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BLOG vom 03.03.2005


Reaktionen auf Blogs (4): Sensationell, wie das fliesst

Präsentation der Leserpost: Walter Hess

„Ich habe auf die Reaktionen auf die Blogs gewartet. Jetzt kommen sie. Lasst sie auf uns einhageln!“ schrieb mir Emil Baschnonga aus dem winterlichen London. Und er fügte gleich eine Reaktion auf das Blog vom 6. Februar 2005 zu den Schwierigkeiten mit der Ich-Form bei. Er stellte die Gepflogenheiten im englischsprachigen Raum wie folgt dar:

„Das königliche WE hat in England abgedankt. In den englischen Zeitungen wird schon seit langem das ICH grossgeschrieben. Manchmal ein bisschen allzu GROSS. Manchmal pirscht das fade MAN in die Lücke.“

Interessierte Schmökerer

Wiederum liegen viele Reaktionen von Nutzern vor, die unsere Blogs lesen, weiterverbreiten, weiterempfehlen, oder einfach ihr Interesse bekunden, wie dies Frau Marité Fink-Brunner tat: „Eine sehr interessante Homepage!“ Ein Freund, L. S., sagte mir telefonisch, er schaue mindestens alle 2 Tage im Blogatelier nach, um zu sehen, was es wieder an Neuem gebe.

Wie unsere Zugriffsstatistik zeigt, tun das immer mehr Internetnutzer, was uns zum Weiterbloggen anspornt. Es ist inzwischen so, dass es für unsere Themenfülle zu wenige Tage gibt und deshalb wir an manchen Tagen nicht nur 1, sondern 2 oder 3 Tagebuchblätter ins Netz stellen müssen beziehungsweise dürfen. Wer also die Webseite www.textatelier.com aufruft, findet immer etwas Neues.

Roger Schreiber schrieb: "Ich gehe regelmässig im Blog auf Ihrer Website schmökern, ich finde dort immer sehr gut verfasste Texte und Themen . . . smile . . . nochmals besten Dank."

Für alle die Blumen haben wir zu danken. Schreiben Sie uns, wenn etwas Sie unter den Nägeln brennt!

Gepfeffertes über die USA

Rita Lorenzetti mailte zu diesem Hochbetrieb im Blogatelier:

„Einfach sensationell, wie das wieder fliesst. Zuhören und wiedergeben und es ‚verhebet’ (es sitzt). Da staune ich halt nur.“

Und weiter : "Der gepfefferte Amerika-Schluss im Blog vom 13. Februar 2005 („Journalisten-Freiwild im Irak und die CNN“) erinnerte mich an einen ähnlichen Text von Vreni Berlinger, eine Schweizer Kabarettistin. Sie schrieb einen Beitrag über Freiheit. Dieser endete so:

‚Das Jahr 2005 ist das Schiller-Jahr. Im Gegensatz zu Bushs Reden werden Schillers Texte noch 200 Jahre nach seinem Tod zitiert. Bush allerdings könnte mit dem Satz ‚Geben Sie Gedankenfreiheit’ nichts anfangen; er würde sich höchstens fragen, ob der Bittsteller von den Demokraten gesponsert sei. Ein amerikanischer Präsident kann nur zweimal gewählt werden, welch schwacher Trost! − Da stand er nun also, der alte neue Präsident, und legte zum zweiten Mal innerhalb von 4 Jahren seine rechte Hand auf die Bibel. Eine hoffnungsvolle Geste, hat er doch damit zum zweiten Mal innerhalb von 4 Jahren ein Buch angefasst."

(Aus "Sonntag", Seite Satire, Ausgabe 10. 2. 2005).

Emil Baschnonga kommentierte im gleichen Zusammenhang:

„Sie haben den Bush mutig angepackt. Zum Glück kommt er nicht über die CH-Grenze!“

Ich habe dann geantwortet, dass ich den gleichen Text veröffentlicht hätte, auch wenn Bush nach Biberstein in der Schweiz gekommen wäre. Das hat in London für keine Überraschung gesorgt. Man kennt sich inzwischen.

