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BLOG vom 02.02.2009


Reaktionen auf Blogs (78): Brzezinskis Imperium im Ausbau
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein CH (Textatelier.com)
 
„Die folgenden Monate werden zeigen, dass Barack Obama nur mit dem Wasser kochen kann, das ihm CFR (Council of Foreign Relations = Rat für aussenpolitische Beziehungen, Sitz: New York) und Trilaterale Kommission zur Verfügung stellen. Als früherer Student von Zbigniew Brzezinski und dessen Strohmann hat er nur geringen Spielraum, eben genau den, den ihm die selbst ernannte ,Elite’ von CFR und Trilateraler Kommission zulässt. Dann wird sich auch zeigen, was von seinen grossen Sprüchen noch übrig bleibt.“
 
Dies schrieb Martin Eitel (E-Mail: m.eitel@gmx.net) ans Blogatelier – mit Bezug zur „Obama-Stilbruch“-Serie (neuerster Beitrag vom 28.01.2009: „Obama-Stilbruch 13: Das grosse Gruben-Graben geht weiter“). Damit brachte Herr Eitel die Sache zweifelsohne auf den Punkt. Denn Brzezinski ist der wichtigste (aussenpolitische) Berater des abgöttisch verehrten Obama – und das lässt tief blicken.
 
Ich habe in den letzten Tagen Brzezinskis Buch „Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft“, das 1997 entstanden ist, gelesen (Fischer Taschenbuch-Verlag, ISBN 3-596-14358-6). In einer geradezu entwaffnenden Offenheit beschreibt der Ober-Globalisierer, der Obama den Kurs vorgibt, den totalitären US-amerikanischen globalen Führungsanspruch. Es ist das Glaubensbekenntnis eines Geld- und Machtreligiösen. Bei diesen in alle Lebensbereiche eingreifenden imperialistischen Aktivitäten mit der kapitalistischen (neoliberalen) Endstufe von konzentrierten Industrie- und Bankmonopolen amtet das alte Europa als „unverzichtbarer geopolitischer Brückenkopf auf dem eurasischen Kontinent“ (Brzezinski). Die Europäische Union (EU) ist nichts weiter als ein nützliches Werkzeug Amerikas, das auch die ständige EU-Erweiterung über die Einflussnahme auf willfährige Politiker vorantreibt, denn „mit jeder Ausdehnung des europäischen Geltungsbereichs erweitert sich automatisch auch die direkte Einflusssphäre der Vereinigten Staaten“. Und weiter im Brzezinski-Text: „Umgekehrt wäre ohne diese engen transatlantischen Bedingungen Amerikas Vormachtstellung in Eurasien schnell dahin. Seine Kontrolle über den Atlantischen Ozean und die Fähigkeit, Einfluss und Macht tiefer in den euroasiatischen Raum hinein geltend zu machen, wären dann äusserst begrenzt.“
 
Das erklärt auch Obamas Ankündigung von einer stärkeren Einbindung Europas, über die Reparatur der US-Debakel hinaus – und wir dummen Europäer merken nicht, was mit uns gespielt wird. Wir Grenzdebilen leiden an einer chronischen, unerschütterlichen US-Hörigkeit, einer hündischen Ergebenheit, Unterwürfigkeit, lassen uns missbrauchen, kennen keinen Lerneffekt.
 
Die „Blick“- und „Glückspost“-Romanzen
Bei der Desinformation der Völker liefern insbesondere die eingebetteten, amerikanisierten Medien in Europa ihren aktiven Beitrag. Diese Feststellung trifft nicht allein auf grosse weltpolitische Themen zu, sondern er bezieht sich auch auf das alltägliche seichte Futter, aus dem sich die Medien ihren Sinn und sogar quotenjägerisch ihr Überleben zu sichern suchen und zur Massenverblödung beitragen. Manchmal versuchen auch die Blogatelier-Autoren mit Bezug auf diese Niederungen, den gesellschaftlichen Zustand festzuhalten, so etwa in Emil Baschnongas Arbeit „Zu Freitod Tod und Sex: Schwarze Blätter aus England“ vom 21.10.2008.
 
