Textatelier
BLOG vom: 09.05.2008

Nach den Grippeviren treten die Zecken im Impftheater auf

Autor: Walter Hess, Biberstein CH (Textatelier.com)
 
Kaum ist der von Grippen aller Art begleitete Winter dahingeschmolzen, taucht eine neue, wenn möglich noch grössere Gefahr auf: Die Zecken haben sich in Lauerposition begeben. Besonders bei feuchtem Wetter und ansteigenden Temperaturen sollten Sie ihr Haus deshalb keinesfalls verlassen. Es sei denn, sie seien geimpft. Dann können Sie sogar ausnahmsweise einmal einen Waldspaziergang wagen.
 
Ja, lassen Sie sich impfen, gegen alles, was sich die pharmazeutische Industrie in ihren kühnsten Umsatzträumen an Impfbarkeiten ausgedacht hat! Lassen Sie schon Ihre Kleinkinder mit Impfcocktails voll stopfen …! Die Impfgeschäftemacher werden es Ihnen danken. Selbst die zur normalen Entwicklung eines jungen Menschen gehörenden Kinderkrankheiten, die das Immunsystem stärken würden, müssen im Keime erstickt werden. Umso schöner können im Verlaufe des Weiterlebens Allergien blühen; dann ist der Boden auch für jede weitere Zivilisationskrankheit geebnet. Und wieder wird es die Medizin im Verein mit den Chronischkrankenabteilungen richten. Sie sind in guten Händen. Jedenfalls ist es gelungen, die Gesundheit ebenfalls weitestgehend auszurotten und fast alle Menschen zu Patienten umzufunktionieren.
 
Das ideale Terrain
„Le germe n'est rien, le terrain est tout!“, stellte der französische Forscher, Arzt und Physiologe Claude Bernard (12.07.1813‒10.02.1878) fest. Tatsächlich: „Der Keim ist nichts, der Nährboden ist alles.“ So einleuchtend und richtig diese Feststellung auch sein mag, sie hat es ausschliesslich in der Naturheilkunde zu Ansehen gebracht, ein weiterer Grund, diese auf Erfahrung beruhende Heilkunde in die Ecke zu stellen und wenn immer möglich ebenfalls auszurotten. Der Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit ist die Hauptwaffe beim Niederhalten der Naturheilkunde, obschon das eher ein Kompliment ist.
 
Bernards Erkenntnis bedeutet, dass ein Virus, das in verschiedenen Varianten auftritt, nur aktiv (virulent) werden kann, wenn der Nährboden dafür geeignet ist. Wenn anderseits der Körper bei voller Kraft ist und alle Abwehrsysteme funktionieren, hat es keinerlei Chancen.
 
Die Signale
Selbst eine banale Grippe oder Erkältung ist eine hilfreiche Massnahme, um das Immunsystem auf Vordermann bzw. -frau zu bringen, falls das nicht durch eine Impfung verhindert worden ist. Grippale Unpässlichkeiten (etwas Fieber und Katarrh) erinnern den Betroffenen daran, seinen Körper in Zukunft besser mit den richtigen Nährstoffen (wie Vitaminen aus Frischprodukten) zu versorgen, vor allem mit Bio-Obst und -Gemüse. Und gut gelüftete Räume und/oder Bewegung an der frischen Luft wären ideale weitere Massnahmen, lauter Dinge also, die Spass machen. Dazu gehört auch eine Reduktion (oder Vermeidung) des Konsums von Chemikalien aller Art, soweit man ihnen überhaupt noch ausweichen kann, was ebenfalls nicht mit einer Einbusse an Lebensqualität verbunden ist.
 
Weil er das Impfgeschäft stören könnte, bleibt dieser folgende Umstand weitgehend unberücksichtigt: Insbesondere die Grippeviren sind regelrechte Verwandlungskünstler. Sie sind in der Lage, ihre Erbsubstanz und damit ihre äussere Hülle ständig zu ändern. Dadurch können sie die statischen Impfstoffe ins Leere laufen lassen. Eine Impfung wäre somit höchstens dann einigermassen sinnvoll, wenn das kommende Virus genau definiert werden könnte, genügend Zeit zur Herstellung des richtigen Impfstoffs vorhanden wäre und das Immunsystem nicht aufgemöbelt werden müsste. Doch die ständigen Mutationen machen die Grippeimpfung zu einem ziemlich hoffnungslosen Unterfangen, abgesehen von einigen Zufallstreffern. Ausgerechnet ältere Menschen, denen die Impfung mit besonderer Inbrunst nahe gelegt wird, sprechen besonders schlecht auf die Grippeimpfung an und leiden besonders unter der Impfung.
 
