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BLOG vom 12.07.2007


Mallorca-Impressionen (II): Komasäufer, Anwerber und Bio
Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D
 
Natur und Umwelt
Verschiedene Reisegesellschaften haben mit der Regierung der Balearischen Inseln einen Umweltpakt geschlossen. Jeder Urlauber kann hier einen Beitrag leisten. Für 10 Euro erhält er die Grüne Karte. Der Beitrag hilft, das Natur- und Kulturerbe der Inseln zu schützen und zu fördern (www.balears-sostenible.com). Wer eine solche Karte ersteht, bekommt in 1500 Einrichtungen auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera Rabatte.
 
Auf Mallorca wurden zahlreiche Naturschutzgebiete ausgewiesen. Dazu gehören der Land- und Meeresnationalpark, Naturreservate und Naturdenkmale. Insgesamt stehen bereits 37,6 % der Inselfläche unter Naturschutz. Das Naturraumgesetz (ANEI, ARIP) bestimmt Massnahmen zum Schutz des Bodens vor Verbauung (www.wikipedia.org/wiki/Mallorca.de).
 
Wir waren von der Sauberkeit auf den Strassen und den Strandpromenaden angenehm überrascht. Es wurden nämlich Gesetze erlassen, die das Wegwerfen von Zigarettenkippen, das Ausspucken und das Urinieren in der Öffentlichkeit unter Strafe stellt. Die Verwendung von Seife an den Strandduschen und das Graben von Löchern im Sand sind nicht erlaubt.
 
Kostbares Trinkwasser
Das Wasser aus dem Hahn im Hotelzimmer sollte man nicht trinken, da dieses gechlort und oft zu salz- und nitrathaltig ist. Wir erhielten im Hotel immer zu unseren Essen sauberes Wasser aus intakten Brunnen oder besorgten uns Mineralwasser aus einem Zapfhahn. Auf Eiswürfel in Getränken sollte man verzichten, da man sonst unweigerlich Durchfall bekommt. Einige Urlauber, die reichlich solche eisgekühlten Getränke konsumierten, klagten bald darauf über diese unangenehme Erscheinung.
 
Da Wasser auf Mallorca nicht im Überfluss zur Verfügung steht, wurden etliche Massnahmen ergriffen, um den Wasserbedarf zu senken. Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern sind mit einer Kläranlage ausgestattet. Die Wiederverwertung von geklärtem Brauchwasser wird ständig erhöht. Derzeit werden 60–65 % des geklärten Brauchwassers zur Bewässerung von Grünanlagen, Golfplätzen und in der Landwirtschaft wieder verwendet. Ziel ist es, wie TUI berichtete, diese Rate auf mindestens 90 % zu steigern.
 
Noch einige Zahlen zum Pro-Kopf-Verbrauch von Wasser. In ländlichen Gegenden beträgt dieser weit unter 100 Liter pro Tag, in touristischen Gemeinden kann sich dieser auf mehr als 250 Liter (gelegentlich sogar über 400 Liter) erhöhen. Wie Prof. Dr. Thomas Schmitt vom Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum betont, ist „das ökologische Gleichgewicht von Grundwasserneubildung und Grundwasserentnahme auf Mallorca auf lange Sicht verloren.“ Der Grundwasserspiegel sinkt ständig, Meerwasser dringt in die Brunnen ein. Der Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage schaffte Abhilfe. Dazu Schmitt: „Man darf aber nicht vergessen, dass die Versorgung mit dem elementarsten ,Lebensmittel’ in Abhängigkeit von einer Hightech-Anlage geraten ist.“ Der Forscher ist auch der Ansicht, dass der Massentourismus ökologisch und ökonomisch besser verträglich sei (höhere Einnahmen, geringerer Landverbrauch). Sein diesbezüglicher Vorschlag: Qualitätsverbesserung der vorhandenen Gebiete und keine Erschliessung von touristischen Zonen. (www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2007/msg00117.htm)
 
Bio-Produkte sind noch Raritäten
In den Supermärkten in unserem Urlaubsort entdeckte ich kein einziges Bio-Produkt. Eine Nachfrage bei einer Angestellten des Hotels, woher die Produkte kommen und ob es sich teilweise um Bio-Lebensmittel handelt, ergab Folgendes: Die im Hotel verwendeten Obst- und Gemüsesorten, aber auch das Fleisch (Lamm, Rind, Schwein), stammen überwiegend aus der Region. Obst und Gemüse werden herkömmlich produziert. „Aber es wird sich hier bald etwas ändern, die Bio-Produkte sind im Kommen“, betonte die Angestellte an der Rezeption.
 
