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BLOG vom 13.05.2013


Vom Urknall zum Urschrei: Auf den Flügeln des Weltalls
Autor: Richard Gerd Bernardy, Dozent für Deutsch als Fremdsprache, Viersen/ Niederrhein D
 
 
Jaja de oerknal hoor ik mezelf zegge ( Ja, ja, der ,Urknall’, höre ich mich sagen.)
 
Hoe is het mogelijk dat dit in mijn mond past? (Wie ist es möglich, dass er in meinen Mund passt?)
 
Het ontstaan een klont op mijn tong. (Das Entstehen eines Klosses auf meiner Zunge.)
 
Stil. Angst is een zwerm die rust in een boom. (Stille. Angst ist ein Schwarm, der in einem Baum ruht.)
 
Of het zijn woorden die zich inktzwart. (Oder sind es Worte, die sich tintenschwarz ...)
 
op de takken verdringen. Het is een vorm (... auf den Zweigen drängen. Es ist eine Form ...)
 
van paniek die opwelt in mij en als opvliegende (...von Panik, die aufwallt in mir und wie ein auffliegender...)
 
zwerm uit mijn keel breekt. Het helaal slaat (... Schwarm aus meiner Kehle quillt. Das Weltall breitet ...)
 
de vleugels uit. Wij klapwieken en juichen schril. (... die Flügel aus. Wir schlagen damit und jauchzen schrill.)
*
Dieses Gedicht stammt aus einem Gedichtebuch mit dem Titel „Jaja der Urknall“, verfasst von der Niederländerin Maria Barnas. Es geht um Urängste und andere Ängste.
 
Martin Heidegger bestimmte Angst als eine Grundbefindlichkeit des Menschen, welche diesem die Unabgeschlossenheit des eigenen Verständnishorizonts zum Gewahrsein bringe und ihn zur Entschlossenheit befähige.
 
Die Angst vor dem Tode ist die Angst ‚vor‘ dem eigensten, unbezüglichen und unüberholbaren Seinkönnen. Das Wovor dieser Angst ist das In-der-Welt-sein selbst. Das Worum dieser Angst ist das Sein-können des Daseins schlechthin.“
 
Ein Kloss“ im Hals, der das Atmen erschwert, das Gefühl, bewegungsunfähig zu sein.
 
Es sind unaussprechliche Gedanken, Worte, die Panik erzeugen. Angst vor dem In-der-Welt-Sein, Teil des Ganzen zu sein, des Himmels und der Erde und doch nur ein hilfloser Punkt im All. Der Urschrei bricht aus der Kehle ...
 
„... ein unheimlicher Schrei, der aus dem Tiefinneren eines jungen Menschen hervorbrach“ (Janov).
 
Und dann die Befreiung, der Kloss löst sich. Erschöpfung tritt ein – und unendliche Ruhe, „der kleine Tod“, der Schlaf, stellt sich ein.
 
„Und das Weltall breitet seine Flügel aus.“
 
Quellen
Maria Barans: „Jaja de oerknal, De Arbeiderspers“, Amsterdam 2013 (übersetzt durch Richard Gerd Bernardy).
Martin Heidegger: „Sein und Zeit“, Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1979.
Arthur Janov: „Der Urschrei. Ein neuer Weg der Psychotherapie“, S. Fischer-Verlag, Frankfurt am Main 1982.
 
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