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BLOG vom 14.12.2011


Zur Aktion „Jeder Rappen zählt“: Die vergessenen Väter in Not
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
Zwischen dem 12. und 17.12.2011 sammeln das Schweizer Radio DRS und das Fernsehen SF unter dem Titel „Jeder Rappen zählt“ für „Mütter in der Not“ in der Schweiz und im Ausland. Ein zweifellos ehrenwertes Unterfangen im Schosse der „Glückskette“, und man kann nur hoffen, dass das Geld an die richtigen Adressen geleitet werden wird, vor allem auch im Interesse der bedauernswerten Kinder, die in einem unzulänglichen familiären Umfeld aufwachsen müssen.
 
Durch das aktive Herunterschreien und -schreiben der Institution „Familie“ – die Hausfrau und Mutter am häuslichen Herd wurde zum Inbegriff der patriarchalen Unterdrückung – wurden Familienbande durchschnitten, Kinder ausgelagert (Outsourcing) oder im Falle von Trennungen und Scheidungen zu psychisch leidenden Opfern der zerbrochenen Beziehungen.
 
Das Elend hat sehr viel mit dem aufwallenden Kampf-Femininismus zu tun: eine Abwandlung des Clash of Civilizations nach den Ideen des US-amerikanischen Politikwissenschaftlers Samuel Phillips Huntington. Es geht im Speziellen um einen Clash of Genders, um den Kampf der Geschlechter, der von Feministinnen sowie willfährigen Mainstreammedien und Politikern eingeläutet und ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen wurde und wird. Die Feministinnen wollten zwar gleiche Rechte, wogegen nichts einzuwenden ist, nur für die Pflichtengleichheit steigen sie nicht auf die Barrikaden. Sie nehmen es gelassen hin, dass wir teufelsähnlichen Männer ihnen die AHV früher als uns zugesprochen haben und dass bei den so beliebten Scheidungen die Mütter beim Streit um das Sorgerecht für die Kinder bevorzugt werden, als ob es sich bei den männlichen Elternteilen um eine Ansammlung von gefährlichen Kriminellen handeln würde, vor denen man sich und den Nachwuchs auch im Normalfall in Sicherheit bringen muss. Erst in jüngster Zeit wird über die Revision des schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB, Kapitel „Elterliche Sorge“) das gemeinsame Sorgerecht angestrebt – Väter und Mütter (falls man diese Wörter in dieser verwirrten, dekadenten Zeit überhaupt noch anwenden darf) sollen die gleichen Pflichten und Kompetenzen erhalten. Der Idealfall wäre doch, dass sich beide Elternteile für die Erziehung des oder der Kinder engagieren würden.
 
Wenn es aber „Mütter in Not“ gibt, dann liegt es auf der Hand, dass es auch (alleinerziehende) „Väter in Not“ geben muss, denn oft werden den Männern bei Scheidungen besonders schwere finanzielle Lasten (Alimentenzahlungen) auferlegt, die mit dem Gleichstellungsgedanken wenig zu tun haben. Viele sind nicht mehr in der Lage, die Kosten für den Kindesunterhalt und die Abfindungen für die „Ex“ zu tragen. Am 24.11.2011 schrieb die „Weltwoche“ über „entrechtete Väter in der Schweiz“: „Schweizerische Väter haben ein hohes Risiko, nach der Scheidung ihre Kinder nie mehr wieder zu sehen und finanziell bis aufs Blut ausgequetscht zu werden. Kindsentzug, Erpressung und Entrechtung sind bei ihnen an der Tagesordnung. Während zahllose Väter nach der Scheidung ein Leben lang - oft vergebens - um eine gleichberechtigte Obhut kämpfen müssen, ohne dass sich die Medien dafür interessieren würden, wird das Gegenteil gerade in letzter Zeit zu einer riesigen, antimaskulinen Story aufgeblasen, da ausnahmsweise einmal eine Mutter betroffen ist. Dass Mütter mindestens genauso oft Kinder entführen, wird zwar widerwillig zugegeben, jedoch mit der ,besonderen’ Situation dieser armen OpferInnen gerechtfertigt während Väter immer und ohne Widerrede als Täter dargestellt werden, unabhängig von der jeweiligen Situation.
 
Im Angesicht dieser entmenschlichenden Sicht auf Männer wundert es auch nicht, dass Bundesrätin Simonetta Sommaruga nun geschiedene Väter bis unter das Existenzminimum ausquetschen will, so dass alleinerziehende Mütter diese nur noch mehr parasitieren können. Dies ist die hässliche, oft verschwiegene Seite der sogenannten feministischen ,Frauenbefreiung’, die schlussendlich Frauen aufgrund der ihnen in die Hände gelegten, rechtlichen Missbrauchswerkzeuge charakterlich korrumpiert und Männer ausbeutet und entmenschlicht.“
 
Die gender-spezifische Sammlung für „Mütter in Not“ entlarvt sich auf solch einem Hintergrund als eine weitere Ungerechtigkeit, wenn nicht gar als Attacke gegen die Männerwelt. Durch ihre merkwürdig einseitige Ausrichtung auf das weibliche Geschlecht erweckt sie den Eindruck, eine Not gebe es ausschliesslich bei den alleinerziehenden Müttern – und wer kann denn daran schuld sein? Natürlich: die himmeltraurigen Vater-Exemplare. So treibt der Feminismus seine Giftpfeile tief ins Sozialwesen hinein, dorthin, wo man Elend lindern sollte, ohne den verhängnisvollen Geschlechter- und Scheidungskampf noch zusätzlich anzustacheln.
 
Eines der bei der Glückskette akkreditierten Hilfswerke ist die Feministische Friedensorganisation (CFD = Christlicher Friedensdienst), die auch Kampagnen wie „Gewalt an Frauen“ (aber keine unter dem Motto „Gewalt an Männern“) organisiert. So kann man also via Glückskette den Feminismus unterstützen und damit gleich neues familiäres Elend produzieren. Und die Grundlage für nächste Spendenaktionen wird geschaffen.
 
Hinweis auf weitere Blogs über den Feminismus
 
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