Weil wir uns aufs Grundsätzliche und Bezeichnende beschränken, entgehen wir auch dem Ärger von Dr. Konrad Ewald aus CH-4410 Liestal, der uns schrieb:
 
„Was der ,Blick’ und andere Medien kürzlich geboten haben, bestätigt mir wieder einmal, dass die eigentlichen Sex-Täter und -Manipulatoren die Schmeissfliegen und Aasgeier aus der Medienbranche sind. Während sie normalerweise toben und schreien, wenn etwas nur von ferne nach ,Missbrauch’, ,Unzucht’, ,Vergewaltigung’, kurz: nach den so genannten ,sexuellen Übergriffen’ ,riecht’, während sie verurteilen, bevor überhaupt eine Schuld erwiesen ist, während sie mit ihrem moralinsauren ,Null-Toleranz’-Gehabe auftrumpfen, wenn etwas ihren Stammtischweisheiten widerspricht – zum Beispiel wieder ,Blick’ am 15.01.2009: ,15 Jungs missbrauchen 2 Mädchen’ – haben sie nun, nachdem das ,Babylein’ da war, mit den ,jüngsten Eltern der Schweiz’ eine kitschige ,Glückspost’-Romanze aufgebaut: ,Blick’ am 08.01.2009: ,Ramona (13), die jüngste Mutter der Schweiz. Das Bild.’ ‒ ,Blick’ am 09.01.2009: ,Mami Ramona (13). Mein Leben mit Nico.’ ‒ ,Blick’ am 10.01.2009: ,Jüngste Mutter. Papi (13) will DNA-Test.’ ‒ ,Blick’ am 12.01.2009: ,Jüngste Eltern der Schweiz. Papi (13). Erstes Foto mit Baby.’
 
Unterdessen ist die Vaterschaft umstritten. Trotzdem schafft es das junge ,Mami’ auf die Titelseite der ,Schweizer Illustrierten’: ,So süss ist mein Nico.’
 
Und ein Kommunikationsexperte (was ist das?) von ,Blick’ meint: ,Medien sind Partner.’ Nein, Blutsauger seid ihr, Geldmacher, miese Sex-Täter, eigentlich das, was man früher als ,Lust-Molch’ bezeichnet hat, Exhibitionisten, die sich ein menschenfreundliches Aussehen und Ansehen zu geben verstehen.
 
Und am 13.01.2009 fragte ,Blick’: ,Schulfach SEX. Zu heiss für Lehrer?’ Als ob das im Ermessen des einzelnen Lehrers stünde. Und zudem wäre ,Blick’ wieder die erste Instanz, die einen Lehrer abschiessen würde, wenn er sich nicht an das ,Dings-Bums’-Muster hielte.
 
Ein Einzelner kann sich heute ja nicht mehr gegen die ganze Medien-Bande wehren (wie das ein Karl Kraus noch konnte; aber warum wagt sich nicht z. B. eine Juristen-Vereinigung daran, etwas zu unternehmen? Der Tatbestand der Volksverhetzung (inkl. Volksverdummung) ist ja gegeben.“
 
Zudem äusserte sich Konrad Ewald noch zu den Obama-Blogs: „Vielen Dank für die mehrfache Durchleuchtung Obamas. Während bereits der erste Bildband über den ,Hoffnungsträger’ erschienen ist, sind die meisten klugen Köpfe (u. a. auch Helmut Schmidt) sehr skeptisch bezüglich des ,schwarzen Kennedy’".
 
