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BLOG vom 13.11.2011


Nora beschreibt den Ursprung und den Weg der Gedanken
Autorin: Rita Lorenzetti, Zürich-Altstetten
 
Hinsitzen und Warten auf die Inspiration, das tue ich öfters, und mehr denn je erweist sich diese naive Art als untauglich. Das Wissen, es wäre an der Zeit, wieder einen Aufsatz abzugeben, genügt leider nicht, dass sich Ideen melden.
 
Heute ist so ein Tag. Ich wollte einen Beitrag ins Blogatelier abgeben, wusste aber lange nicht, was sich gerade jetzt als kleine Geschichte eigne. Zuvor habe ich die Schachtel mit den Zetteln konsultiert, auf denen Stichworte und Hinweise stehen, die einmal zur Sprache kommen könnten. Aber sie allein sind nur Gerüst.
 
Unter diesen Zetteln fand ich ein ausgedrucktes Mail, das mir unsere Tochter im Laufe des Jahres zukommen liess. Sie erzählte uns, dass Nora, damals 4 ½ Jahre alt, in noch ungelenkem Schweizerdialekt gesagt habe: 
Weisch du, wie hani dänkt?"
Mis Herz hät das gäh im Buuch,
und dä Buuch hät das gäh im Chopf,
und dänn han i d'Idee gha. 
In dieser Aussage legt sie offen, wie Herz, Bauch und Kopf zusammenwirken und Gedanken entwickeln.
 
Noras Denken ging schon immer durch den Bauch. Sie isst gern, ist eine lustvolle Geniesserin. Kein Wunder, dass ihre Ideen dem Bauch entspringen. Schon mit 3 ½ Jahren sagte sie einmal: Miin Buuch möchti Film luägä.
 
Und jetzt die Erfahrungen ihrer Grossmutter.
 
Wie gesagt, bewegte ich mich heute Morgen im Nebeldunst. Nichts von den Notizen versprach eine Geschichte. Ich gab auf, ging ins Schlafzimmer, öffnete die Fenster, lüftete die Betten, schüttelte die Decken, und während ich mich bewegte, stieg ein Bild in mir auf. Ich sah Zutaten für einen Kuchen. In einer Schale Mehl, Zucker, Butter und Eier. Vielleicht war auch Hefe dabei. Zutaten also, die noch gemischt und gerührt und erst dann zum Kuchen gebacken werden.
 
Und so lief heute auch der Prozess ab, dass dieser Beitrag entstehen konnte. Es brauchte offensichtlich die körperliche Anstrengung und das Loslassen meiner befehlenden Gedanken, heute müsse etwas herauskommen. Vorhandenes mischen, rühren und schütteln sind offensichtlich wichtige Voraussetzungen, dass sich ein Thema herauskristallisiert. Warten allein ist sinnlos.
 
Danke Nora! Grosy ist dir nahe. Auch sie hat über die Nahrung zur Idee gefunden, Deine und meine Erfahrungen aufzuschreiben.
 
Und: Es würde mich nicht verwundern, wenn man mir jetzt sagte: So läuft es auch bei mir.
 
Hinweis auf weitere Blogs zum Thema Erinnerungen von Rita Lorenzetti
18.03.2007: Erinnerungen an erste Erfahrungen mit meinem Computer
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