Die Propagandastelle
In der Schweiz wirkt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) als offizielle Propagandastelle des Impfgeschäfts, wenn es nicht gerade den Rauchern auf den Fersen ist. Obschon es in diesem neutralen Land eigentlich zur Neutralität verpflichtet wäre, macht es die Impfkritiker, die es erfreulicherweise auch unter den Ärzten gibt und die gute, beste Gründe aufzuweisen haben, mit Hinweisen auf deren unwissenschaftliches und verantwortungsloses Handeln mundtot, so weit das geht. Und wer nicht impft und nicht geimpft ist, wird zunehmend als Gefahr für die Allgemeinheit gebrandmarkt. Vielleicht ahndet man das Nicht-Geimpftsein einmal mit Busse oder Gefängnis. Nur so könnte das Idealziel der 100-Prozent-Durchimpfungsquote erreicht werden.
 
Mit dem Zeckenimpfungsverkaufsrummel, der sich offensichtlich von den Religionskampagnen auf der Basis von höllischer Angstmacherei inspirieren liess, ist es 2006 immerhin gelungen, allein in der Schweiz zu Ehren der Zecken 60 000 Impfdosen zu verabreichen (pro Impfung braucht es deren 3). Die Angstmacherkampagne war derart erfolgreich, dass es sogar zu einem Impfstoffengpass kam. 2007 konnte das Zeckenimpfgeschäft (innovative Impfstoffherstellerin: Baxter AG, CH-8604 Volketswil) um weitere 40 % gesteigert werden.
 
Die dämonisierten Zecken
Die Leistung der geduldig lauernden Zecken war demgegenüber bescheiden: Sie vermochten 2007 in der Schweiz gerade einmal 111 Personen, die sich ins Freie vorgewagt hatten, mit ihrem Zeckenenzephalitisvirus (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis FSME) zu infizieren, bei einem Jahresdurchschnitt von 99 (zwischen 2000 und 2004). Dieses magere Ergebnis rührt daher, dass es nur etwa 1 % der Zecken als nötig empfinden, das FSME-Virus mit sich herumzuschleppen. Und es wird dadurch noch armseliger, dass nach dessen Weitergabe in den allermeisten Fällen nichts passiert, vielleicht ein Grippe-ähnliches Symptom. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einer Hirnhaut- oder Hirnentzündung. Gegen das grössere Risiko einer Borreliose-Erkrankung (Borrelia burgdorferi), die sich von Kopf- über Rückenschmerzen bis zu Tinnitus, Sehstörungen, Herzrasen oder depressiven Verstimmungen äussert, gibt es noch keine Impfung, dafür spricht diese Krankheit auf Antibiotika an.
 
Impf- und Bioterror
Viele Menschen fühlen sich nach einer Impfung schlecht, krank, wie man immer wieder hört. Bis anhin gesunde Kleinkinder werden chronischkrank, was nicht an die grossen Glocken gehängt wird. Die Beziehung zur Ursache wird verwedelt. Und die Impf-Befürworter und Anbieter müssen sich ständig Neues einfallen lassen, damit das Impfgeschäft am Blühen bleibt. Das Ziel ist, wie angetönt, die totale Durchimpfung der Bevölkerung.
 
Aus diesem Bestreben heraus haben findige „Experten“ von der Universität Texas USA die Grippeviren sogar ins Umfeld des Bioterrorismus verschoben; wahrscheinlich stammen diese Fachleute aus der Marketingabteilung der Pharmaindustrie und haben die gleiche Ausbildung wie der Terrorismusförderer George W. Bush genossen. Sie verkündeten, die Influenzaviren könnten eine grössere Gefahr als Milzbrand oder Pocken darstellen, und sie schlugen vor, die Impfprogramme weltweit auszudehnen und die Medikamentenvorräte zu erhöhen. Auf diese Weise wird das Terrain für gute globale Geschäfte vorbereitet – denn auch hier liegt am Terrain alles. Die nationalen Gesundheitsbehörden brauchen bloss noch aufzuspringen und den US-Bocksmist flächendeckend zu verteilen.
 
Flu Mist
Die Grippeimpfstoffe bestehen in der Regel aus gereinigten und inaktivierten Komponenten von Influenza-A- und -B-Viren. Da viele Leute Angst vor der Spritze haben, wurde der Impfstoff in den USA als Nasenspray zubereitet, um eine der Hemmschwellen – das unbeliebte Stechen – zu beseitigen. Die Viruspartikel sind darin in Liposomen (Transportvehikel mit zellähnlicher Struktur) eingebunden. Diesen so genannten Virosomen wird ein Coli-Toxin zur Verstärkung der Immunantwort zugefügt, ein Stoffwechselprodukt des Darmbakteriums Escherichia coli. Ein ähnliches Produkt mit dem schönen, treffenden Namen „Flu Mist“ (dessen 2. Teil nicht in Nebel übersetzt zu werden braucht und besser gleich so belassen wird) ist seit Jahren in den USA im Einsatz. Dabei handelt es sich um eine abgeschwächte Lebendvakzine, bei der die Befürchtung besteht, die lebenden Viren könnten zu einem neuen, gefährlichen Erreger mutieren, die dann auch weltweit verschleppt werden, wie das mit allen Viren geschieht.
 