Die Sache mit dem Optimismus
Zum Blog vom 16.01.2009 (Optimisten, Pessimisten: Ist das Glas halbleer oder halbvoll?) kamen etliche Zuschriften. Ein Auslandschweizer sandte zum Thema den folgenden Witz:
 
„Ein Appenzeller Bauer fragt seinen Nachbarn: „Bist Du Optimist oder Pessimist?“ Dieser antwortet: „Vo dem choge Kunscht-Dünger halt i denn grad gar nüt!“ (Vom Kunstdünger, dem wohl besseren Mist, halte ich gar nichts).
 
Clemens Ulbricht, Verlagsleiter vom Verlag A. Vogel AG, Teufen AR, sandte einen passenden Spruch von Wilhelm Busch:
 
„Ich bin Pessimist für die Gegenwart, aber Optimist für die Zukunft.“
 
Auch Georg Will, US-amerikanischer Journalist und Autor, wusste übrigens etwas zum Thema. Er sagte: „Ein Pessimist zu sein, hat den Vorteil, dass man entweder ständig recht behält oder angenehme Überraschungen erlebt.“
 
Rita Lorenzetti aus Zürich-Altstetten liess sich wie folgt vernehmen: „Ob ich wirklich eine Optimistin bin, kann ich nicht sagen. Aber die Lebenserfahrung entwickelte eine positive Haltung. Für mich sind Sinnfragen wichtig, um auch schwierige Einflüsse und Lebensabschnitte zu ertragen. Ob wir als Optimisten oder Pessimisten geboren werden, weiss ich nicht. Vermutlich sind da schon auch Erbfaktoren mitbestimmend.“
 
Die Optimistin Gudrun Kaufmann meinte zum Thema: „Ich denke, dass jeder erst einmal durch diesen Dschungel der Gefühle hindurch gehen muss, um klar zu sehen, wie alles läuft, um sich danach für den richtigen Weg zu entscheiden oder für das, was er für richtig hält.“ Sie betonte noch, dass es viele negative Seiten im Alltag gibt und oft eine Aufklärung nötig ist. Auch müssten Alternativen aufgezeigt werden. „Erst wenn es möglich ist, sich ruhig auszutauschen, werden wir etwas erreichen.“
 
Sie übermittelte noch einen Spruch von Steffi Graf: „Jedes Problem, das man bewältigt, bringt einen in der Zukunft weiter und gibt neue Kraft.“
 
Erlebnisse am Zoll
Annett Ruempler (E-Mail: a.ruempler@oz-leimental.ch) stiess auf das Blog Erlebnisse am Zoll: Nur Basler Luft war in der Schachtel" vom 05.09.2005, verfasst von Heinz Scholz:
 
„Hallo, habe herzlich gelacht über Ihre Erlebnisse am Zoll. Ich könnte dazu heute ein ähnliches Erlebnis liefern, allerdings zur bodenlosen Unfreundlichkeit eines deutschen Zollbeamten. Ich bin vor geraumer Zeit in die Schweiz übergesiedelt, weil ich mittlerweilen 9 Jahre da arbeite. Es ist unglaublich, mit welcher Willkür manche da am Zoll arbeiten. Da kann man nur den Kopf schütteln ... Wehe, wenn du nichtswissend bist und nen scheiss Tag von den Typen erwischst... Wehe!
 
Herzlichst, A. Ruempler“
 
Das Niveau unserer Wissenschaft
„Nachdem Sie sich bei www.textatelier.com auch mit Gesundheitsthemen beschäftigen, möchte ich Sie auf eine wirklich sehr interessante und aus meiner Sicht wichtige englischsprachige Internet-Präsenz der Journalistin Janine Roberts hinweisen. Sie hat im Sommer 2008 auch ein interessantes Buch mit dem Titel ,Fear of the Invisible’ veröffentlicht, in dem interessante Tatsachen zu angeblich übertragbaren viralen Krankheiten, Viren, so genannten Schutzimpfungen, zur Kontamination von so genannten Impfstoffen etc. dargestellt werden. Das geschieht unter Hinweis auf zahlreiche medizinische Originalarbeiten, wo man dann doch recht erstaunt zur Kenntnis nimmt, welche perversen Experimente veranstaltet wurden, um die angebliche Übertragbarkeit von Erkrankungen wie Poliomyelitis zu beweisen.
 
