Startseite 
Kontakt  °  Inhaltsübersicht  
Seite weiterempfehlen
     July 19, 2019 04:08 CET
 


Schlossportal
 Kundeneingang

 
 
BLOGs nach Datum sortiert Alle BLOGS zum Zurückblättern
BLOG vom 02.03.2009


Reaktionen auf Blogs (79): Von den misslungenen Vorbildern
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein CH (Textatelier.com)
 
Nach dem Vorbild der neuen US-Regierung Barack Obama wird in aller Welt durch ein massloses Ausdehnen der Geldmenge, weit über das Bruttosozialprodukt hinaus, versucht, die Wirtschaftskrise zu bewältigen – genau mit jenen Massnahmen also, welche die schwere Krise hervorgerufen haben. Obama, von allen guten Geistern verlassen, lässt die Dollardrucker noch schneller als sein im texanischen Busch verschwundener Vorgänger laufen, ohne jede Vision für eine Gesundung des zusammengebrochenen Systems und ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass eine Erhöhung der Sparquote auf Dauer die bessere Massnahme wäre als das Umsichwerfen mit (vorerst noch nicht vorhandenen) Steuergeld-Milliarden, mit dem erst noch falsche Signale in die Welt der Schuldenmacherei gesetzt werden.
 
Aufgrund meines Blogs Obama-Stilbruch 15: US-Blech, Pechserie, Pannen, Pleiten vom 15.02.2009 hat uns Martin Eitel (E-Mail: m.eitel@gmx.net) folgende tief schürfende Stellungnahme übermittelt:
 
Dass die Ausgabenorgie der US-Regierung und anderer Regierungen insbesondere der US-hörigen Staaten das Problem nicht löst, haben die 200 US-Ökonomen, die die angesprochene Anzeige aufgegeben haben, völlig zutreffend gesehen; die so genannte Österreichische Schule würde diesen Unsinn ebenfalls völlig zu Recht ablehnen.
 
Es ist auch völlig fehl am Platz, dass sich Politiker von Bankern, die ihre Unternehmen (fast) an die Wand gefahren haben, erpressen lassen, massive Staatshilfen zu gewähren. Einzig schutzwürdig sind die Kundengelder bei diesen zugrunde gerichteten Banken, aber nicht die Banken selbst; diese müssen, wenn sie pleite sind, eben abgewickelt werden wie andere Unternehmen in vergleichbarer Situation. Eine geordnete Abwicklung bringt auch keine Systemkrise.
 
Die Aktivitäten der Politiker von Obama über Merkel bis Sarkozy zeigen, dass sie nur von Marktwirtschaft schwätzen, aber eine andere Politik praktizieren, wenn sie mit Geld aushelfen, sobald ihre mächtigen und finanziell angeschlagenen Banken-Freunde nach Unterstützung schreien. Unabhängige Ökonomen wie z. B. Dr. Martin Weiss von Weiss Research halten es für einen Fehler, solchen abgewirtschafteten Banken Geld des Steuerzahlers nachzuwerfen, und ich halte diese Sichtweise für völlig zutreffend.
 
Diese Banker haben nach der so genannten Pump-and-dump-Strategie in der Vergangenheit die Blasen erzeugt, indem sie z. B. auf dem Aktienmarkt durch Anlageempfehlungen Wertpapiere auf illusionäre Höhen emporgejubelt haben. Als dann viele diese Aktien gekauft hatten, stiegen die grossen Mitspieler bei hohen Kursen rechtzeitig aus, und der Kurs stürzte ab. Bei fallenden Kursen haben dann Aktienfonds etc. kräftig verkauft, u. a. um die aussteigenden Anleger auszahlen zu können, und es gab dadurch eine immer länger andauernde Abwärtsspirale bei den Kursen. Die Anleger, die bei Pensionskassen und Aktienfonds für die Zukunft gespart hatten, haben so erhebliche Verluste erlitten, denen auf der Marktgegenseite erhebliche Gewinne gegenüberstehen, weil die Käufer aufgrund des Kurseinbruchs günstig eingekauft haben. Wenn jetzt solchen Bankern, die auf diese Weise günstig zu Lasten der Kleinanleger erhebliche Gewinne machen, noch Steuergelder nachgeworfen werden, ist der Kleinanleger doppelt beschissen, weil nicht nur seine Lebensversicherung weniger Rendite abwirft, sondern auch noch die Staatsverschuldung steigt, für die er zahlen muss.
 
Das sollte klar angesprochen werden, weil es in den Standardmedien inmitten der ständigen Sensationsmeldungen über immer neue Rettungspakete völlig untergeht.
 
Soweit diese Stellungnahme. Auch mit der Lage der Schweiz aus deutscher Sicht hat sich Herr Eitel (auf der Grundlage des Blogs US-Erpressungen: CH-Elite übt sich in Selbstbezichtigungen vom 27.02.2009) befasst:
 
Die interessante Frage, die sich für mich als Nachbar der Schweiz stellt, ist die, warum sich die CH-Elite das alles von den über ihre Verhältnisse lebenden US-Imperialisten bieten lässt. Sind auch Schweizer Politiker in die Trilaterale Kommission des Rockefeller-Syndikats integriert?
 
