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BLOG vom 11.04.2013


Ausfall unserer Webseite: Die Technik hinter der Kulisse
Autor: Richard Gerd Bernardy, Dozent für Deutsch als Fremdsprache, Viersen/Niederrhein D
 
Am Mittwoch, 10.04.2013, konnte unsere Website www.textatelier.com und andere, die zum selben Ziel führen, wie www.blogatelier.com, den ganzen Tag über bis etwa um 20 Uhr nicht erreicht werden. Der Provider, also der Internetdienstleister (engl. Internet Service Provider, abgekürzt ISP), in diesem Fall die Firma CYON.CH aus Basel, meldete eine Störung. Während alle anderen Server schon nach etwa 90 Minuten wieder liefen, war das beim Server 34 nicht der Fall, genau der, von dem aus die oben genannten Websites verbreitet werden.
 
Was ist ein Server? Die Bezeichnung ist Englisch und bedeutet „Diener“. Ein Server kann eine Hardware sein, also ein Computer, auf dem verschiedene Server laufen; sie tragen die Programme, die dem Kunden und seinen Nutzern einen Zugang zur Website verschaffen (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Server).
 
Der Cyon-Provider schrieb um 17.02 Uhr auf der eigenen Webseite www.cyon.ch: „Leider können wir noch immer nicht abschätzen, wie lange der Ausfall von Server 34 noch dauern wird. Wir verfolgen, zusammen mit dem Hersteller unseres Storages, mittlerweile mehrere Lösungswege. Sobald wir einen Zeitrahmen angeben können, werden wir diesen kommunizieren.“
 
Was heisst Storage? „To store“ bedeutet speichern, wir haben es hier also mit einem Datenspeicher zu tun. Dieser Datencontainer verursachte die Probleme.
 
Wir alle speichern, nicht nur auf dem guten alten Speicher, sondern überall in der Wohnung, in den Schränken, Regalen und Kommoden, in Kisten und Kästen, in der Küche und im Kühlschrank. Wir speichern Dinge in der Hoffnung, sie auch wiederfinden zu können. Das klappt meistens, aber nicht immer.
 
Elektronische Datenspeicher kennen wir vom Computer. Darin befinden sich (meistens) eine oder mehrere Festplatten, aber auch Compact Disks und USB (Universal Serial Bus)-Sticks. Firmen speichern auf Bändern. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten und Speichermethoden.
 
Ein winziger Fehler im System, ausgelöst durch einen elektronischen Impuls, Staub, eine Fehlschaltung in einem der Programme und andere Fehlerquellen können dazu führen, dass der Zugriff zum Datenspeicher gestört oder unterbunden ist. Ein ganzer Rattenschwanz von unangenehmen Folgen tritt auf. Das Cyon-Telefon war überlastet und mailen konnte man via den Server 34 nicht mehr, nur noch die Kommunikations-Guillotine war in Betrieb.
 
Das war auch hier die Fehlerquelle, wie der Provider um 17.29 Uhr meldete: „Wir gehen davon aus, dass die Probleme durch den Datencontainer, der Server 34 zugewiesen ist, ausgelöst werden. Das Verknüpfen des Datencontainers mit einem Testserver hatte denselben Effekt, das System stürzte ab. Wir versuchen nun, eines unserer vorhandenen Backups mit Server 34 zu verbinden, damit der Zugriff auf den Server wiederhergestellt werden kann.“
 
Wieder ein Fremdwort: Backup, nichts anderes als eine Datensicherung auf einem anderen Datenspeicher, auf die zurückgegriffen werden kann, wenn der direkte Speicher nicht mehr erreichbar ist. Übrigens: Sämtlichen Benutzern von Computern aller Art wird geraten, sich nicht auf die Festplatte des Gerätes zu verlassen, sondern häufig solch einen Backup, z. B. auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick, durchzuführen. Die Sticks sind in den letzten Jahren immer preiswerter geworden, und 16 oder 32 Gigabyte reichen in den meisten Fällen aus.
 
Um 18.30 Uhr meldete der Provider, dass der Fehler gefunden sei und das System um 20 Uhr wieder laufen würde. So war es auch.
 
Hoffen wir alle, dass so eine Störung nicht wieder vorkommt, denn was wäre ein Tag ohne die Lektüre des neuen oder der Blogs (unter „Alle Blogs" auf der Startseite aufgelistet); sie alle sind interessant und spannend!
 
Und wir entschuldigen uns bei allen unseren verehrten Nutzern stellvertretend für den Ausfall – in der Hoffnung, dass sie nicht ausfällig wurden.
 
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