Wie die „Mallorca Zeitung“ (www.mallorcazeitung.es) am 25. Juni 2007 berichtete, gibt es jetzt einen sonntäglichen Biomarkt in Santa Maria del Camí. „Der Bio-Anbau auf Mallorca ist auf dem Vormarsch: Bereits 18 000 Hektar werden ohne chemische Dünger und Pestizide bestellt“, so die erwähnte Zeitung.
 
Auch fiel mir auf, dass auf das in Plastikflaschen angebotene Mineralwasser kein Pfand erhoben wird. Zum Glück gibt es auf Mallorca schon Boxen zur Mülltrennung. Dies fiel mir besonders in Palma auf.
 
Ballermann: Hier wird gefeiert und gegrölt
Unweit unseres Hotels – es dürften etwa 300 Meter gewesen sein – befinden sich die Schinken-Bier-Strasse und der Ballermann. Wie wurde eigentlich der Name Ballermann geboren? In den 1970er-Jahren wurden der Strand erschlossen und viele Imbissbuden errichtet. Dort konnten die Urlauber ihren Hunger stillen. Es wurde jedoch mehr getrunken als gegessen. Und so entstand die Bezeichnung Ballermann. Zur „Popularität“ trugen auch Songs von Costa Cordalis („Vamos a la Playa“) und von Jürgen Drews bei. Der zuletzt Genannte tritt ja als „König von Mallorca“ immer noch in Erscheinung. In meinen Augen macht er sich in der „königlichen“ Kleidung nur lächerlich.
 
Bis zu 7000 Menschen drängen sich in der Hauptreisezeit dort herum. Sie feiern und trinken bis zum Umfallen. Aber nicht nur zur Nachtzeit, sondern auch tagsüber am Strand. Ich beobachtete viele Neuankömmlinge, die mit Bierflaschen in der Hand schon kurz nach der Mittagszeit in der grössten Hitze feierten, herumgrölten und auch sangen. Meistens waren es Gruppen, die hier ihre Saufgelage zelebrierten. Frauen tranken schon am Vormittag ihre Alcopops. Aber es gab auch solche, die Mineralwasser schlürften. Es waren wohl diejenigen, die ihren „Kater“ mit diesem Getränk vertreiben oder der Leber eine Verschnaufpause gönnen wollten. Das bunte Treiben sahen wir uns von der Strandpromenade aus an.
 
Und am Abend wurde in diversen Bierhallen („Bierkönig“) und im Mega-Park (Disco im Keller und Bierhalle im Erdgeschoss) weiter gefeiert. Die Getränke wurden aus Masskrügen oder 5-Liter-Behältern mit rosa-weissen, einen Meter langen Trinkhalmen geschlürft.
 
Das Blut der Deutschen kam besonders in Wallung, wenn Schlager und Sommerhits der Charts aus den Lautsprechern dröhnten. Es wurde mitgesungen und mitgetanzt. In der Bierhalle des Mega-Parks entdeckte ich sogar ein Wasserbecken. Hier konnten sich am Vor- und Nachmittag die erhitzten Trinker abkühlen. Am Abend war dieses Becken mit einer Plastikumhüllung geschlossen.
 
Ein Ehepaar in unserem Hotel, das mit ihrem kleinen Kind eine Ärztin wegen einer Erkältungskrankheit aufsuchen musste, erzählte uns dies: „Die Ärztin kam zum vereinbarten Termin zu spät. Sie entschuldigte sich und erwähnte, sie habe eine ,Bierleiche’ behandeln müssen. Sie ist oft bis 7 Uhr in der Früh unterwegs, um die Abgefüllten wieder auf die Beine zu bringen.“
 
Komasäufer und Anwerber
Das „Komasaufen“ wird hier genauso beobachtet wie in Magaluf auf der Ausgehmeile Punta Balena. Dort sollen die Engländer die Deutschen im Komasaufen noch übertreffen ...
 