Flucht aus den USA

Unter dem Eindruck der häufigen Kritik an den USA, wo wir übrigens sehr viele Nutzer haben, schrieb mir Heinz Scholz, aus Schopfheim D, gewissermassen zur Untermauerung unserer Haltung:

„In der 'Badischen Zeitung' stand ein Bericht über Nikolai Kinski (28), den Sohn des berühmten deutschen Filmschauspielers Klaus Kinski. Er hat die USA verlassen und ist reumütig nach Deutschland zurückgekehrt. Seine Begründung ist höchst bemerkenswert. Er sagte: ‚Es war besonders die politische Situation in Amerika, die mich flüchten liess: Das Land der grossen Freiheit ist zum Land der grossen Manipulation geworden, es herrscht inzwischen eine Gedanken- und Mediendiktatur.’

Nikolai Kinski hat lange Zeit in Kalifornien gelebt. Er fügte noch folgendes hinzu: ‚Ich mag nicht in einem Bundesstaat leben, der von einem ehemaligen Bodybuilder regiert wird.’“ Soweit die Post aus Deutschland.

Dazu möchte ich beifügen, dass dieser berühmte Arnold Schwarzenegger, ein österreichisches Urgestein, seine Sache immerhin wesentlich besser macht als es in den USA üblich ist. Er hat sogar noch ein Herz für den Umweltschutz, und das ist für die beschränkten US-Verhältnisse geradezu sensationell. Er hat mich sehr positiv überrascht.

Wie die alte Fasnacht . . .

Die Zeiten der Fasnacht 2005 sind vorbei, selbst in Basel, das jeweils wie „die alte Fasnacht“ ganz am Schluss noch daherkommt. Aber in unserer Spassgesellschaft wird die Fasnacht eigentlich zum Normalfall. Unter diesen Voraussetzungen wage ich hier noch einen Schnitzelbank-Vers, ein Love Song von Prinz Charles, anzufügen, den unsere Mitbloggerin Lislott Pfaff, Spezialistin für Mundart-, Tierschutz und Lebensfragen, nach der alten Schlagermelodie „Only you“ an der Basler Fasnacht (Blog vom 14. 2. 2005) höchstpersönlich gesungen hat, eine wunderbare Mischung aus dem Englischen und der Basler Mundart für sprachlich Hochbegabte:

“Only you, you are my Augestärn.

 

Only you, I have so schröcklig gärn.

 

I have dir, Camilla, ewigi Treui gschwore.

 

Jetz flieg i gschwind zu diir mit myne Segelohre.“

Fuchsjagd: Zuspruch aus den USA

Blogs basieren immer auf dem Wissensstand, wie es ihn zum Zeitpunkt gab, an dem sie geschrieben wurden. Lislott Pfaff sah sich im Nachhinein freundlicherweise motiviert, zu ihrem Fuchsjagd-Blog vom 20. Februar 2005 („Englands Füchse dürfen aufatmen“) noch einige Fakten nachzuschieben:

„Die ‚Basellandschaftliche Zeitung’ hat auch etwas über das Fuchsjagd-Verbot in England gebracht: Die Pro-Jagd-Vereinigung Countryside Alliance habe für das Wochenende vom 19./20. Februar 2005 bis zu 500 000 demonstrativ Jagende erwartet. Schon am Donnerstag, 17. Februar 2005, seien Hunderttausende zu Protest-Jagden ausgeritten. Die Fuchsjagd-Befürworter hätten auch ‚Zuspruch aus Übersee’ erhalten. In den USA gebe es fast ebenso viele Fuchsjagden wie in Grossbritannien. Die britische Polizei gehe davon aus, dass es schwierig sein werde, für eine Einhaltung des Verbots zu sorgen.“

Soweit der Brief aus dem Kanton Basel-Landschaft. Bei der überbordenden Schiesswut, wie sie die Amerikaner seit Beginn der Indianer-Abschlachtung auszeichnet und in zahllosen Kriegen ihren Niederschlag gefunden hat, hätte man sich das eigentlich denken können. Dort werden ja nicht nur Füchse abgeschossen, sondern eigentlich alles, was sich bewegt. Als ich einmal mit einigen Freunden nach einem Gewitter in den frühen Abendstunden im Gebiet der Everglades-Sümpfe (Florida) nach Amphibien Ausschau halten wollte, hielten wir es für angezeigt, vorgängig den Sheriff über unser Vorhaben zu informieren. In der Nähe von Wohnbauten wagten wir nicht einmal anzuhalten, weil wir sonst wahrscheinlich als Kriminelle eingestuft und abgeschossen worden wären. Das ist das Leben in Freiheit, von dem so viele träumen, in der Praxis: Alltagsuntauglich. Wir haben unsere Amphibien-Exkursion dank ausgeprägter Sicherheitsvorkehrungen überlebt.

