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BLOG vom 28.09.2006


Wettbewerbsfähigkeit ist Spitze: Das CH-Modell funktioniert
Autor: Walter Hess, Biberstein CH
 
Nach den Feststellungen des World Economic Forum (WEF) nimmt die Schweiz in der Rangliste der wettbewerbsfähigsten Nationen den Spitzenplatz unter den 125 bewerteten Nationen ein. Das Wirtschaftswunderland USA ist auf den 6. Rang abgerutscht. Hier die Rangliste: 
Rangliste
1. Schweiz (Vorjahr: 4)
2. Finnland (2)
3. Schweden (7)
4. Dänemark (3)
5. Singapur (5)
6. USA (1)
7. Japan (10)
8. Deutschland (6)
9. Niederlande (11)
10. Grossbritannien (9) 
Allerdings halte ich von solchen Ranglisten (Rankings) nicht allzuviel, es sind Ausprägungen der Statistik, die in der Regel ja auch eine Methode zum Lügen und Irreführen sind. Doch zeigen der wirtschaftliche Zustand und der Wohlstand der Schweiz offensichtlich, dass es diesem Land zweifellos ausgezeichnet geht. Das WEF begründete die Spitzenposition der Schweiz mit den soliden öffentlichen Institutionen, der exzellenten Infrastruktur und dem hohen Niveau technischer Innovationen. Die Schweiz erhielt auch Bestnoten für ihre Infrastruktur (Bahn, Strassen, Telekom) und die Qualität der politischen Institutionen, was zweifellos berechtigt ist.
 
Dieser Zustand freut mich vor allem deshalb, weil der Totaluntergang der Schweizer Wirtschaft und damit des ganzen Landes schon im Hinblick auf die Abstimmung vom 6. Dezember 1992 über den Beitritt der Schweiz zum europäischen Wirtschaftsraum für den Fall vorausgesagt worden war, falls sich dieses kleine Land im Herzen Europas für den Alleingang entschliessen sollte. Und das Volk hat sich mit 50,3 % Nein gegen 49,7 % Ja bei einer ausserordentlich hohen Stimmbeteiligung von 78,3 % knapp für die Unabhängigkeit ausgesprochen. Zur Europäischen Union (EU) sind inzwischen bilaterale Beziehungen aufgebaut worden, von Isolation keine Spur. Und wie nun erwiesen ist, hat sich die Unabhängigkeit als Stärke erwiesen, um nicht zu sagen als Erfolgsrezept. Unser auf Selbstbestimmung ausgerichtetes politisches System ist einmalig, setzt weltweit Massstäbe, die niemand erreicht.
 
Selbstverständlich hat die Schweiz kein ausgesprochenes Eigenleben geführt, sondern sich von vielen Globalisierungsbestrebungen überwältigen lassen, weil die Gefahren der Vereinheitlichung nach US-Diktat auch hier nicht genügend erkannt worden sind. Viele weltberühmte Schweizer Unternehmen wie die Swissair wurden diesem verhängnisvollen Nonsens geopfert. Doch offensichtlich ging das Mitläufer- und Vasallentum dank der im Schweizer System eingebauten Bremsen weniger weit als in anderen Ländern, die sich voll den WTO-Befehlen und anderen Direktiven US-beherrschter internationaler Zwangsvollstrecker-Organisationen unterordneten, welche in die US-Taschen wirtschaften.
 
Die Kriegsnation USA mit ihrer wachsenden öffentlichen (und auch privaten) Verschuldung ist klar auf dem absteigenden Ast, und es ist üblich, dass sich Mitläufer, die am Erfolg der Sieger teilhaben wollten, sofort abwenden, wenn sich diese Sieger als Verlierer entpuppen; selbst als Kriegsnation haben die USA lauter Debakel hinnehmen müssen. Dieser Absetzungsprozess setzt jetzt gerade ein; und es wird erkannt, dass militärische Stärke doch keine Legitimation zur Machtausübung sein kann.
 
Den Nationen, die sich selbstbewusst auf die eigenen Fähigkeiten und Stärken besonnen haben und besinnen, bleiben solche Peinlichkeiten erspart.
 
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