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BLOG vom 19.10.2006


Reaktionen auf Blogs (47): Die Macht des grossen Knüppels
Präsentation der Leserpost: Walter Hess, Biberstein CH
 
Im Blog „Nordkoreas Bombe: Das grosse Wehklagen der Atomkrieger“ (11. Oktober 2006) habe ich angesichts der weltpolitischen Lage mit den unaufhörlichen US-amerikanischen Kreuzzügen gegen die „Bösen“ auf der von Gorge W. Bush zusammengeschweissten „Achse des Bösen“ Verständnis dafür bekundet, dass sich auch kleinere Staaten atomar aufrüsten, wenn sie nicht eines schrecklichen Tages von den USA zu Feinden erklärt und in Schutt und Asche gelegt werden wollen. Mehr als 40 Staaten sind gerade am atomaren Aufrüsten, um sich gegen die wachsende US-Weltbedrohung zu wappnen. Dazu schrieb Klaus Fischer (E-Mail: klausfischer@tic.ch):
 
„Ich stimme Ihnen hundertprozentig zu – intellektuelle Redlichkeit lässt keine anderen Schlüsse zu – aber es braucht trotzdem viel Mut, vor dieser Ehrlichkeit nicht zurückzuschrecken, denn das Medienbordell von Blick bis NZZ sieht es natürlich ganz anders ...
 
Seit den Kriegen in Jugoslawien, Irak, Libanon wissen wir, dass es so etwas wie ein Völkerrecht nicht mehr gibt. Zurückgeworfen in die Zeit vor mehr als 60 Jahren, gilt heute nur noch das Recht des Stärkeren. Wer im Besitz des grossen Knüppels ist, hat Ruhe. Traurig aber wahr: man kann nur hoffen, dass es der Iran auch noch schaffen wird!“
 
Kleinere atomare Sprengsätze schon vor Jahrzehnten
Bemerkenswerte Einzelheiten zur Geschichte kleinerer atomarer Sprengsätze teilte uns Rainer Meyer mit (E-Mail: dr2meyer@teleport.ch):
 
„Ich habe auch so meine Zweifel an der atomaren Herkunft der nur seismisch bestätigten Explosion im Nordosten Nordkoreas von einer Grösse von rund 500 Kilotonnen oder ein wenig mehr. Dennoch muss ich der historischen Korrektheit halber anfügen, dass gegen Ende der sechziger Jahre die weitreichende Kanonen-Artillerie der Bundeswehr (die so genannte ‚Zwanzig-Drei’) durchaus in den zugehörigen Datenblättern atomar bestückte Geschosse verfeuern konnte. Die so genannten ‚Wirkungsberater’ der betreffenden Artillerie-Bataillone hatten Handbücher, mit Hilfe deren sie Kernzonen und weitere Streu- und Schadzonen sowie die Zeit, nach deren Verlauf man wieder wo durchfahren konnte, berechneten.
 
Ich habe selbst Einblick in diese (amerikanischen) Handbücher nehmen können. Inwieweit sie aber Spielmaterial waren, kann ich nicht sagen, habe allerdings meine Vermutungen.
 
Es bleibt: Eine 203-Granate KONNTE einen kleinen A-Sprengsatz 40 bis 50 Kilometer tragen. Daraus folgt, dass kleinere A-Sprengsätze auch damals schon technisch möglich waren, und dass, wenn es denn den Nordkoreanern möglich ist, einen SOLCH KLEINEN Sprengsatz herzustellen, die Kacke weitaus mehr am Dampfen ist als die Weltliteratur hergibt: dann ist nämlich dort die Technik weitaus mehr gediehen als man uns sagt.
 
Der ‚Fortschritt’ besteht nämlich nicht nur darin, die 10 bis 12 Kilo spaltbares Uran zusammenzubringen, sondern die Bedingungen für eine KOMPAKTE, langzeit-kompressive, sozusagen „verhinderte“ Kernspaltung herzustellen, und wenns nur Hundertstelssekunden sind.
 
Das sagt Ihnen notabene jede AL-QAIDA-Site. Wohl bekomms!
 