Ein Gast erzählte mir den folgenden Vorfall: Er beobachtete eines Abends, wie 4 Kerle ihren total betrunkenen Kumpel wegtragen mussten, weil er keinen Schritt mehr gehen konnte. Es muss jedoch ausdrücklich gesagt werden, dass die Komasäufer in der Minderzahl sind. Die meisten halten sich mit Alkohol zurück. Man kann auch mit wenig oder gar keinem Alkohol fröhlich sein.
 
Ich habe auch keine einzige Schlägerei erlebt bzw. davon gehört. Es sind auch laufend Polizeistreifen auf Fahrrädern, Motorrädern oder in Autos unterwegs. Im ehemaligen Zentrum von Ballermann 6 ist am Strand auch eine Videoüberwachung installiert.
 
Wenn man am Abend über die Strandpromenade oder der autofreien Strandstrasse schlendert, wird man oft von eifrigen Anwerbern angesprochen und zum Aufsuchen von diesem oder jenem Lokal aufgefordert. „Na Ihr Lieben“, sprach uns eine junge Frau an, umarmte uns dabei noch und fuhr fort: „Kommt doch in den Mega-Park, dort gibt es Freibier und tolle Musik.“ Ein anderer meinte: „Kommt gleich mit, bei 1000 Gästen wird der Mega-Park geschlossen!“
 
In der Bier- und Schinkenstrasse
Wir schlenderten auch durch die Bier- und Schinkenstrasse. In dieser Strasse befinden sich unzählige Fresstempel und Bierlokale. Das grösste Lokal ist der „Bierkönig“. Ich studierte einmal die Getränkekarte. Da wurde es mir regelrecht schwindlig von der grossen Auswahl an nichtalkoholischen und alkoholischen Getränken, die darauf aufgelistet waren. Ein Liter (Litros) Wodka konnte man je nach Sorte schon für 11,90 bis 18,50 Euro haben. Der 5-Liter-Kübel Wodka mit Soft Drinks schlägt mit 46 Euro zu Buche. 1 Liter König-Pilsener kostet 7 Euro, der 5-Liter-Kübel 35 Euro und das 10-Liter-Gefäss 70 Euro. Die Mass und Kübel werden dann mit mehreren langen Halmen bestückt, so dass eine ganze Gesellschaft daraus trinken kann.
 
Als ich einmal so gegen 10 Uhr am Vormittag durch die besagte Strasse „lustwandelte“, beobachtete ich 2 Jungs beim Bierkönig, wie sie aus einem 1-Liter-Gefäss Milch mit einem Strohhalm tranken. Ich dachte zuerst, sie würden die Milch trinken, um den „Kater“ zu vertreiben. Ich war jedoch auf dem Holzweg. Ich befragte die Beiden und erhielt die Antwort, dass es sich um ein Milchgetränk mit 43 %igem Nusslikör handelte („Likör 43 mit Milch“, 12,50 Euro pro Liter).
 
Unweit des Bierkönigs ist das Lokal „Zum Donnerbalken“. Hier kann wohl jeder auf einem Donnerbalken Probesitzen oder seine Geschäfte verrichten (auf einem Schild war tatsächlich diese Einrichtung abgebildet).
 
In dem Lokal „Bambolero“ feierte eine Gruppe in grünen T-Shirts mit der Aufschrift „Strandpolizei“ eine Bierparty. Unweit davon ist der „Potato King“. 2 Jungs mit Cowboy-Hüten und ein Fan von Bayern München in einem Trikot mit der Aufschrift „Nr.9 Toni“ verzehrten Nuggets und Würste mit einer Länge von ½ Meter.
 