Über die noch viel gigantischeren Sicherheitsmassnahmen für den Bush-Tross, der Europa heimgesucht und den Ausnahmezustand herbeigeführt hat, habe ich am 21. Februar 2005 berichtet. Heinz Scholz ergänzte dazu:

„Heute, am 23. Februar 2005, findet in Lörrach D eine Demo gegen den Bush-Besuch statt. Bemerkenswertes sagte ein Sprecher der Friedensinitiative Lörrach: ‚Wir wollen keinen Krieg, weder in Afghanistan, noch im Irak, noch im Iran, noch in Syrien, noch anderswo auf der Welt. Nein zu Aufrüstung und Rüstungsexport, Nein zu jeglicher Besatzung.’ Anlässlich des Besuches von Bush wandte sich die Initiative gegen jegliche Unterstützung von kriegerischen Massnahmen, ‚von welchem Land auch immer sie ausgehen mögen.’

Endlich mal ein Lichtblick."

Identitätsdiebstahl im Web auf Höhenflug

Über „die englische Idee vom ID_Diebstahl“ berichtete Emil Baschnonga aus eigener Anaschauung am 16. Februar 2005. Der Pressedienst pte veröffentlichte 8 Tage später die folgende Meldung über die entsprechenden Zustände in Amerika:

„Beinahe 10 Mio. Nordamerikaner werden im Jahr zu Opfern

San Francisco (pte, 24. Februar 2005 07:45) − Identitätsdiebstahl und Betrug im Internet werden immer mehr zu einem Massenphänomen: In Nordamerika werden pro Jahr 9,5 Mio. Bürger Opfer von Betrügern, die gesamte dabei erlittene Schadenssumme beträgt 11,7 Mrd. Dollar. Während es bei Kreditkarten mittlerweile recht gute Schutzmechanismen gibt, sind Zahlungen per Scheck oder Kontoüberweisungen eher gefährdet, sagte Gartner-Analystin Avivah Litan beim RSA Security Briefing in San Francisco. http://www.rsasecurity.com/

‚Der Identitätsdiebstahl ist ein reales Problem mit realen Opfern’, erklärte Litan. Bisher wurden vor allem Daten über das Internet gestohlen, um Kreditkarten zum betrügerischen Einkauf zu missbrauchen: ‚Der Kreditkartenbetrug war unter den Betrügereien immer die grösste Kategorie, aber nun finden die Betrüger neue Wege, um sich die leichtesten Opfer auszusuchen.’

Vor allem in den USA gebe es mittlerweile gute Schutzmechanismen, um verdächtige Kreditkarten-Aktivitäten zu stoppen. Was Scheckzahlungen oder Kontoüberweisungen betreffe, seien die Schutzmassnahmen noch nicht so weit, sagte Litan. Bisher waren Finanzdienstleister wie die Citibank oder das Online-Auktionshaus eBay die bevorzugten Ziele der Phisher. ‚Nunmehr haben sie ihre Aktivitäten auch auf regionale Banken und Online-Dating-Services verlegt’, sagte Litan: ‚Während die Betrüger früher hinter den Passwörtern ihrer Opfer her waren, wollen sie nunmehr die Bancomat-Kartennummer, Geburtsdaten und Ähnliches.’“ Soweit die Medienmeldung.

Bei solchen Gelegenheiten erinnere ich mich immer an meinen verehrten Freund George W. Bush und seine fundierte Feststellung mit Rückbezug auf sein aussergewöhnlich segensreiches, bombastisches Wirken: „Die Welt ist sicherer geworden.“

Das Resultat haben wir jetzt.

 

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