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BLOG vom 04.12.2008


Reaktionen auf Blogs (76): Barackisierung, Mythen-Allmacht
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein CH (Textatelier.com)
 
Die Barackisierung der Politik und der Kultur geht zügig voran – Barack ist bereits ein Trendname für Babys, die das Licht der amerikanisierten Welt erblicken. Ich würde empfehlen, mit diesem Namen vorerst noch vorsichtig umzugehen – bis vielleicht einmal eindeutig günstige Resultate vorliegen, die mit diesem Namen verbunden werden. Nicht alle Adolfe aus den 1930er-Jahren waren nach 1945 noch glücklich mit ihrem Namen, obschon sie dafür nichts können.
 
Aber die verzweifelte Welt braucht ihre Idole, um ihre Mythen daran emporranken zu lassen, ihre Symbolfiguren, ihre National- und heute ihre Globalhelden. Wir Schweizer klammern uns seit Jahrhunderten an den Top-Armbrustschützen Wilhelm Tell, von dem wir nicht wissen, ob er gelebt hat; doch eines steht für uns fest: Den Landvogt Gessler hat er in der Hohlen Gasse bei Küssnacht am Rigi zweifellos aus dem Weg geräumt und dadurch ein Kapitel Befreiungsgeschichte geschrieben, die zeigte, dass sich die Beherrschten gegen die Herrscher durchsetzen können, wenn sie es geschickt genug anstellen.
 
Inzwischen ist der Tellen-Glanz etwas verbessert, weil sich viele Schweizer in der Rolle der Unterwürfigen besser fühlen, selbst wenn sie von den Unterwerfern schamlos ausgebeutet und dem Ruin entgegen getrieben werden, wenn ihnen sogar noch die Altersvorsorge weggestohlen wird, nur weil ein Volk jenseits des Atlantiks über seine Verhältnisse lebt und keine besseren Einfälle als ein ständiger Ausbau der Schuldenwirtschaft hat – bis zum globalen Totalruin.
 
Von Mythen gestützte Symbole werden zu Ersatzreligionen, die sich an keinen Fakten orientieren. Die Irrationalität erhält und behält vorläufig die Oberhand. Dabei wird vergessen, dass die anstehenden Probleme nicht mit irrationalem Heldentum, sondern nur mit rationaler Sachlichkeit zu lösen sind, der Kunst des Möglichen, einer Art Pragmatismus.
 
Während der Publikation meiner vorerst 7 Obama-Stilbrüche ist mir dies bewusst geworden. Ich wurde als Hoffnungszerstörer empfunden, was ja auch zutrifft, doch mag ich einfach nicht in Illusionen schwelgen. Bei all der Kritik, die ich als Störfaktor im Obama-Gottesdienst einstecken musste, wirkte eine Aussage des aus Anlass seines 100. Geburtstags (28.11.2008) gefeierten Ethnologen und Anthropologen Claude Lévi-Strauss auf mich wie Balsam. Sie lautet, sinngemäss wiedergegeben, man müsse sich eine gute Portion Pessimismus erhalten, damit die zweckmässigen Massnahmen eingeleitet werden, wonach dann etwas Optimismus gerechtfertigt sei.
 
Zweifel am Obama-„Change“
Meine begründeten Zweifel am Wechsel, den Barack Obama versprochen hatte, ergänzte Martin Eitel (E-Mail: m.eitel@gmx.net) mit detaillierten Informationen, die gewisse Zusammenhänge erkennen lassen:
 
Dass vom angeblichen Messias Obama kein wirklicher Wechsel („change“) zu erwarten ist, folgt bereits daraus, dass er als eine Marionette des Brzezinski-Clans gilt, welcher wiederum eine der wichtigsten Personen der Trilateralen Kommission ist. Die Trilaterale Kommission ist bekanntlich eine Erfindung des Rockefeller-Clans, wie dies auf der Internet-Seite www.trilateral.com zugegeben wird. Die dem Rockefeller-Clan zugeordnete Chase-Manhattan-Bank ist Gründungsmitglied des als US-Notenbank bezeichneten Federal Reserve System, das 1913 installiert wurde, als Woodrow Wilson Präsident war. Entgegen dem Eindruck, der hierbei erweckt wird, handelt es sich bei dem Federal Reserve System um eine mehrheitlich in Privatbesitz befindliche Organisation, an der der US-Staat nur geringfügige Mitwirkungsmöglichkeiten hat. Die wesentlichen Entscheidungen treffen die privaten Banker. Gründungsmitglieder der FED sind neben Chase Manhattan u. a. auch Rothschild Bank, Kuehn Loeb, Lazard Bank und Lehman Brothers.
 
