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BLOG vom 17.07.2013


Reaktionen auf Blogs (135): Schnüffeln, Morden mit Drohnen
Zusammenstellung der Blog-Reaktionen: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)
 
Die Dimensionen der Überwachungen von ganzen Staaten, Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen sind ungeheuer. Zwar wusste man schon immer von der Existenz all der Geheimdienste wie dem CIA (Central Intelligence Agency), welche für die US-Spionage und Geheimoperationen zuständig ist. Doch das kaum fassbare Ausmass der Schnüffelaktionen, wie sie durch die Enthüllungen des Insiders Edward Snowden, der die Spähprogramme der USA enthüllte, erschüttert schon. Die Schnüfflerei grössten Stils gehört in den Rahmen der Weltvereinheitlichung (Globalisierung) unter US-Kontrolle, eines Staats, der einzig und allein auf seine eigenen Vorteile bedacht ist.. Dabei ist das Ausspionieren von Privatpersonen eine „völkerrechtliche Epochenwende“ (so „Der Spiegel“). Der Kampf gegen das Bankgeheimnis auch in Bezug auf die Schweizer Kleinsparer, wie ihn Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, glühende Befürworterin des totalen (Überwachungs-)Staats, vorantreibt, gehört dazu – obschon „das Gehäuse für Freiheit und Privatheit der Menschen (...) nur der von den Menschen selbst gewählte Staat bieten kann“ (so die US-Soziologin Saskia Sassen).
 
Im Blog vom 25.06.2013: US-Überwachungsstaat plündert weltweit Informationen hat Emil Baschnonga seinem Ärger über die kollektiven Schnüfflereien Luft gemacht. Martin Eitel aus Berlin (E-Mail: M.Eitel@gmx.net) ergänzte dieses Tagebuchblatt mit Informationen über die Rolle des ehemaligen Hoffnungsträgers Barack Obama mit dieser Zuschrift:
 
Die Hoffnung vieler Zeitgenossen, dass nach dem üblen George W. Bush II mit Barack Hussein Obama ein Präsident folgen würde, der weniger schlimm sein würde, war eigentlich von Anfang an unbegründet, wenn man berücksichtigt, wer im Hintergrund die Strippen zieht. Nach den feigen, hinterhältigen Morden mit Drohnen zu Lasten unbeteiligter Zivilisten und der Weiterführung des Konzentrationslagers Guantánamo ist eine Überwachung der Bürger durch Obama und seine Schnüffler wie bei den Nazis und den Kommunisten nicht überraschend, nur die Dimension ist neu, und der Blockwart wurde durch eine neuzeitliche Technik ersetzt.
 
Martin Eitel
 
Siedlungsentwicklung Aargau: Trend und Ziel
Die Weltgeschichte nimmt ihren Lauf. Wir laufen hinterher oder werden mitgerissen. Auch im lokalen oder regionalen Umfeld wird geplant und gestaltet. Manchmal gefällt es uns, manchmal nicht. Auf dem Hintergrund des Blogs Vision Aarau: Bürger, die im funktionalen Raum funktionieren vom 30.11.2012 erging sich Alex Schneider aus CH-5024 Küttigen AG in kritischen Überlegungen. Soll man den sich abzeichnenden Lauf der Dinge als unabänderliche Tatsache hinnehmen und sich darauf einstellen? Verdient das den Namen „Raumplanung“? Hier die Zuschrift:
 
Das für die nächsten 15 Jahre prognostizierte Bevölkerungswachstum von zusätzlich 100 000 Einwohnern (im Kanton Aargau) wird – gestützt auf die konkreten Zahlen der letzten Jahre ‒ eher übertroffen als unterschritten werden. Zudem nehmen der Wohnflächenbedarf pro Kopf und der Flächenbedarf der Wirtschaft noch immer zu. Ist es die Aufgabe der Raumplanung, diese Trendentwicklung unbesehen als Zielvorgabe zu übernehmen und alles zu tun, um diesem Trend zum Durchbruch zu verhelfen?
 
Nein! Aufgabe der Raumplanung ist es ‒ zur Erhaltung der Lebensqualität, des Grünraums, der Umwelt und zur Aufrechterhaltung einer bezahlbaren Infrastruktur ‒ der Siedlungsentwicklung absolute Grenzen zu setzen. Das heisst dann aber auch: Verknappung des bebaubaren Bodens, Verdichtung des Siedlungsraums und als Konsequenz höhere Boden- und Mietpreise. Beides zugleich ist nicht zu haben. Ohne eine spürbare Beschränkung der Bodennutzung kann der Aargau seine Lebensqualität nicht erhalten.
 
Viele Aussagen im Entwicklungsleitbild der Aargauer Regierung sehen auf den ersten Blick vernünftig und nachvollziehbar aus. Bei näherer Betrachtung zeigen sich aber Widersprüche, die sich im politischen Alltag als echte Probleme oder – beschönigend – als grosse Herausforderungen erweisen werden. Es stellen sich insbesondere folgende Fragen:
 
Warum stellt die Aargauer Regierung das wirtschaftliche Wachstum ins Zentrum seines Entwicklungsleitbilds und nicht die Lebensqualität der ansässigen Bevölkerung? Ist die prognostizierte Bevölkerungszunahme von über 100 000 Personen bis zum Jahr 2035 mit einer nachhaltigen Entwicklung vereinbar? Warum stellt die Aargauer Regierung diesen Trend nicht in Frage, sondern versucht mit Wirtschafts- und Wohnstandortförderung diesen noch zu befeuern?
 
Ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ in der heute verwendeten Form überhaupt noch brauchbar, insbesondere in Verbindung mit Wirtschaftswachstum? Auch die Ansiedlung von wertschöpfungsintensiven Branchen mit den nötigen Arbeitskräften aus dem Ausland ist mit Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung verbunden. Was daran ist nachhaltig?
 
Ist eine stabile Staatsquote ein vernünftiges Ziel, wenn die Nachfrage nach staatlichen Leistungen des Grundbedarfs (z. B. im Gesundheits- und Sicherheitsbereich) überdurchschnittlich wächst? Warum jammert die Regierung jetzt über die drohenden Staatsdefizite, nachdem sie eben erst Steuersenkungen mit der Hoffnung auf Steuermehrerträge durch Neuansiedlungen beschlossen hat?
 
Wer die schön formulierten Absichtserklärungen der Regierung hinterfragt, stösst sehr schnell auf sehr grosse Ungereimtheiten.
 
Alex Schneider, Küttigen
 
Die Rettung eines Zollhäuschens
In den Blog-Reaktionen 134 habe ich aufgrund eines Hinweises über die Rettung eines Mini-Zollhäuschens bei Full-Reuenthal (AG, Bezirk Laufenburg) berichtet. Diese begrüssenswerte Aktion, welche die Zeit lange vor der Schengen-Geschichte in Erinnerung halten will, wird durch den uneigennützigen Verein Militär- & Festungsmuseum Full-Reuenthal ermöglicht. Er kaufte den sogenannten Zuckerstock (ein kleiner Bunker zur Grenzüberwachung) und hat mit dem Leiter der GWK-Region 1 (GWK = Grenzwachtkorps), Roger Zaugg, eine Vereinbarung getroffen, wonach das Häuschen durch den Verein unterhalten wird.
 
Fritz Gehring, der seinerzeitige Ressortleiter Aussenanlagen des Festungsmuseums Full-Reuenthal, hat dem Textatelier.com anschliessend von seinen Hoffnungen auf den Heimatschutzpreis berichtet:
 
Sehr geehrter Herr Hess,
Vielen Dank für den Link auf den Blog; habe mich sehr gefreut.
 
Leider sind die Bemühungen des Vereins Militär- und Festungsmuseums Full-Reuenthal noch nicht bis zu den Mäzenen des Heimatschutzpreises vorgedrungen. Es wäre eine sehr schöne Geste zugunsten des Vereins, wenn dieser Preis einmal dem Verein zugesprochen werden könnte. Nebst der Festung Reuenthal sind es vom Rhein bis auf den Bözberg etwa 60 Anlagen, welche durch den Verein der Nachwelt, und zur Besichtigung zugänglich, erhalten bleiben. 4 besonders schöne Objekte sind der Beobachterstand auf dem Bürerhorn, die Sanitätshilfsstelle Ampfernhöhe, der Bunker im Sagemülitäli und der Bunker beim Weiler Birch in Unterbözberg.
 
Ihnen weiterhin viel Freude auf ihren Begehungen.
 
Mit freundlichen Grüssen
Fritz Gehring
 
Die Pigmentbilder
Kleine Ausflüge führen immer wieder zu erbaulichen Erlebnissen und Begegnungen, wie man sah. So bin ich in Arlesheim BL auf die Ausstellung von Pigmentbildern aus dem Atelier von Christian Kessler aufmerksam worden (siehe Blog vom 29.06.2013: Mahlen und Malen: Erdfarbene Pigmentbilder von Ch. Kessler). Vom Ausstellungshinweis fühlte sich Gerd Bernardy (E-Mail: g.richard.b@gmail.com) angesprochen, und er erinnerte sich an ein thematisch exakt passendes Gedicht:
 
Zum „Mahlen und Malen“ fällt mir ein Teil eines Gedichts aus dem Jahr 1735 von Barthold Heinrich Brockes ein (in: „Irdisches Vergnügen in Gott“, Nachdruck: Bern 1970). Es ist dem Kapitel „Der Sand“ entnommen: 
"Was ist die schöne Kunst der edlen Mahlerey, die guten Theils aus Farben nur bestehet,
Und diese wiederum aus Sand und Erden?
Wodurch jedoch die schönsten Bilder werden.
Denn das, was unser Aug' erfrischt
Auf solche wundersame Art,
Ist bloss ein wenig Sand mit Oel gemischt,
Ist so unglaublich dünn und zart,
Dass, wenn man es vom Tuche trennen wollte,
Man es für cörperlich kaum halten sollte." 
Und es ist das Verdienst des Malers, aus Materialien, die die Natur uns schenkt, die schönsten Farben und ausdrucksstarken Bilder zu machen!
 
Gerd Bernardy
 
Christian Kessler bittet um Ideen für ideale Ausstellungsräume in der Nordwestschweiz, auch in der Umgebung von Aarau. E-Mail: chris.art@bluewin.ch.
*
Das Ursprüngliche, künstlerisch umgesetzt, hat offenbar schon vor Jahrhunderten seine Faszination hervorgebracht. Die Weisheit vom Ganzen findet darin ihren Platz.
 
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Siehe auch den Link auf der Startseite.
 
Hinweis auf die bisher erschienenen „Reaktionen auf Blogs“
 
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