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BLOG vom 27.02.2009


US-Erpressungen: CH-Elite übt sich in Selbstbezichtigungen
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein CH (Textatelier.com)
 
Die USA, die das Aufhäufen von Schulden unter dem Barack-Obama-Regime noch deutlich intensiviert haben, brauchen Geld, sehr viel Geld, Milliarden. Billionen. In dieser grossen Not hat man sich wieder einmal an die reiche und erpressbare Schweiz und ihr finanzielles Aushängeschild UBS erinnert. Nicht etwa die Steuerschlupflöcher innerhalb der USA wie Delaware als wirtschaftlich erfolgreichstem Bundesstaat, wo es etwa 620 000 Briefkastenfirmen (auch von grossen Konzernen) gibt, oder Oregon, nicht jene in Belize, auf den britischen Jungfern- oder Cayman Islands (Kaymaninseln), dem britischen Gebiet in der Karibik, oder die britische Insel Jersey im Ärmelkanal oder die anderen rund 75 Steueroasen wie das mit den USA verbündete Singapur, das die Schweiz als Finanzplatz bald überholt haben wird, nicht Österreich, Belgien oder Luxemburg kommen an die Kandare, das heisst auf die Achse der bösen Paradiese, sondern die Schweiz, nachdem der Finanzplatz Liechtenstein unter dem Einfluss des globalisierungsfreudigen Fürsten bereits zur Bedeutungslosigkeit verkommen ist.
 
Wie vor 10 Jahren bei den so genannten „Nachrichtenlosen Vermögen“, auch „Raubgoldkrise“ genannt, als sich die Schweiz, die sich immer kooperativ verhalten hatte, gegen masslose und bösartige Angriffe aus den Kreisen des Jüdischen Weltkongresses hätte verteidigen müssen, ist auch jetzt wieder ein Kniefall programmiert. Es spielen sich wieder die haargenau gleichen politischen und medialen Vorgänge wie damals ab: Selbstbezichtigungen. Statt sich gegen die Frechheiten und Erpressungen aus dem Obama-Land tatkräftig zu wehren, wird nicht nur gekuscht und Zahlungsbereitschaft bekundet, sondern die meinungsbildende geistige Schweizer „Elite“ schlägt sich (heute wie damals) auf die Seite der Angreifer. Stilrein.
 
An vorderster Front recherchiert das Staatsfernsehen DRS übereifrig nach irgendwelchen Fakten, die dem Finanzplatz Schweiz schweren Schaden zufügen könnten. In der „Rundschau“ vom 25.02.2009 suhlte sich Urs Leuthard förmlich, als er mit geschwellter Brust den US-Steuerbetrüger und Milliardär Igor Olenicoff hochleben lassen konnte: „Olenicoff packt aus!“ Dieser Auspacker in der Zeit des Paketeschnürens hatte mit Hilfe des früheren UBS-Bankers Bradley Birkenfeld via Schweiz Gelder versteckt, und jetzt will der Saubermann Olenicoff 500 Millionen USD von der Schweiz als Genugtuungssumme wegen seines zerstörten Rufs. So etwas erfreut des CH-Fernseh-Moderatoren-Herz, und dem gebührenfinanzierten SF TV war kein Aufwand zu gross, um diesen guten Amerikaner auf seiner Yacht in Palm Beach zu interviewen, damit er seine Schulden auf die Schweiz abschieben konnte. Nicht dieser saubere Herr ist kriminell, sondern die UBS ist es … Ja, er durfte sich reinwaschen: Ich bin das Opfer des Betrugssystems der UBS“,  jammerte der Milliardär, der mit TV-Hilfe eine halbe Milliarde USD aus der Schweiz herauspressen will. Für wie blöd hält man uns Fernsehzuschauer denn eigentlich, dass man uns einen so durchschaubaren Bocksmist kommentarlos vorsetzt?
 
Pro forma durfte immerhin noch der sympathische, ruhige Westschweizer Pierre Mirabaud, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, ein paar gute Worte übers Schweizer Bankgeheimnis sagen, das dem Personen- und Datenschutz dient, aber nicht etwa Steuerbetrüger schützt. Zudem hat sich die Schweiz in Steuerbetrugsfällen schon immer kooperativ gezeigt und zahlreiche Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. In der TV-Sendung Club vom Dienstag, 24.02.2009, hatte Urs Philipp Roth, der Direktor der Schweizerischen Bankiervereinigung, mit besten Gründen auf die US-amerikanischen Steueroasen hingewiesen, war aber bei Moderator Röbi Koller an den Falschen geraten. Koller unterbrach seinen Gast respektlos, man dürfe jetzt nicht mit dem Finger auf andere zeigen, belehrte er den über den Gartenhag hinausschauenden Fachmann, womit dieser erhebliche Aspekt abgeklemmt war – ganz im Sinne der links orientierten, globalisierungsgeilen Mainstream-Medienszene. Wegschauen, wenn die Schweiz in ein vergleichsweise besseres Licht käme.
 
