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BLOG vom 25.02.2005


Pralle Pipeline: Generika oder neue Medikamente?

Autorin: LIslott Pfaff

Heute Freitag, 25. Februar 2005, lese ich in der „Basellandschaftlichen Zeitung“ (bz) ein SDA-Communiqué, das für die Pharmaindustrie eine Hiobs-, für mich persönlich eine Freudenbotschaft ist: „Der Schweizer Arzneimittelmarkt hat im Jahr 2004 das schwächste Wachstum seit 10 Jahren verzeichnet.“ Grund sei unter anderem der „ständig wachsende Generika-Markt“.

Wir wissen es: Generika sind Medikamente mit Wirkstoffen, deren Patent abgelaufen ist. Das heisst, jeder Hersteller darf die betreffenden Wirkstoffe verwenden, um so genannte Nachahmerpräparate – eben Generika – zu günstigen Preisen auf den Markt zu bringen. Auch der ehemalige Patentinhaber selber kann sich an diesem lukrativen Markt beteiligen. So besitzt Novartis eine eigene Firma namens Sandoz, die Generika eigener, aber auch fremder Provenienz vertreibt. Seit dem Jahr 2000 hat sich dieser Markt in der Schweiz verdreifacht und erreicht nun 184 Millionen CHF.

Ein weiterer Grund für die Stagnation des Wachstums auf dem Schweizer Markt sei der Mangel an neuen Medikamenten, führt die SDA in ihrem Artikel aus. Um diese Pharmasparte voranzutreiben, seien „neue und teure Produkte gefragt“, meinte Thomas Binder vom Marktdaten-Anbieter IMS Health GmbH. Innovation sei der einzige Wachstumstreiber.

An solcher Innovation scheint es bei Novartis nicht zu fehlen: Sie rühmt sich in ihrer heute im Briefkasten gelandeten Hauspostille „Novartis live“ 2005-2 einer„Ungebremsten Innovationskraft“. Nicht weniger als 40 neu erforschte und entwickelte Präparate will der Basler Pharmakonzern bis 2008 bei den zuständigen Behörden zur Zulassung einreichen. Davon sind allerdings mehr als ein Dutzend nicht neu, sondern es sind alte Mittel in neuem Gewand (neue Formulierungen), oder sie werden zur Behandlung neuer Indikationen angeboten. Trotzdem – Novartis überschlägt sich in Selbstlob hinsichtlich ihrer prall gefüllten Pipeline.

Als alternde Erdenbewohnerin sehe ich dieser Flut heilbringender Mittel hoffnungsvoll entgegen. Hoffnungsvoll, da ich jetzt damit rechnen kann, mein Leben um etliche weitere Jahrzehnte verlängern zu können oder gar Unsterblichkeit zu erlangen ... Novartis sei Dank!

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