Kurz vor seinem Tod hat Präsident Wilson eingeräumt, dass er mit seiner Zustimmung zur Gründung des Federal Reserve System die USA als Staat ruiniert hat, weil das die weitere US-Schuldenwirtschaft nachhaltig verstärkt hat.
 
Die grossen US-Banken führen gezielt Rezessionen herbei, indem sie zunächst über die FED auf eine extensive Kreditausweitung mit Zinssenkungen hinwirken. Dann werden die Zinsen erhöht, und viele gehen bankrott oder müssen zu niedrigen Preisen ihre Aktien, Immobilien etc. verkaufen.
 
Dann kaufen die Banken günstig diese Immobilien und Aktien auf, und dann beginnt nach einiger Zeit dieser so genannte bussines cycle erneut.
 
Martin Eitel
 
Hinweis auf die Obama-kritischen Blogs
 
Finanzkrise, anschaulich erklärt
Von mehreren Nutzern und Bekannten bin ich auf die folgende einfache Erklärung, wie man Finanzkrisen konstruieren kann, hingewiesen worden. Ich staune bei solchen Gelegenheiten immer wieder über die anonymen kreativen Leistungen, die im Internet auftauchen und wie schnell sie ihre Verbreitung finden. Hier also die Geschichte erfolgreicher Geschäftemachereien:
 
Heidi besitzt eine Bar in der Bieler Innenstadt. Um den Umsatz zu steigern, beschliesst sie, die Getränke der treuen Kundschaft ‒ mehrheitlich Alkoholiker ‒ aufzuschreiben (ihnen also Kredit zu gewähren). Das spricht sich herum, und deshalb drängen sich immer mehr Kunden in Heidis Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung vorerst keine Sorgen machen müssen, verteuert Heidi die Preise für Wein und Bier, die meistkonsumierten Getränke, und erhöht damit massiv ihren Umsatz.
 
Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank sieht in diesen Kundenschulden wertvolle künftige Guthaben und erhöht die Kreditlinie für Heidi. Er macht sich keine grossen Sorgen, er hat ja die Schulden der Alkoholiker als Deckung.
 
Am Sitz der Bank transformieren top ausgewiesene Banker diese Kundenguthaben in SUFFBOND, ALKBOND und KOTZBOND um. Diese Papiere werden dann weltweit gehandelt. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen bedeuten und wie sie garantiert werden. Da die Kurse aber steigen, werden die Papiere ein Renner.
 
Eines Tages und obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (inzwischen selbstverständlich entlassen ‒ Begründung: er war zu negativ) der Bank fest, dass man die Schulden der Alkis (Alkoholiker) von Heidis Bar langsam einfordern sollte. Die können aber nicht zahlen. Heidi kann ihren Kreditverpflichtungen nicht nachkommen und macht Konkurs, SUFFBOND und ALKBOND verlieren 95 %, KOTZBOND hält sich besser und stabilisiert sich nach einem Verlust von 80 %.
 
Die Lieferanten hatten Heidis Bar längere Zahlungsfristen gewährt und zudem in die Papiere investiert: der Weinlieferant geht Konkurs, der Bierlieferant wird von einem Konkurrenten übernommen. Die Bank wird durch den Kanton gerettet.
 
Soweit die annähernd wahre Geschichte. Das neue Wort „Kotzbond“ hat mir besonders gut gefallen. 
 