Im „Münchner Kindl“ kommt jeder Bayer auf seine kulinarischen Kosten. In Spanisch, Englisch und Deutsch wurden auf einer überdimensionalen Speisekarte vor der Wirtschaft die Köstlichkeiten angeboten. So konnte man Gulasch mit Spätzle (7,80 Euro), Jägerschnitzel (7,80 Euro), gebratene Leber mit Püree (6,50 Euro), Leberkäs mit Ei und Bratkartoffeln (6,50 Euro) und Schweizer Wurstsalat (6,50 Euro) bestellen.
 
Wenn wir vom Hotel aus zum Strand wanderten, kamen wir an einem Lokal namens „Jesus und Maria“ vorbei. In der Nähe war ein Supermarkt, in dem man auch Getränke und belegte Brötchen kaufen konnte. Die pfiffige Besitzerin pries besondere Produkte auf Schiefertafeln an. Sie beschriftete diese mit Kreide so: „Frisch belegte Brötchen mit Liebe gemacht.“ „Letzte Tankstelle vor dem Mittelmeer.“ Wenn der Strandbesucher in Richtung Hotel lief, konnte er dies lesen: „Letzte Tankstelle vor Ihrem Hotel.“
 
Mythos Ballermann entlarvt?
T. Gebhardt und T. Zapp, Reporter der wöchentlich erscheinenden „Mallorca Zeitung“, machten sich einmal auf den Weg, um den Mythos Ballermann zu entlarven. Sie berichteten, dass die Stimmung oft mässig ist und die Gäste verhalten und verkrampft sind. Ein Kellner im Mega-Park betonte, es sei ja erst Juni, und das würde sich bald ändern. Auch im legendären Bierkönig waren die beiden Reporter. Hier ihr Fazit: „Fröhlich feiernde, teilweise etwas gelangweilte Menschen. Stimmung befriedigend. Gezügelte Gemütlichkeit siegt über Ausgelassenheit.“
 
Kürzlich erfuhr ich auch, dass das Bild vom Ballermann oft von den Fernsehanstalten falsch dargestellt wird. So wurden Leute animiert, ihre „Sau“ in den Bierhallen oder in den Mega-Discos einmal so richtig rauszulassen. Einer hegte sogar den Verdacht, dass hier sogar Schauspieler ihren Einsatz hatten. Man muss also nicht alles glauben, was uns da am Bildschirm vorgegaukelt wird.
 
Da Mallorca nicht nur bei den Nebenkosten teurer wurde, buchen jetzt zunehmend Leute ihren Urlaub in der Türkei oder in Tunesien. Wie „focus“ (26/2007) berichtete, hoffen jetzt die Reiseunternehmer von den Fernseh-Sendungen („Wetten, dass…?“, „Viva Mallorca“), die kürzlich aus Palma übertragen wurden, auf einen zusätzlichen PR-Effekt. Ich bin überzeugt, dass eines Tages der normale Familienurlaub, der Erlebnis-, Kultur-, Sport- und Wanderurlaub auf Mallorca vermehrt angenommen wird. Mallorca ist nämlich zu schade, um nur zum Saufen dorthin zu fliegen.
 
Auch für ältere Personen wird Mallorca zunehmend interessant werden. Unser Hotel Rui Bravo beispielsweise hat schon seit einigen Jahren von Oktober bis Mai Pauschalangebote für ältere Menschen im Programm. Das Hotel erhielt inzwischen schon etliche Auszeichnungen.
 
Kulinarische Köstlichkeiten
Da wir All inclusive (Vollpension) buchten, hatte ich schon Bedenken, dass wir unweigerlich an Gewicht zunehmen würden. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Wir futterten viel Salate, Obst, Gemüse und dazu in kleineren Portionen Fisch und Fleisch.
 
Schon das Frühstücksbüffet mit Brötchen, Müesli, Cornflakes, Marmeladen, Honig, Eier, Speck, Wurst (darunter mallorquinische Blut- und Streichwurst), Käse und mit frisch gepressten Melonen-, Orangen- und Ananassaft war eine Wucht. Gepresst waren sie in Wirklichkeit nicht. Ein Afrikaner war ständig mit einem Mixer dabei, das Fruchtfleisch mit Wasserzusatz zu zerkleinern. Mit Fruchtfleisch schmeckten die Säfte hervorragend.
 