Das permanente Kriminalisieren der Schweiz durch linke Politiker und Medien ohne jede Relativierung und beim Totschweigen US-amerikanischer und britischer Missetaten wirkt. Am Schluss ist das desinformierte Volk sehr wohl bereit, Zehntausende von Arbeitsplätzen und seinen Wohlstand zu opfern. Vor 10 Jahren waren die einheimischen Medien nahe dabei, uns Schweizer als Verantwortliche für den Holocaust zu bezeichnen ...
 
Die in solchen Fällen eingespielte Methode des Heruntermachens und Ausnehmens der Schweiz verlangt die Schonung, ja Verherrlichung der USA. Damit das Bild seine Schieflage behält, darf höchstens zart angedeutet werden, dass wir von diesem auf Pump lebenden Land im Rahmen der Hypo-, Kreditkarten- und Studentenkreditkrise bereits um Milliarden erleichtert worden sind: ein gigantischer Diebstahl im Anschluss an den bewusst herbeigeführten Dollarzerfall zur Minimierung und Abschiebung der US-Schulden. Zudem wurden wir von diesem Amerika, ein metastasierendes Krebsgeschwür, in den vergangenen Monaten zusammen mit der ganzen übrigen Welt in die wohl gravierendste Wirtschaftskrise aller Zeiten hineingeritten. Die Schweiz, ja alle Länder der Erde, müssten aufstehen, um die exorbitanten Betrügereien einzuklagen, die sich US-Finanzinstitute und die US-Politik, die alles förderte und tolerierte, geleistet haben. Alle die Geschädigten müssten Billionen-Wiedergutmachungssummen einfordern und Höchststrafen für die Verantwortlichen an den Hebeln des globalen Finanzsystems beantragen. Stattdessen bieten wir den US-Gaunern eine Gratis-Plattform, dass sie uns und unsere Institutionen heruntermachen können.
 
Die Globalisierung verlange global vereinheitlichte Lösungen, sagt man, als ob diese Globalisierung ein Naturgesetz sei. Das mit der Plattwalzung aber stimmt genau, und diese Vereinheitlichung ist ja gerade das grosse Elend. Sie ebnet jedes Paradies ein, trocknet jede Oase aus, walzt alle Besonderheiten nieder, fördert die Armut und Unzufriedenheit, führt zu einer US-beherrschten Monokultur auf dem abgrundtiefenm Niveau der Massenverblödung und einer unheilvollen Vernetzung, bei der alle für Dummheiten und kriminelle Taten Einzelner aufkommen müssen. Wir lassen uns globalisieren, Schritt für Schritt, und uns von den USA finanziell masslos ausnehmen – auf Dauer und merken nicht, was mit uns geschieht.
 
In einem Interview (wiedergegeben in „Zeit-Fragen“, 23.02.2009 www.zeit-fragen.ch) sagte der US-Kongressabgeordnete Ron Paul (Republikaner): „Sehen Sie, wenn alles, was wir (Amerikaner) im Ausland anrichten, mit Steuergeldern der Amerikaner bezahlt werden müsste, wäre der Spuk in einigen Wochen vorbei, weil wir das Geld dafür einfach nicht haben.“ Das weiss auch Obama, der die ganze Welt für seine Politik und im Interesse des von Gott persönlich gesegneten Amerika einspannen („einbinden“) und schamlos ausnehmen will, und wir strohdummen Kälber jubeln ihm noch zu. Pardon, so dumm können Kälber selbstverständlich nicht sein.
 
Der Druck aufs Schweizer Bankgeheimnis aus dem Ausland wird anhalten, ob der UBS-Boss nun Marcel Rohner oder Oswald J. Grübel (seit dem 26.02.2009) heisst. Hoffentlich bleibt Herr Grübel hart! Auch die EU macht Druck und wird im US-Schlepptau den Druck noch verstärken, lässt ihre eigenen Paradiese aber gewähren.
 
Die landesfeindliche Einstellung des nachgiebigen Volks der Schweizer hat bereits vor 10 Jahren ihren Test bestanden; sie ist erwiesen. Und sicher sind Schweizer Journalisten schon wieder am Recherchieren, um neuen Dreck auszugraben, mit dem man unser Land bekleckern könnte, ganz im Interesse unserer erpresserischen Feinde im globalen Wirtschaftskrieg. Dieser wird andauern, so lange sich die Welt den Schurkenstaat USA als Führungsmacht, der den Datenschutz aushebeln und alle Finanzströme kontrollieren darf, anerkennt und diesem Straffreiheit gewährt, was immer er auch auf seinen unterschiedlich gearteten Schlachtfeldern anrichten mag.
 
Literatur zum Thema
Hess, Walter: „Kontrapunkte zur Einheitswelt. Wie man sich vor der Globalisierung retten kann“ (ISBN 3-9523015-0-7), Verlag Textatelier.com, CH-5023 Biberstein 2005.
 
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