Der Abgeordnete Ron Paul, der die illegale (private) FED abschaffen will, hat natürlich Recht, dass das 1913 installierte System mit der FED abgeschafft werden müsste. Das Problem ist nur, dass sich die internationalen Banker von Rockefeller über Warburg usw. dagegen mit Händen und Füssen wehren werden und einen solchen Plan wohl als antisemitisch deklarieren würden. Aber letztlich wird auch irgendwann die Dollarblase platzen, wenn sich niemand mehr die inflationär gedruckten wertlosen US-Dollars andrehen lässt und wenn niemand mehr für solche wertlosen Dollars werthaltige Waren liefern wird.
 
Es wird auch die Auffassung vertreten, der irakische Diktator Saddam Hussein sei deswegen 2003 von dem US-Imperialisten Bush zum Schurken erklärt worden, weil er das wertvolle irakische Öl den US-Amerikanern nur noch gegen Euro statt US-Dollars liefern wollte. Das ist eine durchaus interessante Erklärung.
 
Martin Eitel
 
Die bestohlenen Fischer von Somalia
Wenn ich über die Piratenjagden vor Somalias Küste lese oder aus elektronischen Medien höre, erhalte ich das Gefühl, dass zwar alle Publizisten durchaus wissen, dass aus Fischern deshalb Piraten wurden, weil die internationale Wertegemeinschaft den Somaliern mit ihrer Fischfang-Armada die Fische gestohlen, d. h. ihre Fischgründe leergefischt hat. Aber das wird nur ganz beiläufig erwähnt, und noch nirgends bin ich auf die sich daraus zwingend ergebende Forderung gestossen, dass die Industrienationen endlich damit aufhören müssten, den armen, hungernden, von Überschwemmungen, dann wieder von Dürre und einem politischen Chaos gepeinigten, hungernden Somaliern die Lebensmittel zu stehlen, wegzufressen. Stattdessen inszeniert die Gemeinschaft der Guten einen perfiden See- und Landkrieg gegen die zu Piraten gewordenen ehemaligen Fischer, damit Industriefischerei und die Benützung der Wasserwege wieder wie früher vonstatten gehen können.
 
Zu meinem Blog vom 25.11.2008 (Warum mir die somalischen Piraten eher sympathisch sind) schrieb Samira A. Zentner (E-Mail: samirahassan78@aol.com):
 
Sie glauben gar nicht, mit wie vielen Menschen ich darüber diskutiert habe, die aber leider kein Verständnis für die Lage der Somalier haben. Endlich mal ein Mensch, der die Wahrheit ausspricht, der mir aus der Seele spricht. Die Piraten lobe ich mir! Es müsste mehr Walter Hess' auf dieser Erde geben.
 
Mit den besten Wünschen
Samira A. Zentner
 
Hormone im Trinkwasser: Potenzierungseffekt
Heinz Scholz hat am 16.02.2009 ein aufrüttelndes Tagebuchblatt publiziert: Hormone im Trinkwasser: Werden die Männer unfruchtbar? Hier eine präzisierende Reaktion von Dr. Johann Georg Schnitzer darauf:
 
Sehr geehrter Herr Scholz,
eine sehr wichtige (und gut recherchierte) Information über katastrophale Zustände!
 
Übrigens ist es kein „Summationseffekt“, wenn verschiedene Substanzen gleichzeitig vorkommen, sondern ein „Potenzierungseffekt“, den der Toxikologe Prof. Fritz Eichholtz (1889‒1967) nachgewiesen hat. Er lehrte an der Universität Heidelberg und hat in den 1950er-Jahren den Begriff der „toxischen Gesamtsituation" geprägt.
 
Der Effekt wurde schon lange vorher pharmakologisch genutzt: Z. B. 2 verschiedene Schmerzmittel brauchen kombiniert jeweils nur ein Viertel der Dosis, um den gleichen Effekt wie ein einzelnes Mittel zu erzielen. Mit den Umweltgiften ist es ebenso!
 
Es müsste auch ein Buch von Prof. Eichholtz „Die toxische Gesamtsituation“
in Bibliotheken auffindbar sein.
 
Mit freundlichen Grüssen
Dr. Johann Georg Schnitzer
 
Die kaputte Milch
Das Elend mit der zu Tode gequälten Milch ist im Blog vom 13.02.2009 (Brutale Milch-Behandlungen: Zusätzlich erschossene Leiche) ausführlich beschrieben. Es gab keinen Widerspruch, aber unter anderen diese Zustimmung von Katrin Lorenz (E-Mail: katrin.lorenz@ewetel.net):
 
Ein sehr guter Artikel. Das sollten vor allem Mütter lesen, die ihren Kindern Milch geben. Ich bevorzuge den Haferdrink, auch eine Art Milch, mit dem man Kaffee weissen kann.
 