Gruss
RM“
 
Die unbändige Lust am Zerstören
Lislott Pfaff (E-Mail: summervogel@freesurf.ch) leitete mir eine Mitteilung der Erklärung von Bern und 36 internationalen Organisationen weiter, die um Mithilfe im Fall Paraquat aufgerufen haben. Dabei handelt es sich um ein vom Schweizer Konzern Syngenta produziertes Pflanzengift, das alljährlich Zehntausende von Menschen schädigt. Der Aufruf lautet wie folgt:
 
„PARAQUAT ist das weltweit umstrittenste Pflanzengift. In der Schweiz ist dieses Gift wegen seiner Gefährlichkeit seit 1990 nicht mehr zugelassen. Doch in den meisten Entwicklungsländern wird PARAQUAT je länger, je mehr von Plantagenarbeiterinnen und Kleinbauern zur Vernichtung von Unkraut verspritzt.
 
Zehntausende vergiften sich jedes Jahr. Sei es, weil sie sich während der Arbeit nicht angemessen vor dem Gift schützen können oder weil sie ungenügend informiert sind. Und durch Unfälle und Suizide sterben Tausende einen qualvollen Tod. Es gibt kein Gegenmittel.
 
Der Agrokonzern Syngenta mit Sitz in Basel macht mit dem Pflanzengift jedes Jahr Hunderte von Millionen Franken Umsatz − auf Kosten von Menschenleben.
 
Die unabhängige Schweizer Organisation ERKLÄRUNG VON BERN ruft die Zivilgesellschaft dazu auf, das menschenverachtende Geschäftsgebaren des Schweizer Konzerns Syngenta öffentlich zu verurteilen.
 
Bitte unterstütze die Petition online auf http://www.paraquat.ch/.
 
ES BLEIBT WENIG ZEIT: Bis Mitte November benötigen wir die Unterstützung von mindestens 50 000 Personen.“
 
PS: Wer sich die Echtheit dieser E-Mail-Aktion bestätigen lassen möchte, sendet ein Mail an paraquatinfo@evb.ch
 
Soweit der Aufruf. Nach meinen eigenen Beobachtungen spielen heute viele Nichtregierungsorganisationen eine hervorragende Rolle, weil sie nicht ins globale System eingebunden sind und sich frei bewegen können. Es ist nicht auszudenken, in welcher Welt der Verharmlosungen und Irreführungen wir ohne sie leben würden. Deshalb unterstütze ich sie aus Überzeugung.
 
Die Herkunft der Maulkörbe
Die Meinungsfreiheit wird zunehmend von wirtschaftlichen Interessen und Maulkörben behindert. So hat zum Beispiel Frankreich am 5. Oktober 2006 ein Gesetz zum Massenmord an den Armeniern verabschiedet, welches die Leugnung des als Völkermord eingestuften Massakers unter Strafe stellt. Das sind unsäglich blödsinnige Gesetze, die einfach auf Einzelfälle bezogen sind. Ähnlich ist es mit der zum Glück wieder in die Diskussion geratenen schweizerischen Antirassismus-Strafnorm, die sich vor allem auf den Holocaust an den Juden im 2. Weltkrieg bezieht. Andere Völkermorde wie die Indianerausrottung in den USA oder völkermordähnliche Vorkommnisse wie die seinerzeitige Vergiftung von Vietnam mit Agent orange durch die Amerikaner oder die Zerstörung der Lebensgrundlagen der Palästinenser und Libanesen durch Israel (inkl. Streubomben-Hinterlassenschaften) bleiben unbeachtet. Falls es überhaupt noch jemand einfallen sollte, solche scheusslichen Verbrechen zu leugnen, würde er sich nur selber disqualifizieren – es braucht doch keine Gesetze gegen dummes Geschwätz. Und anderseits ist es ein Zeichen von Schwäche und Unsicherheit, sich dagegen absichern zu müssen. Ich habe zu diesem Thema am 6. Oktober 2006 ein Blog geschrieben: „CH-Antirassismus-Strafnorm: Wir brauchen keine Maulkörbe“.
 
Dazu erhielt ich von Dr. Rainer Meyer die folgende aufschlussreiche Zuschrift:
 
„Ich wollte Ihnen soeben einen länglichen Kommentar übermitteln und habe zum Abschiedsgruss eine falsche Taste gedrückt: Mein Kommentar ist in die Luft gegangen. Gottseidank hat ihn der Jewish World Congress nicht lesen können ...
 
Ich wiederhole mich und antworte auch zu Ihrem Blog ‚Mit der Schärfe des Schwerts’ vom 8. Oktober 2006. Sie sind aber keineswegs der Erste, der auf diese Geschichte hinweist.
 