Interessant ist zum Beispiel der Hinweis auf die Originalarbeit von Karl Landsteiner und Erwin Popper aus dem Jahr 1909 mit der Fundstelle, wo dargestellt wird, wie die beiden Herren mit von Sigmund Freud erhaltenen Affen Versuche gemacht haben, um die Übertragbarkeit der Poliomyelitis zu beweisen. Unter Umgehung des Immunsystems haben sie den Affen eine Mischung aus Rückenmarks-Zellen eines menschlichen Polioopfers direkt ins Gehirn gespritzt und damit für die medizinische Wissenschaft den Beweis erbracht, dass Poliomyelitis übertragbar ist. Das zeigt das ,hohe wissenschaftliche Niveau’ unserer wissenschaftlichen Medizin recht deutlich und verdient wirklich, dass viele Bürger erfahren, was diese Mediziner und ihre Behandlungsmethoden dem Bürger wirklich bringen. Ich halte das ehrlich gesagt für voodoo science, ein Ausdruck, der ‒ glaube ich ‒ von Prof. Dr. Alfred Hässig stammt oder zumindest verwandt wurde, z. B. im Zusammenhang mit der so genannten HIV-Wissenschaft.
 
Das Buch ist bisher nur in englischer Sprache erschienen und ist laut Auskunft meiner örtlichen Buchhandlung nur über eine Auslandsbestellung erhältlich.
 
Im Internet sind Auszüge unter www.fearoftheinvisible.com zu finden.
 
Ich denke, das könnte vielleicht auch für die Leser des Textatelier.com von Interesse sein.
 
Liebe Grüsse in die Schweiz 
Martin Eitel“
 
Bundesrat Leuenberger: Politik ist Kommunikation
Ein Höhepunkt war der persönliche Brief, der am 23.01.2009 aus dem Bundeshaus CH-3003 Bern kam. Bundesrat Moritz Leuenberger, der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, bezog sich darin mit Bezug aufs Blog CH-Bundesrat Moritz Leuenberger: Er liest, spricht und bloggt" vom 21.12.2008:
 
"Sehr geehrter Herr Hess
Haben Sie vielen Dank für Ihre persönliche Betrachtung meines kommunikativen Wirkens. Und von Blogger zu Blogger: Kommunikation ist meines Erachtens der wichtigste Teil der Politik, um nicht zu sagen: Politik in der Demokratie ist Kommunikation.
 
Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und dass Sie meine Arbeit kritisch, aber mit Sympathie begleiten.
 
Gerne benütze ich die Gelegenheit, Ihre guten Wünsche für das neue Jahr zu erwidern.
 
Mit freundlichen Grüssen
 
Moritz Leuenberger"
 
Der Brief ist ein sprechender Beweis für Bundesrat Leuenbergers Anliegen, den persönlichen Verkehr zu pflegen. Diese Möglichkeit kann wahrscheinlich nur in einem Kleinstaat mit den noch einigermassen überschaubaren Verhältnissen genutzt werden ‒ doch ist es auch hier eine beachtliche Leistung, wenn solch ein Aufwand betrieben wird.
 
Danke
Für all diese bemerkenswerten Zuschriften und Impulse, ebenso für die zahlreichen Komplimente, die alle Blogger entgegennehmen durften, danken wir sehr herzlich. Auch über die rege Benützung des Links „Seite weiterempfehlen“ auf unserer Startseite freuen wir uns immer wieder. Das ist unser Lohn. Die Nutzung unseres Schaffens ist im Übrigen unentgeltlich.
 
Hinweis auf die bisher erschienenen „Reaktionen auf Blogs
28.12.2008: Reaktionen auf Blogs (77): Kein „Change“, weit und breit
Ihre Meinung dazu?

 
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