonga stammen, finden viel Beachtung. Rita Lorenzetti hat in den letzten Paris von neuen, unbekannten Seiten beschrieben. Solche Berichte über geografische Seitensprünge regen zu eigenen Besuchen an und bieten immer einen reichen Informationsgehalt, und natürlich sagen sie auch immer etwas über den Berichterstatter und dessen Wahrnehmungen aus.
 
Zu meinem Bericht über den Besuch auf der St. Petersinsel vom 15. August 2006 („Auf dem Heidenweg durchs Moor zu Jean-Jacques Rousseau“ schrieb mit der Pfarrer von Erlach BE, Matthias Zeidler (E.Mail: zeindler_figge@freesurf.ch ):
 
Ihr Bericht über Erlach klingt sehr schön. Gut ist auch der Bericht über die Kirche. Die Türe war allerdings nur ausnahmsweise wegen des Windes geschlossen, und durch die andern Türen war die Kirche zugänglich. Wir bemühen uns ausdrücklich, unsere Kirche immer offen zu halten.
 
Mit herzlichen Grüssen
Matthias Zeindler
 
So viel Vertrauen sollte in der heutigen Zeit gewürdigt werden. Was hiermit getan sei.
 
Und zur gleichen Arbeit kam gewissermassen aus dem Herz der Petersinsel folgendes Schreiben:
 
Besten Dank für Ihren Bericht über die St. Petersinsel, Rousseau und unser Haus im Internet.
 
Wir freuen uns immer über so enthusiastische und zugleich authentische Reportagen!
 
Freundliche Grüsse
Heinz Kern, Geschäftsführer
Hotel-Restaurant St. Petersinsel/Île St. Pierre
CH-3235 Erlach
Tel. ++41  (0)32 338 11 14
www.st-petersinsel.ch
 
Gleicher Meinung
Isot Sautter (E-Mail: isautter@bluewin.ch) war mit Emil Baschnongas Ansicht (im Blog „Zivilisationskrankheiten: ADHD oder der ,Zappelphilipp’“ vom 19. August 2006), wonach das ADHD-Syndrom eigentlich eine Zivilisationskrankheit der Erwachsenen ist, einverstanden:
 
Bin ganz Ihrer Meinung.
 
ADHD ist das Kürzel von (Attention Deficit & Hyperactivity Disorder) und bezeichnet eine Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität bei Kindern und Erwachsenen, die meistens mit der Psychodroge Ritalin ruhiggestellt werden, die fürchterliche Nebenwirkungen hat – von Depressionen bis zur Störung des Gehirnwachstums. Homöopatische Behandlungen sind unproblematisch, aber kommen leider nur ausnahmsweise zum Einsatz, weil sie nicht ins eingeengte Konzept der Hochschulmedizin passen.
 
Und Frau Sautter hat uns darauf hingewiesen, dass der der Zappelphilipp eine Erfindung von Heinrich Hofmann und nicht etwa von Wilhelm Busch sei. Ich habe das im Blog noch schnell korrigiert, bevor es jemand merkt ...
 
Für alle Aufmerksamkeiten und Fehlermeldungen sind wir dankbar. Hyperaktiven Schreibern rutscht bald einmal ein Fehler zwischen die Tasten, die natürlich auch ihr Eigenleben entwickeln. Das bringt Leben in die Bude. Wir scheuen anschliessend, wenn der Fehler hinreichend bekannt und eingestanden ist, keinen Korrekturaufwand. Denn dann hat der Fehler seine Mission erfüllt.
 
Hinweis auf die bisher erschienenen „Reaktionen auf Blogs“
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