Die Gipsfiguren von Anton Buri
Im Blog „Vitznau am Vierwaldstättersee zu Beginn des Winterschlafs“ habe ich salopp geschrieben: „Vitznau ist offensichtlich eine kulturbeflissene Destination. Skulpturen sind überall, so auch beim Museum Vitznau-Rigi, wo vollschlanke Gipsfiguren von Anton Buri aus Rheinfelden den Kulturtempel bewachen; hier ist die Bulimie auf die Spitze getrieben.“ Darauf hat der Künstler nett reagiert und seine eigene Sicht dargelegt – und auf diese kommt es schliesslich an:
 
Sehr geehrter Herr Hess
Vielen herzlichen Dank für Ihren super informativen Artikel über Vitznau. Ich finde es schade, dass Sie nicht auch den Hintergrund meiner Gipsfiguren untersucht haben, denn die Figuren haben nichts mit Fett- oder Magersucht zu tun. Sie stehen in einem ganz anderen Kontext, zwischen „nicht laufen können“ und „sich doch (im Wind) bewegen“. Wenn es Sie interessiert, empfehle ich Ihnen www.antonburi.ch, Presse, Deutsch. Natürlich bin ich auch gerne zu einem Gespräch bereit.
 
Mit freundlichen Grüssen
Anton Buri
 
Damit habe ich wieder neue Einsichten gewonnen, und ich bedanke mich für diese freundliche Reaktion und Einladung. Ich habe mir beides hinter die Ohren geschrieben.
 
Herzschutz und Betablocker
Ein deutscher Nutzer, dessen Name A. W. ich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht nennen möchte, schrieb mit Bezug aufs Blog Johann Georg Schnitzer und die Rückkehr zur Vernunft vom 13.03.2005:
 
Leider bin ich erst nach einem leichten Herzinfarkt mit Stent (stützendes medizinisches Implantat) und Bypass-OP durch Freunde auf Dr. Johann Georg Schnitzer hingewiesen worden. Wir haben sofort unsere Ernährung tiefgreifend in Richtung Schnitzerdiät umgestellt. Als ich meinen Hausarzt vor Jahren bat, nicht das Symptom Bluthochdruck zu behandeln, sondern dessen Ursache finden und beseitigen zu helfen, hat er dieses Ansinnen als „nicht machbar“ bezeichnet. Nachdem er bei mir nicht durch die Nieren oder die Leber verursacht wurde, würden wir die Ursache nicht finden, sagte er.
 
Ich mache die Schnitzer-Diät nun seit zirka 10 Wochen zu 60 %, habe 10 kg abgenommen und mit 1/4 meiner Betablocker normale Blutdruckwerte. Da mein Hämatokrit (Anteil zellulärer Bestandteile am Blutvolumen) noch bei 0,42 liegt, suche ich jetzt noch nach einem Arzt oder einer Praxis, die mich zur Ader lässt. Da ich aber während etwa 20 Jahren Betablocker genommen habe, weiss ich nicht, ob meine Blutdruckregelung überhaupt noch in der Lage ist, die Kontrolle ohne Medikamente wieder zu übernehmen.
 
Antwort von Dr. Schnitzer
Herzschutz durch Betablocker ist eine Illusion“ überschreibt die Zürcher Sonntagszeitung unter „Wissen“ einen am 31.10.2008 publizierten Bericht, in dem sie sich auf den Schweizer Kardiologen Franz Messerli (Columbia University, New York) beruft. Der Artikel stand eine Woche lang an dieser Stelle. Jetzt wurde er durch einen neueren ersetzt.
 
Der Artikel vom 31.10.2008 ist indessen noch hier nachzulesen: „Herzschutz durch Betablocker ist eine Illusion“. Zu diesem Blog-Kommentar möchte ich Folgendes sagen:
 
A) Die meisten Ärzte  w o l l e n  die Ursache des Bluthochdrucks gar nicht wissen ‒ macht doch die lebenslängliche Dauerbehandlung des Bluthochdrucks 50 % ihres „Patientenstammes“ und 50 % ihres Praxisumsatzes aus (weitere 25 % generieren Diabetes-Typ-II-Patienten, die durch Eliminierung der erforschten Ursachen ebenfalls geheilt werden könnten).
 
B) Die von mir aus der menschlichen frugivoren Urnahrung entwickelte „Schnitzer-Kost“ (2 Formen: Schnitzer-Intensivkost und Schnitzer-Normalkost) ist keine „Diät“, sondern die artgerechte und damit gesündeste mögliche Ernährung des Menschen, die, wie schon vor Jahren der „Schnitzer-Report“ ergeben hat, hunderte von Krankheiten und Beschwerden entweder bessert oder heilt. Konkret haben wir diese Heilkraft in Studien über Bluthochdruck, Diabetes und Lepra nachgewiesen, die auf meiner Website dokumentiert sind.
 