Man muss die Herkunft dieses Maulkorbs kennen: Zuerst war da Auschwitz. Dann kamen kurioserweise FRANZÖSISCHE ‚Leugner’ ins Spiel (Faurisson et al.) Dann Amerikaner (z. B. Leuchter), dann Kanadier (z. B. ein Deutsch-Kanadier, der vor einem Jahr klammheimlich der deutschen Justiz überstellt wurde, weil er DORT nicht verurteilt werden konnte). Dann wurde es offensichtlich, dass das ,Schweizer Loch’ juristisch gestopft werden musste. Daraufhin folgte das Antirassismus-Gesetz, worauf sofort Schweizer Autoren vor Gericht kamen und heute noch einsitzen (Jürgen Graf et al.).
 
Ich erinnere mich noch sehr gut an ‚Stammtischdiskussionen’ mit dem Tenor ‚SOO schlimm wirds ja (mit dem Antirassismusparagraphen) nicht werden’ und man könne dem ja zustimmen. Die Judenverfolgung habe es ja schliesslich gegeben. Heute sieht es so aus, dass jeder, der von sich meint, er habe jetzt etwas Unkonventionelles von sich gegeben, dies hinter vorgehaltener Hand tut, selbst am Stammtisch. Was ist ein Maulkorb denn anderes?
 
Zudem sind der Herr Professor Georg Kreis in Basel (Präsident der Kommission gegen Rassismus EKR) und andere interessierte Kreise hinter JEDER publizistischen Äusserung her und verfolgen sie gnadenlos, sofern das Israelisch-Jüdische Veröffentlichungs-Primat tangiert ist. Fast sämtliche Redaktionen in der Schweiz ziehen gehorsamst schon im Vorfeld den Schwanz ein.
 
Nun geschieht etwas Merkwürdiges: Ein nicht ungebildeter Türke wird anlässlich eines Vortrages in der Schweiz von der Staatsanwaltschaft pflichtschuldigst verfolgt, auf Grund des Antirassismusartikels und seiner Aussage (der ‚Leugnung’) der Armenierverfolgung, die offensichtlich stattgefunden hat. Die Sachlage ist an sich hässlich genug, entspricht aber durchaus dem historischen Ausmass an Grausamkeiten, von welcher Seite auch immer.
 
Das hatte man − hoppla − eigentlich so nicht gewollt. Der Artikel hatte auf die Unbelehrbaren des nunmehr 50-jährigen deutschen Krieges gezielt. Und nun merkt man, dass es die auch in andern Zusammenhängen gibt.
 
Was wiederum Bundesrat Christoph Blocher zu Recht veranlasste, den Artikel zu hinterfragen, mit der deutlichen Botschaft, man möge doch bitte Maulkörbe und Gedankenkontrolle nicht nur auf eine Klientel (die jüdische), sondern auch auf andere Betroffene verteilen und diesen Artikel entsprechend allgemeiner − oder auch spezifischer und damit gerechter − halten.
 
Das schwanzgetretene Geheul der Medien war und ist beispielhaft: Es geht ganz offensichtlich nicht um den Kern der Auseinandersetzung, sondern um die ‚mangelnde Solidarität’, ja sogar den ‚Verrat des Herrn Blocher’, die Konsenspflicht innerhalb des Bundesrats und Ähnliches, das Sie ja hervorragend beschrieben haben. Vornehmlich die Basler Zeitung (BaZ) und der schon erwähnte Herr Kreis betätigen sich in diesem Feld und lassen viele, viele Leserbriefe schreiben.
 
Dabei ist es nach wie vor sehr einfach: Jeder Bundesrat ist ausschliesslich seinem Gewissen verpflichtet. Auch Herr Blocher hat eines − und es ist mir ganz gut bekannt, muss ich schon sagen, ohne ihn zu kennen. Da kann die BaZ mit Schaum vor dem Mund schreiben (lassen), was sie will.
 
Und Herr Blocher sieht das so, wie 95% des Volkes.
 
Was das mit dem oben genannten Pentateuch (den 5 Büchern Moses) zu tun hat? Alles.
 
Denn wer nebst den ‚harmonisierten’ , heisst kastrierten Übersetzungen des Alten Testaments auch die von Ihnen empfohlene Lutherisch-kritische Ausgabe oder sogar, wenn ers kann, die Septuaginta liest und lesen will (griechisch, bitteschön!), wird feststellen, dass unsere heutigen Auseinandersetzungen (z. B. Libanon 2006) in keiner Weise aus dem Rahmen fallen.
 
‚... und ich will deinen Samen machen wie den Sand am Meer’.
 