Am Mittag und Abend wurden an einer vielleicht 2 × 3 Meter langen Salatbar, die von beiden Seiten des Tisches erreichbar war, bestimmt 10 verschiedene Salate angeboten. An Büffets für warme Speisen war die Auswahl riesengross. Es gab sogar eine italienische Ecke mit den bekannten typischen Speisen. An jedem Abend veranstalteten 2 Köche ein „Show cooking“. Hier wurden Lamm-, Schweine-, Rindfleisch, vegetarische Köstlichkeiten und verschiedene Fischarten vor den Augen der hungrigen Gäste zubereitet. Ein Gedicht war das Nachspeisenbüffet mit landestypischen Kuchen (Zitronen-, Schokoladenkuchen und andere süsse Kuchenkreationen), Joghurts und verschiedene Eis- und Obstsorten.
 
An den Nachmittagen, wenn wir uns im Garten auf einem Liegestuhl gütlich taten, konnten wir Tees, Kaffee, Cocktails und andere Getränke (Bier wurde aus einem Hahn gezapft) konsumieren. Ab 16.00 Uhr gab es Schinken-Käse-Toast und diverse kleine Kuchen. Und noch etwas bot das Hotel an: Ein Langschläferfrühstück. Damit wurden die hungrigen Nachteulen, die erst spät in ihre Betten fielen und zu vorgerückter Stunde aufstanden, verköstigt. Oft kamen diese Spätheimkehrer um 5 Uhr am Morgen in ihre Hotels zurück. Wir hörten sie dann auf den Strassen herumgrölen.
 
Überraschung am Strand
Wir waren so schlau und wanderten täglich nach dem Frühstück am Strand etwa 1 Stunde entlang und liessen unsere Füsse vom Meerwasser umspülen. Anschliessend badeten wir im 23 °C warmen Meer. Ich weiss das so genau, weil ein deutscher Pensionär die Temperatur mit seinem Badethermometer mass. Ich sprach ihn an und er teilte mir dann die Temperatur mit. Während unserer Strandexkursionen waren nur wenige Urlauber am Strand, ausserdem brannte uns die Sonne nicht zu stark auf den „Pelz“.
 
Wenn wir uns im herrlichen 4000 m2 grossen hoteleigenen Garten im Liegestuhl ausruhten, waren Schattenplätze (unter Palmen, Kiefern oder unter einem Sonnenschirm) angesagt. Wir handelten nämlich nach der Devise: Auch im Schatten wird man braun. Mit dieser schonenden Bräunung fuhren wir gut, denn wir bekamen keinen Sonnenbrand. Andere, die dies nicht beachteten, trugen bald ihre tief gerötete Haut zu Markte. Man kann über die Unvernunft der Sonnengeschädigten nur staunen. Trotz Sonnenbrand setzten sie ihren Körper weiter den Sonnenstrahlen aus.
 
Ein Stranderlebnis der besonderen Art möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Als ich bei der 1. Stranderkundung (meine Frau Paula relaxte auf einer Liege im Palmengarten) etwa 2 km entlang wanderte, erblickte ich einen Menschen, der mir irgendwie bekannt vorkam. Ihm erging es ebenso. Es war der ehemalige Arbeitskollege Gerd Osswald von Novartis, der hier seinen Urlaub mit Frau und Kind verbrachte. So ein Zufall. Ulkig war, dass ich kurz vorher daran gedacht hatte, vielleicht einen Bekannten am Strand zu sehen. Es war schon eine Kunst aus 50 000 Urlaubern den Bekannten zu finden. Dies passierte mir schon einmal, als ich in Cesenatico (Adria) vor vielleicht 20 Jahren einen anderen Arbeitskollegen traf.
 
Es soll ja schon Urlauber gegeben haben, die in die entferntesten Winkel dieser Erde reisten, um ja keinen Bekannten zu treffen, aber dann doch einem solchen begegnet sind.
 
Fortsetzung folgt
 
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