Selbst für Katzen ist Milch ja ungesund. Es gab einen Test mit dem Ergebnis, dass die 3. Generation mit H-Milch ernährter Katzen stirbt. Bei mir leben auch die Katzen gut. Am liebsten fressen sie rohe Hühnerleber.
 
Liebe Grüsse
K. L.
 
Einmischung ist nötig
Die Suppe, angerichtet von Erna Müller (E-Mail: eg8@bluewin.ch), wurde das Opfer eines Blogs, was mir Leid tut:
 
Lieber Herr Hess
Eigentlich wollte ich Ihr neues Blog nur rasch vor dem Nachtessen überfliegen, doch ich blieb dabei hängen, und meine Suppe brannte an; denn Ihre Sicht der Dinge hielt mich gefangen. Sie treffen stets ins Schwarze, da nehme ich in Kauf, dass meine Suppe auf der Strecke bleibt. Machen Sie weiter so, denn ‒ wie Sie sagen ‒ Einmischen ist dringend nötig.
 
Als Beispiel: Bei uns in Biel (CH) wollten die Behörden einen Autobahnanschluss mitten durch ein schönes Wohnquartier bauen. Deshalb wurden wir aktiv und luden den Baudirektor zu einem Gespräch ein; aber dieser versteckte sich hinter dem Beschluss des Kantons Bern, er müsse dieses Projekt halt vertreten; da sei er machtlos. Inzwischen ist ein Jahr vergangen, und siehe da: Plötzlich macht er eine Kehrtwendung und prescht vor, indem er im Alleingang im Grossen Rat (Legislative) einen Vorschlag einreicht, damit der Kanton nochmals über die Bücher gehen möge, um eine umweltfreundlichere Variante zu finden.
 
Fazit: Nun bekam die Stadt Biel-Bienne nochmals ein Jahr Zeit, um eine Variante zu finden, die allen Beteiligten gerecht wird. Und uns zeigt es, dass eine ‒ auf den ersten Blick ‒ aussichtslose Situation durch die Macht des Widerstands die Richtung ändern kann.
 
Das Einmischen hat sich gelohnt, und das gibt ein gutes Gefühl.
 
Da Sie ein breit gefächertes Wissen haben, kann ich stets an Ihrem „Denk-Programm“ anknüpfen, und das ist sehr bereichernd für mich, weil dadurch mein eigenes Gehirn aktiviert wird, und daraus kann wieder etwas Neues entstehen. Und dank der noch jungen PC -Technik entsteht ein neues Netzwerk, und das empfinde ich als etwas Wunderbares, das uns in die Zukunft weist.
 
Wie sagen doch die alten Griechen: Kein Ding ist an und für sich gut oder schlecht, es kommt stets darauf an, was der Mensch daraus macht.
 
Alles Gute und herzliche Grüsse
Erna Müller
 
Die Organisation mit den vielen Missetätern
Mein in Asien lebender Bruder sandte mir dieser Tage eine seit bald einem Jahrzehnt im Internet zirkulierende Liste, die aufzeigen will, wie viele Verbrecher in einer gewissen Organisation angestellt waren. Und am Schluss wurde dann erwähnt, dass es sich bei dieser Organisation um den USA-Kongress handle ... Denn offensichtlich ist es unheimlich schwierig, noch jemanden zu finden, der gleichzeitig rein und geistig qualifiziert ist. Es menschelt halt ganz stark, dort drüben.
 
Die Liste stammt aus dem Jahr 1999, und viele der Anschuldigungen seien nicht bewiesen, heisst es dazu. Sie stammt von dieser originellen Webseite:
 
Can you imagine working for a company that has a little more than 500 employees and has the following statistics:
 
29 have been accused of spousal abuse (Ehepartner geschlagen).
7 have been arrested for fraud (Betrug).
19 have been accused of writing bad checks (ungedeckte Schecks ausgestellt).
117 have directly or indirectly bankrupted at leased 2 businesses (bankrott gegangen).
3 have done time for assault (körperlich angegriffen).
71 cannot get a credit card due to bad credit (können keine Kreditkarte erhalten).
14 have been arrested on drug-related charges (Drogen-Probleme).
8 have been arrested for shoplifting (Ladendiebstahl).
21 are currently defendants in lawsuits (angeklagt).
84 have been arrested for drunk driving in the last year  (betrunken gefahren).
 
Can you guess which organization this is?
Give up yet? (scroll down)
It's the 535 members of the United States Congress. The same group of Idiots that crank out hundreds of new laws each year designed to keep the rest of us in line.
*
Soweit das Zitat. Ein tragikomödisches Kapitel Weltpolitik. Das manches erklärt, selbst wenn es nur zum Teil stimmen sollte.
 
Hinweis auf die bisher erschienenen „Reaktionen auf Blogs"
Ihre Meinung dazu?

 
Nach oben  
Alle Blogs
Liste der bisher erschienenen Tagebuchblätter
Blogs nach Autoren
Blogs nach Autoren
Artikel nach Autoren
Wer was geschrieben hat
  Twitter
Wir sind auch auf Twitter, ebenso unsere Gedankensplitter
 
   
  © 2002-2017 Textatelier