Pandemien
Jedenfalls nahmen die Grippeepidemien in der letzten Zeit von Jahr zu Jahr an Bedrohlichkeit zu. Parallel zum zunehmenden Impftheater scheint die Gefahr von Pandemien (sich weit verbreitende, ganze Länder oder Landstriche erfassende Seuchen; Epidemien grossen Ausmasses) zu wachsen, an deren Ende wohl die Zwangsimpfung mit verheerenden Folgen stehen würde. Und zudem bieten die Impfungen keinen absoluten Schutz; oft (wie bei den Masern) wird damit ein Problem unterdrückt, hinausgezögert, worauf die verschleppte Erkrankung besonders gefährlich werden kann. Hans U. P. Tolzin, Herausgeber der Zeitschrift „impf-report“ (www.imp-report.de), ist zum Schluss gekommen, „dass es bis heute keine einzige ergebnisoffene Vergleichsstudie zwischen Geimpften und Ungeimpften gegeben hat und es damit auch keinen Beweis für die Wirksamkeit eines Impfstoffs gibt. Weder Antikörpertests noch die PCR (Polymerase Chain Reaction, die Grundlage eines Virentests) oder sonstige nicht am hochaufgereinigten Virus geeichte Virentests können als ,Surrogatmarker’ (Ersatzmessgrösse) überzeugen, da ihre Aussagekraft nicht durch saubere Studien belegt ist“ (in „Matrix 3000“, Nr. 4-2008).
 
Jährlich sterben in allen Industrienationen bereits viele durch ärztliche Überbehandlungen geschwächte, kränkelnde Menschen („Risikopatienten“) an der Grippe, die dann eben den ohnehin (z. B. durch einen chronischen Medikamentenkonsum) geschwächten Organismus vollständig zum Erliegen bringen kann. Aber auch die Grippeimpfung an sich hat ihre noch unerkannten Gefahren. Die Langzeitschäden sind noch kaum erforscht; möglicherweise kommt es hin und wieder zu bleibenden Immundefekten. Zudem enthalten Impfpräparate eine abenteuerliche Mischung aus giftigen Begleitstoffen wie die bekannten Gifte Formaldehyd, Glutaraldehyd, Aluminiumsalze, die Hirn und Nerven schädigen kann, usf., die u. a. einen allergischen Schock auslösen können. Das Aluminium soll die Bildung von Antikörpern anregen, wenn das Impfvirus dafür zu schwach ist. Eine aktive Überwachung der Geimpften gibt es nicht, nur „unerwünschte Impferscheinungen“, wie die oft schweren Nebenwirkungen beschönigend genannt werden, müssen von den Ärzten ans BAG gemeldet werden. Ein Zusammenhang wird dort meistens bestritten.
 
Die Impfmüden
Es kommt nicht von ungefähr, dass sich auch der grösste Teil des Medizinal- und Pflegepersonals in Spitälern weigert, sich gegen die Grippe zwangsimpfen zu lassen, obschon es unter einen grossen Druck gesetzt wird. Weniger als 20 % der Schweizer Bevölkerung lässt sich zum Impfen gegen die Grippe überreden. Noch immer haben die meisten Menschen ein gesundes Empfinden dafür, was ihnen zuträglich ist und was nicht.
 
Die Impfmüdigkeit breitet sich aus, und die Zahl der Impfabstinenzler nimmt erfreulich zu. Man darf deshalb erwarten, dass Angstkampagnen in Zukunft entsprechend intensiviert werden.
 
Die Zecken sind bereits entsprechend mobilisiert, und die eingebettete Presse holt die grossen Buchstaben hervor.
 
Hinweis auf weitere Blogs mit Bezug zum Impfgeschäft
16.01.2005: ...und dann kamen die medialen Flutwellen
Hinweis auf weitere Blogs von Walter Hess
Die unendliche Geschichte der Sondermülldeponie Kölliken
Verkehrsmedizinische Untersuchung für Alte: das Auto-Billett
Aargau: Leben im freiesten Kanton des glücklichsten Lands
Reaktionen auf Blogs (158): Nachwehen zur Blatter-Wahl 5
Auf US-Befehl skandalisierte Fifa. Medien spuren unverzüglich
Reaktionen auf Blogs (157): Duftendes aus dem Ideentopf
Schweiz: Plädoyer für eine selbstbewusste, mutige Politik
Markwalders Kasachstan: Im Dienste der Destabilisierung
Reaktionen auf Blogs (156): Von Günter Grass, vom Lesen
Ein neues Umweltdebakel in Sicht: Solarpanel-Sondermüll
Gerhard Ammann: Naturaufklärer und Auenschutz-Pionier
Ulrich Weber: der Erfinder der 1. Bundesrätin ist nicht mehr
Der Zickzack-Kurs des Weltgeschehens: Desorientierung
Chaos-Praxis: Im Labyrinth der Erkenntnis-Widersprüche
Die Wirkungen von Staatsbesuchen: Hollande in der Schweiz