Früher hätte ich gesagt: ‚da sei Gott vor’. Aber heute: Welcher?
RM“
 
Neue Bussenquelle
Luz Pfosi (E-Mail luzpfosi@bluewin.ch) lieferte einen sarkastischen Vorschlag zum ähnlichen Thema:
 
„Damit der Kampf gegen Äusserungen in Sachen Religion und andern Rassenverletzungen ausbleiben, schlage ich Folgendes vor: Die Polizei sollte an den Stammtischen einen festen Platz zugewiesen bekommen, dann könnten die Sünder ohne grossen Aufwand direkt verhaftet werden.
 
Damit die Sache auch rentiert, könnten die Bussen direkt einkassiert werden. Irgendwie muss auch unser Polizeistaat finanziert werden ...
 
Brauche ich jetzt einen Maulkorb?“
 
Bevor es soweit ist, gab Luz Pfosi noch dies zum Besten:
 
„Dir ist sicher bekannt, dass die Polizisten weltweit in Sportvereinen gegeneinander antreten, es gibt nicht nur Polizeiklubs, sondern sogar Polizei-Bands. Zum Teil sind solche internationalen Polizei-Musiktreffen sehr farbenfroh und vielseitig, darum denke ich, es sei höchste Zeit, dass auch Blechpolizisten-Meisterschaften als eine einträgliche Liga zu gründen wären. In Lokalblättern liest man, dass diese aus der Stadt Zürich die besten seien. Diese Polizisten (gemeint sind Radarüberwachungsanlagen) brauchen weder Lohn noch Kost und Logis, sondern nur etwas Strom und was sonst noch dazu nötig ist. Sie arbeiten Tag und Nacht, bei jedem Wetter und sind gewerkschaftlich sehr bescheiden.
 
Die Stadtpolizei (Stapo) Winterthur will es jetzt auch wissen und stellt gerade ein paar Dutzend dieser Abzockmaschinen neu ein. Die Stadt Zürich ihrerseits kassiert jedes Jahr einen happigen, mehrfachen Millionenbetrag damit ein; das macht Schule, denn die modernen Blechpolizisten (BP) kennen keine Toleranzen mehr, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch Übertretungen im Millimeterbereich geahndet werden.
 
Auch eine Art Lotto könnte die Arbeitswut der BP zu einem einträglichen Geschäft machen: Z. B. der BP von Niederuzwil schlägt den BP von der Hardbrücke Zürich 21 000:19 999; dann wären kantonale Meisterschaften nicht mehr so langweilig; denn auch ein BP einer winzigen Gemeinde könnte Schweizer Meister werden. Dieser neue Sport könnte so beliebt wie Fussball werden.
 
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Blechpolizisten die Passanten beim Überqueren der Fussgängerzone bei Gelb knipsen werden.“
 
Soweit der zukunftsweisende Bericht aus Wallisellen ZH.
 
Die Guarani
Seit den biblischen Zeiten sind die Paradiese selten geworden. Und eine dieser Raritäten hat Margrit Haller-Bernhard im Blog „Guarani: Musik aus einem ehemaligen Paradies“ am 5. Oktober 2005 lebensnah nacherzählt. Das Paradies in Südamerika ist von christlichen Missionaren und Kolonisatoren zerstört worden, wie viele andere auch. Rita Lorenzetti (E-Mail: rita@lorenzetti.ch) schrieb an Frau Haller:
 
„Danke, dass Sie die Geschichte der Guarani aufgezeichnet haben. Sie war uns bekannt, aber nicht so umfangreich, wie von Ihnen beschrieben. Wir hoffen, die Musik im Konzert in Zürich erleben zu können.“
 
Das Konzert fand am Sonntag, 12. November 2006, in der Liebfrauenkriche an der Weinbergstrasse 36 in Zürich statt.
 
Reiseberichte
Lassen Sie sich, liebe Nutzerinnen und Nutzer, also nicht erwischen, wenn Sie beim Wandern die erlaubte Geschwindigkeit übertreten! Nehmen Sies gemütlich.
 
