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BLOG vom 19.03.2011


Londoner Lebensmittelmesse (ife): Einige Eindrücke
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
Von der Neugier angefacht, besuchte ich diese alle 2 Jahre stattfindende Ausstellung mit 1200 Ausstellern aus aller Welt. Sie decken 12 Produktkategorien ab. Das Stichwort „Innovation“ triumphierte auch diesmal.
 
Schweizer Aussteller
„Betreten Sie die Schweiz!“ forderte mich ein Landsmann auf, der den Stand mit der Jowa AG teilte, und die Firma Micarna SA, einen Fleischverarbeiter mit 2300 Angestellten in der Schweiz, vertrat.
 
Die Jowa ist die Migros-Bäckerei und beschäftigt 3000 Mitarbeiter. Nebst Backwaren hat die Jowa ihr Sortiment erweitert: Teigwaren, Snacks (Fingerfood) und Senf. Die sorgfältig gestalteten Unterlagen unterstreichen die Bedeutung der Innovation: Jährlich kommen 100 neue Produkte ins Sortiment – vorwiegend als Variationen der bestehenden.
 
Ausser diesen beiden Schweizer Firmen fand ich auf der Messe nur noch InOrbit vertreten. In Joigny (CH) und Braintree (UK) angesiedelt, ist InOrbit ein Hersteller von Kräutertee in vielen Mischungen aus aller Welt mit ayurvedischem Einschlag und holistischen Heilwirkungen. Diese uralte Heilpraxis entstand in Indien. Dr. Ketan Joshi hat sie neu belebt mit der Gründung seiner Firma (2006) und darf als Kenner der Heilkräuter gelten. Eben koste ich und lasse einen Teebeutel, mit „chill & relax“ bezeichnet, auf mich einwirken. Vorderhand kann ich nichts über die Wirkung aussagen. Folgende Kräuter und Gewürze wurden u. a. verarbeitet: „Holy Basil, Wild Mint, Ginger, Centella Asiatica, Fennel, Lemon Grass, Neem, Liquorice, Amla, Cinnamon, Hibiscus Petals, Garcinia, Nut Grass, Cardamom, Caralluma Fimbriata.”
 
Damit erschöpft sich die Schweizer Präsenz auf der Messe.
*
Birkensaft
In einer kleinen Ausstellungszelle entdeckte ich einen polnischen Anbieter von Birkensaft. Den Birken wird dieser Saft im Frühling abgezapft. Er gilt als ein Gesundheitselixier, das u. a. den Stoffwechsel (Entschlackung des Körpers) fördert. Ich kostete den Saft und empfand die wasserklare Flüssigkeit voller Mineralstoffe mit leicht süssem Beigeschmack als angenehm, so sehr, dass ich mir davon etwas von den Birken im Garten abgewinnen werde. Nebst den Polen schätzen auch die Finnen den naturreinen Birkensaft. Frisch gewonnener Saft kann rund 2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wie steht es um den Rebensaft? frage ich mich, und ich meine damit nicht den Wein, sondern den Saft der ebenfalls im Frühjahr aus den geschnittenen Zweigen tröpfelt.
 
Kaffeewürfel aus Kolumbien
Shelton Imports in England vertreibt diese zu Würfelchen gepressten Kaffeebohnen, die sich unter Zugabe von heissem Wasser sofort wie Nescafé auflösen. Im Gegensatz zu Nestlé sei dieser Kaffee zu 100 % kolumbischen Ursprungs, erklärte mir der Inhaber dieses Produkts, erstmals an der ife vorgestellt. Ich genehmigte einen Espresso, an dem ich nichts auszusetzen hatte.
 
Big Shots – ein mit Vitaminen angereicherter Fruchtsaft
Neue gesundheitsfördernde Getränke werden laufend lanciert. Der Fruchtsaft „Big Shots“ enthält 11 Vitamine, 6 Minerale, Omega-3, Prebiotic fiber, Antioxidants und Ginseng, dem Mango- und Passionsfruchtsaft beigegeben. Ist das des Guten zu viel? Ich werde diese Frage an unseren Textatelier.com-Ernährungsspezialisten Heinz Scholz weiterleiten.
 
Plastik-Weingläser mit Aluminium Folie
Ist das eine Schnapsidee? Die Folie auf den Plastik-Weingläsern kann wie von einem Joghurt-Becher abgelöst werden. Die biegsamen, mit Wein gefüllten Gläser sind aus PET-Plastik und für Partys geeignet. Ich glaube, es gibt mehr als genug Wegwerfpackungen. Auch die Weinkenner werden sich gegen diese Neuheit sträuben.
 
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