C) Wenn bei diesem Patienten schon bescheidene 60 % Anwendung dieser artgerechten Kost in nur 10 Wochen solche Heilwirkungen entfaltet (10 kg Übergewicht abgebaut, Blutdruck trotz Reduktion des Betablockers auf ein Viertel der bisherigen Dosis normal) ‒ warum in Gottes Namen macht der Mann nicht Nägel mit Köpfen, fährt die Schnitzer-Kost von 60 auf 100 % hoch und wirft den Betablocker ganz weg? (Achtung, Sondermüll, muss durch die Apotheke entsorgt werden.)
 
D) „Herzschutz durch Betablocker ist eine Illusion“ überschreibt die Züricher Sonntagszeitung unter „Wissen“ einen am 31.10.2008 publizierten Bericht, in dem sie sich auf den Schweizer Kardiologen Franz Messerli (Columbia University, New York) beruft. Aber doch nicht etwa um die hoch wirksame Schnitzer-Kost zu propagieren? Natürlich nicht. Vielmehr ist der Patentschutz für Betablocker abgelaufen, Nachahmer-Produkte führen zu Konkurrenz und Preisverfall, und es geht jetzt darum, neue, wieder patentierte und deshalb wieder teurer vermarktbare Bluthochdruckpillen (ein Milliardenmarkt!) zu propagieren. Da ist es dann absatzfördernd, die Katze der Nutzlosigkeit und der „Nebenwirkungen“ von Betablockern aus dem Sack zu lassen: „Studienteilnehmer mit einem langsamen Pulsschlag, wie er meist bei Betablocker-Patienten beobachtet wurde, starben insgesamt häufiger als solche mit einem schnelleren Herzschlag; auch der Tod durch Herz-Kreislauf-Leiden ereilte sie öfter. Zudem erlitten sie vermehrt Infarkte, Schlaganfälle oder Herzschwächen."
 
Da rette sich, wer kann! Auf meiner Website und in meinen Büchern steht, wie es geht.
 
Mit freundlichen Grüssen
Dr. Johann Georg Schnitzer
 
Eine Rarität: Kabier-Fleisch
Im Blog Kobe- und Kabierrind: Mit Bier-Massagen zu zartem Fleisch vom 21.11.2008 berichtete Heinz Scholz gut dokumentiert und schmunzelnd über eine liebevolle Tierhaltung, die zu besonderem Fleisch führt. Aus dem Hotel Restaurant „Bären“ in Gonten (Kanton Appenzell Innerrhoden) traf nachträglich noch die Antwort auf seine Recherchen ein:
 
Sehr geehrter Herr Scholz
Sie haben richtig gelesen, wir haben Kabier-Fleisch im Angebot und verwenden das Fleisch von Sepp Dähler. Da dieses Fleisch jedoch sehr schwierig zu erhalten ist, können wir es nur auf Vorbestellung von mindestens 2 Monaten anbieten.
 
Wir bieten auch das australische Wagyn-Beef an, jedoch ebenfalls nur auf 2-monatige Vorbestellung!

Mit freundlichen Grüssen
Sylvia und Charly Gmünder
 
Zum energetischen Modell
Ein besinnliches Schreiben mit lyrischem Anhang traf von Erna Müller (E-Mail: eg8@bluewin.ch) ein:
 
Lieber Herr Hess
Seitdem ich bei Ihnen im Netz sein darf, bin ich mit Vernetzen beschäftigt, denn viele Menschen spüren, dass die momentane Krise viel tiefer geht, als wir uns vorstellen können.
 
Der Zell-Biologe Bruce H. Lipton nennt das den Übergang von der Reptilienstufe zum energetischen Modell, wie es die Quantenphysik seit 1925 beschreibt: Alles ist Schwingung, auch unsere Gedanken.
 
Wie würde wohl unsere Welt dann aussehen? Nun bin ich wieder am Spinnen!
 
Zum heutigen Tag eine Strophe aus einem Gedicht von Peter Kubikowski: 
Lebenslust
Leben ist prickelnder als Champagner.
Leben ist interessanter als Selbstdarsteller.
Leben ist Energie, Kraft und Fantasie.
Umsonst, unverkäuflich, einzigartig.
Lebe. Atemzug um Atemzug. 
Mit einem energetischen Gruss
Erna Müller 
 
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