Hans Ellenberger (E-Mail: ellenberger@swissonline.ch) liest unsere Ausflugsberichte gern und kritisch. Zum Blog vom 29. September 2006: „Tessin-Reise (1): Ins steinreiche, wilde Maggiatal bis Fusio“ schrieb er:
 
„Mit Vergnügen lese ich jeweils Ihre interessanten, gut beobachteten und amüsant geschriebenen Reiseberichte. Hier nur eine kleine Korrektur zur aktuellen Einwohnerzahl in Fusio TI. Zufälligerweise war ich diese Woche dort und kam auf der Terrasse der Osteria Dazio mit dem (Berner) Kellner ins Gespräch, der vor vielen Jahren aus weiss Gott welchen Gründen in Fusio hängen geblieben ist. Nach ihm leben zurzeit noch 35 Personen in Fusio, dazu 2 Schulkinder, die in Cevio zur Schule gehen müssen, da die dorfeigene Schule schon längere Zeit geschlossen ist. Die Lehrerin wohne allerdings noch im Dorf.
 
Ich freue mich auf weitere interessante Reiseberichte.
 
Liebe Grüsse
Hans Ellenberger“
 
Ich habe meine Zahl im Blog (60 Einwohner) entsprechend (auf „knapp 40“) korrigiert; die ursprünglich angegebene Zahl stammte von Vallemaggio Turismo und dürfte etwas älteren Datums gewesen sein.
 
Ich bin immer sehr dankbar, wenn alle unsere Berichte sorgfältig überprüft werden. Korrekturhinweise oder (bei Reiseberichten) Verbesserungsvorschläge oder eigene Erlebnisse sind immer sehr willkommen. Wir publizieren die möglichst detaillierten und gut recherchierten Berichte als Anregung zu eigenen Exkursionen und sind überzeugt, dass viele Nutzer bessere Ideen oder bemerkenswerte Erfahrungen haben, deren Austausch für alle nützlich ist.
 
Heinz Scholz, selber ein passionierter Wanderer und Blogger, teilte mir zu meinem Reisebericht „Gletscher-Exkursion 1: Tauwetter im vereisten Aletschgebiet“ vom 13. Oktober 2006 ein köstliches eigenes Erlebnis mit:
 
„Bei Deinem sehr interessanten und informativen Blog von heute kamen wieder alte Erinnerungen in mir auf. Die grösste Überraschung war, dass Du im Berggasthof ,Toni’ eingekehrt bist. Dort nächtigten wir fast eine Woche anlässlich eines Wanderurlaubs mit Toni Fitting. Vielleicht hat ihn der Name animiert, dort einzukehren.
 
Wir hatten ein Zimmer mit einer Nebenkammer. Als ich einmal den dunklen Gang zu unserem Raum ging, sprang von hinten der Kellner aus einem Versteck und umarmte mich. Ich dachte schon, das sei ein warmer Bruder, der mir an die Wäsche gehen wolle. Aber er wollte nur seine Freundin erschrecken. Im Dunkeln konnte er mich wohl nicht von dieser unterscheiden.“
 
Kulturzerfall beim Essen
Heinz Scholz ergänzte zudem mein Blog vom 3. Oktober 2006 „Abschied von Betty Bossi: Schnellfrass statt Freude am Herd:
 
„Es stimmt, was Du schreibst. Heute gibt es überall einen Kulturzerfall (nach US-Muster), nicht nur bei der Sprache, sondern auch beim Essen.
 
Dazu passt auch der Artikel ‚Gutes Essen, schlechtes Essen’ im ‚Focus’ (Heft 40, 2006). Dort schreibt Tim Mälzer, Fernsehkoch (‚Schmeckt nicht, gibts nicht’) Folgendes über das Essen in Restaurants:
 
‚Vom Appetithäppchen über Fleisch und Fisch, Saucen und Gemüse bis zu den Pralinen zum Kaffee können Sie sich alles liefern lassen. Vorgekocht. Vakuumverpackt. Lose eingefroren. Nur noch heiss machen, im Wasserbad oder in der Mikrowelle.’
 
Dann bemerkt er, dass Convenience Food viele Betriebe schon verwenden. Oft wird in Gasthäusern geworben, dass vieles hausgemacht sei. Das stimmt leider auch nicht mehr. Denn zu den günstigen Preisen ist dies kaum zu machen. Zum Glück kennen wir noch gute Restaurants, die wirklich fast alles selbst zubereiten.
 
Im Übrigen kann man schon beim Salat Dinge erleben, dass es einem graust. So wird beispielsweise Dosengemüse (Erbsen, grüne Bohnen, Mais) für Salate verwendet.“
 
Vielleicht müsste man gelegentlich auch Blechpolizisten in die Küchen stellen, die Bussen für den Einsatz von minderwertigem Industriefrass verteilen. 
 
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